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Crêpes für Crespelle alla giardino mit Giersch oder Spinat und Sommersalat

Cres­pelle alla giar­dino …

mit Spinat… oder mit Giersch!

Oh nein, ist das nicht dieses gräss­liche, hart­nä­ckige Grün­zeug? Das man nie los wird? Und das keiner mag? – Genau, das ist Giersch. Laut Brock­haus-Lexikon: Giersch (Geißfuß, Aero­po­dium podgraria), …, lästiges Garten­un­kraut.

Und ja, es macht seinem Ruf alle Ehre und auch unser Garten, da wir am Wald­rand liegen, ist an mancher Stelle fest in den Händen – oder besser – Wurzeln – dieses Krautes. Und genau deshalb nutze ich die Vorzüge des Gier­sches statt mich andau­ernd  zu ärgern. Wird es zu viel, wird es gegessen! z.B. als schmack­hafte “Cres­pelle alla giar­dino”. Oder als Salat, oder als Süpp­chen…

Giersch ist ein echtes Superfood und toll für Crespelle alla giardino...

Denn Giersch ist essbar und sogar sehr gesund. Er enthält Spuren­ele­mente, mehr Mine­ral­stoffe als Grün­kohl und viel mehr Vitamin C als Zitronen! Zwischen März und September kann man Giersch ernten. Die jungen Blätter schme­cken am besten, haben ein mildes Aroma. Aber auch die zarten Blüten sind essbar und sehen toll als Deko­ra­tion auf Salaten aus. Gene­rell kann man alles “Ober­ir­di­sche” des Gier­sches verar­beiten.  Und überhaupt…eigentlich ist Giersch eine echtes “Super­food”!
Früher wurde Giersch sogar extra als Heil­kraut gegen allerlei Leiden ange­pflanzt, vor allem in Klos­ter­gärten. Ist doch toll, dass man mit wenig gärt­ne­ri­schem Können ein so gesundes “Gemüse” im Garten haben kann!
Außerdem finde ich ihn auch ganz hübsch mit seinen wolkigen weißen Blüten…

Gierschblütenwolken im Sonnenlicht – die Blüten sin essbar

Ich verwende Giersch ähnlich wie Spinat. Deshalb kann man die Cres­pelle alla giar­dino auch statt Giersch mit Spinat zube­reiten – schließ­lich kann ja nicht jeder ein Gierschbeet sein Eigen nennen… oder es gibt Skep­tiker, die dem verru­fenen Grün­zeug nicht trauen…

Für die Cres­pelle alla giar­dino habe ich vor allem junge Gierschblätter gesam­melt und gründ­lich abge­spült. Wie beim Spinat braucht man recht viele Blätter, da Giersch beim Erhitzen sehr zusam­men­fällt.

Giersch ist sehr gesund - perfekt für Crespelle alla giardiino

Rezept für Cres­pelle alla giar­dino

Zutaten für 4 Personen:

 

  • 125 g Mehl
  • 2 Eier
  • eine Prise Salz, eine Prise Zucker
  • 250 ml Milch
  • 20 g geschmol­zene Butter

 

  • 300 g Gierschblätter (wichtig: nur Blätter wählen, die Sie sicher erkennen!),  (oder 500 g Spinat)
  • 200 g Ricotta
  • 3 EL  gerie­benen Parmesan
  • 2  Eier (S)
  • Salz, frisch gemah­lenen Pfeffer und eine Prise Muskat­nuss

 

  • 250 ml Sahne
  • 80 g frisch gerie­benen Parmesan
  • etwa 8 Esslöffel Toma­ten­soße (entweder eine gute Fertig­sauce oder eine Selbst­ein­ge­kochte)

Zube­rei­tung:

Mehl, Eier Milch, Salz, Zucker und die geschmol­zene Butter zu einem Teig verrühren und ca. 1 Stunde im Kühl­schrank ruhen lassen.

Füllung: Die Gierschblätter abspülen und tropf­nass in einem geschlos­senen Koch­topf 5–10 Minuten garen, bis die Blätter weich sind. Flüs­sig­keit abgiessen, gut abtropfen lassen und auspressen. Die Blätter mit einem Messer (oder Wiege­messer) fein hacken.
Ricotta, 3 EL Parmesan und die Eier hinzu­ge­bend und mischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschme­cken.

Den Back­ofen auf 200 ° (Umluft) vorheizen.

In einer Pfanne mit etwas Butter 8 Crêpes backen. Die Crêpes mit der Giersch-Ricotta­creme bestrei­chen und aufrollen. Die Cres­pelle in eine gefet­tete, ofen­feste Form legen. 
Die Sahne mit dem Parmesan mischen und über die Rollen geben. Auf jede Rolle einen Löffel Toma­ten­soße strei­chen.
Etwa 15 – 20 Minuten backen.

Crêpes für Crespelle alla giardino mit Giersch oder Spinat

Crespelle alla giardino mit Giersch oder Spinat

Crespelle alla giardino mir Giersch und Sommersalat

Tolles Sommergericht: Crespelle alla giardino mit Giersch oder Spinat

Dazu passt ein frischer Salat. Ich mag im Sommer gerne Feld­salat mit Beeren (Brom­beeren, Erdbeeren, Johan­nis­beeren und Himbeeren). Für das Dres­sing mische ich  Olivenöl, etwas Balsa­mico, frisch gepressten Oran­gen­saft und ein Löffel­chen Senf, Pfeffer und Salz. Dazu röste ich einige Kerne (knackige Salat­kern­mi­schungen gibt es zu kaufen) als Topping.
Essbare Blüten, z.B. die des Gier­sches, sorgen für einen wunder­schönen Anblick.

Crespelle alla giardino, dazu Sommersalat mit Früchten

Giersch - eigentlich schön und superlecker und gesund!

 

Und zum Nach­tisch Topfen­schaum mit Früchten? Gekühlt ein tolles, frisches Sommer­des­sert! Bitte hier entlang…

Buchtipi: Der Giersch muss weg/Ulmer VerlagBuch­tipp:

Giersch, Brenn­nes­seln, Schar­bocks­kraut und Gänse­blüm­chen – im Ulmer-Verlag ist ein kleines Büch­lein zum Kochen mit diesen und vielen anderen Wild­kräu­tern erschienen. Wich­tige Tipps zum Sammeln und Zube­reiten der “Unkräuter” wecken viel­leicht die Liebe zu den unge­liebten Garten­be­woh­nern. Und falls nicht, gibt es auch Tricks, wie man sie loswerden kann…

Der Giersch muss weg” von Susanne Hansch und Elke Schwarzer/ Ulmer Verlag.

 

 

 

 

 

 

 

Vilhelm-Hammershoi-"Im Licht des Nordens" - Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle

Vilhelm Hammershøi – sicht­bare Stille

 

Sich zu sehr an die Fakten zu halten kann die Essenz der Dinge verderben. Das innere Auge erkennt oft mehr.”
Karl Lager­feld

 

Ich lebe in einem alten Haus mit wunder­schönen Holz­türen, einem honig­gelben Dielen­boden und Spros­sen­fens­tern. Manchmal, wenn das Sonnen­licht durch eines der Spros­sen­fenster dringt, verharre ich beinahe ehrfürchtig und beob­achte das Schat­ten­spiel, das das Licht auf Wände und Boden zaubert. Die Linien, die durch Hell und Dunkel entstehen. Durch die Spros­sen­un­ter­tei­lung wird das Licht in einzelne Bündel gespalten – die Sonnen­strahlen werden durch den feinen Staub in der Luft sichtbar, gerade so, als brächen sie durch die lichten Baum­kronen eines Laub­waldes.

Vor einigen Jahren stieß ich auf ein Bild, auf dem eine solche Stim­mung auf faszi­nie­rende Weise darge­stellt ist.
“Tanz der Staub­körn­chen in den Sonnen­strahlen (Strand­gade 30), 1900.
Der Maler des Ölbildes ist der Däne Vilhelm Hammersøi (1864 – 1916), einer der wohl bedeu­tendsten Künstler Däne­marks des ausge­henden 19. und begin­nenden 20. Jahr­hun­derts.

Vilhelm Hammershøi – Tanz der Staubkörnchen in den Sonnenstrahlen (Strandgade30)/Foto: Anders Tune berg

Tanz der Staub­körn­chen in den Sonnen­strahlen, 1900 Öl auf Lein­wand, 70 x 59 cm Ordrup­gaard, Kopen­hagen © Foto: Anders Sune Berg

Nichts auf dem Bild lenkt von der Schön­heit des Augen­blicks ab. Viel­mehr lässt das Bild Raum für Empfin­dungen und Einbil­dungs­kraft. Das Bild hat Aura, eine beson­dere, geheim­nis­volle Magie, die mich in ihren Bann zieht.

Vilhelm Hammershøi hat viele Räume gemalt, stille Räume. Zwar zählen auch menschen­leere Stadt­an­sichten, Land­schaften und Porträts zu seinem Werk, heut­zu­tage kennt man ihn jedoch über­wie­gend wegen seiner Inte­ri­eurs.
Vilhelm bekam ab seinem achten Lebens­jahr Zeichen­un­ter­richt und studierte später an der Däni­schen Kunst­aka­demie in Kopen­hagen (von 1879 – 1884). Aber erst im Anschluß, an der neu gegrün­deten “Freien Kunst­schule” (“Kunst­ternes  Frie Studies­koler”), entwi­ckelte er seinen einzig­ar­tigen Stil.

Vilhelm-Hammershoi-"Im Licht des Nordens" - Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle

Ausschnitt aus Vilhelm Hammershøi “Die großen Fenster”/1913, Öl auf Lein­wand (Ausstel­lung in der Hamburger Kunst­halle: Im Licht des Nordens)

Ausstel­lungs­tipp: Im Licht des Nordens – Däni­sche Malerei der Samm­lung Ordrup­gaard in der Hamburger Kunst­halle

Zur Zeit sind neun Bilder Vilhelm Hammers­høis, acht Inte­ri­eurs und eine Land­schaft, aus der Samm­lung des Museums Ordrup­gaard in Char­lot­ten­lund nahe Kopen­hagen im Rahmen der Ausstel­lung “Im Licht des Nordens” in der Hamburger Kunsthalle zu sehen. Gemeinsam mit einigen Meis­ter­werken der däni­schen Malerei des 19. und begin­nenden 20. Jahr­hun­derts erzählen die Bilder vom Aufbruch der däni­schen Kunst  in die Moderne. (Genauere Angaben am Ende des Textes: Empfeh­lungen)
Kurator der Ausstel­lung ist Dr. Markus 
Bertsch.

Ein Besuch der Ausstel­lung “Im Licht des Nordens” ist  eine wunder­bare Gele­gen­heit, einige der sinn­lich mini­ma­lis­ti­schen Bilder Hammers­høis im Original zu betrachten und sich selbst einen Eindruck von der Wirkung und Ausstrah­lung der Bilder des Dänen zu verschaffen.

Vilhelm Hammershøi – Licht und Atmo­sphäre

Hammers­høis Bilder  fesseln mich durch ihre dezente Farb­ge­bung und einen harmo­ni­schen Dialog von Hell und Dunkel. In manche Inte­ri­eurs, die zumeist in seinen eigenen Wohn­räumen entstanden sind,  tauchen gele­gent­lich Figuren auf. Häufig seine Frau Ida. Jedoch stehen nicht sie oder ihre Hand­lung im Mittel­punkt, viel­mehr scheint es um die Archi­tektur des Bildes zu gehen.

Mal liegt der Fokus im vorderen Teil des Bildes, mal in der Tiefe – als spielte Hammershøi wie ein Foto­graf mit Schärfen und Unschärfen im Bild. Für Räume hatte er ein beson­deres Auge, wobei die Möblie­rung nur ein Rand­as­pekt ist.

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Ausschnitt aus Vilhelm Hammers­høis “Inte­rieur mit sitzender Frau” um 1910, Öl auf Lein­wand (Ausstel­lung in der Hamburger Kunst­halle: Im Licht des Nordens)

Es wirkt als wandelte der Künstler mit foto­gra­fi­schem Blick durch sein Haus und hielt, ob der Ästhetik des Moments, kleine Szene­rien fest, eben wie ein Foto­graf. Das natür­liche Licht schien sein Verbün­deter.
Manchmal ist das Einfache, das Unspek­ta­ku­läre das Beson­dere. Eine Frau steht am Fenster. Eine Frau sitzt am Tisch, vertieft in eine unde­fi­nierte Tätig­keit. Oft sind die Frauen von hinten zu sehen. Das Licht fällt auf die Nacken­partie. Die Atmo­sphäre ist von inten­siver Sinn­lich­keit und Ruhe, fast gerät man ins Flüs­tern, damit man nichts stört…

Vilhelm Hammershøi – Interieur mit Klavier und Frau in Schwarz/Foto: Anders Tune Berg

Inte­rieur mit Klavier und Frau in Schwarz (Strand­gade 30), 1901 Öl auf Lein­wand, 63 × 52,5 cm © Ordrup­gaard, Kopen­hagen Foto: Anders Sune Berg

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Ausschnitt aus Vilhelm Hammers­høis “Die vier Räume (Strand­gaade 25), 1914, Öl auf Lein­wand (Ausstel­lung Hamburger Kunst­halle: Im Licht des Nordens)

Mit foto­gra­fi­schem Blick

Die Menschen auf Hammers­høis Bildern posieren nicht bewusst, sie erzählen keine Geschichte, eher wirkt es wie eine Moment­auf­nahme, die der Künstler als Schnapp­schuss fest­hält. Ein Ist-Zustand, den Hammershøi jedoch nicht  mit dem Foto­ap­parat (mit dem man damals ja auch noch sehr lange Belich­tungs­zeiten hatte), sondern in aufwen­diger Technik (in Öl) auf die Lein­wand bringt.
Die Tona­lität der Bilder, die farb­liche Darstel­lung der kontrast­rei­chen Flächen,  die Abbil­dung von Licht und Perspek­tive, die Weich­heit der Linien und die Kompo­si­tion – all das erin­nert an Foto­gra­fien, die Mitte bis Ende des 19. Jahr­hun­derts entstanden sind.

Den Aspekt, dass die Foto­grafie seiner­zeit als neues, aufre­gendes Medium die bildende Kunst des 19. Jahr­hun­derts beein­flußt hat, finde ich sehr span­nend (hierzu lässt sich einiges in der Mono­grafie “Hammershøi und Europa”, siehe Empfeh­lungen unten) nach­lesen.

Schaut man sich aktu­elle Inte­ri­eur­bilder und -Inspi­ra­tionen an, sieht man oft ähnliche Perspek­tiven, Bild­kom­po­si­tionen, manchmal mit der Rück­an­sicht von Figuren. Keiner weiß, wer diese Menschen sind…aber das ist auch nicht nötig, sie berei­chern den Bild­aufbau durch ihre Anwe­sen­heit, eine beson­dere Atmo­sphäre wird verbreitet – so wie bei Hammershøi im vorletzten Jahr­hun­dert..

Ein junges nähendes Mädchen, 1887 Öl auf Lein­wand, 37 x 35 cm Ordrup­gaard, Kopen­hagen © Foto: Anders Sune Berg

Schön vertieft…

In meinen Augen hat auch das Bild “Nähendes Mädchen (Die Schwester des Künst­lers, siehe oben)”, 1887,  welches eben­falls in der Hamburger Kunst­halle im Original zu sehen ist, beson­dere Aufmerk­sam­keit verdient. Die Anmut der jungen Frau beim Ausüben einer vermeint­lich alltäg­li­chen Arbeit ist ergrei­fend. Was der Betrachter fühlt und denkt, ist ihm über­lassen. Das Mädchen ist vertieft… Der Hell-Dunkel-Kontrast scheint durch die Weich­heit der Linien aufge­hoben. Hammers­høis Bilder sind sehr redu­ziert und dadurch ermög­licht er dem Betrachter und dessen Seelen­leben  diese Kunst zu voll­enden.
Es hat mich sehr gefreut, dieses Bild im Original zu sehen, und nicht umsonst ist es zum Plakat­motiv der Ausstel­lung gewählt geworden.

Jeder Mensch, jedes Auge nimmt Unter­schied­li­ches wahr, meines ist erfüllt und bezau­bert vom Licht und der Atmo­sphäre der Bilder Vilhelm Hammers­høis.

Sind Sie neugierig geworden und möchten mehr über Vilhelm Hammershøi, seine Kunst, seine Inten­tionen und den Aufbruch der däni­schen Maler des 19. Jahr­hun­derts in die Moderne erfahren?

Empfeh­lungen:

Ausstel­lung:

Vilhelm Hammershøi – Austellung in der Hamburger Kunsthalle 2019

Im Licht des Nordens” – Däni­sche Malerei der Samm­lung Ordrup­gaard, noch bis zum 22. September 2019  in der Hamburger Kunst­halle

Neben den Werken Hammers­høis sind noch weitere wunder­schöne Male­reien däni­scher Künstler zu betrachten. Szenen des däni­schen Land­le­bens, Szenen aus dem realen Leben sind Sujets der Malerei.
So haben mich Johannes Larsens “Schel­lenten in einem Eisloch”/1899 ob ihrer Klar­heit ebenso faszi­niert wie sein Werk “Sommer, Sonne, Wind”/1848, das das nordi­sche Licht auf so wunder­bare Weise einfängt. Peter Hansens “Heumahd auf Südfünen”/1902 sprüht vor Leich­tig­keit und sommer­li­cher Frische.
Gefangen hielt mich Vilhelm Kyhns “Land­schaft bei Silkeborg”/ 1848. Es mag wohl an der beson­deren Farbig­keit und Ruhe dieses Bildes liegen.

Kahn: Landschaft bei Silkeborg

Vilhelm Kyhn “Land­schaft bei Silke­borg”, 1848, Öl auf Papier, 31 × 41,5 cm © Ordrup­gaard, Kopen­hagen Foto: Anders Sune Berg

Hansen Heuernte Suedliches-Fuenen

Heuernte auf Südfünen, 1902 Öl auf Lein­wand, 48 x 73 cm Ordrup­gaard, Kopen­hagen © Foto: Anders Sune Berg

Bücher:

Vilhelm Hammershøi – Ausstellungskatalog 2019, Kunsthalle Hamburg "Im Licht des Nordens"

Den Katalog zur Ausstel­lung  in der Hamburger Kunst­halle  mit Einzel­kom­men­taren zu sämt­li­chen Expo­naten kann man in gebun­dener Form, als wunder­schönes Buch, im Online­shop der Hamburger Kunst­halle oder beim Wienand Verlag bestellen.
(Heraus­ge­geben von Markus Bertsch;
Beiträge von Anne-Birgitte Fonsmark, Felix Krämer, Marie-Louise Monrad Møller, Carl-Johan Olsson, Nelly Struck, 160 Seiten, mit 70 farbigen und 5 s/w Abb.)

Vilhelm Hammershøi-Buchempfehlung: Hammershøi und Europa

Hammershøi und Europa”, eine umfas­sende Mono­grafie, heraus­ge­geben vom Statens Museum for Kunst in Kopen­hagen und der Kunst­halle München;.Paperback, 256 Seiten, 92 farbige Abbil­dungen; Prestel Verlag

 

 

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Aprikosen-Tarte mit Thymian, super saftig und köstlich

Apri­kosen-Tarte mit Thymian

Kann ein Kuchen glück­lich machen? Ja, diese Apri­kosen-Tarte defi­nitiv!
Wie lauter kleine Sonnen leuchten uns derzeit auf Markt­ständen die Apri­kosen entgegen. Manche tragen ein wenig Rouge auf den Bäck­chen. Ihr samtenes Kleid umschließt das saftige Innere…hmmm! Optik und Aroma sind unver­wech­selbar.

Früchte der Sonne: Aprikosen! Rezept für eine köstliche Karte mit Thymian

Ca. 1 Kilo­gramm der süßen Früchte braucht man für diese vorzüg­liche Apri­kosen-Tarte.  Und dazu: etwas frischen Thymian. Einge­bettet in einen Guss aus Creme fraîche entfalten die Sonnen­früchte ihren ganzen Charme. Oh ihr kleinen Gaumen­schmeichler…!

Torte aus frischen Aprikosen und Thymian – ein saftiges Vergnügen

Saftige Aprikosen entfalten in einer Karte mit Thymian ihr einzigartiges Aroma

Es war nicht leicht die Apri­kosen für die Tarte zu vertei­digen – meine Kinder lieben sie. “Warum?” habe ich sie gefragt. “Sie sind so schön klein. Man kann sie so gut wegna­schen und sie schme­cken so süßlich­sauer. Der Kern geht gut raus und… die sind einfach so lecker!!” erklärt mir mein Sohn.  Recht hat er! Apri­kosen sind toll! Mal sehen, ob den Kindern auch die Apri­kosen-Tarte schmeckt.

Frischer Thymian verleiht der Aprikosen-Tarte ein zartes Aroma.

Outdoor-Picknick mit Aprikosen-Tarte.

Zutaten:

  • Ein gutes Kilo Apri­kosen 
  • 4–5 Stile frischen Thymians
  • 100 g kalte Butter
  • 75 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 2 EL Wasser
  • 250 g Mehl
  • 1/2 gestr. Teelöffel Back­pulver

 

  • 200 g Creme fraîche
  • 2  Eier
  • 80 g gemah­lene Mandeln
  • 50 g Zucker
  • etwas Zimt

Zube­rei­tung:

Der Kern der Aprikosen lässt sich leicht entfernen. Die kalte Butter mit dem Zucker und dem Wasser verkneten und dann Mehl, Back­pulver und Ei hinzu­fügen. Zu einem glatten Teig verkneten und in Folie 1 Stunde im Kühl­schrank ruhen lassen.

Den Back­ofen auf 175 ° C (Umluft) vorheizen.

Die Apri­kosen waschen, entsteinen und in kleine Stücke schneiden. Die Thymi­an­blätter unter­heben. 
Eine Tarte­form fetten. Den Mürbe­teig ausrollen und in die Form legen, den Rand ca. 2 cm hoch­ziehen. Die Apri­ko­sen­stücke auf den Teig geben. Für 20 Minuten in den Ofen schieben.

In der Zeit den Guss vorbe­reiten: Creme fraîche, 2 Eier, Mandeln, Zucker und Zimt zu einer glatten Creme verrühren.

Nach 20 Minuten die Apri­kosen-Tarte aus dem Ofen nehmen und den Guss über die Apri­kosen geben. Die Tarte für weitere 20 Minuten im Ofen backen. Heraus­nehmen und auf einem Kuchen­gitter abkühlen lassen. Mit etwas frischem Thymian deko­rieren.

Der Kern der Aprikosen lässt sich leicht entfernen.

Vorzügliche Aprikosen-Tarte mit Thymian

Vorzügliche Aprikosen-Tarte mit Thymian

Thymian blüht mit zauberhaften weißen Blüten.

Wie kleine Sonnen leuchten uns Aprikosen entgegen.

Aprikosen-Tarte mit Thymian. Saftig und köstlich!

Ein Sommertag mit saftiger Aprikosen-Tarte, verfeinert mit Thymian.

Beson­ders lecker ist die Apri­kosen-Tarte, wenn sie noch ganz leicht warm ist…mit cremiger Schlagsahne…unter freiem Himmel…gemeinsam mit lieben Menschen… Mehr braucht man doch manchmal gar nicht, um ein tiefes Gefühl der Zufrie­den­heit und des Glücks zu empfinden, oder?

Die meisten Menschen jagen so sehr dem Genuss nach, dass sie an ihm vorbei­laufen.”

Søeren Kier­ke­gaard

 

Mehr köst­liche Kuchen gibt es hier oder hier.

Auch auf Pinte­rest habe ich einige schöne Rezepte gesam­melt, wer Lust hat mal zu schauen, bitte hier entlang…

Früchte der Sonne: Aprikosen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Farbinspiration - Blau, du Schöne. Wohnen mit Farbe: 3 Blautöne, die eine friedvolle ruhige und gar nicht langweilige Stimmung schaffen.

Farbin­spi­ra­tion: BLAUDU SCHÖNE!

(dieser Beitrag enthält unver­gü­tete Produkt­emp­feh­lungen und Verlin­kungen)

Blau – das Spek­trum dieser Farbe ist fantas­tisch! Von zarten bis zu tief­dunklen Tönungen, von sanften Akzenten bis zu extra­va­ganten, lauten Vari­anten. Das Blau des Himmels, der sich über uns wölbt, das Blau des Meeres, das unsere Sehn­sucht nach Weite weckt, die viel­schich­tigen Blau­töne, in die sich manche Blüten kleiden… Unsere Umwelt hält unend­liche viele Blau­töne bereit.

Es klingt
es rauscht
es hallt
es wider­hallt
es sprüht
es duftet
und wird andächtig singendes Blau.
Das Blau verblüht zu Licht

(Hans Arp, aus “Das singende Blau”)

Blau im Inte­rieur

Mit Farbe lässt sich ein Raum auf die einfachste Art verän­dern. Da jeder Mensch unter­schied­lich und sehr emotional auf Farben reagiert, ist die Auswahl des rich­tigen Tons eine ganz persön­liche Ange­le­gen­heit. Moden und Trends kann man bei der Auswahl berück­sich­tigen, aber viel wich­tiger ist, wie das eigene Auge und die Intui­tion auf Farbe reagieren. Hierzu sind eigene Beob­ach­tungen und genaues Hinsehen wichtig. Farbin­spi­ra­tion findet man überall: Unsere Umwelt ist voll von wunder­baren Farb­kom­bi­na­tionen – Flora, Fauna, Städte, Kunst. Manche Eindrücke werden scheinbar in unseren Herzen gespei­chert, wir sind nach­haltig inspi­riert und können, wenn wir z.B. vor einer Farb­wahl stehen,  auf diesen Fundus von Eindrü­cken zurück­greifen,

Farbinspiration - Blau, du Schöne. Wohnen mit Farbe: 3 Blautöne, die eine friedvolle ruhige und gar nicht langweilige Stimmung schaffen.

Wähle mit dem Herzen!

Ich hatte schon immer ein sehr emotio­nales Verhältnis zu der Farbe Blau und deshalb möchte ich drei Blau­töne vorstellen, mit denen sich eine sehr harmo­ni­sche, ruhige Farb­at­mo­sphäre zaubern lässt. Im Zusam­men­spiel mit Salbei­grün und frischen Grün­tönen entsteht ein ganz fried­volles Farb­ge­füge. Eine ruhige, gelas­sene Atmo­sphäre, die durch einige deko­ra­tive Objekte und Stoffe belebt werden kann.

Zauber­haftes Wand­kleid…

Die matte und sehr hoch pigmen­tierte Wand­farbe “Light Blue” von Farrow & Ball – ein helles Grau­blau, fast silbrig, von magi­scher Ausstrah­lung. Denn scheint es eben noch Blau, so wirkt es im nächsten Moment grün­lich, um dann ins Silber­graue überzugehen…je nach Licht­ein­fall. Der Facet­ten­reichtum einer üppig pigmen­tierten Farbe ist beein­dru­ckend. Immer wieder entdeckt man neue Nuancen.

Farbinspiration - Blau, du Schöne. Wohnen mit Farbe: 3 Blautöne, die eine friedvolle ruhige und gar nicht langweilige Stimmung schaffen.

Zu Blau lassen sich sehr gut viele Farben kombi­nieren. Aus einer 60er-Jahre-Vase von Bay Keramik ist eine Tisch­lampe geworden.… Der orange Fuß mit dem Schirm in Lila findet sich farb­lich in dem darüber hängenden Blumen­still­leben wieder.

Farbinspiration - Blau, du Schöne. Wohnen mit Farbe: 3 Blautöne, die eine friedvolle ruhige und gar nicht langweilige Stimmung schaffen.

 

Farbinspiration - Blau, du Schöne. Wohnen mit Farbe: 3 Blautöne, die eine friedvolle ruhige und gar nicht langweilige Stimmung schaffen.

Die weißen Holz­ele­mente betonen den wunder­schönen Wandton.

Leucht­kraft für zwei alte Schön­heiten

Pitch Blue” von Farrow & Ball – ein opti­mis­ti­sches und beson­deres Blau, ein Kobalt­blau mit einem Anteil von Magenta. Ich finde, es entspricht der Farbe von Vergissmeinnicht…wunderschön. Ich habe es als Lack an zwei Stühlen getestet. Egal, wo ich die Stühle plat­ziere, mit ihrem strah­lenden Kleid wecken sie ein Lächeln in meinem Gesicht.… Bei Sonnen­schein bringen sie Frische in das Farb­schema, bei Kunst­licht am Abend  Wärme.

Farbinspiration - Blau, du Schöne. Wohnen mit Farbe: 3 Blautöne, die eine friedvolle ruhige und gar nicht langweilige Stimmung schaffen.

Dunkles Blau  für struk­tu­riertes Leinen

Nacht­blau” von Simplicol – eine tief dunkel­blaue Textil­farbe, mit der ich einen Leinen­stoff für eine neue Bett­be­span­nung einge­färbt habe. Da ich erst­malig Textil­farben in der Wasch­ma­schine auspro­biert habe, war ich sehr gespannt auf das Ergebnis und muss sagen, ich bin sehr zufrieden. Der Stoff hat die dunkle tiefe Farbe gleich­mäßig ange­nommen.  Stoffe einzu­färben, ob Vorhänge, Kissen, Bett­wä­sche oder Hussen, ist eine einfache Möglich­keit eine neue Optik zu schaffen, ohne gleich wieder in Konsum zu verfallen. Ich finde, einen krea­tiven Umgang mit den Dingen, die bereits vorhanden sind, schulden wir unserer Umwelt.

Farbinspiration - Blau, du Schöne. Wohnen mit Farbe: 3 Blautöne, die eine friedvolle ruhige und gar nicht langweilige Stimmung schaffen.

Farbinspiration - Blau, du Schöne. Wohnen mit Farbe: 3 Blautöne, die eine friedvolle ruhige und gar nicht langweilige Stimmung schaffen.

 

 

Schrank­türen in mattem Salbei­grün fügen sich gut in die Farb­har­monie.

Farbinspiration - Blau, du Schöne. Wohnen mit Farbe: 3 Blautöne, die eine friedvolle ruhige und gar nicht langweilige Stimmung schaffen.

Auch die Vorhang­s­tange hat einen Anstrich in “Light Blue” bekommen. Beson­deres Detail: Die alten Messing­klam­mern. Ähnliche Klam­mern bekommt man recht gut über Klein­an­zeigen.

Farbinspiration - Blau, du Schöne. Wohnen mit Farbe: 3 Blautöne, die eine friedvolle ruhige und gar nicht langweilige Stimmung schaffen.

Farbinspiration - Blau, du Schöne. Wohnen mit Farbe: 3 Blautöne, die eine friedvolle ruhige und gar nicht langweilige Stimmung schaffen.

 

Farbinspiration - Blau, du Schöne. Wohnen mit Farbe: 3 Blautöne, die eine friedvolle ruhige und gar nicht langweilige Stimmung schaffen.

Hell­blaue Leinen­vor­hänge filtern das einfal­lende Licht…

Farbinspiration - Blau, du Schöne. Wohnen mit Farbe: 3 Blautöne, die eine friedvolle ruhige und gar nicht langweilige Stimmung schaffen.

Farbinspiration - Textilien in zarten Blau- und Grüntönen schmeicheln dem Blau der Wände.

Farbinspiration - Blau, du Schöne. Wohnen mit Farbe: 3 Blautöne, die eine friedvolle ruhige und gar nicht langweilige Stimmung schaffen.

Farbinspiration - Blau, du Schöne. Wohnen mit Farbe: 3 Blautöne, die eine friedvolle ruhige und gar nicht langweilige Stimmung schaffen.

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Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

Zu Besuch bei Künst­lerin Janina Musi­al­czyk

Zeichnen ist wie Schreiben. Jeder hat seine ganz persön­liche Hand­schrift, seinen Strich, und die Kunst ist es, sich diese beson­dere Eigenart zu bewahren”, erklärt mir Künst­lerin Janina Musi­al­czyk. Ich habe die gebür­tige Polin in ihrer Wohnung im Hamburger Norden besucht.

Ich finde es faszi­nie­rend, Menschen kennen­zu­lernen, deren Herz für etwas brennt, die eine unstill­bare Leiden­schaft für ihr Hand­werk und für krea­tives Schaffen haben. Krea­ti­vität hat etwas mit Gefühlen zu tun. Und Gefühle und Empa­thie unter­scheiden uns von künst­li­cher Intel­li­genz, von Maschinen. Diese Mensch­lich­keit zu bewahren und zu schützen ist so wichtig. Menschen, die die Kunst zu einem Teil ihres Lebens machen, sind meis­tens nicht von kommer­zi­ellen Aspekten getrieben, viel­mehr von einem inneren Drang, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Diese unter­schied­li­chen Formen des Ausdrucks sind es doch, die die Kunst so span­nend machen.

Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

Ein Leben für die Kunst

Seit 38 Jahren lebt Janina Musi­al­czyk in Hamburg, nachdem sie als junge Frau mit Mann, Tochter und zwei Koffern 1981, kurz vor Einfüh­rung des Kriegs­rechtes in Polen, über Schweden nach Deutsch­land ausge­reist ist. Gespannt lausche ich ihrer bewegten Geschichte.

Geboren ist Janina Musi­al­czyk kurz vor Kriegs­ende, 1943 in der polni­schen Stadt Kraśnik. Ihre Kind­heit war von Krieg und Nach­kriegs­zeit geprägt. Früh hat sie entdeckt, dass Malen und Zeichnen eine Form des Ausdrucks für sie sind. Später studierte sie an der Hoch­schule für Bildende Künste in Łódź (heute: Akademia Sztuk Pięknych w Łodzi im. Władysława Strze­mińs­kiego) und erhielt 1967 ihr Diplom. Zahl­reiche Ausstel­lungen in Polen, in der Schweiz und in Deutsch­land folgten.

Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

Unter­wegs 17’, aus der Serie: Kommen, werden, gehen; 1993

ZUHAUSE – ein Begriff mit großem Gewicht

Haupt­thema ihrer Bilder ist die Suche, die Sehn­sucht nach ZUHAUSE, dem Haus, der Bleibe, der Iden­tität.
ZUHAUSE, Raum haben, Gebor­gen­heit fühlen und Sicher­heit. Was genau ist das? Wo ist es? Ist es ein Ort, sind es Menschen, ist es ein Gefühl?
Ein span­nendes und wieder sehr bedeut­sames Thema, wie ich finde, jetzt in Zeiten, in denen die Themen ‘Flucht’ und ‘Heimat­ver­lust’ leider sehr aktuell sind.
Und auch ange­sichts der rasanten Entwick­lungen unserer Zeit fragen sich viele, wie sie trotz stetiger Bewe­gung Halt finden können, wo ihr Platz ist, wer sie eigent­lich sind.
Zwar versu­chen wir unsere “vier Wände” schön zu gestalten. Jeder auf seine Art. Aber reicht das aus, um dieses tiefe Gefühl des RICHTIGEN ORTES zu haben? Und wie fragil ist dieses Gefühl? Eines ist klar: Kein Navi­ga­ti­ons­system kennt den Weg dorthin.

Ohne Titel, aus der Serie: Mieträume; 2012

Lebens­li­nien

Über 1000 Werke lagern im Archiv der Künst­lerin, in denen sie die Suche, die Bezie­hung von Menschen zu “Häusern”, von Menschen zu Menschen und die Ausein­an­der­set­zung und Suche nach der eigenen Persön­lich­keit thema­ti­siert.
Beim Betrachten der Zeich­nungen kann ich fast hören, wie die Feder über das Papier saust. Die schwarzen Pigmente sind zum Ausdruck starker Gefühle geworden. Die Zeich­nung ist eine impul­sive, sehr direkte Ausdrucks­form, bei der die Künst­lerin ihr inneres Befinden, ihre Gedanken und Emotionen, aber auch Eindrücke, die sie von der Außen­welt empfängt, schnell auf das Blatt bringen kann. Jede gezeich­nete Linie prägt das Ergebnis.
Ich denke an ein Zitat von Paul Klee:

Die Linie ist ein Punkt, der spazieren geht.”

Aber hier scheint er nicht nur zu spazieren, viel­mehr scheint er zu hasten, tempe­ra­ment­voll zu eilen, um sich rasch auf seinem Weg in Bilder zu verwan­deln. “Mein Strich mag schnell und impulsiv sein, aber ich zeichne nicht zerstreut, sondern konzen­triert, in einem Zustand der Samm­lung. Meine Bilder bringen die Flüch­tig­keit der uns umge­benden Welt in gewisser Weise zum Stehen, heben einzelne Momente aus ihr heraus, die auf diese Weise an Bestand und Bedeu­tung gewinnen”, beschreibt es Janina Musi­al­czyk.

Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

Begeg­nung 1’, aus der Serie: Kommen, werden, gehen; 1993

In manchen Bildern schafft Janina Musi­al­czyk eine irri­tie­rende Melan­cholie, andere sind auf eine trau­rige Art poetisch, zuweilen bedrü­ckend. Es ist die Ironie des Schick­sals: gut und böse, traurig und glück­lich, verloren und aufge­hoben liegen manchmal so dicht beiein­ander.
Manche Figuren scheinen etwas zu suchen, das sie doch nicht finden können. Anstelle von Füßen, die einen sicheren Stand gewähren, haben einige Figuren Räder. Hände, die hand­lungs­fähig machen fehlen zumeist…  Immer in Bewe­gung und doch am Ende nur ein Schatten in dem, was bleibt.
Musi­al­c­zyks Bilder geben Rätsel auf. Ein drama­ti­sches Hell-Dunkel, die Span­nung von Figuren zuein­ander.

Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

Zirkus’, aus der Serie: Es taumelt; 1996

Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

Weißes Haus’, aus der Serie: Stufen; 2009

Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

Montag, 2. Dezember 2002’, aus der Serie: Episoden; 2002

Was verbinden Sie mit einem rich­tigen Zuhause?”, möchte ich wissen. “Sicher­heit. Unab­hän­gig­keit. Zuhause kann man sein wie man ist. Man hat Raum für sich und Ruhe vor den Unruhen der Welt”, antwortet sie. “Die Suche nach diesem ‘Ort’ ist jedoch oft eine Belas­tung und ein mühsamer Weg.

Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

Auf Rädern’, aus der Serie: Begeg­nungen unter­wegs; 1995

Sie erzählt: “In den schweren Phasen meines Lebens arbeite ich beson­ders viel. Es ist wie ein Rausch, nach einer gewissen Zeit bin ich ganz versunken. Alles, Sorgen, Probleme rücken in den Hinter­grund.” Die Kunst als Lebens­eli­xier?

Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

Am Schrank lehnend: ‘Unter­wegs’, aus der Serie: Begeg­nungen unter­wegs; 1996

Sowohl in ihrer Zeit in Polen, wo sie von 1967 – 1981 eine Atelier­gruppe für Bildende Künste leitete, als auch später in ihrer Schule für Zeich­nung, Malerei und Kompo­si­tion in Hamburg widmete sie sich mit Leiden­schaft der Arbeit mit begabten Kindern, Jugend­li­chen und Erwach­senen.

Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und MalereiWas haben Sie ihren Schü­lern geraten?”, inter­es­siert mich. “Gute Sachen entstehen nur, wenn man Fehler macht, auspro­biert, über Grenzen geht und wage­mutig ist”, erklärt sie. “Oft schmeißt man einiges weg, bis etwas wirk­lich Gutes entstanden ist.” Unzäh­lige Schüler hat die Künst­lerin inspi­riert. Während sie erzählt, kann ich mir das gut vorstellen. Spätere renom­mierte Künstler, Gestalter, Archi­tekten, Restau­ra­toren – sie hat es geschafft, in ihnen ein krea­tives Feuer zu wecken, sie zu beflü­geln.

werde dich nehmen bei der hand
mit dir gehen in die welt
dir zeigen einen stein
darauf einen tropfen wasser
werde dir zeigen einen gras­halm
darauf eine kleine ameise
dir zeigen kleines
kleines
noch klei­neres
und es wird wichtig
und es wird groß

Janina Musi­al­czyk,  12. januar 2013

Aus: Janina Musi­al­czyk, Unter­wegs, drei Hefte. Hamburg 2015

Genaues Betrachten und ausgie­biges Beob­achten ist eine Grund­vor­aus­set­zung fürs Zeichnen und Malen. Das Auge muss das genaue Sehen lernen”, erklärt Janina Musi­al­czyk. “Je mehr man entdeckt und aufspürt, desto inter­es­santer wird die Welt.
Manchmal muss man dem Auge Zeit geben, Schön­heit entstehen zu lassen. Viel­leicht sollten wir uns mehr Zeit nehmen, die Dinge um uns herum wirk­lich zu sehen und in uns aufzu­nehmen?

Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

Feder­tanz’, aus der Serie: Mit dem Wind; 2001

Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

links: ‘Zu zweit’, aus der Serie: Geister und Häuser; 2015 und rechts: ‘Geschwister’, aus der Serie: Geister und Häuser; 2013

Janina Musi­al­czyk zeigt mir ihre neusten Arbeiten. Eine neue Technik, die Feder­zeich­nung mit Acryl verbindet. “Es ist ein wunder­bares, großes Gefühl, wenn man etwas Neues geschaffen hat. Als Künstler möchte man einzig­artig sein”, so Musi­al­czyk. Sie expe­ri­men­tiert mit Mate­ria­lien, Farben, zerlegt Arbeiten, um sie zu Neuem werden zu lassen. Sie stem­pelt, schreibt und foto­gra­fiert. Ihr Antrieb: ihr unbän­diger schöp­fe­ri­scher Drang und… “Liebe und Freund­lich­keit. Ohne Liebe könnte ich nicht sein”, verrät mir die Künst­lerin. Auch in der Liebe können wir uns zuhause fühlen!

Stem­pel­bilder
Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

Im Aufzug’, aus der Serie: Fort­gang; 2017

Die Betrach­tung von Kunst ist eine schöne Gele­gen­heit, das Auge und den Kopf vom sonst so schnellen Bild­wechsel und der Reiz­über­flu­tung zu entspannen. Noch genauer hinzu­schauen, zu denken und zu fühlen. Was wir als Betrachter in der Kunst sehen und entde­cken, hat viel mit unserem eigenen Lebens­mo­ment zu tun, unsere Gedanken und Gefühle vervoll­stän­digen die Arbeit der Künstler. Kunst, auch das ist mir beim Besuch der Künst­lerin klar geworden, hat sehr viel mit dem Erhalt unserer Iden­tität und unserer Kultur zu tun.
Denn Kunst, ihre Aussage und das, wofür sie steht, über­dauert uns, wird weiter­ge­geben und ist somit etwas zutiefst Nach­hal­tiges.

 

Die Betrachtung von Kunst, ist eine schöne Gelegenheit, das Auge und den Kopf vom sonst so schnellen Bildwechsel und der Reizüberflutung zu entspannen. Noch genauer hinzuschauen, zu denken und zu fühlen. Was wir als Betrachter in der Kunst sehen und entdecken, hat viel mit unserem eigenen Lebensmoment zu tun, unsere Gedanken und Gefühle vervollständigen die Arbeit der Künstler. Kunst, auch das ist mir beim Besuch der Künstlerin klar geworden, hat sehr viel mit dem Erhalt unserer Identität und unserer Kultur zu tun. Denn Kunst, ihre Aussage und das wofür sie steht überdauert uns, wird weitergegeben und ist somit etwas zutiefst Nachhaltiges und Singstiftendes .

Kontakt: http://janinainkamusialczyk.de

 

Alle Rechte an den Fotos der Bilder und Zeich­nungen liegen bei der Künst­lerin.

Foto­gra­fien: Larissa Wasser­ziehr

 

 

Schokoladentrüffel mit Kakonibs zum Selbernaschen oder als süßes Mitbringsel. Ein tolles Rezept für alle Schokoladenliebhaber!

Scho­ko­la­dent­rüffel mit Kakao­nibs

Ich kann allem wider­stehen, nur der Versu­chung nicht.”

Oscar Wilde

Oh ja, wenn es um Scho­ko­lade geht, können bestimmt die meisten von uns Oscar Wilde verstehen. Wir haben auch immer Scho­ko­lade im Haus, die dunkle, mindes­tens 70% Kakao­an­teil. Mein Mann und meine Kinder lieben dunkle Scho­ko­lade. Aber bei Scho­ko­la­dent­rüf­feln gibt es kein Halten mehr. Dieser zarte Schmelz! Dieses Aroma! Wie kleine Trüf­fel­schweine suchen die Fami­li­en­mit­glieder manchmal den Kühl­schrank und die einschlä­gigen Schub­laden nach der wert­vollen Köst­lich­keit ab.

Schokoladentrüffel mit Kakonibs zum Selbernaschen oder als süßes Mitbringsel. Ein tolles Rezept für alle Schokoladenliebhaber!

Kleines Glück verschenken

Selbst­ge­machte Scho­ko­la­dent­rüffel eignen sich toll als Mitbringsel oder kleine Aufmerk­sam­keit. Hübsch verpackt in einem Tütchen oder einer Schachtel, sind sie die perfekte Klei­nig­keit für alle Scho­ko­laden-Lieb­haber. Und es ist gar nicht schwer, Scho­ko­la­dent­rüffel selber herzu­stellen. Das Geheimnis: Hoch­wer­tige Zutaten! Gute Scho­ko­laden und Bio-Sahne sorgen für ein gaumen­schmei­chelndes Ergebnis.

Schokoladentrüffel mit Kakonibs zum Selbernaschen oder als süßes Mitbringsel. Ein tolles Rezept für alle Schokoladenliebhaber!

Zutaten (für ca. 25 Trüffel):
  • 80 g Zart­bit­ter­scho­ko­lade (70% Kakao­an­teil)
  • 80 g Voll­milch­scho­ko­lade 
  • 2 Esslöffel Kakao­nibs 
  • 1 Prise Salz
  • 60 g Bio-Sahne
  • 20 g weiche Butter
  • Kakao­pulver 

Schokoladentrüffel mit Kakonibs zum Selbernaschen oder als süßes Mitbringsel. Ein tolles Rezept für alle Schokoladenliebhaber!

Zube­rei­tung:

Die Kakao­nibs noch etwas feiner und kleiner hacken. Zart­bitter- und Voll­milch­scho­ko­lade fein reiben.Schokoladentrüffel mit Kakonibs zum Selbernaschen oder als süßes Mitbringsel. Ein tolles Rezept für alle Schokoladenliebhaber! Es geht mit der Hand­reibe (Achtung! Auf die Finger aufpassen…). Einfa­cher ist es sicher mit einer Küchen­ma­schine. Salz hinzu­geben. Die Sahne in einen Topf geben und einmal kurz aufko­chen. Nun die Sahne langsam mit einem Schnee­besen unter die Scho­ko­lade rühren. Die Scho­ko­lade löst sich auf und eine cremige Masse sollte entstehen. Jetzt die weiche Butter unter­rühren und die Kakao­nibs dazu geben. Abge­deckt mit Frisch­hal­te­folie einige Stunden oder über Nacht in den Kühl­schrank stellen. 

Schokoladentrüffel mit Kakonibs zum Selbernaschen oder als süßes Mitbringsel. Ein tolles Rezept für alle Schokoladenliebhaber!

Um Kugeln zu formen, sollte die Masse erkaltet sein. Ist sie zu fest, einfach kurz stehen lassen und warten. Die Masse zwischen den Händen zu Kugeln formen (zwischen­durch immer wieder die Hände waschen, sonst wird es zu klebrig). Abschlie­ßend die Kugeln in Kakao­pulver wälzen.

Schokoladentrüffel mit Kakonibs zum Selbernaschen oder als süßes Mitbringsel. Ein tolles Rezept für alle Schokoladenliebhaber!

Natür­lich kann man die frisch herge­stellte Masse auch in Sili­kon­förm­chen füllen. Sili­kon­formen für Pralinen gibt es in allen mögli­chen Varia­tionen.

Die fertigen Scho­ko­la­dent­rüffel sollten im Kühl­schrank aufbe­wahrt werden. So schme­cken sie köst­lich und halten sich einige Wochen.

Übri­gens: Kakao­nibs sind sehr scho­nend gerös­tete Stück­chen von rohen Kakao­bohnen. Sie haben einen unver­fälschten Geschmack und enthalten wert­volle Nähr­stoffe wie z.B. Kalzium und Magne­sium. Sie passen toll zu Müsli, zu Joghurt oder Quark.

Schokoladentrüffel mit Kakonibs zum Selbernaschen oder als süßes Mitbringsel. Ein tolles Rezept für alle Schokoladenliebhaber!

Schokoladentrüffel mit Kakonibs zum Selbernaschen oder als süßes Mitbringsel. Ein tolles Rezept für alle Schokoladenliebhaber!

Schokoladentrüffel mit Kakonibs zum Selbernaschen oder als süßes Mitbringsel. Ein tolles Rezept für alle Schokoladenliebhaber!

 

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Zuviel Scho­ko­lade? Lieber Kekse? Dann bitte hier entlang zu den echt leckeren Ingwer-Limetten-Keksen…

 

 

 

 

 

 

 

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.

Backen macht glück­lich: Oster­stuten

Stell dich deiner Furcht! So heißt es immer. Und der Früh­ling, die Zeit des Neube­ginns, ist genau der rich­tige Zeit­raum dafür. Darum habe ich beschlossen, es zu tun, raus aus dem Schne­cken­haus und mutig voran! Am Ende wird bestimmt alles gut…

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.

Denn Ostern naht und die Tradi­tion besagt: Zeit einen Oster­stuten (Weiß­brot) zu backen. Mit Hefe. Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.Sorgen­voll blicke ich auf den kleinen Würfel, die Diva unter den Back­zu­taten. Wird es diesmal klappen? Vor mir liegt ein uraltes Rezept. Uralt – denn meine Urgroß­mutter hat nach diesem Rezept ihren “Stuten” bereits geba­cken. Meine Urgroß­mutter, meine Groß­mutter, meine Mutter…die Männer der Familie liebten und lieben ihn – es muss mir also in den Genen liegen. Nur meine Erfah­rungen mit Hefe sind gemischt. Mal klappt es, mal nicht und eher Zwei­teres. Wer ähnliche Ängste hat und sich ihnen nicht stellen möchte, kann hier zu meinem Weiß­brot­re­zept OHNE Hefe gelangen (das natür­lich zu Ostern auch perfekt passt).

Aber an Heraus­for­de­rungen wachsen wir und außerdem ist der Stuten echt köstlich…mit streich­zarter Butter…und Marmelade…und backen macht ja schließ­lich glück­lich…

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.

Eigent­lich wird der Stuten in einer großen Kasten­form geba­cken. Aber es ist Ostern und ich möchte einen Oster­kranz! Ich nutze also meine Spring­form mit Kranz­ein­satz und backe nach Rezept. Ergebnis: Lecker, aber optisch im hinteren Mittel­feld. Ich habe gar kein Foto gemacht, schließ­lich hat man einen Ruf zu verlieren…

Für die Kranz­form dürfte der Teig etwas geschmei­diger sein. Nach einigem Gegrübel starte ich einen zweiten Versuch, nehme Trocken­hefe und füge dem Teig ein Ei zu. Damit der Kranz  hübsch wird, forme ich Kugeln und lege sie rund­herum in die Form. Und siehe da: ein hübscher Oster­kranz ist das Ergebnis. Und lecker schmeckt er auch.

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.

Varia­tion mit Trocken­hefe und einem Ei

Expe­ri­men­tier­freude

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.Aber nun hat mich das Back­fieber gepackt. Es muss doch auch mit dem Urre­zept gehen… Ich starte den nächsten Versuch mit frischer Hefe. Beim zweiten ‘Gehen­lassen’ des Teiges in der Form quillt der Teig etwas über den Rand. Ich stopfe ihn rund­herum kühn wieder in die Form und ab in den Ofen.
Der Duft, der das Haus durch­strömt, ist verhei­ßungs­voll.
Et voilà: Mein rustikal anmu­tender Oster­stuten. Herr­lich in Konsis­tenz und mit köst­li­chem Aroma. Gelungen!
Und nun raus an die frische Luft. Denn draußen unter freiem Himmel schmeckt so ein frisches Hefebrot mit Butter und Marme­lade unschlagbar. Mit dem guten Gefühl, die zickige Hefe langsam in den Griff zu bekommen, schmeckt der frische Stuten sogar noch besser!

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.

Im Garten sind überall Eier und Eier­nester versteckt…Wer suchet, der findet…

Vielleicht wird es ja dieses Jahr mal wieder was mit Frei­luft-Oster­brunch. Ich bin jeden­falls kuriert, denn alle Oster­stuten-Varia­tionen (eine habe ich im Text noch unter­schlagen) waren letzt­lich super­le­cker. Hier gilt: Probieren geht über Studieren! Schließ­lich haben die Menschen früher auch nicht stun­den­lang im Netz nach ulti­ma­tiven Tipps und Tricks gesucht…

Zutaten:
  • 500 g Mehl (Typ 550)
  • 1 Würfel Hefe
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 150 g Zucker
  • 100 g Butter

 

Zube­rei­tung:

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.Das gesiebte Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde bilden. Den Rand flach drücken. In die Mulde die Hefe bröckeln und mit der lauwarmen Milch verrühren. Etwas von dem Zucker und ein wenig Mehl darüber­streuen. Die Butter in Flöck­chen auf dem Rand verteilen. Abge­deckt mit einem Tuch an einem warmen Ort 20 Minuten gehen lassen. (Nimmt man Trocken­hefe, kann man diesen Schritt auslassen und direkt alle Zutaten zusam­men­mi­schen)
Nun den Rest Zucker  (und nach Belieben ein Ei) hinzu­fügen und gut verkneten. Unter einem Tuch 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
Den Teig nun noch­mals gut durch­kneten. Auch gerne mit den Händen. Den Ofen auf 50°C vorheizen. Die Spring­form mit Kranz­ein­satz fetten und kurz im Ofen anwärmen.
Aus dem Teig tennis­ball­große Kugeln formen: dazu das Teil­stück auf ein Holz­brett legen, die Hand aufsetzen, die Finger­spitzen aufstellen und mit krei­senden Bewe­gungen einen schönen glatten, runden Teig­ling herstellen. Die Kugeln in der Form anein­ander legen und abge­deckt in den Ofen stellen. Tür leicht geöffnet lassen. Nach ca. 45 Minuten, wenn der Teig schön aufge­gangen ist, die Form heraus­nehmen, den Ofen auf 175°C (Umluft 160°C) vorheizen und den Stuten dann ca. 50 Minuten backen. Falls er oben gegen Ende der Back­zeit zu dunkel wird, einfach ein Stück Back­pa­pier drüber legen. 

Den Oster­stuten abkühlen lassen und genießen oder hand­warm in Frisch­hal­te­folie und Alufolie einwi­ckeln und fürs Früh­stück so aufbe­wahren.

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.

Servier­tipp:

Den Kranz kann man mit essbaren Blüten deko­rieren. Ich habe genommen, was im Garten zu finden war: Gänse­blüm­chen und Vogel­miere. Die weißen Blüten passen hübsch zu dem gold­braunen Oster­stuten. Aus einfa­chem Mürbe­teig (siehe Rezept Ingwer-Limetten-Kekse) habe ich noch ein paar Schmet­ter­lings­kekse geba­cken und locker auf dem Kranz drapiert. Wahr­schein­lich werden sie sowieso schnell wegge­nascht…

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.

Kresse in kleinen Gefäßen mit Gänse­blüm­chen und “Möwen­eiern” (das ist eine Süßig­keit!) deko­riert.

 

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.

Viel Spaß!!

 

DIY-Ostereier. Ostereier in pudrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

DIY – Oster­eier

In den letzten Tagen sind so einige Oster­eier durch meine Hände gegangen. Auspusten, ausspülen, aufspießen, anmalen, verzieren, aufhängen…. Die Familie hat sich über “Rührei” satt gefreut und mir ist einmal mehr aufge­fallen, wie perfekt und wunder­schön so ein Ei ist.
Design, Funk­tion, Statik: Danke liebe Natur!

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.Die Form und die matte Ober­fläche des Eis sind von einer bestechenden Harmonie. Und wenn man bedenkt, wie stabil die Schale ist, obwohl sie nur etwa 0,4 Milli­meter dick ist, kann man schon von einem kleinen Wunder spre­chen.
Die Stabi­lität ist durch die Biegung der Ober­fläche bedingt. Ein auf die Schale ausge­übter Druck verteilt sich gleich­mäßig über das ganze Ei und so kann das liebens­werte Oval so einiges aushalten. Nicht umsonst haben sich Archi­tekten und Inge­nieure auch bei der Konstruk­tion vieler Gebäude von der Form des Eis inspi­rieren lassen, wenn wir nur an Kuppeln denken.

An Ostern steht das Ei für Neuan­fang, Wachstum, den Ursprung des Lebens.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

DIY-Ostereier. Ostereier in pudrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

Wie mögen Sie Ihr Ei? 

Bei uns kommen die Oster­eier in diesem Jahr an die Kette. Inspi­riert von der matten Schale, habe ich sie mit ebenso matten, pudrigen Wand­farben ange­malt (ich greife gerne auf meine kleine Samm­lung Farb­pro­ben­töpf­chen zurück, aber natür­lich funk­tio­nieren matte Acryl­farben auch). Für ein gleich­mä­ßiges Ergebnis sind zwei Anstriche notwendig. Die ausge­pus­teten Eier sollten oben und unten ein Loch haben. Aufge­spießt auf Schaschlik-Spießen, lassen sich die Eier gut bemalen. In ein Gefäß mit Sand gesteckt, können sie in Ruhe trocknen.
Einige Eier sind einfarbig geblieben, andere haben ein zartes Muster aus Punkten bekommen. Mit der Spitze eines Spießes lassen sich die Punkte fein auftupfen.
Anderen Oster­eiern wiederum hat meine Tochter mit einem etwas strup­pigen Pinsel eine ganz einfache Verzie­rung in einer Kontrast­farbe verpasst.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

Für die leuch­tend blauen Akzente habe ich “Dunkles Ultra­ma­rin­blau, glän­zend” gewählt.

Aufhän­gung:

Die Aufhän­gung besteht aus gebo­genem Gold­draht. Mit einer Rund­zange lassen sich die Drähte jeweils zu einer 8 formen, die dann inein­ander gehakt werden. So entstehen hübsche Gold­kett­chen, an denen die Oster­eier baumeln können. Um die Kette am Ei zu befes­tigen, habe ich ein Stück Gold­draht durch das Ei gefä­delt und oben und unten mit der Rund­zange eine Öse geformt. An der oberen Öse wird nun die Kette einge­hakt.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.
Einige Eier habe ich noch mit dem Gold­draht umwi­ckelt. Für die rich­tige Länge des Drahtes das  Ei dreimal längs umwi­ckeln.  Das lange Draht­stück nun durch die Löcher des Eis fädeln und unten mit der Rund­zange eine Öse formen. Den Draht nun von oben über das Ei nach unten führen, durch die Öse ziehen, wieder nach oben führen, unter dem dortigen Draht hindurch­ste­cken und noch­mals nach unten führen, durch die Öse und wieder hoch. Das Ende dann unter dem gespannten Draht durch­führen und zu einer Öse biegen. An der Öse die Kette befes­tigen.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

Die untere Öse habe ich mit zarten, kleinen Federn oder mit Trod­deln aus Stickgarn/Perlgarn geschmückt.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

Troddeln/Ouasten:

Je nach gewünschter Größe, kann man das Garn einige Male über zwei leicht gespreizte Finger wickeln. Zum Abschluss den Faden einmal mittig zwischen den Fingern hindurch führen und die Mitte so kenn­zeichnen. Das Garn von den Fingern nehmen, in der Mitte zusam­men­falten und mit dem Faden, der die Mitte beschreibt, einige Male um den oberen Quas­ten­be­reich wickeln, verknoten. Die unteren Schlaufen aufschneiden. Eine Öse aus Gold­draht formen und oben durch die Quaste stecken. Mit der Öse an der unteren Öse des Eis einhaken und die Öse zudrü­cken.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

Und da der Früh­ling so eine schöp­fe­ri­sche Zeit ist, haben meine drei Kinder noch ein nied­li­ches Früh­lings­ge­dicht gedichtet:

Früh­ling

Ei, ei, ei, was seh’ ich da
ein verliebtes Gimpel­paar.
Beide singen, tiri­lieren
schnä­beln sich und musi­zieren.

Einer hat den Schnabel voll
baut ein Nest, das wird ganz toll.
Um sodann darin zu brüten
und die Eier zu behüten.

Knackt die Schale, springt das Ei
und schon ist das Küken frei.
Jetzt gehts mit dem Füttern los,
denn der Hunger ist schon groß.

Alle lieben diese Zeit,
denn nun blüht es weit und breit.
Futter ist genü­gend da
und das Küken piepst: “Hurra!”

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

Tipp/Produktempfehlung (unver­gütet):

Meine Farb­pro­ben­töpf­chen sind von Farrow & Ball (100ml) und Little Greene (60 ml). Ich benutze die Wand­farben gerne für meine Projekte, da sie eine wunder­bare Optik garan­tieren. Wer Inter­esse hat, kann hier schauen, oder hier.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

DIY: Schach­brett-Bilder

Haben Sie manchmal Lange­weile? Tun Sie nichts, schauen nur so vor sich hin und plötz­lich: BÄM! ist da eine Idee. Eine Idee, was man tun könnte, eine Lösung für eine Frage­stel­lung oder einfach ein richtig guter Einfall. Ich erlebe dieses Phänomen häufiger, beson­ders bei meinen Kindern. Erst stapfen sie unschlüssig herum und wissen nichts zu tun… laaang­weilig. Und dann, ganz plötz­lich, geschäf­tiges Gewusel. Auf diesem Nähr­boden der Ruhe und des Nichts­tuns sprießen die wunder­vollsten und krea­tivsten Ideen wie Blumen hervor.

Lange­weile zu haben bedeutet auch, die Frei­heit für etwas zu haben.

Viel­leicht blät­tert man in einem Buch, einem Magazin oder hört Musik und plötz­lich verknüpfen sich die Gedanken mit dem Gese­henen oder Gehörten – und ein guter Einfall ist geboren.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

Unmög­lich in der Hektik, die uns umgibt? Ich denke, wir sollten unsere Lebens­zeit mehr wert­schätzen und uns bewusst für etwas, aber auch mal gegen etwas entscheiden. Stellen wir uns die Frage “Was ist mir wirk­lich wichtig”, bringen wir viel­leicht etwas Ruhe in unser Leben und verzet­teln uns nicht andau­ernd. Meine Familie und ich entscheiden uns immer wieder bewusst gegen verplante Zeit, um genau diesen Nähr­boden für Krea­ti­vität und Muße zu schaffen.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

Meine Idee für die Schach­brett-Bilder entstand an einem herr­lich lang­wei­ligen Feri­entag beim Durch­blät­tern eines Buches über eine der stil­prä­gendsten Innen­ar­chi­tek­tinnen  und Desi­gne­rinnen des 20. Jahr­hun­derts, Andrée Putmann. Als sie in den 80er Jahren ein Hotel in New York gestalten sollte, war ihr Budget so gering, dass sie für die Bade­zimmer die “billigsten Kacheln der ganzen Verei­nigten Staaten” (Zitat Andrée Putmann) suchen musste. Und so wurde aus der Not heraus eine geniale Idee geboren. Statt die Bade­zimmer mit kleinen weißen Kacheln auszu­statten, fragte sie auch nach schwarzen Exem­plaren und kachelte die Bade­zimmer im Schwarz-Weiß-Schach­brett­muster – fortan  ein Marken­zei­chen Putmanns.

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Aus “Putmann Style” von Stephan Gerschel/ Collec­tion Rolf Heyne

So simpel die sich anein­an­der­rei­henden Quadrate auch sein mögen, so effekt­voll sind sie. Der klare Kontrast, die klaren Formen. Lang­weilig? Nein, eine perfekte Kompo­si­tion! Sogar die Natur – in meinen Augen die geni­alste unter allen Schöp­fern – hat mit diesem Muster die Blüten einer wunder­schönen Zwie­bel­blume, der Schach­blume (Fritil­laria), gestaltet.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

Es muß nicht kompli­ziert sein

Gemeinsam mit meinen Kindern habe ich die Idee für die DIY-Wand­de­ko­ra­tion entwi­ckelt. Quadrate ausmalen ist nicht schwer, aber es hat fast etwas Medi­ta­tives, jedem Quadrat des Musters eine eigene Optik zu verleihen. In solchen Momenten kann man spüren, dass es uns glück­lich macht, wenn wir in einer Tätig­keit voll und ganz aufgehen. Das Leben verlang­samt sich. Es tut gut, sich für etwas Zeit zu nehmen.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

Wir haben mit Acryl­farben auf Lein­wand­qua­draten (30 x 30 cm) gear­beitet. DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.Beim Malen kann man herr­lich seine Neugier ausleben, das Mate­rial erfor­schen und tolle Effekte erzielen. In die Acryl­farben arbei­teten wir getrock­nete Pflan­zen­teile, Gräser­frag­mente, Zwie­bel­schalen und gerie­bene Kreide ein. So bekommt die Farbe eine plas­ti­sche Anmu­tung. Mit kleinen Spach­teln schoben wir die dicke Farbe hin und her, um inner­halb der Quadrate für Struk­turen zu sorgen. Wir waren offen für Expe­ri­mente.
Aus roten Zwie­bel­schalen und schwarzen Teeblät­tern haben wir einen Sud gekocht, mit dem wir hier und da die Pflan­zen­teile betupften. Durch die natür­liche, rötliche Färbung entstanden span­nende Effekte.

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DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

Rand und Kanten der Keil­rahmen habe wir mit Wand­farben mit drei Anstri­chen gefärbt, aber natür­lich kann man auch hierfür Acryl­farben benutzen.

So sind drei Schach­brett-Bilder entstanden. Eines Schwarz-Weiß, eines Blau-Weiß und eines Grün-Weiß.

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Mate­rial:

Quadra­ti­scher Keil­rahmen (Größe nach Wunsch), Acryl­farben (für die Umran­dung habe ich Wand­farben in Probe­dös­chen genommen), Pinsel, Blei­stift und Lineal zum Vorzeichnen, Natur­ma­te­ria­lien zum Einar­beiten, Kreide (z.B. Stra­ßen­kreide), Reibe

Zwiebel-Tee-Sud: Schalen von roten Zwie­beln und einige schwarze Teeblätter mit einer Tasse Wasser aufko­chen und etwas ziehen lassen.

Alter­na­tive:

Wer mag, kann aus einem Leder­rest einen Streifen mit der Breite des seit­li­chen Randes und der Länge des Umfangs zuschneiden und als “Rahmen” stramm um das Bild kleben.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

 

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Zur DIY-Anlei­tung der Bilder­sta­tive, die auf manchen Fotos zu sehen sind, geht es hier.

Mehr Inspi­ra­tion zur Gestal­tung von Wänden gibt es hier.

 

 

 

 

 

 

 

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Aus Liebe zu Blumen – ein Porträt

In einem Blumen­laden herrscht immer ein wunder­barer Duft.
 ‘Der Blumen­laden der Made­moi­selle Violeta’, Màxim Huerta

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Gute Floristen sind Künstler”, sagt Claudia Lange. Sie sitzt mir in einem kleinen Café in Hamburg-Eppen­dorf gegen­über und ihre Augen funkeln fröh­lich. Künstler sind uner­schöpf­lich kreativ und bereit, für die Liebe zu ihrer Kunst einen harten Weg zu gehen. Nur wenige werden stein­reich und berühmt, alle anderen werden allein von der Kraft getragen, die die Liebe zu ihrem Hand­werk, ihrer Kunst  frei­setzt. Und wie alle Künstler brau­chen sie Menschen, die ihre Kunst sehen, verstehen und bereit sind, diese auch zu hono­rieren.

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Blumen…

Schon in frühster Kind­heit lernen wir, dass wir mit Blumen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern können. Der frisch gerupfte Gänse­blüm­chen­strauß, den wir stolz der Mutter über­reicht haben, hat sie strahlen lassen. Mein Eltern­haus kann ich mir ohne frische Blumen gar nicht vorstellen und auch in unserem Haus dürfen frische Blüten nie fehlen. Und was wäre mit all den Gemälden und Gedichten? Ohne Blumen? Unvor­stellbar!

Küchen­blume

Ein Raum ohne Blumen ist…“ein toter Raum!” ergänzt Claudia Lange. Seit 30 Jahren bestimmen Blumen ihr Leben. Sie ist Floristin aus Leiden­schaft und führt seit nun 11 Jahren ein Blumen­ge­schäft in der Isestraße – einer  meiner Lieb­lings­straßen Hamburgs. Dort habe ich sie besucht, denn mich faszi­niert das vom Aussterben bedrohte Hand­werk.
“Ursprüng­lich wäre ich gerne Bühnen­bild­nerin geworden”, erzählt sie, “aber dann habe ich mich doch für das Floristen-Hand­werk entschieden.” Ihre große Nähe zur Natur, zu Flora und Fauna, hat sie dazu gebracht. Sogar ihr Faible für Insze­nie­rungen, für Malerei und Theater kommt ihr in ihrem Beruf zu Gute.

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Ihr Laden misst nur etwa 42 Quadrat­meter, aber Claudia Lange hat ihn zu einem bezau­bernden Kleinod gemacht. Das matte “Englisch Grau” an den Wänden hat sie aus dem histo­ri­schen Farb­sor­ti­ment ihres Geschäfts­nach­barn Peter Nolden von ‘Peter Inte­rior’. Die dunkle Farbe wirkt wie ein Passe­par­tout, vor dem all die Blumen auf dem runden Tisch in der Mitte des Raumes wie ein Feuer­werk leuchten.
“Die Gestal­tung des Ladens ist auch wie die Erschaf­fung eines Bühnen­bildes”, lacht die Inha­berin. Und tatsäch­lich: Das Schau­spiel der extra­va­ganten Schön­heiten, der lang­stie­ligen Diven und der inter­es­santen Charak­ter­köpfe könnte keinen besseren Rahmen finden.

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Küchen­blume – so heisst das kleine Blumen­pa­ra­dies. Warum? “So wie die Küche in einem Haus ein kommu­ni­ka­tiver Mittel­punkt ist, so soll auch mein Laden zum Gespräch einladen. Und wie Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.die Küche ein sinn­li­cher Ort ist, so soll auch mein Laden ein krea­tiver, sinn­li­cher Treff­punkt sein. Außerdem habe ich auch immer viele Kräuter und essbare Blüten im Angebot.” 
Das ist das Schöne an so einem Laden: Man hat direkten Kontakt zu seinen Kunden. “Manche Kunden habe ich schon bei vielen wich­tigen Stationen des Lebens mit meinen Blumen begleitet. Hoch­zeit, Taufe, Geburts­tage. Blumen berühren etwas in uns, sie spre­chen alle Sinne an. Und auch in trau­rigen Lebens­phasen helfen uns Blumen, geben uns Halt.”
Welche Blumen bringen Sie einer trau­rigen Freundin mit? möchte ich wissen. “Einen dicken Strauß mit vielen kleinen Blüten, der aussieht wie frisch gepflückt.”
Blumen bedeuten Leben, sie verän­dern sich von Tag zu Tag. Knospen springen auf, Stiele biegen sich, erste Blüten­blätter fallen…

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Hand­werk

In diesem Beruf kannst Du nur gut sein, wenn Du über eine Schwelle gehst, die weh tut”, erklärt mir Claudia Lange. Und dafür, dass sie in der Nacht um halb 2 aufge­standen ist, um auf dem Blumen­groß­markt ein üppiges Sorti­ment schönster Blumen zu kaufen, sieht sie erstaun­lich wach aus. “So schön der Beruf ist, so hart ist er auch. Schweres Tragen, eiskalte, von stach­ligen Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.Gewächsen geschun­dene Hände, frühes Aufstehen.”  Die Liebe verlangt Opfer. Ihre Blumen kauft sie vor allem bei den Bauern aus dem Hamburger Umland. ‘Vier­länder Blumen’ gehören zu den schönsten über­haupt und sie möchte die Fami­li­en­be­triebe unter­stützen. “Ich kenne alle Bauern, manchmal sind es ganz kleine Betriebe, die wunder­bare Blumen anbieten.” Anschlie­ßend ist sie bis abends im Geschäft für ihre Kunden da. “Die Floristen, die ich kenne, sind meis­tens gut gelaunt. Ich glaube, es liegt an dem schönen Umfeld, umgeben von Leben, in dem sie arbeiten”, vermutet sie.

www.kuechenblume.com

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Und der Nach­wuchs?

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.Nach­schub an Blumen gibt es genug, aber Mitar­beiter oder gar Auszu­bil­dende zu finden, ist sehr schwer. Florist möchte heute kaum mehr ein junger Mensch werden. Die Bereit­schaft, sich auf die harte Arbeit und und die geringen Verdienst­aus­sichten einzu­lassen, gibt es kaum noch.
Viele Blumen­ge­schäfte sind schon aus Städten und Dörfern verschwunden. Vielen Kunden reicht die Blumen-Bund­ware aus Super­märkten und Discoun­tern.“Ich glaube, es wird bald nur noch wenige Floral-Desi­gner geben, die auf sehr hohem Niveau arbeiten und dann die großen Händler und Blumen­ketten”, so Claudia Lange.

Ich hoffe, dass wir in unserer mehr und mehr digital durch­or­ga­ni­sierten und opti­mierten Umge­bung noch lange die Chance haben, uns in kleinen, inha­ber­ge­führten Geschäften von einem ganz persön­li­chen Angebot verzau­bern und inspi­rieren zu lassen. Krea­ti­vität, Fantasie und Empa­thie sind zutiefst mensch­liche Eigen­schaften, die uns gut tun und auf die wir nicht verzichten sollten. Nehmen wir uns doch die Zeit, den Blumen­laden zu besu­chen. Auf ein Wort, auf eine Begeg­nung und ein glück­li­ches Gefühl beim Auswi­ckeln unserer frischen, wunder­schönen Blumen…

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Ich liebe Läden. Ich finde das amüsant. Es ist nicht nur wichtig, dass man etwas kauft, sondern wie man es kauft.”
                                                                                                     Karl Lager­feld

Kontakt: www.kuechenblume.com

Buch­emp­feh­lung

Der Blumen­laden L’Etoile Manquante – der fehlende Stern – ist einer jener Orte, an dem es sich lohnt zu warten, dass die Tür auf geht. …

Buchempfehlung: Huerta-Der-Blumenladen-der-Mademoiselle-VioletaWenn Sie Lust haben, noch einen bezau­bernden Blumen­laden, mitten in Paris, Saint-Germain-Des-Prés kennen­zu­lernen, kann ich Ihnen den Roman ‘Der Blumen­laden der Made­moi­selle Violeta’ von Maxim Huerta nur ans Herz legen. Der char­mante Besitzer, Monsieur Domi­nique, ist 74 Jahre alt und hat nicht nur einen beson­deren Sinn für Blumen, auch für seine Kunden hat er ein beson­deres Gespür. Als eines Tages die junge Spanierin Violeta den Laden betritt und das kleine Blumen­pa­ra­dies des älteren Herrn entdeckt, nimmt eine zauber­haft zarte Geschichte um Liebe, Erin­ne­rungen, Sehn­sucht, die Magie der Blumen und die Spuren der Zeit ihren Lauf.

Ein leises, poeti­sches Buch, mit liebe­voll gezeich­neten Charak­teren, das einfach ein gutes, glück­li­ches Gefühl hinter­lässt.
(360 Seiten, Thiele & Brand­stätter Verlag (1. Februar 2019)

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.