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DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

DIY: Schach­brett-Bilder

Haben Sie manchmal Lange­weile? Tun Sie nichts, schauen nur so vor sich hin und plötz­lich: BÄM! ist da eine Idee. Eine Idee, was man tun könnte, eine Lösung für eine Frage­stel­lung oder einfach ein richtig guter Einfall. Ich erlebe dieses Phänomen häufiger, beson­ders bei meinen Kindern. Erst stapfen sie unschlüssig herum und wissen nichts zu tun… laaang­weilig. Und dann, ganz plötz­lich, geschäf­tiges Gewusel. Auf diesem Nähr­boden der Ruhe und des Nichts­tuns sprießen die wunder­vollsten und krea­tivsten Ideen wie Blumen hervor.

Lange­weile zu haben bedeutet auch, die Frei­heit für etwas zu haben.

Viel­leicht blät­tert man in einem Buch, einem Magazin oder hört Musik und plötz­lich verknüpfen sich die Gedanken mit dem Gese­henen oder Gehörten – und ein guter Einfall ist geboren.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

Unmög­lich in der Hektik, die uns umgibt? Ich denke, wir sollten unsere Lebens­zeit mehr wert­schätzen und uns bewusst für etwas, aber auch mal gegen etwas entscheiden. Stellen wir uns die Frage “Was ist mir wirk­lich wichtig”, bringen wir viel­leicht etwas Ruhe in unser Leben und verzet­teln uns nicht andau­ernd. Meine Familie und ich entscheiden uns immer wieder bewusst gegen verplante Zeit, um genau diesen Nähr­boden für Krea­ti­vität und Muße zu schaffen.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

Meine Idee für die Schach­brett-Bilder entstand an einem herr­lich lang­wei­ligen Feri­entag beim Durch­blät­tern eines Buches über eine der stil­prä­gendsten Innen­ar­chi­tek­tinnen  und Desi­gne­rinnen des 20. Jahr­hun­derts, Andrée Putmann. Als sie in den 80er Jahren ein Hotel in New York gestalten sollte, war ihr Budget so gering, dass sie für die Bade­zimmer die “billigsten Kacheln der ganzen Verei­nigten Staaten” (Zitat Andrée Putmann) suchen musste. Und so wurde aus der Not heraus eine geniale Idee geboren. Statt die Bade­zimmer mit kleinen weißen Kacheln auszu­statten, fragte sie auch nach schwarzen Exem­plaren und kachelte die Bade­zimmer im Schwarz-Weiß-Schach­brett­muster – fortan  ein Marken­zei­chen Putmanns.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

Aus “Putmann Style” von Stephan Gerschel/ Collec­tion Rolf Heyne

So simpel die sich anein­an­der­rei­henden Quadrate auch sein mögen, so effekt­voll sind sie. Der klare Kontrast, die klaren Formen. Lang­weilig? Nein, eine perfekte Kompo­si­tion! Sogar die Natur – in meinen Augen die geni­alste unter allen Schöp­fern – hat mit diesem Muster die Blüten einer wunder­schönen Zwie­bel­blume, der Schach­blume (Fritil­laria), gestaltet.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

Es muß nicht kompli­ziert sein

Gemeinsam mit meinen Kindern habe ich die Idee für die DIY-Wand­de­ko­ra­tion entwi­ckelt. Quadrate ausmalen ist nicht schwer, aber es hat fast etwas Medi­ta­tives, jedem Quadrat des Musters eine eigene Optik zu verleihen. In solchen Momenten kann man spüren, dass es uns glück­lich macht, wenn wir in einer Tätig­keit voll und ganz aufgehen. Das Leben verlang­samt sich. Es tut gut, sich für etwas Zeit zu nehmen.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

Wir haben mit Acryl­farben auf Lein­wand­qua­draten (30 x 30 cm) gear­beitet. DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.Beim Malen kann man herr­lich seine Neugier ausleben, das Mate­rial erfor­schen und tolle Effekte erzielen. In die Acryl­farben arbei­teten wir getrock­nete Pflan­zen­teile, Gräser­frag­mente, Zwie­bel­schalen und gerie­bene Kreide ein. So bekommt die Farbe eine plas­ti­sche Anmu­tung. Mit kleinen Spach­teln schoben wir die dicke Farbe hin und her, um inner­halb der Quadrate für Struk­turen zu sorgen. Wir waren offen für Expe­ri­mente.
Aus roten Zwie­bel­schalen und schwarzen Teeblät­tern haben wir einen Sud gekocht, mit dem wir hier und da die Pflan­zen­teile betupften. Durch die natür­liche, rötliche Färbung entstanden span­nende Effekte.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

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DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

Rand und Kanten der Keil­rahmen habe wir mit Wand­farben mit drei Anstri­chen gefärbt, aber natür­lich kann man auch hierfür Acryl­farben benutzen.

So sind drei Schach­brett-Bilder entstanden. Eines Schwarz-Weiß, eines Blau-Weiß und eines Grün-Weiß.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

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Mate­rial:

Quadra­ti­scher Keil­rahmen (Größe nach Wunsch), Acryl­farben (für die Umran­dung habe ich Wand­farben in Probe­dös­chen genommen), Pinsel, Blei­stift und Lineal zum Vorzeichnen, Natur­ma­te­ria­lien zum Einar­beiten, Kreide (z.B. Stra­ßen­kreide), Reibe

Zwiebel-Tee-Sud: Schalen von roten Zwie­beln und einige schwarze Teeblätter mit einer Tasse Wasser aufko­chen und etwas ziehen lassen.

Alter­na­tive:

Wer mag, kann aus einem Leder­rest einen Streifen mit der Breite des seit­li­chen Randes und der Länge des Umfangs zuschneiden und als “Rahmen” stramm um das Bild kleben.

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Zur DIY-Anlei­tung der Bilder­sta­tive, die auf manchen Fotos zu sehen sind, geht es hier.

Mehr Inspi­ra­tion zur Gestal­tung von Wänden gibt es hier.

 

 

 

 

 

 

 

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Aus Liebe zu Blumen – ein Porträt

In einem Blumen­laden herrscht immer ein wunder­barer Duft.
 ‘Der Blumen­laden der Made­moi­selle Violeta’, Màxim Huerta

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Gute Floristen sind Künstler”, sagt Claudia Lange. Sie sitzt mir in einem kleinen Café in Hamburg-Eppen­dorf gegen­über und ihre Augen funkeln fröh­lich. Künstler sind uner­schöpf­lich kreativ und bereit, für die Liebe zu ihrer Kunst einen harten Weg zu gehen. Nur wenige werden stein­reich und berühmt, alle anderen werden allein von der Kraft getragen, die die Liebe zu ihrem Hand­werk, ihrer Kunst  frei­setzt. Und wie alle Künstler brau­chen sie Menschen, die ihre Kunst sehen, verstehen und bereit sind, diese auch zu hono­rieren.

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Blumen…

Schon in frühster Kind­heit lernen wir, dass wir mit Blumen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern können. Der frisch gerupfte Gänse­blüm­chen­strauß, den wir stolz der Mutter über­reicht haben, hat sie strahlen lassen. Mein Eltern­haus kann ich mir ohne frische Blumen gar nicht vorstellen und auch in unserem Haus dürfen frische Blüten nie fehlen. Und was wäre mit all den Gemälden und Gedichten? Ohne Blumen? Unvor­stellbar!

Küchen­blume

Ein Raum ohne Blumen ist…“ein toter Raum!” ergänzt Claudia Lange. Seit 30 Jahren bestimmen Blumen ihr Leben. Sie ist Floristin aus Leiden­schaft und führt seit nun 11 Jahren ein Blumen­ge­schäft in der Isestraße – einer  meiner Lieb­lings­straßen Hamburgs. Dort habe ich sie besucht, denn mich faszi­niert das vom Aussterben bedrohte Hand­werk.
“Ursprüng­lich wäre ich gerne Bühnen­bild­nerin geworden”, erzählt sie, “aber dann habe ich mich doch für das Floristen-Hand­werk entschieden.” Ihre große Nähe zur Natur, zu Flora und Fauna, hat sie dazu gebracht. Sogar ihr Faible für Insze­nie­rungen, für Malerei und Theater kommt ihr in ihrem Beruf zu Gute.

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Ihr Laden misst nur etwa 42 Quadrat­meter, aber Claudia Lange hat ihn zu einem bezau­bernden Kleinod gemacht. Das matte “Englisch Grau” an den Wänden hat sie aus dem histo­ri­schen Farb­sor­ti­ment ihres Geschäfts­nach­barn Peter Nolden von ‘Peter Inte­rior’. Die dunkle Farbe wirkt wie ein Passe­par­tout, vor dem all die Blumen auf dem runden Tisch in der Mitte des Raumes wie ein Feuer­werk leuchten.
“Die Gestal­tung des Ladens ist auch wie die Erschaf­fung eines Bühnen­bildes”, lacht die Inha­berin. Und tatsäch­lich: Das Schau­spiel der extra­va­ganten Schön­heiten, der lang­stie­ligen Diven und der inter­es­santen Charak­ter­köpfe könnte keinen besseren Rahmen finden.

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Küchen­blume – so heisst das kleine Blumen­pa­ra­dies. Warum? “So wie die Küche in einem Haus ein kommu­ni­ka­tiver Mittel­punkt ist, so soll auch mein Laden zum Gespräch einladen. Und wie Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.die Küche ein sinn­li­cher Ort ist, so soll auch mein Laden ein krea­tiver, sinn­li­cher Treff­punkt sein. Außerdem habe ich auch immer viele Kräuter und essbare Blüten im Angebot.” 
Das ist das Schöne an so einem Laden: Man hat direkten Kontakt zu seinen Kunden. “Manche Kunden habe ich schon bei vielen wich­tigen Stationen des Lebens mit meinen Blumen begleitet. Hoch­zeit, Taufe, Geburts­tage. Blumen berühren etwas in uns, sie spre­chen alle Sinne an. Und auch in trau­rigen Lebens­phasen helfen uns Blumen, geben uns Halt.”
Welche Blumen bringen Sie einer trau­rigen Freundin mit? möchte ich wissen. “Einen dicken Strauß mit vielen kleinen Blüten, der aussieht wie frisch gepflückt.”
Blumen bedeuten Leben, sie verän­dern sich von Tag zu Tag. Knospen springen auf, Stiele biegen sich, erste Blüten­blätter fallen…

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Hand­werk

In diesem Beruf kannst Du nur gut sein, wenn Du über eine Schwelle gehst, die weh tut”, erklärt mir Claudia Lange. Und dafür, dass sie in der Nacht um halb 2 aufge­standen ist, um auf dem Blumen­groß­markt ein üppiges Sorti­ment schönster Blumen zu kaufen, sieht sie erstaun­lich wach aus. “So schön der Beruf ist, so hart ist er auch. Schweres Tragen, eiskalte, von stach­ligen Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.Gewächsen geschun­dene Hände, frühes Aufstehen.”  Die Liebe verlangt Opfer. Ihre Blumen kauft sie vor allem bei den Bauern aus dem Hamburger Umland. ‘Vier­länder Blumen’ gehören zu den schönsten über­haupt und sie möchte die Fami­li­en­be­triebe unter­stützen. “Ich kenne alle Bauern, manchmal sind es ganz kleine Betriebe, die wunder­bare Blumen anbieten.” Anschlie­ßend ist sie bis abends im Geschäft für ihre Kunden da. “Die Floristen, die ich kenne, sind meis­tens gut gelaunt. Ich glaube, es liegt an dem schönen Umfeld, umgeben von Leben, in dem sie arbeiten”, vermutet sie.

www.kuechenblume.com

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Und der Nach­wuchs?

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.Nach­schub an Blumen gibt es genug, aber Mitar­beiter oder gar Auszu­bil­dende zu finden, ist sehr schwer. Florist möchte heute kaum mehr ein junger Mensch werden. Die Bereit­schaft, sich auf die harte Arbeit und und die geringen Verdienst­aus­sichten einzu­lassen, gibt es kaum noch.
Viele Blumen­ge­schäfte sind schon aus Städten und Dörfern verschwunden. Vielen Kunden reicht die Blumen-Bund­ware aus Super­märkten und Discoun­tern.“Ich glaube, es wird bald nur noch wenige Floral-Desi­gner geben, die auf sehr hohem Niveau arbeiten und dann die großen Händler und Blumen­ketten”, so Claudia Lange.

Ich hoffe, dass wir in unserer mehr und mehr digital durch­or­ga­ni­sierten und opti­mierten Umge­bung noch lange die Chance haben, uns in kleinen, inha­ber­ge­führten Geschäften von einem ganz persön­li­chen Angebot verzau­bern und inspi­rieren zu lassen. Krea­ti­vität, Fantasie und Empa­thie sind zutiefst mensch­liche Eigen­schaften, die uns gut tun und auf die wir nicht verzichten sollten. Nehmen wir uns doch die Zeit, den Blumen­laden zu besu­chen. Auf ein Wort, auf eine Begeg­nung und ein glück­li­ches Gefühl beim Auswi­ckeln unserer frischen, wunder­schönen Blumen…

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Ich liebe Läden. Ich finde das amüsant. Es ist nicht nur wichtig, dass man etwas kauft, sondern wie man es kauft.”
                                                                                                     Karl Lager­feld

Kontakt: www.kuechenblume.com

Buch­emp­feh­lung

Der Blumen­laden L’Etoile Manquante – der fehlende Stern – ist einer jener Orte, an dem es sich lohnt zu warten, dass die Tür auf geht. …

Buchempfehlung: Huerta-Der-Blumenladen-der-Mademoiselle-VioletaWenn Sie Lust haben, noch einen bezau­bernden Blumen­laden, mitten in Paris, Saint-Germain-Des-Prés kennen­zu­lernen, kann ich Ihnen den Roman ‘Der Blumen­laden der Made­moi­selle Violeta’ von Maxim Huerta nur ans Herz legen. Der char­mante Besitzer, Monsieur Domi­nique, ist 74 Jahre alt und hat nicht nur einen beson­deren Sinn für Blumen, auch für seine Kunden hat er ein beson­deres Gespür. Als eines Tages die junge Spanierin Violeta den Laden betritt und das kleine Blumen­pa­ra­dies des älteren Herrn entdeckt, nimmt eine zauber­haft zarte Geschichte um Liebe, Erin­ne­rungen, Sehn­sucht, die Magie der Blumen und die Spuren der Zeit ihren Lauf.

Ein leises, poeti­sches Buch, mit liebe­voll gezeich­neten Charak­teren, das einfach ein gutes, glück­li­ches Gefühl hinter­lässt.
(360 Seiten, Thiele & Brand­stätter Verlag (1. Februar 2019)

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Ingwer-Limetten-Kekse

Manchmal bekommt man einfach nichts geba­cken, aber diese Kekse klappen immer!
Ich habe manchmal nach­mit­tags Lust auf einen Keks zum Tee. Während mein Mann sich mit einem Stück Scho­ko­lade zu seinem Kaffee begnügt, verspüre ich eher die Sehn­sucht nach einem kleinen Gebäck­stück.
Schon so einige Keks­pa­ckungen habe ich nach Hause geschleppt, aber fast jedes Mal ist das Urteil: zu süß! Und da mir das wiederum auf den Keks ging, habe ich mir ein eigenes Rezept über­legt, auspro­biert – und siehe da, nicht nur ich bin ganz verliebt in meine Ingwer-Limetten-Kekse – auch der Rest der Familie reißt sich um die knusp­rigen Dinger…was dazu führt, dass für mich wieder keiner übrig bleibt. Deshalb habe ich gleich ein Rezept mit 500 g Mehl entwi­ckelt.

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Das geniale an den Keksen:

Der Geschmack. Gehackter kara­mel­li­sierter Ingwer sorgt für eine feine Schärfe und ein beson­deres Aroma. Dazu die Frische und Fruch­tig­keit der Limetten…hmm….
Die Zucker­menge habe ich gering gehalten.

Das Lustige beim Kekseba­cken ist, das der Teig während der Zube­rei­tung schrumpft. Du gibst alles zusammen, knetest und die Schüssel ist voll. Du drehst dich kurz weg, um den Ofen anzu­stellen und schwups – da fehlt schon was! Komisch.… Ich denke, es liegt an Fami­li­en­mit­glie­dern, die ihre räube­ri­schen Finger und ihre Nasch­sucht nicht im Griff haben! Also, lieber gleich etwas mehr Teig, als zu wenig.
Der Teig lässt sich übri­gens auch super einfrieren. Kommt dann Besuch oder die Dose ist leer, kann man ruck­zuck Nach­schub backen.

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 350 g Butter
  • 100 g Puder­zu­cker
  • abge­rie­bene Schale von 3 Limetten
  • Saft einer Limette
  • 60 g Ingwer
  • ein guter Esslöffel Zucker
  • 1 TL Butter

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Zube­rei­tung:

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!Den Ingwer schälen und in hauch­dünne Scheiben schneiden. Den Zucker auf einem Pfan­nen­boden verteilen, die Ingwerscheiben darauf verteilen und bei starker Hitze den Zucker zum Schmelzen bringen. Auf mitt­lere Hitze regu­lieren. Ist der Zucker braun, den Teelöffel Butter hinzu­geben, kurz vermengen und alles auf ein Stück Back­pa­pier geben. Abkühlen lassen.

 

Mehl, Puder­zu­cker, Limet­ten­schale und -Saft in eine Schüssel geben. Die Butter in kleine Stücke schneiden, hinzu­fügen und alles so lange verkneten, bis ein gleich­mä­ßiger Teig entsteht.
Den kara­mel­li­sierten Ingwer klein hacken und unter den Teig kneten. 
Einge­wi­ckelt im Kühl­schrank ruhen lassen (ca. 30- 60 Min.).

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Den Ofen auf 200° (Umluft) vorheizen. 
Den Teig ausrollen und entweder die Kekse mit einem Förm­chen ausste­chen oder lässig mit einem Messer kleine Recht­ecke schneiden. Die Kekse auf einem mit Back­pa­pier ausge­legten Blech plat­zieren und für ca. 10 Minuten in den Ofen schieben, bis sie gold­braun sind.
Kekse abkühlen lassen.

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Wer es süß mag, kann sie nun mit einem Guss aus Puder­zu­cker und Limet­ten­saft und Nonpa­reilles (winzigen bunten Zucker­perlen) verzieren. 
Andern­falls schme­cken sie ganz pur auch köst­lich.

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Alter­na­tiven:

Aus den Grund­zu­taten Mehl, Puder­zu­cker und Butter lassen sich natür­lich auch noch andere Vari­anten zaubern. Ich habe einen Teil zu einfa­chen Butter­keksen verba­cken. Gibt man gehackte dunkle Scho­ko­lade hinzu, entstehen leckere Schoko-Plätz­chen.

Hmmm…KEKSE!!!

Noch mehr Lust auf Ingwer? Hier gehts zum Ingwer-Smoothie…

 

 

 

 

 

 

 

 

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

DIY-Bilder­sta­tive – Krea­tives mit Sti(e)l

Bilder­sta­tive selber­bauen

Der kleine dicke Krit­zelbär, Kopf­füßler, Bunt auf Hinter­grund – so könnte man die Bilder nennen, die uns manchmal von Kindern stolz über­reicht werden. Mit den Jahren werden die kleinen Kunst­werke dann immer ausge­feilter. Ein Fami­lien-Zuhause ist ein krea­tiver Ort, der sich ständig entwi­ckelt, und ich finde es wunderbar, wenn alle – Eltern und Kinder – am Gestal­tungs­pro­zess teil­haben. Dabei entstehen oft origi­nelle Ideen, Plätze und Deko­ra­tionen, die mit Fantasie und Witz gestaltet werden.
Umso besser, wenn wir den groß­ar­tigen kleinen Kunst­werken unserer Kinder zuhause Platz einräumen. Ich glaube, eine Wert­schät­zung ihrer Arbeiten fördert die Krea­ti­vität und das Selbst­be­wusst­sein,  mit dem sich die kleinen Nach­wuchs­künstler auf krea­tivem Terri­to­rium bewegen.
Und: Eine Umge­bung, in der Krea­ti­vität einen hohen Stel­len­wert hat, wirkt nicht nur auf Kinder anre­gend.
Hier ist auch bei Eltern Einfalls­reichtum gefragt. Eine Idee, wie man Bilder, Gemaltes oder Gedrucktes in den Wohn­räumen schön präsen­tieren kann, kam mir kürz­lich, als ich an einer Klein­an­zeige hängen blieb:
Konvolut alter Vorhang­klam­mern aus Messing zu verkaufen.

Mit diesen wunder­schönen Vintage-Klam­mern könnte man doch zwei, drei Bilder an hölzernen Stativen befes­tigen und auf Anrichten, Kommoden, Simsen oder z.B. dem Klavier in hübsche Still­leben inte­grieren…

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

Mit passenden Blumen oder Planzen und einigen Sammel­ob­jekten wird schnell ein Gesamt­kunst­werk aus dem kleinen Arran­ge­ment.

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

Auch knall­bunte Kinder­bilder kann man so ausstellen…

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

Oder ausdrucks­starke Gemälde schöner Damen…

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

Hübsche Klam­mern gibt es in vielen Varia­tionen. Alte Vorhang­klam­mern sind herr­lich nost­al­gisch und kosten nicht viel. Immer wieder entdecke ich sie in den Klein­an­zeigen oder auf Floh­märkten. Aber auch neue, moderne Klam­mern sehen gut aus.

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

Oder so:

Natür­lich eignen sich die Bilder­sta­tive nicht nur für Kinder­kunst, sondern auch für andere Lieb­ha­ber­stücke, wie z.B. Briefe, alte Noten­blätter, kleine Plakate, Maga­zin­seiten oder anderes unge­rahmtes Bild­ma­te­rial. Auch hier gilt wieder: der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und sobald die Bilder­sta­tive vor einem stehen, kommen die Ideen von ganz alleine.

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

So kann man Plakate oder Foto­gra­fien aufhängen…

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

Oder auf dem Klavier antike Noten­blätter ausstellen…

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

 

Und so einfach geht es:

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

Mate­rial:

Rund­stab (z. B. Buche), ca. 6 – 7 mm  x 100mm
Kant­holz (z.B. Kiefer) 30 x 60 x 1000 mm, zuge­schnitten auf  10 cm breite Stücke, die dann als Sockel dienen (bekommt man alles super im Baumarkt)
Hand­bohrer zum Vorbohren einer Vertie­fung mit dem Durch­messer des Rund­stabes (in das weiche Kiefern­holz lässt sich sogar mit einem Schlitz­schrau­ben­zieher eine Vertie­fung drehen, falls kein Bohrer zur Hand)
Schmir­gel­pa­pier
Holz­leim
Farbe oder Lack, Pinsel, Säge oder Cutter zum Zuschneiden des Rund­holzes

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

Anlei­tung:

Die Holz­klötze, die als Sockel dienen, kann man  im Baumarkt zuschneiden lassen. In die Mitte des Sockels wird nun mit einem Bohrer eine kleine Vertie­fung gebohrt (ca. 5 mm tief). Mit Hilfe eines Schlitz­schrau­ben­zie­hers lässt sich das Loch säubern und gege­be­nen­falls für den Rund­stab noch passender verbrei­tern.DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.
Den Rund­stab nun in der gewünschten Länge abschneiden (ich habe für drei Stative z. B. die Längen 31, 40 und 47 cm gewählt). Für das kleine, obere T-Stück ein 2 cm langes Stück Rund­stab zuschneiden. Jetzt werden alle Holz­teile abge­schmir­gelt.
In das Loch im Sockel etwas Leim geben und den Rund­stab hinein­drü­cken, gut trocknen lassen. Das obere T-Stück eben­falls mit Leim am Rund­stab befes­tigen und trocknen lassen.
Das Stativ dann anmalen. Ich hatte noch das Probe­dös­chen einer Wand­farbe, es gehen aber auch Lack­reste oder Acryl­farben. Zwei Anstriche sind für ein schönes Ergebnis nötig.

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

Die Stative sind einfach und zügig gebaut und natür­lich können die Kinder dabei helfen.
Mit den Klam­mern können nun die kleinen Kunst­werke am T-Stück des Stativs fest­ge­klam­mert werden.
Die Kinder­kunst­werke auf meinen Fotos hat übri­gens meine Tochter im Laufe der letzten 9 Jahre ange­fer­tigt.

Viel Spaß!

Lust auf DIY-Tier­skulp­turen für kleine Still­leben? Bitte hier entlang…

Und hier noch einige Inspi­ra­tionen zur Insze­nie­rung von Kinder­kunst…

 

 

 

 

Zu Besuch bei den Freundts – Vintage-Buchstabensammler aus Hamburg. Ein Porträt.

Psst… wollen Sie ein ‘E’ kaufen?

Oder ein ‘A’, ein uraltes riesiges ‘B’, ein neon­be­leuch­tetes ‘L’ oder viel­leicht ein vergol­detes ’n’?

Zu Besuch bei den Freundts – Vintage-Buchstabensammler aus Hamburg. Ein Porträt.

Die Bedeu­tung von Buch­staben wurde uns bereits im Klein­kind­alter vermit­telt. Zum Spre­chen, Lesen und Schreiben – unver­zichtbar. Den Blick für die beson­dere und manchmal einzig­ar­tige Darstel­lung der Buch­staben entwi­ckelt man etwas später. Geschwun­gene und verschlun­gene, lange und schlanke, runde und eckige – arten­reich sind die verschie­denen “Figuren” der Lettern.
Doch dann gibt es da noch eine beson­dere Art von Buch­staben. Die von der Straße. Die hart­ge­sot­tenen. Weil sie da sind, wo das Leben tobt, vor den Geschäften, Bars, Cafés, Hotels und Restau­rants. Diese stillen Zeit­zeugen an den Häuser­fas­saden. Buch­staben, die unab­lässig ihre Botschaft aussenden, während der Lauf der Geschichte an ihnen vorüber­zieht. Und so über­standen die einen die Wirren des Zweiten Welt­krieges, unter anderen flanierten Damen in Petti­coats entlang und wieder andere wurden sogar von den Blicken der Beatles erfasst – wer weiß das schon so genau…?

Zu Besuch bei den Freundts – Vintage-Buchstabensammler aus Hamburg. Ein Porträt.

Zeitlos schön!

Zu Besuch bei den Freundts – Vintage-Buchstabensammler aus Hamburg. Ein Porträt.

Und deswegen schaffen es die kleinen und großen Buch­staben, die Herzen einiger Menschen zu erobern, ja sogar wahre Leiden­schaften zu wecken.
Sabine und Yves Freundt haben ein beson­ders großes Herz für diese stillen Zeit­zeugen. Seit 2003 sammelt das Paar Buch­staben jeder Couleur. Über 2000 große und kleine Exem­plare  befinden sich in ihrem Lager in Hamburg. Ergänzt durch Vintage-Leucht­re­klamen hat das Paar eine bemer­kens­werte Samm­lung zusam­men­ge­tragen, die sie über ihren Online­shop und bei Lager­ver­käufen veräu­ßern oder für Foto­shoo­tings und Film­auf­nahmen verleihen.

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Sabine und Yves Freundt in ihrem Buch­sta­ben­lager in Hamburg

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Ein mit Blatt­gold vergol­detes ’n’ aus massivem Stahl­guss aus den 50er Jahren.

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Kleine Messing­buch­staben regen die Fantasie krea­tiver DIY-Fans an…

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Die Leucht­re­klame eines ehema­ligen Regen­schirm­ge­schäftes in Wien.

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Ein Kirmes-Buch­stabe mit vielen, vielen Glüh­birnen…

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Ziem­lich groß und tief, das kleine ‘a’. Toll z.B. als Unterbau für einen Tisch oder eine Bar…

Warum vor allem Buch­staben?

Alles fing in Kopen­hagen an”, berichtet Sabine Freundt, “bei einem Städ­te­tripp haben wir uns in zwei tolle Vintage-Buch­staben verliebt. Ein ‘S’ und ein ‘Y’. Beide schmü­cken bei uns zuhause seitdem die Wand, und viele mehr sind hinzu­ge­kommen.”

Die Skan­di­na­vier nutzten damals schon lange Buch­staben als Deko-Objekte. An der Wand, auf dem Side­board, im Regal. In Deutsch­land hingegen hatten noch nicht so viele den deko­ra­tiven Wert der Vintage-Lettern erkannt. Von der Sammel­lei­den­schaft gepackt, suchte Yves Freundt Stadt und Land nach Buch­staben ab. Ausran­gierte, verges­sene, nutz­lose. “Einige habe ich selber abmon­tiert, was teil­weise gar nicht so einfach war”, erzählt er mir. “Beson­ders schön sind oft die Geschichten, die uns die Besitzer zu den Buch­staben erzählen”.
Sind die Lettern doch als Botschafter einer Marke  Zeugen von Hoff­nung, Erfolg und Fall eines Geschäftes oder einer Unter­neh­mung.

Zu Besuch bei den Freundts – Vintage-Buchstabensammler aus Hamburg. Ein Porträt.

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Unser großes Glück war, dass wir eines Tages vom Nach­lass­ver­walter eines Buch­sta­ben­samm­lers aus Wien kontak­tiert wurden und einen großen Teil seiner Samm­lung mit 700 Buch­staben bekommen haben”, erzählt Sabine Freundt begeis­tert.

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Mitt­ler­weile füllen auch nieder­län­di­sche Scho­ko­la­den­guss­formen, Kirmes­buch­staben mit unzäh­ligen Glüh­birnen, Buch­sta­ben­scha­blonen, Druck­let­tern aus Holz und neue Buch­staben und Zeichen aus der Eigen­pro­duk­tion der Freundts das Lager.

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Kirmes-Schriftzug. Mit Glüh­birnen zu beleuchten.

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Buch­staben und Zeichen aus der Eigen­pro­duk­tion der Freundts

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Bei den Freundts zuhause: Ein Anker aus ihrer Eigen­pro­duk­tion verleiht dem Vintage-Sekretär aus Eiche mari­times Flair (Foto: Julia Keltsch).

Großer Beliebt­heit erfreuen sich die Neon­schrift­züge und -buch­staben. Mir war zuvor nicht bewusst, welches alte Hand­werk hinter diesen illu­mi­nierten Lettern steht. Seit Beginn des vergan­genen Jahr­hun­derts werden Neon­buch­staben in präziser Detail­ar­beit herge­stellt. Mund­ge­bla­sene, dünne Röhren, in denen das Edelgas Neon statt eines Glüh­fa­dens durch Strom­zu­fuhr zum Leuchten gebracht wird.
Bei den Freundts werden die Buch­staben gerei­nigt und wieder auf Vorder­mann gebracht. “Ist eine Neon­röhre beschä­digt, kann ein Neon­glas­bläser das kaputte Stück erneuern und die alte Schrift wieder herstellen”, so Yves Freundt.  Glück­li­cher­weise gibt es noch einige wenige Meister dieser Zunft – werden doch die Neon­re­klamen mehr und mehr von modernen LED-Tafeln verdrängt.

Zu Besuch bei den Freundts – Vintage-Buchstabensammler aus Hamburg. Ein Porträt.

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Eine Neon-Krone, die einst über einem Hamburger Café thronte.

Was für die einen nur ausran­gierte Buch­staben sind, sind für andere wahre Schätze. Privat­leute, die mit einzelnen Buch­staben ihr Inte­rieur berei­chern oder ganz indi­vi­du­elle Buch­sta­ben­kom­bi­na­tionen an die Wand bringen. Aber auch Geschäfts-, Hotel- und Restau­rant­in­haber wissen um die beson­ders deko­ra­tive Wirkung der Lettern. Wort­schöp­fungen, Zitate, Sinn­sprüche – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

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Buch­sta­ben­wolke an der Wohn­zim­mer­wand der Freundts (Foto: Julia Keltsch)

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Yves Freundt hat die Qual der Wahl – welche der unzäh­ligen Buch­staben passen optimal zusammen?

 

Zu Besuch bei den Freundts – Vintage-Buchstabensammler aus Hamburg. Ein Porträt.

Im Arbeits­zimmer von Sabine und Yves Freundt.

Mich hat der Besuch im Buch­staben-Lager sehr inspi­riert. Bereits auf dem Heimweg musterte mein Blick jedes Geschäft und seine Beschrif­tung. Ich sehe die Schrift­züge nun mit anderen Augen und verliere mich gerne in den Geschichten, die sie erzählen könnten.
Ich mag sie, diese Buch­staben von der Straße…

Kontakt:

Sabine und Yves Freundt, “Freundts – Vintage Buch­staben und schöne Dinge”
www.freundts.de

Mehr Inspi­ra­tion:
Zu Besuch bei den Freundts – Vintage-Buchstabensammler aus Hamburg. Ein Porträt.

Ein Vintage Apotheken-A lehnt lässig an der Wand unter einem gewebten Wand­bild (von Kauf­rausch, Hamburg-Eppen­dorf).

Weitere Deko­ra­ti­ons­ideen mit Vintage-Buch­staben gibt es hier.

Wer Buch­staben liebt, wird viel­leicht auch die alten Stick­scha­blonen zu schätzen wissen. Mehr dazu hier.

 

 

 

 

 

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

Ein neues Kleid fürs Mini-Zimmer

12 Quadrat­meter Grund­fläche, schräge Wände, keine Decke – ganz oben  in so einem Spitz­dach­käm­mer­chen fühlt man sich fast wie in einem kleinen Zelt. So einem Mini-Zimmer mit Farbe ein neues Flair zu verleihen, ist eine span­nende Aufgabe.
Ein winziges Zimmer weiß zu strei­chen, ist oft der erste Impuls, um Weite und Groß­zü­gig­keit zu schaffen. Aber – so ein Mini-Zimmer ist nicht weit und groß und wird es auch nie sein.
Warum also nicht den warmen, behag­li­chen und gebor­genen Charakter des winzigen Raumes mit einer passenden Farbe unter­strei­chen?

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

Perfekter Rück­zugsort: Ein Zimmer unterm Dach

Ich habe mich für einen gemüt­li­chen, nost­al­gi­schen Farbton entschieden. Ein stilles Grau­grün, das wunderbar zum goldigen Ton des Dielen­bo­dens passt und das durch ein strah­lendes Weiß der Fenster, Fußleisten, der Tür und der Leinen­vor­hänge perfekt in Szene gesetzt wird.
Der Farbton wirkt wie ein Weich­zeichner, statt grauer Schatten zeigen sich bei  wech­selnden Licht­stim­mungen die verschie­denen Facetten der Farbe: mal bläu­lich, mal silbrig und bei Sonnen­schein legt sich ein goldener Ton auf die Wände.

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

(unvergütete Produktempfehlung) Wandfarbe: 'Pigeon', Estate Emulsion/ Farrow & Ball Stapelliege und Regal: 'Inchyra Blue', Estate Eggshell/ Farrow & Ball Fenster, Tür, Fußleisten: 'All White', Estate Eggshell/ Farrow & Ball

Dem Himmel so nah

Zwei Fenster rahmen den Blick in die Baum­wipfel und den Himmel. Es entsteht ein ganz beson­deres Gefühl in einem solchen Raum hoch oben unter dem Dach. Ein Gefühl von Sicher­heit einer­seits, ande­rer­seits aber auch ein herr­li­ches Gefühl von Frei­heit.

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

Einige Vintage -Fund­stücke verleihen der Dach­kammer nost­al­gi­schen Charme. Ein kleiner Schub­laden-Schreib­tisch und ein Indus­trial-Style-Hocker aus einem Second­hand-Shop, zwei Ratt­an­stühle und ein Mini­tisch­chen vom Trödel.
Perfekt für wenige Quadrat­meter ist die Stapel­liege, ein Design-Klas­siker, den der Desi­gner Rolf Heide 1966 entworfen hat. Das stapel­bare Schicht­holz­bett bietet zwei Personen eine bequeme Schlaf­mög­lich­keit und passt einzeln aufge­stellt ideal unter die Dach­schrägen. So wird das Mini-Zimmer zum Gäste­pa­ra­dies. Die Stapel­liegen stammen aus einem Klein­an­zei­gen­ver­kauf.  Die Stapel­liege und ein kleines Holz­regal habe ich durch einen Lack­an­strich mit einem geal­tert wirkenden Grau­blau in mein Farb­kon­zept einge­passt.

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

(unvergütete Produktempfehlung) Wandfarbe: 'Pigeon', Estate Emulsion/ Farrow & Ball Stapelliege und Regal: 'Inchyra Blue', Estate Eggshell/ Farrow & Ball Fenster, Tür, Fußleisten: 'All White', Estate Eggshell/ Farrow & Ball

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

Ein paar Akzente in Königs­blau, ledrigen Tönen und Schwarz beleben das stille Grün der Wände.

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

Ein kleiner englischer Schemel dient als Nachtisch für die niedrige Stapelliege

Ob als Gäste­zimmer oder als kleiner Rück­zugsort – das Mini-Zimmer im Dach hat durch sein neues Farb­kon­zept viel Ausstrah­lung gewonnen und ich kann nur allen Mut machen, sich gerade auch an kleine Räume mit ein wenig Farbe zu wagen.

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

Ein kleiner englischer Schemel dient als Nachtisch für die niedrige Stapelliege

 

Ein kleiner englischer Schemel dient als Nachtisch für die niedrige Stapelliege

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

 

(unver­gü­tete Produkt­emp­feh­lung)
Wand­farbe: ‘Pigeon’, Estate Emul­sion
Stapel­liege und Regal: ‘Inchyra Blue’, Estate Eggshell
Fenster, Tür, Fußleisten: ‘All White’, Estate Eggshell
alle Farben: Farrow & Ball

Die Anlei­tung für das hand­ge­strickte Kissen im Ratten­sessel gibt es hier.

 

 

DIY-Tipp:

Mit Resten aus Farb­dosen, Probe­dös­chen oder auch mit Acryl­farben und einem Fächer­pinsel kann man tolle Notiz­hefte und -bücher gestalten. Unifar­bene Notiz­bü­cher gibt es im Schreib­wa­ren­handel. Fächer­pinsel bekommt man z.B. im Bastel­ge­schäft. Zwischen Deckel und erste Seite ein Blatt Papier zum Schutz legen.

DIY: Mit Farbresten und Fächerpinsel tolle Notizbücher gestalten. Einfach und wirkungsvoll.

Die Farben gut aufrühren, den Fächer­pinsel eintunken und mit Schwung den Pinsel über das Cover des Notiz­bu­ches führen. Hübsch sind z.B.  geschwun­gene Linien und Halb­kreise. Der Fächer­pinsel zaubert den Effekt fast von alleine.
Die Farben gut trocknen lassen.

DIY: Mit Farbresten und Fächerpinsel tolle Notizbücher gestalten. Einfach und wirkungsvoll.

DIY: Mit Farbresten und Fächerpinsel tolle Notizbücher gestalten. Einfach und wirkungsvoll.

Viel Spaß!

 

 

 

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Lebe lieber einzig­artig… eine Home­story

Wer beim Einrichten seines Zuhauses auf sein Bauch­ge­fühl hört, den begleitet das Inte­rieur ein ganzes Leben. Wer nur den Trends folgt, den ermüdet irgend­wann, was er hat.”

Rossana Orlandi (Design­ga­le­ristin aus Mailand)

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Sind Sie schon einmal in eine Wohnung gekommen und haben sich gewun­dert, wie sehr die Einrich­tung die Persön­lich­keit der Bewohner wider­spie­gelt? Gegen­stände und Deko­ra­tionen – mit Leiden­schaft zusam­men­ge­tragen – die auf ganz wunder­volle Art und Weise den Charakter des Arran­geurs verkör­pern?

Es ist wie ein Eintau­chen in eine andere, sehr persön­liche Welt. Für mich immer wieder eine span­nende und inspi­rie­rende Erfah­rung. In der Einrich­tung kann man oft sehr viel lesen über den Geschmack, die Inter­essen, Erfah­rungen, über den Humor und die Träume der Bewohner. Ein Zuhause, das sich über einen langen Zeit­raum entwi­ckelt hat, liebens­wert, unper­fekt an manchen Stellen, voll­kommen an anderen.

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Bereits im Flur wird die Neugier geweckt…

Globa­li­sie­rung, moderne Massen­pro­duk­tion und güns­ti­gere Preise haben Design demo­kra­tisch gemacht. Schön einer­seits, die trau­rige Seite aber ist, dass diese Tatsache mehr und mehr zu einer Verein­heit­li­chung, einem kollek­tiven Massen­ge­schmack führt. Innen­ein­rich­tungen werden zuneh­mend “austauschbar”. Es entwi­ckeln sich weniger einzig­ar­tige Stile, regio­nale Eigen­arten verschwinden, persön­liche, krea­tive Schöp­fungen  bleiben oft aus. Und – was ich sehr bedaure – heut­zu­tage ist es billiger, etwas zu ersetzen, als es zu repa­rieren (siehe hierzu auch: Wenn Kera­miknarben zu Gold­spuren werden).

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Die Werk­stücke eines Kindes – wie selbst­ver­ständ­lich neben einer Büste des grie­chi­schen Dich­ters Homer

Dabei ist es so inspi­rie­rend und span­nend, wenn Menschen ihren eigen Stil kulti­vieren. Es ist wunderbar, die kleinen Unter­schiede zu zele­brieren, eine eigene visu­elle Sprache zu finden und damit einen authen­ti­schen, ehrli­chen und nach­hal­tigen Stil.

Meine Fotos sind in der Wohnung einer Familie entstanden, die zwar uner­kannt bleiben möchte, deren Wohn­räume ich aller­dings foto­gra­fieren durfte.  Das Inte­rieur ist für mich ein Beispiel für einen ganz eigenen, im besten Sinne unzeit­ge­mäßen Stil. Mit Selbst­be­wusst­sein arran­gierte Erbstücke, Fund­stücke, Vintage-Objekte, Kunst – Dinge, die von Tradi­tionen und Geschichte erzählen. Objekte, die gebraucht wurden und gebraucht werden, Objekte mit einer unnach­ahm­li­chen Patina.

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Das Wohn­zimmer: An der Wand der Teil einer Wand­ver­tä­fe­lung aus dem Art Deco. Die Sitz­gruppe stammt aus den frühen 50er Jahren, der Schach­tisch aus dem Berlin der 40er Jahre. Ölbilder aus dem 18. Jahr­hun­dert hängen neben Werken aus der Mitte des 19. und der Mitte des 20. Jahr­hun­derts

An dieser Stelle möchte ich aus einem Buch zitieren, dass mir vor einiger Zeit in die Hände fiel:

Wir leben inmitten alter Möbel, deren Geschicht­lich­keit sich nicht daraus ergibt, dass sie alt in einem abstrakten Sinne sind, irgend­einem histo­ri­schen Stil gehor­chen oder irgendwie verschnör­kelt daher­kommen, sondern daraus, dass sie über einen langen oder sehr langen Zeit­raum hinweg in Gebrauch gewesen sind.… Wir wert­schätzen sie, indem wir sie weiterhin gebrau­chen und zu ihrer Geschicht­lich­keit beitragen.”
(aus “111 Regeln für den Mann von Welt” von Lennart Brand, Schwarz­kopf & Schwarz­kopf)

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Die Büste eines grie­chi­schen Athleten neben einer Schreib­tisch­lampe aus den 30er Jahren

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Hübsches Detail: Die hand­be­stickte Stoff­bor­düre aus der Schweiz (mögli­cher­weise Mitte des 18. Jahr­hun­derts)

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Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

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Den fran­zö­si­schen Gaskamin aus der Belle Époque hat der Haus­herr mit einer kleinen Hebe­bühne und vier Kerzen für den Gebrauch in der Wohnung umge­staltet

Vintage-Stücke
Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Auf Barbados erstanden: Maha­goni-Esstisch und Stühle aus der Karibik der 20/30er Jahre

Unsere moderne Gesell­schaft bevor­zugt das Perfekte, das Neue, gegen­über dem Alten, mit Macken und Eigen­arten Besetzten. Gegen­stände, denen man ihr Alter ansieht werden lieber aussor­tiert. Aber keiner von uns und nichts ist vom Prozeß der Alte­rung befreit, und unserer Umwelt tut das stän­dige Aussor­tieren und die damit verbun­dene Abfall- und Schrott­pro­duk­tion nicht gut.

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An der Wand hängt eine alte, umge­bauten Stechuhr neben Ölbil­dern der Mutter des Haus­herren. Die Büste eines grie­chi­schen Boxers bewacht den Esstisch

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Die Vorhänge sind aus einem Webstoff nach einem Muster des schot­ti­schen Archi­tekten und Innen­ar­chi­tekten Charles Rennie Mack­in­tosh (um 1900)

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Neben dem Flügel tickt unab­lässig der Stand­uhr­kopf aus dem 18. Jahr­hun­dert

Altes neu denken

Inter­es­santer und viel­schich­tiger wäre eine komple­xere Wert­schät­zung von Objekten, deren Gebrauchs­spuren und Zeichen der Zeit oft so charak­ter­stif­tend sind. Wir sollten eine Haltung zu Objekten und Menschen einnehmen, die ganz indi­vi­du­elle Geschichten erzählen – einzig­artig und wunderbar. Unser Stil sollte sich mehr an unseren Werten orien­tieren! Vintage-Stücke sowie hand­werk­lich gut verar­beitet Objekte sind lang­le­biger und haben mehr Ausstrah­lung als Massen­ware. Lässt sich nicht manchmal ein krea­tiver, neuer Umgang mit den Möbeln finden, die sonst zum Sperr­müll wandern würden? Eine neue Farbe, ein neuer Kontext, in dem ein Möbel­stück neu aufblühen kann? Altes und Neues können wunderbar in einen Dialog treten, Grenzen verschie­dener Stile werden aufge­hoben.

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Im Arbeits­zimmer: Ein Sessel aus dem Histo­rismus

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An der Tür des Arbeits­zim­mers hängt die Peke­sche einer Studen­ten­ver­bin­dung aus den 20er Jahren

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Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Geschnitzter Pfei­fen­halter aus den 30er Jahren

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Man kann die Innen­ein­rich­tung ruhig ernst nehmen, sie muss aber keines­falls ernst sein. Sie darf uns gerne auch zum Lachen bringen. Ohne Humor wäre das Leben zu traurig und alles ginge den Bach runter…

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

 

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Ehrwür­diges Podest für die Replik einer alten Pickel­haube und einer 20er Jahre Lampe: die King James Bibel aus dem 18 Jahr­hun­dert

Wir leben in einer Welt voller Ange­bote und Ideen. Auf die eigene Stimme zu hören, aus der eigenen Perspek­tive zu schauen und Ideen zu entwi­ckeln ist sowohl für uns als auch für andere wesent­lich inspi­rie­render. Ein persön­li­cher Stil kann nicht einfach kopiert werden. Find’ ich gut, bestell ich mir, stell ich hin… nie wird so die gleiche Atmo­sphäre entstehen wie bei einem gewach­senen Inte­rieur. Dennoch ist es span­nend, andere Wohnungen und Häuser zu studieren. Nicht um alles für sich zu kopieren. Aber viel­leicht ist es ein kleines Arran­ge­ment, ein mutig plat­ziertes Objekt, eine Farb­kom­bi­na­tion oder die Art der Bild­er­hän­gung.
Irgend­etwas, das uns inne­halten lässt und das wir für unser Inte­rieur über­nehmen wollen.

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Die Nach­bil­dung einer Römi­schen Büste neben einer kleinen Porzellan-Samm­lung: Augarten “Maria Theresia” aus Wien

 

 

 

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Zeit für Entspan­nung: Früh­stück im Bett

Das Schönste am Winter? Schnee und ganz viel Gemüt­lich­keit! Der Schnee hatte im Norden bisher nur einen kurzen Auftritt. Aber gemüt­lich machen können wir es uns dennoch.
Weih­nachten ist die Zeit der Besin­nung, man lässt den Alltag hinter sich, schaut auf das Große und Ganze, versucht die kleinen und großen Sorgen einmal zu vergessen oder genießt, dass einfach alles gut ist.
Ich finde, das Zur-Ruhe-Kommen gelingt beson­ders gut an den Tagen zwischen Heilig­abend und Neujahr. Wecker aus, den Super­markt links liegen lassen, den Winter nur durchs Fenster herein­blin­zeln lassen und mit einem feinen Früh­stück den Vormittag an dem wohl gebor­gensten Ort der Welt verbringen: im Bett. Mit diesem groß­ar­tigen Gefühl, zu Hause zu sein!

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Egal ob es draußen schneit oder nicht, ich hole mir das Winter­weiß mit strah­lender Bett­wä­sche ins Schlaf­zimmer. Die zarten blauen Ranken erin­nern mich jetzt einfach mal an Eisblumen. Ein flau­schiges Fell wärmt die Füße.

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Das Früh­stück passt auf ein Tablett, und ein biss­chen hübsche Deko­ra­tion darf natür­lich nicht fehlen. Die winzigen Blüten des Schlei­er­krauts tanzen wie Schnee­flo­cken um meine dicke weiße Rose und die “Gemeinen Schnee­beeren”, die ich in unserem Garten gepflückt habe.

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Das Weiß­brot habe ich am Vortag schnell geba­cken. Es geht ruck zuck, die Zutaten hat man sowieso im Haus, und es schmeckt himm­lisch mit Butter und Marme­lade! Für eben diese Tage kann man es auch schei­ben­weise einfrieren und dann im Toaster erwärmen. Das Rezept verrate ich unten.

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Es ist wie eine kleine Seelen­mas­sage. Ich finde, diese kost­baren Momente des völligen Rück­zugs berei­chern unser Leben enorm. Gerade zum Jahres­wechsel ist es schön, einmal Zeit zu finden, um in sich zu gehen.
Meine Teeschale wärmt mir die Hände. Sie ist von Hand an der Töpfer­scheibe gedreht, aus Biskuit­por­zellan, fein und wunder­schön.

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

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Jeder Augen­blick ist von unend­li­chem Wert”

                Johann Wolf­gang von Goethe

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Und deswegen genießen Sie doch auch mal wieder so einen Morgen, die Unschuld des frisch anbre­chenden Tages, ein selbst­ge­ba­ckenes Brot, einen grie­chi­schen Joghurt mit Früchten, einen Tee oder Kaffee, ein gutes Buch und viel­leicht einen kleinen Eisbären als Gesell­schaft…?

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Schnelles Weiß­brot: 

Zutaten:

  • 500 g gesiebtes Mehl
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 1 Päck­chen Back­pulver
  • 2 EL Öl (z.B. Butteröl oder Rapsöl)
  • 300 ml Milch

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

So gehts:

In einer Schüssel alle Zutaten mit den Knet­haken des Hand­rühr­ge­rätes zu einem glatten Teig verkneten. Bei Zimmer­tem­pe­ratur ca. 30 Minuten ruhen lassen. 
Den Back­ofen vorheizen (Ober-/Unter­hitze 175°C; Umluft 150 °C). 
Den Brot­teig noch einmal kurz durch­kneten, zu einem runden Laib formen und auf ein mit Back­pa­pier ausge­legtes Back­blech legen. Mit einem scharfen Messer die Ober­fläche mehr­mals einschneiden (z.B. rauten­förmig). Das Brot ca. 45 Minuten backen, heraus­nehmen und abkühlen lassen. Noch lauwarm in Frisch­hal­te­folie und Alufolie wickeln, damit es schön saftig bleibt. 

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

(es folgen unbe­zahlte Produkt­emp­feh­lungen)

Der kleine Eisbär aus Ton stammt aus dem Atelier der Hamburger Kera­mik­künst­lerin Stanis­lava Maryš­ková (www.stanislava-maryskova.de), die ich in diesem Jahr kennen und schätzen gelernt habe. Ein Porträt über die Eisbär-Schöp­ferin gibts hier.

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Die Teeschalen hat die Töpferin Chris­tiane Herrmann/bikuit art aus Berlin gefer­tigt (http://porzellanmanufaktur-berlin.de). In ihrer Porzel­lan­ma­nu­faktur stellt sie Becher und andere Gefäße aus feinstem Biskuit­por­zellan per Hand auf der Töpfer­scheibe her. Ich mag die Kombi­na­tion von glasiertem und ungla­siertem Ton. Das absolut Matte und den leichte Glanz der Glasur.

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Die leicht gecrashte Bett­wä­sche (50% Leinen/50% Baum­wolle) “Blaue Blume” mit scha­blo­nen­haftem Druck wurde in Portugal gefer­tigt und es gibt sie in zwei Größen beim Voss­berg-Versand.

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Ich wünsche nun allen ein schönes Weih­nachts­fest.
Neues vom “Blauen Distel­fink” gibt es dann Anfang Januar wieder. Auch ein Vogel braucht mal ein  besinn­li­ches Päuschen…

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

 

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Winter-DIY: Strick­kissen

Stri­cken ist ein sinn­li­ches Vergnügen – die flau­schige Wolle, das leise Klap­pern der Nadeln, das Knäuel, das munter über den Boden tanzt. Diesen Winter hat mich mal wieder das Strick­fieber  gepackt. Daher möchte ich Sie ermun­tern und inspi­rieren, sich auch mal einer Hand­ar­beit zu widmen. Manchmal stehe ich mir mit zu ausge­klü­gelten Projekt-Ideen im Wege und am Ende lasse ich es ganz. Schade. Kennen Sie das? Deswegen ist es manchmal besser, es lieber einfach zu halten. Nach dem Motto: Mach es – aber mach es jetzt! Also habe ich mir meine dicksten Strick­na­deln geschnappt und drei Knäule dicke, kusche­lige Wolle… Das Projekt: Strick­kissen.

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Im Winter über­nehmen kusche­lige Texti­lien im Inte­rieur gerne die Haupt­rolle. Sie dämpfen auf ange­nehme Art die Geräu­sche, sie machen Wärme sichtbar und sie sorgen für eine behag­liche Atmo­sphäre. Mit Texti­lien kann man schnell und einfach einen jahres­zeit­li­chen Wandel in der Wohnung vornehmen. Die Leinen­kissen mit wollig­wei­chen Strick­kissen tauschen, ein kusch­liges Plaid aufs Sofa. Wenig Aufwand – große Wirkung!

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Das inspi­riert mich…

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

(unbe­zahlte Produkt­emp­feh­lung) Wolle ist ein wunder­bares Natur­pro­dukt mit tollen Eigen­schaften. Ich habe mich für ein sehr dickes Garn entschieden. “Love Wool” aus 85% Schur­wolle und 15% Alpaka gibt es in 21 Farben. Das ermög­licht tolle Farb­kom­bi­na­tionen. Ergänzt habe ich die Wolle bei einem Kissen durch ein selbst­her­ge­stelltes Garn aus Jeans. Upcy­cling! Die Jeans meines Mannes musste dran glauben (er hat sie frei­willig aussor­tiert…). Aus dem Hosen­bein habe ich ein Rechteck geschnitten. Umlau­fend konnte ich dann einen ca. 1 cm dicken, ganz langen Streifen schneiden. Dabei entstehen kleine Ecken, die sich aber beim Stri­cken verspielen. Das “Jeans­garn” kann man nun zum Knäuel wickeln.

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Ich habe für ein 40 x 40 cm großes Kissen 25 Maschen ange­schlagen (wer nicht mehr weiß, wie es geht, kann es sich in zahl­rei­chen Youtube-Videos anschauen). Da jeder unter­schied­lich fest strickt, ist eine Maschen­probe sinn­voll.

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Da die dicke wunder­schöne Wolle bereits so viel Ausstrah­lung hat, konnte ich auf kompli­zierte  Muster verzichten. Ich habe glatt rechts gestrickt und hier und da Reihen mit linken Maschen einge­baut. Die Breite der Farb­streifen entspringt der Fantasie.

Perl­muster

Bei einem Kissen­bezug (rosa/grau) habe ich ein ganz einfa­ches Perl­muser gestrickt: Hierzu strickt man abwech­selnd in einer Reihe eine linke, eine rechte Masche und in der nächsten Reihe dann genau umge­kehrt. Die versetzt erschei­nenden, heraus­ste­henden linken Maschen zaubern so das hübsche Perl­muster.

Je nach Inlett, habe ich die Höhe des Strick­stü­ckes bestimmt. Es ist ratsam, das Strick­stück um das Inlett zu halten und zu prüfen, ob die Größe passt. Strick ist sehr dehnbar und die Maschen sollten locker liegen und nicht aufge­zogen werden.

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Die Unter­kanten (rechte Maschen) habe ich mit einem unsicht­baren Maschen­stich zusam­men­ge­näht. Dabei sticht man eine Stopf­nadel mit dem Strick­garn unter einer Masche des einen Strick­stücks hindurch. Anschlie­ßend sticht man die Nadel unter der gegen­über­lie­genden Masche des anderen Strick­stücks hindurch (hier noch ein hilf­rei­ches Video von Redak­tion Hug):

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Beim Schließen der Seiten­naht ist es schöner, die Rand­ma­schen in der Naht verschwinden zu lassen. Nun sticht man mit der Stopf­nadel unter den linken Teil der letzten Masche des rechten Strick­tücks und dann unter den gegen­über­lie­genden rechten Teil der letzten Masche des linken Strick­stücks (auch hier noch ein hilf­rei­ches Video)…
Wer es etwas folk­lo­ris­tisch mag, kann die seit­li­chen Fäden, die durch den Farb­wechsel entstehen, nach kurzem Vernähen aus der Naht heraus­schauen lassen. So entsteht eine lässige Fran­sen­kante.

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Übri­gens: Wie man ovale Bilder­rahmen mit Stick­bil­dern versieht, habe ich hier gezeigt.

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Ich wünsche einen besinn­li­chen 3. Advent… viel­leicht mit Strick­na­deln in der Hand…?

 

 

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs

Und was Süßes zum Dessert!

Das Beste kommt zum Schluss! Crème brûlée, Rote Grütze, Mousse au Chocolat – Ein Dessert ist nach einem guten Essen das i-Tüpfel­chen, die Abrun­dung, der kleine süße Schluss­ak­kord.
Und da gibt es diese beson­deren Rezepte, an denen wir immer wieder hängen bleiben – die beson­ders wert­vollen Schätze. Nicht nur der Geschmack zeichnet diese Rezep­turen aus. Eine unkom­pli­zierte Zube­rei­tung, eine kompakte Zuta­ten­liste und eine hübsche Optik sind genauso wichtig. So schaffen sie es immer auf die Favo­ri­ten­seiten unserer Rezept­bü­cher. Die Seiten, die schon von kleinen Sprit­zern und Fleck­chen gezeichnet sind und so davon erzählen, dass es sich hier um viel genutzte, heiß geliebte Lieb­lings­re­zepte handelt.

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs

Topfen­schaum mit Beeren­coulis

So simpel dieses Rezept ist, so köst­lich und beson­ders ist es auch. Ob für wenige oder viele Personen – der Aufwand ist über­schaubar, und das Dessert lässt sich wunderbar vorbe­reiten. Perfekt also für den Abschluss eines weih­nacht­li­chen Menüs!

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs

Die Grund­lage des Desserts ist Quark (bayrisch und öster­rei­chisch: Topfen). Eine Nacht im Kühl­schrank über­nimmt die Arbeit und zaubert daraus einen verfüh­re­ri­schen Schaum…

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs

Zutaten (für 4 Personen, am Vortag zube­reiten):
  • 250 g Mager­quarkDessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs
  • 450 ml Schlag­sahne
  • 100 g Zucker
  • Mark einer Vanil­le­schote
  • 1 unbe­han­delte Limette, Saft und Abrieb der Schale
  • 1 unbe­han­delte Orange, Saft und Abrieb der Schale
  • 250 g Beeren, z. B. Himbeeren und Brom­beeren (aufge­taute TK-Früchte oder frische Früchte)
  • even­tuell 2–3 EL Puder­zu­cker
  • frische Minz­blätter

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs

Zube­rei­tung:

Quark, Zucker, Vanil­lemark, Limet­ten­saft und Scha­len­ab­rieb sowie Oran­gen­saft und Scha­len­ab­rieb gut verrühren. Die Sahne steif schlagen und unter die Quark­creme heben. Abge­deckt über Nacht in den Kühl­schrank stellen.

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines WeihnachtsmenüsÜber Nacht setzt sich der Topfen­schaum auf der Flüs­sig­keit (Saft und Molke) ab und kann am nächsten Tag mit einem Löffel abge­schöpft werden. Beson­ders hübsch sieht der Topfen­schaum in kleinen Gläsern aus. Ich habe kleine Weck­gläser genommen. 

Für das Beeren­coulis  die Früchte (4 schöne Früchte für die Deko beiseite legen) in einen hohen Rühr­be­cher füllen und mit Puder­zu­cker pürieren. Bei TK-Früchten würde ich auf jeden Fall Puder­zu­cker hinzu­fügen. Sind die frischen Früchte schön süß und aroma­tisch, reicht auch etwas weniger Puder­zu­cker.

Das Beeren­coulis über den Topfen­schaum geben und mit einer Beere und einem Minz­blatt garnieren. Vor dem Servieren kann man die Gläser noch mit Puder­zu­cker üppig einschneien.

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs

 

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs

Dessert-Rezept: Topfenschaum mit Beerencoulis. Perfekter Abschluss für ein Weihnachtsmenü.

Die Aromen der Limette und der Orange verleihen dem Topfen­schaum eine herr­lich frische Note. Ein weih­nacht­li­ches Menü könnte nicht leckerer enden, aber der Topfen­schaum ist natür­lich auch sonst jeder­zeit ein Hoch­ge­nuss!

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs

Ich wünsche allen einen schönen 2.Advent!