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Septemberleuchten – Blumenkränze selbermachen

Septem­ber­leuchten: Blumen­kränze selbst binden

Septem­ber­morgen

Im Nebel ruhet noch die Welt.
Noch träumen Wald und Wiesen.
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
den blauen Himmel unver­stellt,
herbst­kräftig die gedämpfte Welt
in warmem Golde fließen.

Eduard Mörike (1804 – 1875)

Lassen Sie uns einmal schwärmen! Von diesem Monat mit seinen pracht­vollen Farben. Wie herr­lich alles leuchtet unter den Strahlen der Herbst­sonne. Der Duft von Früchten, Kräu­tern und feuchter Erde würzt die Luft. Auf den Gemü­se­beeten glühen Tomaten, Mangold und Kürbisse zwischen den Blät­tern. Der Blick schweift über üppig behängte Apfel- und Pflau­men­bäume. Über Blumen, leicht vom Wind gewiegt. Über ein Farben­meer aus Grün und Gelb, Dunkelrot und Violett…
Es ist das melan­cho­lisch wunder­schöne Licht der tiefer stehenden Sonne, das die Welt um uns herum mit einem goldenen Schein über­gießt.
Dieses inten­sive Spiel von Licht und Farben ist so inspi­rie­rend. Ich wollte es einfangen und habe Blumen­kränze gebunden. Blumen­kränze, so bunt wie das Leben. Und wie ein exoti­scher Vogel seinen Feder­schweif, tragen manche Kränze flat­ternde, feder­leichte Seiden­schleifen.

Septemberleuchten – Blumenkränze selbermachen

Trockenblumen – zum Kranz gebunden

Blumen für die Seele

Die Blüten für meine Blumen­kränze habe ich fast alle auf dem Wochen­markt gekauft. Gräser und Brom­beer­zweige wachsen am Weges­rand.
Stroh­blumen, Skabiose, Distel, Klee, Jungfer im Grünen und Arti­scho­cken­blüten lassen sich wunderbar trocknen und zum Kranz binden. Ich habe alles zum Trocknen im dunklen Keller aufge­hängt. Sogar einige Korn­blumen haben dabei ihre Farbe behalten. Die kuge­lige gelbe Craspedia, die Erika mit ihren kleinen Blüten­glöck­chen und das fedrige Miscan­thus (China­schilf) kann man direkt verar­beiten. All diese Blumen sind getrocknet ebenso schön wie frisch.

Septemberleuchten – Blumenkränze selbermachen

Trockenblumen für Septemberkränze

Septemberleuchten – Blumenkränze selbermachen

Septemberleuchten – Blumenkränze selbermachen

Rund­herum kleine Schön­heiten

Ich habe dünne, goldene Metall­reifen in verschie­denen Größen und Gold­draht (gibt es z.B. im Garten­center oder beim Floristen) für meine Kränze gewählt. Beschich­tete Metall­reifen ermög­li­chen das Binden von asym­me­tri­schen Kränzen, bei denen ein Teil des Reifs noch sichtbar ist. Die Stiele der Blumen und Gräser werden auf ca. 2 – 3 cm gekürzt, dann Stück für Stück an den Ring gelegt und mit Draht fest­ge­wi­ckelt, sodass die Blüten den Draht stets über­de­cken.
Es macht Spaß, die Blumen und Gräser rund um den Reif in eine hübsche Anord­nung zu bringen und so fanta­sie­volle Blumen­kränze zu kreieren.

Blumenkränze binden – eine Inspiration

Anleitung zum Binden leuchtender Herbstkränze

Anleitung zum Binden leuchtender Herbstkränze

Anleitung zum Binden leuchtender Herbstkränze

Auch Zier­äpfel und unreife Brom­beeren fügen sich hübsch in einen Kranz aus Trocken­blumen.

Trockenblumen für Septemberkränze

Septemberleuchten – Blumenkränze selbermachen

Blumenkränze mit Seidenschleifen – ein DIY

Flat­ter­hafte Akzente

Septemberleuchten – Blumenkränze selbermachenDie langen zarten Seiden­schleifen setzen ganz beson­dere Akzente bei Kränzen, die im Innen­raum hängen. Hübsch ist z.B. ein Haken an der Wand, an dem stets ein jahres­zeit­li­cher Kranz hängt.
Die Seide habe ich selber mit Textil­farbe (gibt es in der Drogerie, im Krea­tiv­markt)  im Topf gefärbt und bin begeis­tert von dem bril­lanten Ergebnis. Meine Wahl: Mais-Gelb und Efeu-Grün (Textil­farbe expert von Simplicol). Beide Farben habe ich mit etwas weniger Wasser als ange­geben  ange­rührt.
Seide bekommen Sie im Stoff­ge­schäft vom Meter oder im Krea­tiv­markt z.B. als Schal für Seiden­ma­lerei (z.B. hier). Ich habe mich für Schals (45 x 140 cm) entschieden.

Die Roll­säume der langen Seiten des Schals habe ich nach dem Trocknen und Bügeln mit einer Zick­zack­schere, die kurzen Seiten mit einer Stoff­schere gerade abge­schnitten – so fällt die Seide schöner.
Die lange Schleife kann an verschie­denen Stellen des Kranzes gebunden werden – einfach mal auspro­bieren, was am schönsten aussieht. Viel­leicht haben Sie auch noch einen hübschen Deko­vogel, den Sie an den Blumen­kranz klemmen könnten?

Blumenkränze mit Seidenschleifen – ein DIY

Septemberleuchten – Blumenkränze selbermachen

Septemberleuchten – Blumenkränze selbermachen

Gräser vom Weges­rand, Brom­beeren und Zier­äpfel muten herbst­lich an.

Blumen­kränze – endlos schön

Es ist so inspi­rie­rend, mit den Schätzen der Natur zu arbeiten, sie zu etwas Neuem zusam­men­zu­fügen. Ich kann die Zeit dabei vergessen und die Gedanken streifen einfach so dahin… Ich habe jetzt mit Blumen gear­beitet, die man recht einfach und schnell trocknen oder sogar direkt verar­beiten kann.
Aber ich habe Lust bekommen, mich auch mal an Blumen zu wagen, die viel­leicht einen ganz anderen eigenen Charme entwi­ckeln, wenn sie getrocknet sind. Jede Phase der Blüte hat etwas Beson­deres. Jedes Stadium in der Entwick­lung hat seinen Sinn – eine kleine Lebens­weis­heit, die beim Beob­achten von Blumen sichtbar wird.  Manche Blüten sind gerade in ihrer viel­leicht morbiden Schön­heit faszi­nie­rend.  Dazu erscheint jetzt im September ein sehr schönes Buch (siehe unten).

Und ich merke: alles Krea­tive ist immer auch der Einstieg in etwas Neues, neue Felder eröffnen sich, der Blick weitet sich und Inter­esse wird geweckt… Ich hoffe, ich kann Sie mit meiner Lust am krea­tiven Schaffen ein wenig anste­cken!

Blumenkranz aus Erika, Klee und Papmpasgras

Blumenkranz aus Erika, Klee und Papmpasgras

Ein Kranz aus Erika, Klee, Distel und Miscan­thus (China­schilf).

Septemberleuchten – Blumenkränze selbermachen

Meine Buch-Tipps:

Frisch erscheint jetzt im September das Buch “Trocken­blumen” von Blumen­künst­lerin Bex Partridge.Blumenkränze – ein Buchtipp Viele Tipps zur Ernte und zum Trocknen der Pflanzen regen uns an, wunder­schöne Arran­ge­ments zu erstellen, die uns lange erfreuen können – viel­leicht eine kleine Ewig­keit.
Ihre Liebe zur Natur und zu Blumen hat die Autorin zu krea­tiven Ideen und Anlei­tungen inspi­riert, mit denen wir uns die Natur als Blüten-Mobilé, Gesteck oder Kranz ins Haus holen können. Manchmal ein biss­chen wild, manchmal ganz zart – immer wunder­voll.
Es ist ein Buch für alle, die Blumen lieben, die die Schön­heit getrock­neter Blüten entde­cken  und damit ihre Geschichte weiter erzählen möchten.

Trocken­blumen” von Bex Partridge, Haupt Verlag, 160 Seiten, gebunden, ca. 26 Euro.

Auch ein Besuch auf der Home­page der Blumen­künst­lerin lohnt sich: www.botanicaltales.com

 

Stoffe färben mit Natur­ma­te­ria­lien? Tolle Eindrücke, Tipps und Anlei­tungen bekommen wir von der Englän­derin Babs Behan. Stoffe färben mit Naturfarben - ein BuchtippIn ihrem Buch “Natur­farben” zeigt sie uns, wie wir mit Blät­tern, Blüten, Wurzeln, Früchten und Samen, aus Holz und Rinde, Pilzen und Flechten  Stoffe ganz natür­lich färben und bedru­cken können.
Babs Behan ist Grün­derin der kunst­hand­werk­li­chen Manu­faktur Bota­nical Inks in Bristol, in der sie Stoffe, Garne und Papier auf natür­liche Weise färbt. Es ist span­nend zu sehen, wie man ohne aufwän­dige Hilfs­mittel auch selber zu Hause mit Natur­ma­te­ria­lien Texti­lien färben kann. Eine wunder­bare  Möglich­keit der krea­tiven Gestal­tung und eine schöne Art, Schleifen – z.B.. für Blumen­kränze – zu gestalten, finde ich.

Natur­farben” von Babs Behan, AT Verlag, 192 Seiten, broschiertes Buch, ca. 25 Euro.

Home­page der Autorin: www.botanicalinks.com

Trockenblumen – zum Kranz gebunden

Septem­ber­re­zepte:

Feiern wir doch den September mit

 

 

 

 

 

Streifen- frisch aufgetragen

Streifen – frisch aufge­tragen

Wer kennt das nicht: ein Haus oder eine Wohnung  ist nie fertig. Immer wieder hat man Ideen für Verän­de­rungen. Immer wieder fallen einem kleine Acces­soires ein, mit denen man seine Umge­bung noch schöner oder einfach mal anders gestalten könnte. Wand­farben ändern sich, Möbel werden ausge­tauscht, ein neues Bild kommt hinzu. Viel­leicht wagt man sich an eine beson­dere Tapete… Expe­ri­men­tier­freude und auch Fehler gehören dazu. Unser Inte­rieur wandelt sich mit uns, und genau das ist doch eigent­lich gerade so span­nend.

Die besten Inspi­ra­tionen finde ich, wenn ich einfach so herum­streife, beob­achte, den Blick flanieren lasse, Bücher wälze. So wird Begeis­te­rung geweckt, Ideen entstehen und nehmen Gestalt an.
Zuletzt bin ich immer wieder an einem der wohl belieb­testen Muster hängen geblieben: Streifen! 

Altes Leinen mit Streifen bemalt. Ein DIY.

Kleine Streif­züge

Überall tauchen sie auf. In der Natur, in der Mode, als Schatten an der Wand. Meine Blicke sammeln Streifen. Ein frisch gepflügter Acker, der Schatten eines Garten­tores, das Gefieder eines Vogels, die Blätter einer Pflanze, der wunder­schöne Rock meiner Schwä­gerin, der in schwarzen und weißen Streifen um ihre Beine schwingt.
Streifen sind so beson­ders – wir können uns ihrer Wirkung nicht entziehen. Das Auge wandert die Linien entlang – sie ziehen das Inter­esse auf sich.

Kissen aus antikem Leinen.

Streifen im Inte­rieur 

Streifen können einem Raum Charakter verleihen. Schon ein Kissen, ein Tisch­läufer, ein Teppich oder gar ein gestreifter Krug mit Blumen können einen span­nenden Akzent setzen.  Streifen – mit einer gewissen Unbe­küm­mert­heit einge­setzt – sind sehr anpas­sungs­fähig. Sie können klas­sisch, formell, sympa­thisch verspielt oder nost­al­gisch anmuten. Lässig gezogen wirken Streifen rustikal und eigen­sinnig. Auch das mag ich sehr.

Interior: Streifenwand selber machen

Interior: Streifenwand selber machen

Lini­en­füh­rung

Ich möchte Ihnen zwei Möglich­keiten zeigen, wie Sie mit Streifen ganz einfach gestalten können.
Zum einen habe ich exakte Streifen an die Wände eines kleinen Gäste-WCs gemalt und so aus diesem winzigen Raum einen zwar immer noch winzigen, aber beson­deren Raum geschaffen. Gerade für  einen solchen kleinen Raum eignen sich aufge­malte Streifen sehr gut, da der Aufwand  über­schaubar, aber die Wirkung umso eindrucks­voller ist.

Streifen - frisch aufgetragen

Zum anderen habe ich alte fran­zö­si­sche Getrei­de­säcke aus grobem hand­ge­webtem Natur­leinen mit schwarzer Textil­farbe in gestreifte Tisch­läufer und Kissen verwan­delt. Die grafi­sche Wirkung des Musters harmo­niert ganz wunderbar mit der Patina des geal­terten Leinens.

Streifen - frisch aufgetragen. Ein DIY.

Streifen – hand­ge­malt

Das Strei­fen­muster haucht dem alten Leinen neues Leben ein, respek­tiert aber gleich­zeitig seine Geschichte. Flicken, Verfär­bungen und gestopfte Stellen im Stoff, die ich sehr char­mant finde, bleiben sichtbar.

Antikes französisches Leinen

Bevor man das Leinen bemalt, muss es unbe­dingt gewa­schen werden.
DIY: Antikes französisches Leinen bekommt ein Streifenkleid Ich habe mit dicken alten Pinseln und mit einem feinen Pinsel gear­beitet. Die Streifen auf dem Tisch­läufer sind frei Hand gemalt. Hierbei ist wichtig, dass man sich vorher eine grobe Anord­nung der Streifen auf dem Stoff­stück über­legt.
Ich habe die Farbe nicht immer deckend aufge­tragen, was ein schön rusti­kales Design ergibt.
Klebt man die Kanten der Streifen auf dem Stoff mit Maler­krepp ab, werden die Kanten der Streifen klarer. So habe ich es mit einer Kissen­hülle gemacht, die ich ganz einfach aus einem kleinen Leinen­sack genäht habe. Ist die Kissen­hülle bereits genäht, sollte man eine Pappe oder Ähnli­ches zwischen die beiden Stoff­schichten legen, da die Textil­farbe sonst durch­drückt.

Streifen - frisch aufgetragen

Wenn die Farbe getrocknet ist, muss sie, je nach Packungs­an­wei­sung, fixiert werden. Die meisten Farben lassen sich durch Bügeln fixieren. Danach ist der Stoff (je nach Textil­farbe) bei 40° oder sogar bei 60° waschbar.

Streifen - frisch aufgetragen. Ein DIY.

Ich habe auch Textil­farbe zum Sprühen auspro­biert. Mir liegen Pinsel aber mehr.

Licht­zauber

Ich finde den Kontrast der schwarzen Streifen auf dem Natur­leinen sehr schön. Schwarz und Weiß – Gegen­sätze , die im Mitein­ander schöner nicht sein könnten! Beson­ders mag ich das Licht­spiel, wenn die Sonnen­strahlen durchs Fenster auf den Tisch fallen und die Streifen mit tanzenden Licht- und Schat­ten­punkten auflösen.

Mate­rial:

Altes Leinen oder ähnliche Getrei­de­säcke, wie ich sie gefunden habe, bekommt man sehr gut auf Antik­märkten oder über eBay und etsy.
Textil­farbe gibt es im Bastel­ge­schäft oder in unter­schied­lich großen Mengen z.B. hier.

DIY: Streifen - frisch aufgetragen

Streifen - frisch aufgetragen

Streifen - frisch aufgetragen

Strei­fen­wand als Blick­fang

Es muss nicht immer gleich eine Tapete sein. Ist die Wand­fläche nicht allzu groß, kann man ein Strei­fen­muster sehr schön mit Farbe auf die Wand bringen. Es ist leichter, als Sie viel­leicht denken.
In meinem Fall ist der Grundton der Wand und der Holz­ele­mente Weiß. Im unteren Drittel der Wand bis zu einer Zier­leiste sollen Block­streifen in einer Kontrast­farbe aufge­malt werden.
Ich habe mich für ein Blau mit einem hohen Schwarz­an­teil entschieden (“Oval Room Blue” von Farrow & Ball). Ich mag die tradi­tio­nelle Patina dieser Farbe. Sie passt ganz wunderbar zu unserem alten Haus und zu den honig­braunen Holz­dielen.

Lebendig und nie lang­weilig 

Nachdem die Wand im Grundton gestri­chen und getrocknet ist, kann man beginnen, die Wand­fläche zu vermessen und mithilfe einer Wasser­waage in gleich­mä­ßige Block­streifen einzu­teilen. Einige Markie­rungs­punkte zur Orien­tie­rung helfen,  die Streifen  mit spezi­ellem “Maler-Gold­band” für exakte Linien abzu­ge­kleben. Anders als bei Maler­krepp unter­läuft die Farbe das Maler-Gold­band nicht. Bei sehr unebenen Wänden würde ich aller­dings empfehlen, die Kanten des Maler-Gold­bandes mit der Grund­farbe einmal über­zu­malen. So werden mögliche Lücken zwischen Wand und Klebe­band durch die Farbe geschlossen und die Farb­streifen werden schön gleich­mäßig.
Man kann die Streifen je nach Breite mit der Rolle oder einem Pinsel strei­chen. Sofort nach dem zweiten Farb­auf­trag, wenn die Farbe noch feucht ist, wird das Maler-Gold­band wieder abge­löst. Sollten doch kleine Unre­gel­mä­ßig­keiten entstanden sein, können diese mit einem feinen Pinsel retu­schiert werden.
Abschlie­ßend habe ich die Zier­leiste und die Fußleiste noch in der Grund­farbe gestri­chen.

Interior: Streifenwand selber machen

So schön und einfach

Das Expe­ri­ment hat mir viel Freude bereitet und ich finde das Ergebnis zauber­haft.
Ober­halb der Zier­leiste hängt nun eine kleine Spiegel-Samm­lung. Ein netter Effekt entsteht durch die vielen Spie­ge­lungen..

Streifen in "Oval Room Blue" für ein Gäste-WC

Streifen in "Oval Room Blue" für ein Gäste-WC

Noch mehr Streifen:

Wunder­schöne Strei­fen­ta­peten, die in tradi­tio­nellen Druck­ver­fahren herge­stellt werden, sind natür­lich auch eine fantas­ti­sche Möglich­keit, Räumen, einzelnen Wänden, Nischen oder viel­leicht auch dem Inneren eines Vitri­nen­schrankes Flair zu verleihen. Hier dürfen wir natür­lich auch mal quer­denken…

Streifentapete von Farrow & Ball

© Farrow & Ball “Block Print Stripe”.

Cromatic Stripes von Farrow & Ball

© Farrow & Ball “Chro­matic Stripe”. Die Streifen werden in einem tradi­tio­nellen Druck­ver­fahren mit Farrow & Ball-Farben aufge­bracht. Das sorgt für eine wunder­bare Haptik.

Streifentapeten von Little Greene

Strei­fen­ta­peten kann man längs und quer an die Wand bringen – ein span­nender Effekt. © Little Greene “Caven­dish Stripe – Brush Blue”.

 

Streifen: Wunderschöne Keramik von Tina Kami.Übri­gens: 

Zu den gestreiften Leinen­de­cken passt ganz wunderbar die hand­ge­ar­bei­tete Keramik von Tina Kami. Hier habe ich über sie berichtet…

Was man noch mit altem hand­ge­webtem Leinen fertigen kann? Hier kommen Sie zur “Leinen­schürze – in Blau gebadet”

 

 

Inspi­ra­tions-Tipp:

Desi­gner Jasper Conran hat das Thema “Streifen” in seiner Früh­jahr-Sommer-Kollek­tion 2020 so wunderbar inter­pre­tiert. Die Kleider aus dieser Kollek­tion sind außer­ge­wöhn­lich. Wer einmal schauen mag, bitte hier entlang… 

 

Hinweis: Alle Fotos (mit Ausnahme der gekenn­zeich­neten Bilder von Farrow & Ball und Little Greene) sind wie immer von mir aufge­nommen.

 

 

 

 

 

 

 

Buchbinden – Seiten für Gedankenfischer

Buch­binden: Seiten für Gedan­ken­fi­scher

Wo können die Gedanken besser schweifen als am Meer? Zu meinem neuen Blog­bei­trag haben mich die Sommer­tage inspi­riert, die ich gerade mit meiner Familie an der Nordsee auf der Insel Föhr verbracht habe. Schon lange wollte ich mich mal dem Thema “Buch­binden” widmen. Beson­ders im Urlaub schätze ich kleine Notiz­bü­cher, die Platz für Gedanken, Erlebtes und Entdecktes bieten.

Die Nordsee

Nirgendwo vari­iert die Stim­mung so schnell wie dort. Gegen­sätze treffen unmit­telbar aufein­ander. Lieb­lich schwel­ge­ri­sche Szene­rien wech­seln sich mit gnaden­losem Grau ab, das alles skiz­zen­haft erscheinen lässt. Unbarm­herzig pfeift der Wind sein wildes Forte, manchmal sein noch wilderes Fortis­simo. Die thea­tra­lisch wilden Gesten der Natur berühren mich immer wieder. Das Murmeln und Gurgeln des Meeres, als sängen all seine Bewohner einen drama­ti­schen Choral.  Und von oben beob­achten die zeternden Möwen das furiose Schau­spiel.

Und dann kommt die Sonne und der Wind lässt nach. Ein Wunder­mo­ment. Piano… Mut zur Stille, zur Fläche, zur Leere ist gefragt. Die Natur ist von ange­nehmer Schlicht­heit. Hier ist nichts über­tüncht. Das Relief des Watten­meeres glit­zert und funkelt in der Sonne. Die Luft ist glas­klar. Was eben noch sche­men­haft im Unge­fähren blieb, zeigt sich nun gesto­chen scharf. Die Zeit scheint still zu stehen und die Fried­lich­keit ist greifbar.

Wenn ich abends aus der Idylle des Dorfes mit all seinen reet­be­dachten Häusern und üppigen Rosen­sträu­chern ans Meer spaziere und dann durch die Dünen trete, bin ich faszi­niert. Denn plötz­lich wird es einsam und weit – das ist für mich ein unglaub­lich inspi­rie­render Moment. Das rötliche Licht der Abend­sonne färbt die Watt­land­schaft rosa. Wind umspielt meine Gedanken und hinter­lässt eine Melodie in meinem Herzen, die weiter­klingt.

DIY Buchbinden. Notizhefte aus handgeschöpftem Papier

Buch­binden ganz einfach

Solche Eindrücke lassen sich nicht mate­ria­li­sieren, es ist einfach das, was du fühlst. Solche Eindrücke sind das Schwungrad für die Fantasie.
Mich haben sie inspi­riert, Notiz­bü­cher zu gestalten. Um genau solche Gedanken zu notieren und Eindrücke fest­halten zu können. Und Fische sollen die stummen Hüter meiner Worte werden…
Zum Buch­binden habe ich mir das Buch­binde-Kit der tradi­ti­ons­rei­chen Buch­bin­derei Merge­meier aus Düssel­dorf bestellt, ein Set, in dem alle Mate­ria­lien enthalten sind, die man braucht und natür­lich eine einfache Anlei­tung. Das Set zum Buch­binden wird ab 9 Jahren empfohlen. Wie toll, dass ich auch gleich  meinen Kindern zeigen kann, wie sie sich ein hübsches Notiz­buch selbst machen können.

Buchbinde-Kit zum Bestellen

Buchbinde-Kit zum Bestellen

Buch­binde-Kit

Das Set für das Notiz­buch (Format 14 x 14 cm) beinhaltet Schmuck­pa­pier und Pappe für den Einband, Bütten­pa­pier, eine Buch­bin­de­nadel und Faden, Gewe­be­streifen, Pinsel und ein Döschen Leim sowie ein Namens­schild für das Cover. Ich habe das im Sieb­druck­ver­fahren herge­stellte Schmuck­pa­pier noch mit selbst­ge­stal­teten Fisch-Stem­peln (Anlei­tung weiter unten) und Linolfarbe  bedruckt. Und so habe ich nun mein erstes echtes Buch gebunden! Es macht wirk­lich Spaß, und das Set zum Buch­binden ist übri­gens auch ein tolles Geschenk.

Notizbuch-DIY mit Buchbinde-Kit zum Bestellen

Buchbinde-Kit zum Bestellen

Zu bestellen ist das Buch­binde-Kit (ca. 24 Euro) über:

Buch­bin­derei Merge­meier GmbH
Luisen­straße 7
40215 Düssel­dorf

www.mergemeier.net
Telefon +49 (0) 2 11.37 43 96

Buchbinden: Heftbindung für Notizhefte aus handgeschöpftem Papier. Ein DIY

Notiz­hefte aus hand­ge­schöpftem Papier

Aus hand­ge­schöpftem Papier und Leinen­faden habe ich zusätz­lich noch weitere Notiz­bü­cher in einfa­cher Heft­bin­dung gefer­tigt und die Heft­de­ckel mit Fisch-Stem­peln bedruckt. Von der beson­deren Haptik hand­ge­schöpften Papiers habe ich ja hier bereits geschwärmt.
Die Formen verschie­dener Fische können einfach sein. Nur keine Angst vor kompli­zierten Formen – das gilt nicht! Die beson­dere Wirkung der Hefte entsteht durch das Zusam­men­spiel von Mate­rial und Druck­technik. Ich habe mich am Linol­druck orien­tiert. Es ist einfach und macht großen Spaß! Und die entstan­denen Stempel kann man immer wieder benutzen. Für Gruß­karten, zum Bedru­cken von Geschenk­pa­pier oder sogar zum Bedru­cken von Stoff mit Stoff­mal­farbe.

DIY-Buchbinden: Seiten für Gedankenfischer

DIY-Buchbinden: Seiten für Gedankenfischer

Mate­rial für ein Notiz­heft (ca. 15 x 22 cm):
  • 10 Bögen hand­ge­schöpftes Zeichen­pa­pier, 110 g/m², A4
  • 1 Blatt Aqua­rell­pa­pier in passender Größe (ich habe Blätter in 25 x 35 cm bekommen, die ich dann auf die passende Heft­co­ver­größe an einem Metall­li­neal entlang zuge­rissen habe, damit die Kante den Bütten­charme behält). Es sollte rund­herum ein, zwei Milli­meter über­stehen.
  • 1 spitze, kräf­tige Buch­binde- oder Nähnadel
  • Zwirn, am schönsten ist Leinenz­wirn
Zum Bedru­cken:
  • Linol­druck­farbe
  • Vinyl-Print­block (gibt es in verschie­denen Größen, z.B. 9 x 7 cm oder 15,2 x 9 cm, sie lassen sich gut teilen)
  • Linol­schnitt-Wegzeug
  • Farb­walze
  • feinen Pinsel
  • even­tuell Gold­farbe (z.B. Acryl) für kleine Akzente
  • Aqua­rell­farbe (ich habe Indigo benutzt)
  • dicker Aqua­rell­pinsel zum Einfärben des Heft­de­ckels

An den Mate­ria­lien und Größen können Sie sich orien­tieren, natür­lich lässt sich so ein Notiz­heft auch sehr schön aus anderem Papier und in jeder belie­bigen Größe herstellen. Gedruckt werden kann auch mit Kartof­feln oder fertigen Stem­peln. Hier ist wieder Fantasie und Expe­ri­men­tier­freude gefragt! Alle Mate­ria­lien bekommt man im Geschäft für Künst­ler­be­darf.

DIY-Buchbinden: Seiten für Gedankenfischer

Linoldruck

Notizhefte aus handgeschöpftem Papier mit Fischen bedruckt.

Anlei­tung:

Stempel: Mit Blei­stift das Motiv auf dem Vinyl-Print­block vorzeichnen. Nun mit dem Linol­werk­zeug alle Flächen ausheben, die nicht farbig werden sollen. Es gibt grobe und feine Schnitt­auf­sätze, mit denen sich feine Linien und kleine Flächen ausschneiden lassen sowie grobe Aufsätze.

Heft­de­ckel: Den Aqua­rell­bogen mit dem Pinsel und der Aqua­rell­farbe einfärben. Da sich das Bütten­pa­pier leicht ange­feuchtet besser bedru­cken lässt, kann man sofort mit dem Bedru­cken beginnen.
Etwas Linol­druck­farbe z.B. auf einen alten Teller geben und mit der Farb­walze verteilen. Nun die Farbe auf den Stempel auftragen und die Motive auf das Bütten­pa­pier drucken. Mit etwas Druck dafür sorgen, dass alle Stellen auf dem Papier abge­druckt werden.
Ich habe einigen Fischen mit etwas Gold­farbe noch Augen verpasst.
Die Linol­druck­farbe muss gut trocknen – am besten über Nacht.

Stempeln mit Linoldruckfarbe. Ein Buchbinde-DIY

Stempeln mit Linoldruckfarbe. Ein Buchbinde-DIY

Heft: Die Bütten­pa­pier­bögen quer mittig falzen und inein­ander legen. Den Heft­de­ckel eben­falls mittig falzen und um die Bütten­pa­pier­bögen herum­legen. Das Heft aufklappen und den Heft­de­ckel so ausrichten, dass rund­herum ein gleich­mä­ßiger Abstand entsteht.
Im Falz mittig sowie jeweils 1 cm von der Außen­kante entfernt einen Durch­stech­punkt markieren.

Heftbindung
Den Zwirn in die Nadel einfä­deln und innen begin­nend durch den mittigen Punkt nach außen durch­ste­chen (hier kann ein Fingerhut helfen!). Die Nadel von einem der äußeren Punkte wieder nach innen stechen. Durch den zweiten äußeren Punkt die Nadel wieder nach außen und abschlie­ßend durch das mitt­lere Loch wieder ins Innere führen. Hier nun die beiden Fäden gut mitein­ander verknoten und abschneiden.

Buchbinden: Heftbindung für Notizhefte aus handgeschöpftem Papier. Ein DIY

Buchbinden: Ein Notizheft aus handgeschöpftem Papier.

Buchbinden – Seiten für Gedankenfischer

Dann hält man es in den Händen, das selbst­ge­stal­tete Büch­lein oder Heft mit den wunder­schönen leeren Seiten und der einzig­ar­tigen Haptik. Und wieder ist sie da, die Fläche, die Stille. Wie ein Gefäß, das gefüllt werden möchte. Aber die Worte werden kommen… viel­leicht so wie einst bei Hein­rich Heine:

Die Nordsee

Gar beson­ders wunderbar wird mir zumute, wenn ich allein in der Dämme­rung am Strande wandle – hinter mir flache Dünen, vor mir das wogende Meer, über mir der Himmel wie eine riesige Kris­tall­kuppel – ich erscheine mir dann selbst sehr amei­sen­k­lein, und dennoch dehnt sich meine Seele so welten­weit.
Die hohe Einfach­heit der Natur, wie sie mich hier umgibt, zähmt und erhebt mich zu glei­cher Zeit, und zwar in stär­kerem Grade als jemals eine andere erha­bene Umge­bung.

(Aus: Die Nordsee, Reise­bilder)

Buchbinden – Seiten für Gedankenfischer

Tipp:

Das Buch­binde-Hand­werk ist, wie ich finde, eines der inter­es­san­testen Hand­werke mit großer Tradi­tion. Bücher richtig zu binden oder gar zu restau­rieren ist eine beson­dere Kunst. Ich habe einen sehr schönen Film gefunden, der wunderbar zeigt, wie ein Buch­binder arbeitet. Wer Lust hat, bitte hier entlang…

 

 

 

 

 

 

Windbeutel mit Thymian-Lavendel-Früchten

Wind­beutel mit Thymian-Lavendel-Früchten

Aus dem Ofen strömt ein betö­render Duft. Manchmal wird meine Küche zum Atelier, zu einem Ort der Inspi­ra­tion. Kennen Sie das? Man kann sich herr­lich in Gedanken verlieren, expe­ri­men­tieren und Neues entsteht. Das Mischen von Farben, Formen und Aromen versetzt mich nahezu in Verzü­ckung. Manchmal wird mir bewusst, wieviel Erfah­rung und Wissen hinter vielen Rezepten stehen – das ist doch beein­dru­ckend. Und ist es nicht fantas­tisch, aus welcher Fülle an Obst, Gemüse und Kräu­tern wir schöpfen können?

Diesmal kompo­niere ich Früchte – Erdbeeren, Brom­beeren und Apri­kosen – mit frischen Kräu­tern vom Wochen­markt. Lavendel, blühenden Thymian, Zitro­nen­thy­mian und Oran­gen­schale. Dazu flüs­sigen Honig und bunten Pfeffer. Alles zusammen wird im Ofen zu einem Festival der Aromen.
Neben mir ein altes Rezept­buch mit Esels­ohren und Flecken. Ein Kompli­ment für so ein Rezept­buch, oder? Die Seite  mit dem Rezept für Brand­teig ist aufge­schlagen. Es soll Wind­beutel geben. Ich finde, die kleinen luftigen Hügel passen mit ihrer leichten Atti­tüde so gut in diese Jahres­zeit!

Der Hügel

Wie wundersam ist doch ein Hügel,
der sich ans Herz der Sonne legt, 
indes des Winds gehaltner Flügel
des Gipfels Gräser leicht bewegt.

Mit buntem Falter­tanz durch­webt sich,
von wilden Bienen singt die Luft,
und aus der warmen Erde hebt sich
ein süßer hinge­gebner Duft.

Chris­tian Morgen­stern

Windbeutel mit Erdbeeren, Aprikosen, Brombeeren

Windbeutel mit Erdbeeren, Aprikosen, BrombeerenWie das duftet!

Durch die offene Küchentür dringt das Konzert der Sing­vögel, es riecht nach frisch gemähtem Gras und Rosen. Auf dem Tisch eine große Schale Erdbeeren. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer – aber wenn die Erdbeeren reif sind, dann ist es wohl soweit. Ich liebe Erdbeeren, und mit dem unwi­der­steh­li­chen Aroma der Apri­kosen und der Brom­beeren harmo­nieren sie perfekt. Ein biss­chen süß, ein biss­chen sauer  und ganz viel Geschmack – ein kleiner Sonnen­auf­gang auf der Zunge.
Wenn ich Glück habe, bleiben auch noch ein paar Beeren für meine Wind­beutel über… Immer wieder schlei­chen kleine Geister in die Küche und stibitzen die süßen Früchte. Ich kann das so gut verstehen. Ich habe als Kind oft Erdbeeren von einem Hof in der Nähe holen müssen. Bestimmt ein Drittel der Früchte in meinem Fahr­rad­korb schaffte es nicht bis nach Hause. Und ich hatte wahr­schein­lich einen verrä­te­ri­schen Erdbeer­mund…

Windbeutel mit Thymian-Lavendel-Früchten und Ricotta-Sahne

So schmeckt der Sommer

Die luftigen Wind­beutel fülle ich mit den duftenden Früchten aus dem Ofen und einer Vanille-Ricotta-Sahne. Neugierig lugt mein Mann in die Küche. Er ist ein Fan von Wind­beu­teln. Meine neue Krea­tion kennt er noch nicht – ob er sie mögen wird?
Im Ofen (die Tür darf auf keinen Fall geöffnet werden!) pusten sich die Wind­beutel in die Höhe. Jeder ist einzig­artig, und erst nach dem Füllen und Deko­rieren schwingt sich das Spritz­ge­bäck zu wahrer Schön­heit auf.

Windbeutel: Orangenabrieb gibt den Früchten das gewisse Etwas

Oran­gen­ab­rieb gibt beson­ders den Brom­beeren ein tolles Aroma.

Windbeutel mit mediterranen Früchten

Blühender Thymian

Ich mache die Wind­beutel gerne etwas größer, damit ich sie ordent­lich füllen kann. Dann ist es aller­dings ratsam, sie mit Messer und Gabel zu servieren. Die Zutaten für den Brand­teig hat man eigent­lich im Hause. Mehl, Stärke, Butter, Eier,  Zucker, Salz und Wasser – mehr braucht man nicht. Oft  ist es die Einfach­heit, die diese klas­si­schen Rezepte so fantas­tisch macht. Und manchmal bleiben eben diese Rezepte nach­hal­tiger in Erin­ne­rung als das raffi­nier­teste Menü in einem Restau­rant.

Frischer Pfeffer zu Erdbeeren, Aprikosen und Brombeeren

Etwas frisch­ge­mah­lener bunter Pfeffer – das Tüpfel­chen auf dem i.

Windbeutel mit Erdbeeren, Aprikosen und Brombeeren

Windbeutel mit Thymian-Lavendel-Früchten und Ricotta-Sahne

Aber nun zum Rezept für die Wind­beutel:

Zutaten für ca. 8 große Wind­beutel

Ofen-Früchte:

  • Erdbeeren
  • Apri­kosen 
  • Brom­beeren
  • flüs­siger Honig
  • getrock­neter und/oder frischer Lavendel
  • Thymian
  • Zitro­nen­thy­mian
  • Abrieb einer Bio-Orange
  • bunter Pfeffer

Wind­beutel:

  • 250 ml Wasser
  • 50 g Butter
  • Prise Salz
  • 1 EL Zucker
  • 150 g Mehl
  • 30 g Stärke (ca. 3 schwach gehäufte EL)
  • 4–6 Eier
  • 1 gestri­chener Teelöffel Back­pulver

Füllung:

  • 200 g Schlag­sahne
  • 1 Pk. Sahnesteif
  • 200 g Ricotta
  • ca. 50 g Zucker
  • Vanil­lemark oder Vanil­le­zu­cker
Zube­rei­tung:

Ofen (Ober‑,Unterhitze) auf 200° C vorheizen. 
Die Früchte waschen, Apri­kosen entsteinen, Erdbeeren und Apri­kosen etwas klein­schneiden. Alles auf einem Back­blech oder in einer Auflauf­form verteilen. Die Früchte mit flüs­sigem Honig beträu­feln und den Oran­gen­ab­rieb darüber­geben. Thymian und Laven­del­blüten abzupfen und dazu­geben. Zwei Laven­del­zweige auf die Früchte legen.  Zum Abschluss die Früchte mit etwas gemah­lenen bunten Pfeffer würzen.
Das Blech für 15 Minuten in den Ofen schieben.

Windbeutel Wind­beutel: 
Das Wasser mit der Butter, dem Salz und dem Zucker in einen Topf geben und aufko­chen lassen. Das Mehl und die Stärke mischen und unter Rühren hinzu­geben. Kräftig rühren, bis ein glatter Kloß entsteht und diesen ca. 1 Minute unter Rühren “abbrennen” (den Kloß im heißen Topf hin und her bewegen, so dass am Boden des Topfes eine dünne weiße Haut entsteht.).
Den Kloß in eine Schüssel geben und dann die Eier einzeln unter­rühren, bis der Teig schön glänzt und so vom Löffel reißt, dass lange Spitzen entstehen. Zum Schluss das Back­pulver unter den erkal­teten Teig rühren.
Nun mit zwei Löffeln oder einem Spritz­beutel Wind­beutel auf das mit Back­pa­pier belegte 
Blech setzen. Die Wind­beutel bei 230° C (Ober‑, Unter­hitze) für 15 ‑25 Minuten backen. Auf keinen Fall den Ofen öffnen! Sonst fallen die Wind­beutel zusammen.
Die Wind­beutel gleich nach dem Backen aufschneiden und abkühlen lassen.

Ricotta-Sahne:
Die Sahne mit Sahnesteif schlagen. Ricotta mit Vanille mischen und den Ricotta vorsichtig unter die Sahne heben.

Die Wind­beutel mit den Ofen­früchten füllen, auch ein wenig von dem köst­li­chen Saft hinzu­geben, der entstanden ist. Die Ricotta-Sahne mit einem Löffel oder dem Spritz­beutel aufspritzen und die Wind­beu­tel­spitze obenauf setzen.
Even­tuell mit feinem Puder­zu­cker­schnee bestreuen.

Windbeutel mit Thymian-Lavendel-Früchten und Ricotta-Sahne

Windbeutel mit Erdbeeren, Aprikosen und Brombeeren

Die Wald­erd­beeren sind hübsch als Deko­ra­tion.

 

Gartenblumen für den Kaffeetisch

 

Gartenblumen für den Kaffeetisch

Tipp:

Ziegenkäse mit Ofenfrüchten, Lavendel, Thymian und rosa PfefferDie Ofen­früchte passen auch ganz hervor­ra­gend zu Ziegen­käse und Salat!
Dazu einfach Scheiben der Ziegen­kä­se­rolle üppig mit “Kräu­tern der Provence” und “Rosa Pfef­fer­kör­nern” bestreuen und neben die Ofen­früchte auf das Back­blech setzen.
Radic­chio- und Chico­ree­blätter waschen und auf Tellern anrichten mit einem Dres­sing aus frisch gepresstem Oran­gen­saft, einem Schuss Balsa­mico, Olivenöl, Pfeffer und Salz über­träu­feln. Den warmen Ziegen­käse auf den Salat setzen und die Ofen­früchte mit dem herr­li­chen Saft hinzu­fügen.

Das schmeckt so köst­lich!

Ziegenkäse mit Ofenfrüchten, Lavendel, Thymian und rosa Pfeffer

Übri­gens, der hübsche Kera­mik­teller ist von Tina Kami. Einen Beitrag über die Kera­mi­kerin finden Sie hier.

Eine Apri­kosen-Tarte mit Thymian ist auch schnell geba­cken. Schauen Sie doch mal hier…

Windbeutel mit Erdbeeren, Aprikosen und Brombeeren

 

Das Auge fühlt mit - die Poesie der Haptik

Das Auge fühlt mit – die Poesie der Haptik

Mit den Händen sehen, mit den Augen fühlen.”

                 Johann Wolf­gang von Goethe

Was haben hand­ge­ar­bei­tete Kera­mik­be­cher, Waffel­piqué-Hand­tü­cher und hand­ge­schöpftes Papier gemeinsam? Genau, man muss sie nur anschauen und kann sie schon fühlen.
Manchmal sind es solche Dinge, die kleinen Augen­bli­cken Tiefe verleihen, man spürt sie und  entgeht für einen Moment dem Über­fluss an visu­ellen Reizen und der Flut an Kurz­bot­schaften. Ich finde Produkte fantas­tisch, die mehrere unserer Sinne anspre­chen.
Die Körper­lich­keit, das Begreif­bare, die Haptik werden hoffent­lich niemals an Bedeu­tung verlieren. Viel zu oft nehmen die Augen am Bild­schirm den Händen die Arbeit ab. Dabei tut es so gut, sich mit den Händen zu verge­wis­sern, dass die Welt noch real ist. Es liegt doch in unserer Natur, Dinge zu begreifen, etwas fassen zu können.

Haptik

Der Tast­sinn entwi­ckelt sich im Mutter­leib als erstes – wir beginnen zu fühlen, lange bevor wir auf die Welt kommen…

Haptik – Sinn und Sinn­lich­keit

In eine sinn­lich erfahr­bare Welt gehören für mich unbe­dingt Werk­stoffe und Hand­werks­be­rufe. Hand­werk­lich gefer­tigte Produkte aus Natur­ma­te­ria­lien, wie z.B. Holz, Natur­fa­sern oder Ton geben uns Halt. Authen­ti­zität ist gefragt – und wo finden wir sie mehr als bei hand­ge­ar­bei­teten Produkten? Solche Produkte begeis­tern uns oft mit Funk­tion, Lang­le­big­keit und Ästhetik.

Alltag kann so schön sein

Ich möchte Ihnen einige Produkte vorstellen, deren Haptik und Optik mich immer wieder begeis­tern. Keramik von Tina Kami, weiche Waffel­piqué-Hand­tü­cher von blomus und hand­ge­schöpftes Papier.  Eigent­lich ist es eine kleine Liebes­er­klä­rung an Gebrauchs­ge­gen­stände, die das Zeug dazu haben, so ganz nebenbei unsere Herzen zu berühren…

Die Poesie der Haptik – Tina Kami, Keramikerin

Eine Etüde von Licht und Mate­ria­lität…

Tina Kami - Teller

Keramik von Tina Kami 

Es war Liebe auf den ersten Blick! Ich habe nur Bilder der Becher, Teller und Schalen von Tina Kami gesehen und konnte sie bereits mit den Augen fühlen. Dann habe ich die Hamburger Kera­mi­kerin besucht.

Von der Natur inspi­riert, fertigt sie für ihr Label Ugly­duckly wunder­schönes Geschirr, Vasen und  Löffel – natür­lich alltags­taug­lich. Die Sonne blin­zelt in das helle Atelier, das in einem alten Indus­trie­ge­bäude am Bill­brook­kanal liegt. Der raue Charme passt irgendwie zu den Töpfer­waren von Tina Kami. Das Atelier ist geflutet von krea­tivem Spirit. All ihre Arbeiten sind von Hand model­liert. Aus der Ober­fläche des Mate­rials spricht die Persön­lich­keit der Hand­wer­kerin, die es bear­beitet hat. „Ich mag es zu expe­ri­men­tieren, mit verschie­denen Tonarten und Glasuren”, erzählt mir Tina. Manches erwächst aus Tinas Liebe zur japa­ni­schen Wabi Sabi-Kultur und natür­lich aus der Liebe zum Mate­rial.

Wabi Sabi – Schön­heit im Unvoll­kom­menen finden.

Das irdene Geschirr in den Regalen möchte benutzt werden, ist nicht nur fürs Auge gemacht, darf sogar in die Spül­ma­schine. Es ist schön, mit den Fingern über das Mate­rial zu streifen…

Poesie der Haptik: Atelier von Tina Kami

Lebendig ist diese Keramik…

Im Atelier von Keramikerin von Tina Kami

Ein hapti­scher Hoch­ge­nuss

Tina Kami hat es schon immer gemocht, mit den Händen zu arbeiten. Sie zeigt mir die verschie­denen Arbeits­schritte, von unter­schied­lich farbigen Tonsorten in Eimern bis zu fertigen rusti­kalen Geschirr­teilen, die Begehren wecken.
Ruhe und Geduld sind gefragt im Umgang mit Ton. Eine Lang­sam­keit, die beru­higt. Ich mag die Details, die aus Kleinem Großes machen. Ich mag die opti­schen Brüche, die die Fantasie anregen und die subtile Farbig­keit. Alles passt zusammen: Der dunkle Ton, die weiße Glasur, das Raue, das Glatte, diese Ursprüng­lich­keit und das Grobe, das doch so leicht wirkt in den Händen.

Poesie der Haptik: Keramik von Tina Kami

Poesie der Haptik: Keramik von Tina Kami

Poesie der Haptik: Keramik von Tina Kami

Poesie der Haptik: Keramik von Tina Kami

Ich möchte zwei Becher mit nach Hause nehmen, kann mich nicht entscheiden. „Jedes Stück ist anders”, lacht Tina und öffnet den Brenn­ofen, in dem frische Ware abkühlt. Noch mehr Auswahl – aber mein Blick fällt auf zwei Becher aus der Serie “Glossy Grip”. Dunkler Ton, weiß lasiert. Tiefe Rillen, wo die Hände ihn greifen. Die sollen es sein!
Tinas Ästhetik lädt zur Berüh­rung ein…touchiert die Sinne.

Poesie der Haptik: Keramik von Tina Kami

Die Poesie der Haptik - Keramik von Tina Kami

Die Poesie der Haptik- Keramik von Tina Kami

Weitere Infor­ma­tionen, auch zu Kursen und Work­shops:


Ugly­duckly
Atelier Tina Kami

Liebigstr. 2–20
22113 Hamburg-Bill­brook


www.instagram.com/tinakami

www.uglyduckly.com

Die Poesie der Haptik- Keramik von Tina Kami

Die Poesie der Haptik

 

Waffelpiqué-Handtücher - ein haptisches Vergnügen

Auf Tuch­füh­lung: Waffel­piqué

Waffel­piqué hat mich  schon immer faszi­niert. Das durch die spezi­elle Webart entste­hende Waffel­muster hat eine ange­nehme Haptik. Das Licht ist Verbün­deter dieses Stoffes, setzt es doch die Waffel­struktur so einzig­artig in Szene.
Waffel­piqué ist saug­stark, leicht und trocknet schnell. Ein Hand­tuch hat ständig Körper­kon­takt. Sollte es da nicht eine Freude sein zuzu­greifen?

Waffelpiqué-Handtücher - ein haitisches Vergnügen

Waffelpiqué-Handtücher - ein haitisches Vergnügen

Waffelpiqué-Handtücher - ein haptisches Vergnügen

Reine Gefühls­sache

Ich schätze diese Waffel­piqué-Hand­tü­cher aus der Serie Caro sehr Die Hand­tü­cher sind aus reiner Baum­wolle und fühlen sich herr­lich an. Beson­ders gefallen mir die natür­li­chen Farben, die jedem Ambi­ente schmei­cheln.
Die Hand­tü­cher werden von dem 1961 gegrün­deten Fami­li­en­un­ter­nehmen blomus  aus dem nord­rhein-west­fä­li­schen Sundern produ­ziert. Familie Blome konzen­triert sich – von Leiden­schaft geleitet – auf authen­ti­sche Mate­ria­lien, Qualität und Hand­werks­kunst. Das Ergebnis: zeitlos schöne Produkte.
Wie gut, wenn ein Unter­nehmen es schafft, Tradi­ti­ons­be­wusst­sein mit neuen zukunfts­wei­senden  Ideen zu verbinden. Steckt doch in der Tradi­tion soviel Poten­tial für die Zukunft…

Kennt man seine Vergan­gen­heit nicht,

verliert man sich in der Zukunft.”

                                   Willo Blome, Geschäfts­führer

Waffelpiqué-Handtücher - ein haptisches Vergnügen

blomus Waffelpikquéhandtücher – wundervolle Haptik

Online­shop, Händ­ler­ver­zeichnis und weitere Infor­ma­tionen:

blomus GmbH
Zur Huber­tus­halle 4
59846 Sundern

www.blomus.com

Weitere sehr schöne Waffel­piqué-Hand­tü­cher, auch aus reinem Leinen oder einem Leinen-Baum­woll-Mix, bekommen Sie bei

  • Urba­nara   
  • Torquato
  • Sehr hoch­wer­tige, schöne Waffel­piqué-Hand­tü­cher aus tradi­tio­neller japa­ni­scher Herstel­lung aus der Kollek­tion von KENKAWAI gibt es im RAUM concept store

Waffelpiqué-Handtücher - ein haptisches Vergnügen

Schöne Schöp­fung: Papier

 

Poesier der Haptik: handgeschöpftes Papier

Ich habe immer etwas hand­ge­schöpftes Papier im Hause. Die Haptik ist einfach beson­ders… Es ist weich und die Unre­gel­mä­ßig­keiten der Ober­fläche stimu­lieren den Tast­sinn. Karten für einen kleinen Gruß oder eine Einla­dung,  kleine Geschenk­an­hänger, Brief­bögen oder als kleines Büch­lein – hand­ge­schöpftes Papier regt die Fantasie an und ist von lyri­scher Zart­heit.

Poesier der Haptik: handgeschöpftes Papier

Handgeschöpftes Papier regt die Fantasie an

Schnell entstehen hübsche Gruß­karten…

Fotos, Gedanken, Garten­no­tizen – in einem Skiz­zen­büch­lein mit hand­ge­schöpftem Papier lassen sich vielerlei wich­tige oder inspi­rie­rende Gedanken und Notizen fest­halten. Viel­leicht ein schönes Mitbringsel für einen Bota­niker oder Vogel­kundler?

Jedes Blatt Papier hat eine eigene Ober­fläche, einen eigenen Charakter. Für das Papier, das ich gerne verwende, werden unge­bleichte Baum­woll­reste in Form von langen Fasern verwendet. Das Papier wird in Hand­ar­beit nach einer 2000 Jahre alten Tradi­tion aus der Bütte geschöpft.

Handgeschöpftes Papier

Es lässt sich mit Fine­li­nern oder Pinsel­stiften gut beschriften. Toll ist auch ein Noten­li­ni­en­schreiber mit fünf paral­lelen Minen. Lieb­lings­me­lo­dien oder Ständ­chen lassen sich damit einfach auf das hand­ge­schöpfte Papier bringen – so entsteht eine schöne Über­ra­schungs­karte!

Handgeschöpftes Papier

Ein kleiner Liebes­be­weis …

Moulin-Zeichen­bü­cher, faden­ge­bunden mit Bütten­rand­pa­pier. Verschie­dene Größen (DIN A 6, DIN A5, DIN A 4)

Moulin-Sammel­mappe mit 10 Bogen Bütten-Aqua­rell­pa­pier 170 g/m², 10 x 15 cm. Der Umschlag enthält Fasern des Zucker­rohrs.

Beides gibt es z.B. bei Boesner

Der Noten­li­ni­en­schreiber “Josef Sigge­mann Noli­graph” ist in Musik­häu­sern oder online z.B. hier erhält­lich.

Handgeschöpftes Papier hat eine fantastische Haptik

Mit Acryl­farben lassen sich auf der rauen Ober­fläche schöne Effekte erzielen…

Handgeschöpftes Papier regt die Fantasie an

Ein kleines Buch für Hobby-Bota­niker…

Handgeschöpftes Papier regt die Fantasie an

Ich hoffe, ich konnte die Poesie der Haptik ein wenig begreifbar machen… wenigs­tens für Ihre Augen!

In der Hoff­nung, dass die Zukunft auch weiterhin von Menschen­hand und viel Krea­ti­vität geprägt sein wird, verbleibe ich bis zum nächsten Mal…

Ihre Larissa Wasser­ziehr

Haptik - Becher von Tina Kami

Übri­gens … wenn ein geliebter Kera­mik­be­cher einmal zerbricht, können Sie ihn mit einem Kint­sugi-Kit wieder wunderbar repa­rieren. Hier geht es zur Anlei­tung…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Skulpturen aus Naturmaterialien . Ein DIY.

DIY: Skulp­turen aus Natur­ma­te­ria­lien

 „Das Unbe­weg­liche beein­druckt mich. Diese Flasche, dieses Glas, ein großer Stein an einem verlas­senen Strand, diese Dinge bewegen sich nicht, aber meine Phan­tasie bewegen sie sehr.“
Joan Miró (1893–1983)

Ddieses Zitat des gren­zenlos krea­tiven spani­schen Künst­lers kam mir bei einem unserer zahl­rei­chen Fami­lien-Wald­spa­zier­gänge in den Sinn, als wir mal wieder eine Menge Natur­ma­te­rial gesam­melt hatten – Dinge, die unsere “Fantasie bewegen”. Es ist so schön zu sehen, wie unglaub­lich viele gran­diose Schöp­fungen die Natur für uns bereit­hält. Man muss sie nur entde­cken. Wurzel­holz, das aussieht wie ein Vogel. Inter­es­sante Rinden­stücke, die sich wie Stalag­miten zuspitzen. Ein Hölz­chen, das  einem Pfer­de­kopf ähnelt…
All diese Sammel­ob­jekte haben uns auf die Idee gebracht, daraus Skulp­turen zu bauen.

Gerade für unsere Kinder finde ich es so wichtig, die Natur mit Neugier, Aben­teu­er­lust  und natür­lich mit Respekt zu durch­streifen. Jetzt, während der Corona-Krise, sehe ich hier im Norden Deutsch­lands viele Fami­lien durch die Wälder laufen. Viel mehr als sonst. Kinder spielen in flachen Bach­läufen, klet­tern über umge­stürzte Bäume, balan­cieren über Gräben, flitzen über Stock und Stein. Das habe ich in den 12 Jahren, die ich bereits am Wald­rand wohne, vermisst. Wo steckten all die Kinder? Warum spielten sie nicht draußen? Mögen sie es nicht? Haben sie keine Zeit? Dabei erlangen sie doch in der Natur Fertig­keiten, die keine App vermit­teln kann.

Zurzeit werde ich bei meinen Spazier­gängen so sehr an meine Kind­heit erin­nert, in der das Spielen in der Natur ein wich­tiger Bestand­teil war. Ich glaube, um als Erwach­sener einen Sinn für die Schön­heit der Natur zu behalten, ist es wichtig, als Kind einen Bezug zu ihr aufzu­bauen. Dann braucht man auch als Erwach­sener keinen Leit­faden zum “Wald­baden”. Dann weiß man instinktiv, was für eine Ener­gie­quelle der Wald in jeder Hinsicht ist!

Ein Atelier im Garten

Ich finde es toll, dass Kinder noch einen offenen Blick haben und in Dingen etwas sehen. Ihre Fantasie ist doch eigent­lich uner­schöpf­lich – das zu erhalten ist die Kunst. Und so habe ich mich mit den Kindern an die Arbeit gemacht: Wir haben aus unseren Wald­funden einige Skulp­turen gebaut. Mit Säge, Hand­bohrer, Pinsel und Farbe bestückt, sind wir zu echten Hand­wer­kern geworden – und zu kleinen Künst­lern. Und ganz wichtig: Teil des krea­tiven Arbei­tens ist es auch, den Prozess zu genießen – nicht nur das Ergebnis. Ich hoffe, ich kann Sie ein wenig inspi­rieren…

Ab in die Werkstatt für ein Skulpturen-DIY

Ein Atelier im Schuppen…

Das Waldpferchen. Ein DIY

Das Waldpferdchen. Ein DIY

Das Wald­pferd­chen

Aus zwei Holz­stü­cken haben wir unsere Wald­pferde-Skulp­turen gebaut. Ein Stück Holz in Form eines Pfer­de­kopfes, dazu ein Aststück als Körper. Mähne und Schweif haben wir aus einfa­chem Draht um festen Blumen-Steck­draht (Ø: 1,6 mm, aus dem Garten­center) gebogen. Damit der Draht span­nender zu dem verwit­terten Holz aussieht, kann man die fertig gebo­genen Mähnen- und Schweifteile mit einem Schwung Holz in die Feuer­schale legen. Das Feuer färbt den Draht schwarz und leicht  bronzen – ein schöner Effekt! (Wer nicht die Möglich­keit hat, ein Feuer zu machen, kann die Draht­teile auch vorsichtig in der Flamme einer Kerze schwärzen).

Aus Draht geformte Mähne und Schweif – bereit für die Feuerschale

Mähne und Schweif der Wald­pferde sind fertig gebogen und kommen nun ins Feuer.

Skulpturen aus Naturmaterialien . Ein DIY.

Skulpturen aus Naturmaterialien . Ein DIY.

Ist das Feuer erlo­schen und die Asche erkaltet, sieht man das Ergebnis und kann die Pferde mit einem Hand­bohrer und Flüs­sig­kleber zusam­men­setzen. Für die Beine haben wir eben­falls schwarzen Blumen-Steck­draht gewählt. Als Sockel dienen zuge­schnit­tene Holz­klötze (ca. 10 x 6 x 2 cm). Die “Füße” des Pferd­chens mit einem Tupfer Farbe versehen und auf dem Klotz plat­zieren – so erhält man Abdrücke und weiß, wo man die Löcher für die Beine bohren muss. Die Pfer­de­beine lassen sich dann einfach in den Sockel schieben  und mit Flüs­sig­kleber fixieren.

DIY: Skulptur Waldperdchen

Mit dem Hand­bohrer werden Löcher für Hals, Schweif und Beine gebohrt.

Zum Schluss haben wir den Pferd­chen noch kleine Ohren aus Leder ange­klebt und den Schwei­fan­satz und die Bein­an­sätze mit ein wenig Papier­maché umgeben. Dem Sockel kann man einen belie­bigen Farb­an­strich geben.

DIY: Skulptur Waldperdchen

Das Waldpferdchen. Ein DIY

Skulp­turen aus dem Feuer

Für einige Pfer­de­körper haben wir Holz­klötz­chen (ca. 10 x 6 x 2 cm) mit einer Zange über die Feuer­schale gehalten und kurz anbrennen lassen. Abge­kühlt kann man das stark verkohlte Holz mit einer Holz­pfeile  abpfeilen. Das so bear­bei­tete Holz hat eine inter­es­sante Farbe und eignet sich toll als Pfer­de­körper – und das Expe­ri­men­tieren macht nicht nur den Kindern Spaß.

holzskulpturen aus dem Feuer. Ein DIY

Skulpturen aus Naturmaterialien . Ein DIY.

Skulpturen aus Naturmaterialien . Ein DIY.

 

Skulpturen aus Naturmaterialien . Ein DIY.

Es ist ein Vergnügen, mit den Händen zu arbeiten…

Der Kopf für die Pferdeskulptur wird zugesägt

Die Spitze eines Holz­stücks wird zum Pfer­de­kopf.

Waldpferdchen aus geräuchertem Holz. Ein DIY

Waldpferdchen aus geräuchertem Holz. Ein DIY

Ein Pferd­chen aus dem Feuer…

Skulpturen aus Naturmaterialien: Waldpferd mit geräucherter Mähne. Ein DIY

Skulpturen aus Naturmaterialien: Waldpferd mit geräucherter Mähne. Ein DIY

Vogel-Skulp­turen 

Für unsere Vogel-Skulp­turen haben wir Holz­stücke mit Papier­maché-Köpfen versehen. Im Bastel­ge­schäft (z.B. hier) gibt es Papier­maché in Pulver­form zum Anrühren. Das eignet sich ganz gut für solch fili­grane Model­lier­ar­beiten.

Einem Baum­wur­zel­holz haben wir den gefärbten Aufsatz eines alten Pinsels aufge­steckt. Um die Metall­hal­te­rung konnten wir  den Kopf model­lieren, so dass die Borsten als Feder­schopf oben heraus­gu­cken. Ist der Kopf getrocknet, kann man dem Vogel ein Gesicht aufmalen. In zwei  vorge­bohrte Löcher lassen sich dann die Beine (Blumen-Steck­draht) mit etwas Flüs­sig­kleber einsetzen. Der Vogel kann dann auf einem Sockel plat­ziert werden (siehe Wald­pferd­chen).

Ein Vogel aus einem Baumwurzelstock. DIY

Papiermaché in Pulverform wird mit Wasser angerührt

Das Papier­maché-Pulver wird einfach mit Wasser ange­rührt.

Papiermaché für den Vogelkopf

Die Borsten eines Pinsels werden Blau gefärbt und dienen als Federschopf

Die Borsten eines Pinsels werden Blau gefärbt und dienen als Federschopf

Die Pinsel­borsten leuchten nun schön blau!

Die Borsten eines Pinsels werden Blau gefärbt und dienen als Federschopf

Was für ein Blau! Handgearbeitete Skulpturen aus Naturmaterialien

Ein Vogel aus einem Baumwurzelstock. DIY

Ein Vogel aus einem Baumwurzelstück. DIY

Mit einem feinen Pinsel werden die Augen aufge­malt.

Vogelskulptur aus Wurzelholz. Ein DIY

Vogelskulptur aus Wurzelholz. Ein DIY

Eine kleine Schön­heit, oder?

Großer Wald­vogel

Einem größeren aufge­sprun­genen Holz­stück haben wir zuerst von unten zwei Löcher für die “Beine” gebohrt. Eine Kopf­un­ter­kon­struk­tion aus Draht, mit Maler­krepp umwi­ckelt, sorgt für Stabi­lität. Jetzt kann man den Vogel­kopf model­lieren. Als Schnabel dient ein Holz­stück, das mit Hilfe eines Drahtes in den Kopf geschoben wird. So auch das Holz­stück, das als schmu­cker Kamm oben auf den Kopf gesteckt wird. Für die Hals­krause haben die Kinder trockene Tannen­zweig­spitzen in den Papier­maché-Kopf geschoben. Ist alles trocken, kann man die Beine (hier haben wir Messing­stäbe aus dem Baumarkt genommen) einschieben und den Vogel auf einem Sockel fixieren.

Skulpturen aus Naturmaterialien. Ein DIY

Skulpturen aus Naturmaterialien. Ein DIY

Mit den Fingern lässt sich die Papier­maché-Masse glatt strei­chen.

Skulpturen aus Naturmaterialien. Ein DIY

Vogel-Skulptur selbermachen

Vogel-Skulptur selbermachen

Vogel-Skulptur selbermachen

Großer Waldvogel-Skulptur aus Naturmaterial

In guter Gesell­schaft

Ein lustiges Holz­stück mit zwei “Ohren” hat mein Sohn einfach mit zwei Messing­beinen auf einen Sockel gesetzt, den Kopf weiß ange­malt und mit schwarzer Acryl­farbe ein Gesicht aufge­bracht. Der Kopf-Füßler ist nun der Hingu­cker in einem Still­leben auf unserem Couch­tisch.

DIY-Skulpturen: Kopffüssler

DIY-Skulpturen: Kopffüssler

Skulptur aus Holz: Kopffüssler. Ein DIY

Natür­lich schön

Drei lange, spitz zulau­fende Rinden­stücke eines umge­stürzten Baumes haben wir einfach mit Messing­stäben auf Sockel gesetzt und mit ein wenig leuch­tend blauer Farbe Akzente aufge­bracht. Das Rinden-Tripty­chon wirkt sehr deko­rativ!

Die Natur füttert uns doch förm­lich mit Inspi­ra­tionen!

Triptychon aus Rindenstücken. Ein DIY

Triptychon aus Rinderstücken. Ein DIY

Skulpturen-DIY: Rinden, blau

Wie Stalag­miten ragen die Stücke einer dicken Baum­rinde empor.

Ich finde die Skulp­turen toll! Vieles ergibt sich bei der Arbeit. Ich möchte nur einige Anre­gungen präsen­tieren, wie Sie – ob mit oder ohne Kinder– zu Schöp­fern kleiner Kunst­werke werden können. Es macht Spaß zu sägen, zu bohren, zu formen und die tieri­sche Herde wachsen zu sehen. Die fertigen Skulp­turen lassen sich perfekt in kleine Still­leben auf Anrichten, Fens­ter­bänken oder Tischen inte­grieren. Sie haben auf jeden Fall Persön­lich­keit und erin­nern uns an wunder­schöne krea­tive Momente.

Atelier im Garten: Skulpturen-DIY

 

Jedes Kind ist ein Künstler. Das Problem besteht darin, wie es ein Künstler bleiben kann, wenn es aufwächst.

Pablo Picasso (1881 – 1973)

 

Weitere Krea­tiv­pro­jekte:

 

Vergol­dete Tier­skulp­turen aus Papp­maché 

DIY-Skulp­turen: Drei mal schwarzer Kater

 

 

Marmelade und Streuselbrot – eine wahre Liebe. Rezept und Interview mit den Gründern der Marmondo-Marmeladenmanufaktur

Unwi­der­steh­lich: Marme­lade & Streu­sel­brot

Mögen Sie auch so gerne Marme­lade? Auf selbst­ge­ba­ckenem Weiß­brot, mit streich­zarter Butter und herr­lich duftendem Kaffee. Dazu die druck­fri­sche Zeitung – mehr geht nicht!
Manchmal denke ich sehn­süchtig an ein Weiß­brot mit Streu­seln zurück, das ich in meiner Kind­heit so geliebt habe – natür­lich mit Marme­lade. Ich habe das Rezept für dieses Streu­sel­brot einmal versucht zu rekon­stru­ieren. Sie finden es weiter unten. Lecker!
Und als ich vor kurzem einfach so durchs Netz “flanierte”, habe ich den Eingang in  ein regel­rechtes Marme­la­den­pa­ra­dies gefunden. Marmóndo. Auch davon möchte ich erzählen

Marmóndo – kleines Marmeladenparadies mit außergewöhnlichen Sorten

Der Geschmack sonniger Tage…

Streuselbrot - ein Rezept zum Verlieben. Superlecker mit Marmelade!

Die perfekte Grund­lage für Marme­lade…

Sonne im Glas

Marmóndo - das Angebot der kleinen Marme­la­den­ma­nu­faktur mit 8 Mitar­bei­te­rinnen  aus Wald­bröl in  Nord­rhein-West­falen klingt verlo­ckend, kreativ und über­ra­schend – einfach anders. Nächte in spani­schen Gärten, Le Gout des Merveilles, Hello Sunshine … meine Neugier ist geweckt. Und tatsäch­lich – hinter diesen klang­vollen Namen verbergen sich so außer­ge­wöhn­liche Kompo­si­tionen, dass ich mir direkt einige Gläser bestellte.  Und was soll ich sagen? Ich bin begeis­tert und will wissen: Wer steckt dahinter?

Das Ehepaar Helgard Busch­mann-Ehrlich und Ralf Ehrlich grün­dete die Manu­faktur 2009.  Warum gerade Marme­lade? Und was macht ihre Marme­laden so beson­ders? Ich habe mit den beiden über ihre Marme­la­den­lei­den­schaft gespro­chen..

Marmóndo – die außergewöhnlichen Marmeladenkompositionen schmecken wie selbstgemacht,

Marme­lade – “die schönste Neben­sache beim Früh­stück”

Wie sind Sie eigent­lich auf den Namen Marmóndo gekommen?
Das ist eine Zusam­men­set­zung der Worte Marme­lade und Mondo, der Welt. Unser erster Werbe­slogan war „Meine Marme­la­den­welt“, das wollten und wollen wir unseren Kunden bieten.

Und wie ist es dazu gekommen, dass Sie so eine Marme­laden-Leiden­schaft entwi­ckelt haben?
Helgard: Marme­lade gab es bei uns eigent­lich immer. Als Schü­lerin habe ich gelernt, Marme­lade zu kochen, damals meist schon 2:1, also zwei Teile Früchte auf einen Teil Zucker, damit es nicht zu süß ist und man mehr von der Frucht schmeckt. Marme­lade kochen ist ein schöner Bereich, um kreativ zu sein und Dinge einfach auszu­pro­bieren. In kleinen Serien zu mehreren Gläsern macht das total Spaß.

Marmóndo – die außergewöhnlichen Marmeladenkompositionen schmecken wie selbstgemacht,

Foto: Marmóndo

Worauf legen Sie bei der Kompo­si­tion Ihrer Marme­la­den­re­zepte Wert?
Wir haben heute schon über 70 Sorten im Angebot, die alle ihre Daseins­be­rech­ti­gung haben. Neue Kompo­si­tionen müssen sich geschmack­lich diffe­ren­zieren und dürfen keines­falls so schme­cken, wie eine der vorhan­denen Sorten. Jede Kompo­si­tion soll eine indi­vi­du­elle Note haben, anders als die anderen, die schon da sind.
Bei dieser Anzahl vorhan­dener Geschmacks­rich­tungen ist das schon eine Heraus­for­de­rung, aber es kommt ja auch vor, dass wir eine Sorte wieder aus dem Angebot nehmen. Eine gewisse Abwech­se­lung soll schon da sein, das erwarten auch unsere Kunden. Da muss man sich manchmal von einer Sorte trennen, viel­leicht auch nur vorüber­ge­hend.

Am Ende des Tages zählt aber immer nur eines: der Geschmack.

Helgard Ehrlich von Marmondo - ein Marmeladenparadies

Helgard Ehrlich-Busch­mann

Welche Sorte ist  denn Ihr persön­li­cher Favorit?
Einen einzigen Favo­riten zu benennen ist eigent­lich nicht möglich, es sind schon mehrere. Und die wech­seln auch mit den Jahres­zeiten.
Helgard: “Merry Christmas” mit Port­wein, einfach toll mit dem Port­wein als Hinter­grund. “Cerises cassis­sées”, Kirsche mit Cassis, “Le Gout des Merveilles”, Birne mit Lavendel, “Hello Sunshine! “–  Karotte und Orange mit Limette und einem Schuss Ingwer, eine sehr unge­wöhn­liche Mischung, mit Karotte, aber nicht so, dass diese zu sehr im Vorder­grund steht.

Marmondo - ein Marmeladenparadies

Ralf Ehrlich, Portraits: Marmóndo

Ralf: “Figo” (Feige in Port­wein gebadet, mit einem Hauch Zimt), da könnte ich mich rein­setzen. “Single Malt Orange” (Orange Fine Cut mit 10 Jahre altem Single Malt Whisky von Glen­far­clas), ein heraus­ra­gender Single Malt Whisky und die komplette Bio-Orange mit Schale. “Soul­mate” (Himbeere mit Bour­bon­va­nille, Zimt und einem Hauch Rosenöl), schmeckt sehr, sehr anders als alles was wir vorher an Marme­laden gegessen haben.

Wo finden Sie Ihre Inspi­ra­tionen?
Manchmal sind es  einfach Gele­gen­heiten, zu denen man seltenes Obst ange­boten bekommt und dann über­legt, was man damit machen könnte. Vor einigen Jahren haben wir mal weiße Johan­nis­beeren ange­boten bekommen und am selben Tag auch Wein­berg­pfir­siche mit weißem Frucht­fleisch. Warum kann man das eigent­lich nicht kombi­nieren? Wir haben das auspro­biert und waren begeis­tert. Das ist ein typi­sches Special, das wir in kleinen Auflagen herstellen.

Wir trans­fe­rieren aber auch aus anderen Berei­chen in die Marme­la­den­welt, zum Beispiel “Elder­berry Dream”, ein Holun­der­gelee mit Vanille, Kardamom und Zimt. Die Idee kam bei einem Holunder-Punsch auf einem Weih­nachts­markt. Oder das aktu­elle “Maien­glück”, Wald­meis­ter­aus­züge selbst gemacht mit Prosecco und Char­donnay. Das ist einer Maibowle nach­emp­funden, sehr frisch und anders.

Ihre Lieb­lings­zutat oder eine, die Sie nochmal reizen würde?
Orangen- und Zitro­nen­schalen, entweder gerieben oder in ganz feinen Zesten. Damit kann man ganz tolle Akzente setzen. Bei den Gewürzen lieben wir Vanille, das macht vieles geschmack­lich einfach runder. Marme­laden mit der guten Bour­bon­va­nille haben wir zahl­reich in unserem Sorti­ment. Wir würden gerne mehr mit Kräu­tern arbeiten, zum Beispiel Thymian, Rosmarin oder Salbei. Das hat so etwas Ursprüng­li­ches und Boden­stän­diges. Dazu würden wir gerne mal eine kleine Serie machen.

Marmóndo – die außergewöhnlichen Marmeladenkompositionen schmecken wie selbstgemacht,

Tolle Sorten, hübsche Gläser – eine schöne Geschenk­idee.

Was unter­scheidet Ihre Marme­laden von den Massen­pro­dukten?
Es sind vor allem die Rezep­turen und vielen Geschmacks­rich­tungen. Der Main­stream folgt den hohen Verkaufs­zahlen und ist sehr profit­ori­en­tiert. Da ist kein Platz für unge­wöhn­liche Frucht­mi­schungen, ausge­fal­lene Gewürze oder Marme­laden mit Alkohol. Genau hier liegt unsere Stärke und das ist unsere Nische.
Wir haben Spaß am Expe­ri­men­tieren und kümmern uns weniger um den Profit. Von manchen Sorten verkaufen wir nur 50 Gläser im Jahr, aber das ist okay. Es gibt Kunden, die damit glück­lich sind. Dann sind wir es auch.

Die unge­wöhn­lichste Marme­lade, die Sie je gegessen haben?
Tatsäch­lich ist das eine von unseren eigenen: “Soul­mate”, Himbeere mit Vanille, Zimt und einem Hauch Rosenöl. Wir hatten vorher schon Erfah­rungen mit Rosen­blät­tern gemacht und  haben einfach mal Rosenöl auspro­biert. Das war geschmack­lich einfach komplett neu. Rosenöl ist so intensiv, dass es auch Begleiter braucht. So haben wir Vanille und Zimt dazu­ge­geben, das lenkt etwas ab und nimmt dem Rosenöl die Domi­nanz.

Herz­li­chen Dank für das Gespräch!

In der Marmóndo-Marmeladenmanufaktur werden Marmeladen in Handarbeit hergestellt.

Helgard Ehrlich: “Gutes Essen muss nicht kompli­ziert sein.” Foto: Marmóndo

Marmóndo – die außergewöhnlichen Marmeladenkompositionen schmecken wie selbstgemacht,

Ich kann mir so gut vorstellen, wie es in der Küche von Marmóndo duftet, wenn die Marme­la­den­kö­chinnen in den riesigen Töpfen rühren und finde es fantas­tisch, dass es neben all den großen Marme­la­den­gi­ganten auf dem Markt noch mutige Marme­la­den­crea­teure mit Fantasie gibt. Ein beson­derer Service ist übri­gens auch die Indi­vi­dua­li­sie­rung von Marme­laden, z.B. für Hoch­zeiten. Schauen Sie doch mal im Marme­la­den­pa­ra­dies vorbei:

Marmóndo Marme­laden Manu­faktur
www.marmondo.de

Wahre Liebe: Marmelade und Streuselbrot

Und das Streu­sel­brot?

Schmeckt fantas­tisch mit guter Marme­lade und ist recht einfach zu backen. Das Beson­dere: die Streu­sel­schicht, die das Weiß­brot krönt. So lecker! Ob zum Früh­stück oder zum Nach­mit­tagstee – für mich ist das Streu­sel­brot eine echte Wieder­ent­de­ckung!

Streuselbrot – ein Weißbrot mit herrlich buttrigen Streuseln

Rezept für ein köstliches Streuselbrot – schmeckt toll mit Marmelade!

Wahre Liebe: Marmelade und Streuselbrot

Zutaten:

Für den Hefe­teig:

  • Rezept für ein köstliches Streuselbrot – schmeckt toll mit Marmelade!20 g frische Hefe (oder ein Päck­chen  Trocken­hefe)
  • 200 ml lauwarme Milch
  • 50 g Zucker
  • 60 g weiche Butter
  • 1 Prise Salz
  • 375 g Weizen­mehl
  • 1 Ei (M), zimmer­warm

Für die Streusel:

  • 150 g zimmer­warme Butter
  • 150 g Zucker
  • 260 g Weizen­mehl
  • 1 Prise Salz

 

  • 1 Eigelb oder etwas Sahne zum Bestrei­chen

Rezept für ein köstliches Streuselbrot – schmeckt toll mit Marmelade!

Zube­rei­tung:

Rezept für ein köstliches Streuselbrot – schmeckt toll mit Marmelade!Die zerbrö­selte Hefe in einem Becher mit 100 ml der lauwarmen Milch und einem Teelöffel Zucker verrühren, bis sich die Hefe aufge­löst hat.  Das rest­liche Mehl und den Zucker in eine große Schüssel geben. In die Mitte eine Mulde drücken und die Milch-Hefe-Mischung hinein­geben. Mit etwas Mehl vom Rand verrühren. Die Butter in Flöck­chen auf dem Mehl­rand rund­herum verteilen (so haben später alle Zutaten die gleiche Tempe­ratur). Die Schüssel abge­deckt an einem warmen Ort 10 Minuten stehen lassen. 

Salz, rest­liche Milch und das Ei hinzu­geben und alles gut vermi­schen. Den Teig kneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich vom Schüs­sel­rand löst. Gut abge­deckt an einem warmen Ort 1–2 Stunden gehen lassen, bis er sich unge­fähr verdop­pelt hat. 

Rezept für ein köstliches Streuselbrot – schmeckt toll mit Marmelade!

Hmm… Streusel

Für die Streusel alle Zutaten solange vermi­schen, bis sich Streusel bilden.

Eine große Brot-Kasten­form (ca. 30 cm, am besten mit Rand) einfetten und mit Mehl bestäuben. Den Teig noch einmal durch­kneten und zu einem Laib formen, der in die Form passt. Den Teig mit einem verquirlten Eigelb (oder etwas Sahne) bestrei­chen.  Die Streusel darauf verteilen. Es ist gewollt, dass sie an den Rändern die Lücken füllen und sorgt später für beson­ders leckere Brot­kanten. Die Form abde­cken und noch einmal ca. 1 Stunde gehen lassen. Den Ofen auf 175° C Ober-Unter­hitze vorheizen. 

Das Streu­sel­brot auf dem Rost 30 – 35 Minuten backen.

Rezept für ein köstliches Streuselbrot – schmeckt toll mit Marmelade!

Rezept für ein köstliches Streuselbrot – schmeckt toll mit Marmelade!

Gut Ding will Weile haben…

Das Streu­sel­brot abkühlen lassen und mit Hilfe eines sauberen Geschirr­tu­ches (es fängt hinab­fal­lende Streusel auf!) aus der Form stürzen. Noch warm, ist es sehr fluffig. Meine Familie und ich mögen es am liebsten, wenn es eine Nacht in Folie gewi­ckelt im Kühl­schrank verbracht hat. 

 

Rezept für ein köstliches Streuselbrot – schmeckt toll mit Marmelade!

 

 

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Jora Dahl – Garten­ge­stal­terin

Leon­tine Hagoort – Desi­gnerin aus  Rotterdam

Wahre Liebe: Marmelade und Streuselbrot

 

 

 

Von Gartenblumen und Osterschachteln

Von Garten­blumen und Oster­schach­teln…

Früh­ling – die Zeit des Neuan­fangs, der Hoff­nung, der Leich­tig­keit.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.” So heißt es in Hermann Hesses  Gedicht “Stufen”.  Dieses Jahr fällt es mir schwer, den Zauber zu spüren. Dieses Jahr ist es anders. Für uns alle. Und doch möchte ich zuver­sicht­lich sein.
Ich finde Trost, Kraft und innere Ruhe im Garten und in der Natur. Mit den Händen entferne ich das letzte Winter­laub zwischen den Garten­blumen, schneide Rosen und unter­halte mich mit dem Rotkehl­chen, das sich neben mir nieder­lässt.

Man könnte meinen, die Sonne möchte sich mit ihren schönsten Strahlen entschul­digen für diese üble Laune der Natur, die uns Menschen momentan in Sorge versetzt. Ich spüre gerade – noch mehr als sonst – wie wert­voll all die vermeint­li­chen  Selbst­ver­ständ­lich­keiten sind. Mal eben einkaufen, kurz zum Bäcker, eine liebe­volle Umar­mung der Freundin, der man unter­wegs begegnet. Ein Besuch zum Kaffee bei den Eltern, natür­lich mit den Kindern und einem Strauß Tulpen im Arm. Dieser Tage müssen wir Verbun­den­heit über andere Kommu­ni­ka­ti­ons­wege zeigen.

Die Stimme der Natur

Der Duft der feuchten Früh­lings­erde steigt mir in die Nase, in der Hand halte ich ein paar Blumen­zwie­beln und neben mir warten klit­ze­kleine Blumen­samen darauf, in die Erde gebracht zu werden. Wie kleine Schatz­käst­chen verbergen sie facet­ten­reiche Kunst­werke in sich. Das bringt mich auf die Idee, in diesem Jahr Blumen­zwie­beln und Samen für Garten­blumen zu Ostern zu verschenken, fein verpackt in selbst­ge­stal­teten Schach­teln (die Anlei­tung finden Sie weiter unten).

Von Gartenblumen und Osterschachteln

Sinn­liche Gärten

Neulich habe ich im Internet eine wunder­volle und sehr inspi­rie­rende Adresse gefunden: Jora Dahl aus Potsdam führt ein kleines Design­studio, mit dem sie Gärten und Produkte rund ums Gärt­nern gestaltet. Auf eine sehr sinn­liche Art stellt sie mit ihrem Team Samen- und Stau­den­mi­schungen zusammen, alles liebe­voll illus­triert und verpackt. Sie ist welt­weit auf der Suche nach außer­ge­wöhn­li­chen, viel­leicht verges­senen oder auch neuen Preziosen und hat ein beson­deres Händ­chen für Blüten­kom­po­si­tionen.

Jora Dahl - Gartenblumen sind ihre Leidenschaft

Jora Dahl entwi­ckelt Pflan­zen­kol­lek­tionen, die auch Anfän­gern ermög­licht, bild­schöne Beete anzu­legen.         © Jora Dahl

Gartenblumen-Samen von Jora Dahl

Hübsche Geschenk­idee: Liebe­voll illus­trierte Samen­tüten. Hier: “FLOWERS TO DRY” – mit Anlei­tung zum Säen und Trocknen.  © Jora Dahl

Das Gute ist, dass man über ihren Shop all die hübsch gestal­teten Samen­tüt­chen  für Garten­blumen und Stau­den­pa­kete bestellen kann. Auf ihrer Inter­net­seite sind viele hilf­reiche Tipps und Anre­gungen zu finden. Ihre Vision: Gärten schöner und das Gärt­nern einfa­cher zu machen. In ihrem Sorti­ment entdecke ich tolle Geschenk­ideen für leiden­schaft­liche Gärtner, für Anfänger und für Balkon­be­sitzer. Modu­lare Pflanz­pläne ermög­li­chen auch Einstei­gern das Anlegen fantas­ti­scher Beete. Ihre indi­vi­du­elle Garten­be­ra­tung  kann man sogar aus der Ferne in Anspruch nehmen. Ich habe mit ihr über poeti­sche Gärten und die Kraft der Blumen  gespro­chen:

Etwas gestalten zu können macht zuver­sicht­lich.”

Liebe Frau Dahl, was faszi­niert Sie eigent­lich an Blumen?
Blumen machen einfach glück­lich. Ein Raum verän­dert seine Atmo­sphäre komplett, wenn ein Blumen­strauß in der Mitte steht. Und noch mehr, wenn diese gerade frisch im Garten geschnitten wurden. Die künst­lich wirkenden Blumen mit ihren langen geraden Stielen, die es häufig bei Floristen gibt, kommen niemals an die Sinn­lich­keit von echten Garten­blumen heran. Deswegen kam ich auf die Idee, den Anbau eigener Schnitt­blumen in den privaten Gärten wieder populär zu machen.

Jora Dahl – Schattenstauden

Stauden, die den Schatten lieben © Jora Dahl

Was macht denn Ihrer Erfah­rung nach einen schönen Garten aus?
Harmonie, Rhythmus und Kontraste. Der Garten ist der Link zwischen Land­schaft und Haus. Er sollte aus beiden Sphären Elemente zitieren, um so einen flie­ßenden Über­gang zu schaffen. Ich mag Gärten, in denen alle Mate­ria­lien natür­li­chen Ursprungs sind. Und ich mag Kontraste von eleganten und heimi­schen, wilden Pflanzen.

Sie sind von so vielen bild­schönen Blumen umgeben. Haben Sie denn eine liebste Blume?
Unmög­lich, es sind zu viele….na gut, in den letzten Jahren wurde meine Dahli­en­liebe größer und größer. Und natür­lich Tulpen und Narzissen. Ich liebe die blassen Pastell­töne.

Gibt es eine Blume oder Pflanze, die Ihrer Meinung nach mehr Aufmerk­sam­keit verdient?
Man sollte gene­rell mehr Aufmerk­sam­keit auf beson­dere, neue Sorten legen. Immer noch sind alle Kosmeen, die ich in der Gärt­nerei kaufe, weiß oder pink. Die butter­gelben oder apri­cot­far­benen sind viel span­nender, häufig aber nur über auslän­di­sche Shops zu beziehen. Diesen Umstand wollte ich ändern – und habe deswegen mein Unter­nehmen gegründet.

Gartenblumen: Staudenkollektion von Nora Dahl

Stau­den­kol­lek­tion “Pastel Meadow”  © Jora Dahl

Verraten Sie uns ein sicheres Rezept für ein Stau­den­beet, das auch Anfän­gern Mut macht?
Stau­den­beete sind leicht zu pflegen, wenn sie richtig ange­legt sind. Aber ihre Gestal­tung gehört zu dem Schwie­rigsten, was man so machen kann. Selbst viele Land­schafts­ar­chi­tekten können kein Stau­den­beet planen. Die Pflanzen selbst sind aber so robust und bringen so viel Leben­dig­keit in den Garten. Ich empfehle jedem Anfänger entweder eine profes­sio­nelle Planung oder eine Kollek­tion, in der schon die rich­tigen Sorten zusam­men­ge­stellt sind. Und das Wich­tigste: Gruppen bilden und diese wieder­holen. Die meisten Stauden sehen einzeln gepflanzt sehr verloren aus. Sie wirken in der Masse.

Viele Menschen glauben, sie hätten keinen “grünen Daumen”. Wie erleben Sie das?
Das mit dem Daumen ist ein Mythos. Es ist einfach viel Garten­wissen über die Genera­tionen verloren gegangen und viele fangen bei null an. Da helfen häufig auch die besten Bücher nicht.

Gärt­nern ist Expe­ri­men­tieren, aber man wird mit den Jahren besser.

Ich hatte vor zehn Jahren keine Ahnung und mache bis heute Fehler. Das ist völlig normal, man sollte sich einfach nicht zu sehr an den Bildern der Hoch­glanz­ma­ga­zine orien­tieren. Das ist immer eine Moment­auf­nahme und es wird viel getrickst für schöne Fotos.
Schauen Sie sich lieber die echten Gärten an. Auch in Sissing­hurst (einem der berühm­testen Gärten der Welt, “Sissing­hurst Castle” in der Graf­schaft Kent in Groß­bri­tan­nien) sind die Beete nicht perfekt, aber es geht immer um die Atmo­sphäre – und die kann manchmal bei einem unper­fekten Garten viel besser sein, als bei einem, in dem kein Blätt­chen Unkraut zu sehen ist.

Gartenblumen: Samenkollektion von Jora Dahl

Wild Bouquets Nigella Collec­tion” © Jora Dahl

Können Blumen auch Mut machen?
Sie können helfen, unsere Gedanken in eine posi­tive Rich­tung umzu­lenken. Wenn ich mich momentan – wie wahr­schein­lich jeder – abends bei den Nach­richten grusele und Angst habe, was noch auf uns zukommt, denke ich manchmal vor dem Einschlafen an meine Neupflan­zungen, an Stauden, die ich unbe­dingt auspro­bieren möchte, an neue Dahli­en­kom­bi­na­tionen und daran, welche Hühner­rasse sich wohl in unserem Garten wohl fühlen würde. Diese Gedanken und Bilder sind besser als Yoga. Etwas gestalten zu können macht zuver­sicht­lich, ja.

Audrey Hepburn hat einmal gesagt:

Einen Garten zu pflanzen bedeutet an Morgen zu glauben.”

Stimmen Sie ihr zu?
Auf jeden Fall. Es gibt den realen Garten und den in meinem Kopf. Und die unbän­dige Lust, den aus meinem Kopf real erleben zu können, die Vorfreude darauf, das ist etwas Wunder­bares im Leben.

Liebe Frau Dahl, herz­li­chen Dank für das Inter­view!

Alle Ange­bote und den Online­shop von Jora Dahl finden Sie unter www.joradahl.de

Jora Dahl
Büro Berlin
Jägerstr. 35
D‑10117 Berlin

T. +49 160 9494 3993
E‑Mail:

Schauen Sie doch mal bei ihr vorbei!

Wunderschöne Gartenblumen von Nora Dahl

Blumen machen einfach glück­lich” © Jora Dahl

Gartenblumen und Osterschachteln – ein DIY

DIY – Früh­lings­hafte Oster­schach­teln

Auf die Idee für meine Schach­teln bin ich gekommen, als ich eine Camem­bert-Schachtel aus Span in den Händen hielt. Man kann sie ebenso gut für dieses DIY benutzen wie gekaufte Span­schach­teln. Sie haben nur statt eines festen Bodens einen Papp­boden. Span­schach­teln bekommt man in verschie­denen Formen und Größen in jedem Bastel­ge­schäft und natür­lich online (z.B. von Rayher).

Hier ist Fantasie gefragt

Ich habe meine Schach­teln mit Wand­farbe aus Proben­töpf­chen (z.B. von Farrow & Ball) gestri­chen, die ich noch im Keller hatte. Deswegen war noch eine Schicht matten Klar­lacks als Schutz nötig. Acryl­farben eignen sich eben­falls gut. Verziert habe ich meine Schach­teln mit Dresdner PappenIch bin ganz vernarrt in diese ausge­fal­lenen und edlen Pappen, die auf tradi­tio­nelle Art gefer­tigt wurden. Ich habe ja bereits hier schon einmal über sie geschrieben. Für dieses DIY habe ich einige Pappen mit matter Farbe ange­malt. So auf die Schachtel geklebt, muten sie fast wie Porzel­lan­fi­guren an.

Kinder helfen gerne beim Bemalen der Span­schach­teln.

Garten­blumen, Vögel und Libellen

Auf manche Schach­teln kann man mit einem feinen Pinsel noch kleine Blüten neben die aus Pappe geprägten Vögel, Hasen und Libellen malen oder sie mit Punkten verzieren. Anre­gung findet man hierfür natür­lich in Büchern oder Maga­zinen.
Die Dresdner Pappen lassen sich mit Flüs­sig­kleber gut fixieren. Das Innere der Schach­teln entweder eben­falls anmalen – viel­leicht sogar in einer Kontrast­farbe – oder einfach mit Seiden­pa­pier ausschlagen.
Nun die Blumen­zwie­beln oder Samen­tüt­chen für die Garten­blumen in die Schach­teln legen. Wichtig ist natür­lich, dass die Bezeich­nung und die Pflanz­an­lei­tung auch beigefügt werden.

Viel­leicht können wir mit diesen Oster­über­ra­schungen unseren Lieben ein Lächeln ins Gesicht zaubern? Und das schöne Gefühl der Vorfreude auf Beete voller Blumen!

DIY- Gartenblumen und Osterschachteln

Die Blüte einer Möhre habe ich aus einem alten Natur­kun­de­buch abge­malt.

DIY- Gartenblumen und Osterschachteln

DIY- Gartenblumen und Osterschachteln

Dresdner Pappen bekommen Sie z.B. hier: www.dresdner-pappen.de

Worte, die Mut machen…

…“Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.” Es ist eine Heraus­for­de­rung  – aber viel­leicht müssen wir sie annehmen, um die nächste Stufe zu erklimmen…

Hermann Hesse schrieb übri­gens dieses opti­mis­ti­sche Gedicht  am 4. Mai 1941 nach langer Krank­heit und mitten im Krieg. Ursprüng­lich nannte er es “Tran­szen­dieren”, bekannt wurde es dann unter dem Titel “Stufen”. Hier finden Sie das voll­stän­dige Gedicht, sogar auch von Hermann Hesse selbst vorge­tragen.

Osterschachteln mit Zwiebeln für Gartenblumen

Blumen­zwie­beln für bienen­freund­liche Anemonen

DIY-Osterschachteln, gefüllt mit Blumensamen und Blumenzwiebeln

 

 

 

DIY: gefärbte Leinenschürze

DIY: Leinen­schürze – in Blau gebadet

Wer gele­gent­lich zurück­blickt, kann dabei durchaus die Trends von morgen entde­cken. Denn die Wunder­kammer der Vergan­gen­heit inspi­riert Künstler und Desi­gner immer wieder zu neuen Ideen. Ich musste zum Beispiel schmun­zeln, als ich auf den Lauf­stegen die dies­jäh­rigen Früh­jahr-/Sommer-Kollek­tionen sah. Ein großes Thema: Batik! “Oh, das hatten wir doch in den 70ern schon hoch und runter”, lacht meine Tante. Und auch in den 90ern ging nichts ohne kunter­buntes Batik-Shirt – am besten selbst­ge­macht. Die gefärbten Teile  sorgten für sommer­li­ches Hippie-Feeling. So mancher hat viel­leicht für immer genug davon, für andere wiederum ist es viel­leicht neu oder bleibt span­nend. So ist es eben mit den Trends.

Textil­fär­be­tech­niken wie Batik – ein aus Indo­ne­sien stam­mendes Färbe­ver­fahren mit Wachs –oder Shibori – eine Technik aus Japan, bei der durch Falten, Wickeln, Pressen und Abbinden unzäh­lige Muster entstehen – sind bereits viele  Jahr­hun­derte alt. Aus dem flachen Stoff kreieren Shibori-Künstler  drei­di­men­sio­nale Formen. Die Spuren dieser Vorbe­hand­lung zeigen sich später in den Mustern.
Die faszi­nie­rende Shibori-Technik hat mich zu diesem DIY-Projekt inspi­riert: Leinen­schürze – in Blau gebadet… und zwar in der Wasch­ma­schine!

DIY: gefärbte Leinenschürze

DIY: Schürze nähen und färben

Auf Streifzug

Shibori (shiboru – wringen, pressen, drücken) – mit dieser mehr als 1000 Jahre alten Textil­fär­be­technik haben arme Leute in Japan ihren alten Stoffen wieder neuen Glanz verliehen. Abge­nutzte Kleider – meist aus einfa­chen Hanf­stoffen – wurden geflickt und mit Indigo, einem tief­blauen Natur­farb­stoff, gefärbt. Aus der Not heraus entstand so über die Jahr­hun­derte eine beson­dere Hand­werks­kunst und eine, auch von den höheren Gesell­schafts­schichten, aner­kannte Kunst­form.
Doch – wie andere alte Hand­werks­tech­niken auch – wurde sie vom tech­ni­schen Fort­schritt größ­ten­teils in den Schatten gestellt. Die kleinen Renais­sancen in der Mode oder im Inte­rior­design sorgen viel­leicht dafür, dass wir sie nicht ganz vergessen.

DIY: gefärbte Leinenschürze

Jede ein Unikat

Diese Schürze habe ich aus altem fran­zö­si­schen Leinen genäht. Solch hand­ge­webtes Leinen von beson­derer Qualität findet man immer wieder mal auf Märkten, in Antik­ge­schäften oder z.B. über Klein­an­zeigen. Ich habe ein schönes Stück bei einem meiner Streif­züge durchs ” 7. Zimmer “entdeckt. Perfekt für mein Projekt “Leinen­schürze”. Natür­lich kann man auch ein Leinen­stück im Stoff­ge­schäft kaufen. Oder man färbt – im Sinne der Shibori-Tradi­tion – eine bereits etwas abge­tra­gene Schürze?
Ich habe meine Schürze  in der Wasch­ma­schine mit Textil­farbe aus der Drogerie gefärbt. Das funk­tio­niert sehr gut und es gibt zahl­reiche schöne Farben. Auch ein Anthrazit oder ein tiefes Grün könnte ich mir fantas­tisch vorstellen.
Das Färben mit Indigo hingegen ist zwar eigent­lich optisch unschlagbar, aber auch deut­lich aufwän­diger und schwie­riger  (dazu noch ein Hinweis am Ende dieses Beitrags!).

Ich habe meiner Leinen­schürze per Hand ein Mono­gramm auf die Tasche gestickt. Das finde ich beson­ders schön, wenn man die Leinen­schürze als Geschenk anfer­tigt.

DIY: gefärbte Leinenschürze

Ich glaube, meine Liebe zum Hand­ge­machten ist eine Reak­tion auf Trends, die immer noch stark von Verschwen­dung, Schnell­le­big­keit und Über­fluss geprägt sind. Es ist ein schönes Gefühl, etwas selber zu machen, einem alten Stoff eine neue Funk­tion zu geben. Darüber nach­zu­denken, wie man ihn noch nutzen kann und somit seine Geschichte weiter­zu­er­zählen. Eine schöne Möglich­keit, Tradi­tion in der Moderne zu bewahren. Außerdem ist es total span­nend, Stoffe auf diese Art zu färben. Das Ergebnis ist immer eine Über­ra­schung.…

Leinenschürze mit Shiboritechnik gefärbt

Mate­rial:

  • Leinen (110 x 140 cm), gewa­schen
    (Antikes Leinen liegt nicht so breit. Mein Stück hatte eine Breite von 90 cm, dafür war es länger. Und ich habe die hübschen Webkanten an den Seiten nicht umge­näht)
  • Nähma­schine, Nähgarn aus Baum­wolle oder passend zur Farbe, in der gefärbt wird
  • Steck­na­deln, Schere, Bügel­eisen
  • kleiner Stick­rahmen (ca. Ø 10 cm), Stick­garn, Stick­nadel
  • Textil­farbe  ( z.B. Simplicol expert + Farb­fi­xerer oder Dylon), je nach Gewicht des Stoffes 1–2 Packungen 
  • Gummi­bänder, Schnur
Schnitt­schema:

Leinenschürze - Schnittshema

1 cm Naht­zu­gabe ist einbe­rechnet
x – Ansatz­punkte für die Binde­bänder

Anlei­tung:

Die Schürze im Stoff­bruch (Stoff links auf links gelegt) zuschneiden (ich habe einfach eine vorhan­dene Küchen­schürze als Schnitt­muster genutzt). Die Binde­bänder aus dem doppelt gelegten Stoff zuschneiden, so dass man vier Bänder erhält. 
Die Kanten der Tasche versäu­bern (mit Kettel- oder Zick­zack­stich).

Binde­bänder:
Die Teile für die Tail­len­bänder längs in der Mitte falten (links auf links) und 0,5 cm vom Rand absteppen. Die Naht­zu­gaben mit der Hand ausein­ander falzen. Eine kurze Seite 0,5 cm vom Rand absteppen. Die Ecken etwas abschneiden. Nun z.B. mithilfe eines Koch­löf­fels den Schlauch wenden. Die Bänder bügeln. Dabei die offenen Seiten 0,5 cm nach innen einschlagen und bügeln.

DIY: Leinenschürze Bindebänder

Bei der Schürze die seit­li­chen Naht­zu­gaben doppelt einschlagen und absteppen.
Für den unteren und den oberen Saum  die Kanten erst 1 cm einschlagen, bügeln, und den Saum dann ca. 2 cm einschlagen, bügeln und fest­steppen.

Zwei Binde­bänder je rechts und links von hinten an den oberen Saum stecken und mit einem Rechteck fest­steppen.
Die beiden Binde­bänder für die Taille von hinten an die seit­li­chen oberen Ecken stecken und eben­falls mit einem Rechteck fest­steppen.

Die Tasche wird noch nicht aufge­näht, damit wir sie nach dem Färben in den Stick­rahmen einspannen können.

Leinen­schürze färben

Die Binde­bänder der Schürze von der langen Seite her eng auf eine Schnur (etwas länger als die Binde­bänder)  wickeln. Dann nach Belieben in Abständen Gummi­bänder fest um die aufge­rollten Binde­bänder wickeln. Die Enden der Schnur zusam­men­ziehen, den Stoff auf der Schnur zusam­men­schieben und die Schnurenden fest verknoten.

DIY: Schürze nähen und färben

Für die Quer­streifen die Schürze mittig senk­recht falten und dann in ca. 4–5 cm breite zieh­har­mo­ni­ka­ar­tige Falten legen. Nun mit den Gummi­bän­dern in Abständen nach Wunsch Stellen abbinden, die dann später weiß bleiben. Das nun entstan­dene lange Stück ein bis zweimal knicken und mit Schnur zusam­men­binden, damit ein etwas kompak­teres Paket entsteht. Hier ist es aber dem eigenen Expe­ri­men­tier­drang über­lassen, eigene Muster und Methoden zu finden.

Die Tasche habe ich auf ein doppeltes Stück Schnur gerollt und nur leicht mit der Schnur zusam­men­ge­bunden. Sie sollte eher schlicht bleiben, damit man das Mono­gramm gut erkennen kann. Bei mir entstand so ein leichter Farb­ver­lauf.

Nun den Stoff nach Anlei­tung des Herstel­lers mit der Textil­farbe in der Wasch­ma­schine färben. Ich habe den Stoff vorher nass gemacht, damit er die Farbe besser annimmt. Die Farb­menge richtet sich nach dem Gewicht des Stoffes. Ich habe zwei Farb­fla­schen benutzt, da mein Leinen­stoff recht schwer war.
Nach dem Färben in der Maschine kommt der span­nende Moment: nun werden alle Schnüre und Gummi­bänder entfernt und man erkennt das Muster.
Die Schürze trocknen lassen und mit Dampf gut bügeln.

Shibori: gefärbte Leinenschürze

Das Stick-Mono­gramm

Den Stoff für die Tasche in einen Stick­rahmen spannen und ein Mono­gramm entweder per Hand oder mit einer Scha­blone und Schnei­der­kreide oder Blei­stift zart aufzeichnen. Hübsch sind auch die alten Stick­scha­blonen (mehr dazu hier).

Für mein Mono­gramm habe ich den Schnur­stich gewählt. Eine Anlei­tung dazu und zu weiteren mögli­chen Stick-Stichen gibt es hier: handarbeitszirkel.de

Nun die Kanten der Tasche 1 cm einschlagen, bügeln. Die obere Kante per Hand mit einem unsicht­baren Saum­stich fixieren (wer eine Anlei­tung braucht, findet sie hier). Abschlie­ßend die Tasche mittig oder leicht seit­lich aufsteppen.

Stickmonogramm mit Schnurstich

Mono­gramm – mit einer alten Stick­scha­blone aufge­bracht. Es funk­tio­niert ganz gut mit einem Pinsel und etwas Lidschatten.

Stickmonogramm mit Schnurstich

Dieses Mono­gramm ist per Hand mit Blei­stift vorge­zeichnet.

Shibori-Leinenschürze mit Monogramm

DIY: gefärbte Leinenschürze

Lust auf echtes Indigo?

Die Textil­de­si­gnerin Camille Sachse aus Hamburg bietet unter ihrem Label Made­moi­selle Camille unter anderem Indigo DIY Kits zum Bestellen an. In dem Paket ist alles, was man für ein kleines Projekt (Geschirr­hand­tuch oder Jute­beutel) braucht, enthalten. Natür­lich inklu­sive einer Anlei­tung.
Außerdem bietet sie mehr­mals im Jahr Indigo Shibori Work­shops in Hamburg und Köln an. Infor­ma­tionen gibt es unter https://www.mademoisellecamille.com/shop/workshops/

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Der Sessel neue Kleider

 

 

 

 

 

Trüffelkäse, Blätterteig und Birnen…

Von Blät­ter­teig, Trüf­fel­käse und Birnen…

Manchmal darf es gerne etwas mehr sein. Für mich zumin­dest. Da plane ich einen Abend oder Nach­mittag mit Gästen, über­lege, backe, koche, deko­riere und habe Spaß an einer beson­deren Insze­nie­rung. Aber manchmal ist weniger auch mehr! Dann möchte ich einfach nur liebe Menschen um mich haben, sehne mich nach einem guten Gespräch, nach Gesel­lig­keit und einem unkom­pli­zierten Abend ohne Planung und Groß­ein­kauf.
Zuhause ist der perfekte Ort für diese Abende. Frei von Hektik und Abhän­gig­keiten, ein Ort der Entspan­nung. Ob um einen großen Tisch oder dicht gedrängt um einen kleinen – ganz egal wie – Platz ist in der kleinsten Hütte.
Das Handy aus, die Hände frei für das Glas und diese köst­li­chen Blät­ter­tei­gröll­chen mit Trüf­fel­kä­se­fül­lung. Die übri­gens über­haupt keine Arbeit machen und trotzdem etwas ganz Beson­deres sind, aber dazu unten mehr…

Trüffelkäse, Blätterteig und Birnen…

Wein, Wasser, Weis­heiten

Wie schön ist es, immer mal wieder mit Freunden die Welt neu zu ordnen. Eine gute Flasche Wein und ein paar Klei­nig­keiten kommen auf den Tisch. Es braucht nicht viel, um einen Platz einla­dend und gemüt­lich zu gestalten. Kerzen, natür­lich, Blumen stehen sowieso auf dem Tisch. So eine vertraute kleine Runde hat etwas Beglü­ckendes. Es wird gescherzt, gelacht, debat­tiert, geträumt und erzählt – meis­tens kommt die eine oder andere Geschichte zum wieder­holten Male ans Licht, egal!
Diese Privat­heit, dieses Beisam­men­sein ohne Ziel, ohne Zweck, einfach nur so, ist so wichtig und so wohl­tuend.

Im Licht der Kerzen…

Trüffelkäse, Blätterteig und Birnen…

Gute Nacht Freunde

Der Lieder­ma­cher und Sänger Rein­hard Mey hat 1972 ein wunder­schönes Lied geschrieben. Ich höre es immer wieder gerne, und es hat mich zu diesem kleinen Beitrag inspi­riert. “Gute Nacht Freunde” (hier zu hören) gehört zu meinen Lieb­lings­lie­dern.

Gute Nacht, Freunde, es wird Zeit für mich zu geh‘n.
Was ich noch zu sagen hätte, dauert eine Ziga­rette und ein letztes Glas im Steh‘n.
Für den Tag, für die Nacht unter eurem Dach.
Habt Dank für den Platz an eurem Tisch, für jedes Glas, das ich trank,
Für den Teller, den ihr mit zu den euren stellt, als sei selbst­ver­ständ­li­cher nichts auf der Welt.
(…)”

Irgendwie trifft es das.  Und auch wenn wir manche Freunde lange nicht gesehen haben, so ist doch gleich wieder diese beson­dere Gesprächs­ebene da. Als wären in einem kost­baren Käst­chen all die schönen Erin­ne­rungen, die gemein­samen Erleb­nisse und  Empfin­dungen aufbe­wahrt. Sieht man sich, wird der Deckel gelüftet, und alles ist einfach da. Und – ganz wichtig – es kommen ja auch immer wieder neue Erleb­nisse hinzu.

(…)Habt Dank für die Zeit, die ich mit euch verplau­dert hab‘
Und für Eure Geduld, wenn‘s mehr als eine Meinung gab.
Dafür, daß ihr nie fragt, wann ich komm‘ oder geh‘,
Für die stets offene Tür, in der ich jetzt steh‘. (…)”

 

Zeit für Freunde

Blät­ter­teig mit Trüf­fel­käse und Birnen

Natür­lich würden für einen Abend mit Freunden auch ein paar Salz­stangen als Knab­be­reien  genügen. Schließ­lich geht es darum, dass man sich sieht. Aber nicht viel aufwän­diger und doch ungleich köst­li­cher sind selbst­ge­zau­berte Blät­ter­tei­gröll­chen mit Trüf­fel­weich­käse, und Honig-Ingwer-Birnen, die man mit Käse­wür­feln genießen kann. Frisches Baguette vom Bäcker oder aufge­ba­cken aus der Tief­kühl­truhe und dazu eine Mohn­butter.

Selbst kurz­fris­tiger Besuch kann mit diesen Lecke­reien verwöhnt werden. Und wer im Super­markt um die Ecke keinen Trüf­fel­weich­käse bekommt, nimmt einfach einen anderen fran­zö­si­schen Weich­käse. Wunderbar passt z.B. auch ein Chaource aus gesal­zener Kuhmilch. Er stammt aus der Cham­pagne oder dem Burgund, ist fein buttrig, leicht salzig, cremig und köst­lich.

Trüffelkäse

Blät­ter­tei­gröll­chen mit Trüf­fel­käse:

Zutaten:

Blät­ter­teig aus dem Kühl­regal (1 Pck. reicht für ca. 10 Röll­chen)
Trüf­fel­weich­käse (z.B. l’Or­tolan Trüffel), Alter­na­tive ohne Trüffel: z.B. Chaource
etwas Rosmarin, Mohn
1 Eigelb

Zube­rei­tung:

Den Ofen auf 200° Umluft vorheizen.
Den Blät­ter­teig aus dem Kühl­schrank nehmen, er sollte 10 Minuten bei Raum­tem­pe­ratur ruhen.
Den Trüf­fel­käse in schmale Streifen schneiden.
Den Blät­ter­teig quer vor sich legen und einmal mittig quer teilen. Jede Hälfte in fünf Teile schneiden. 
Trüf­fel­kä­se­streifen auf die linke Seite eines Blät­ter­teig­stücks legen, die Kanten mit Eigelb bestrei­chen. den Blät­ter­teig rechts neben dem Käse­streifen ein paar mal quer einschneiden (nicht bis zum Rand!). Nun den Blät­ter­teig aufrollen, die Seite zudrü­cken und die Rollen mit den Einschnitten nach oben auf ein Back­blech mit Back­pa­pier legen. Mit Eigelb bepin­seln und etwas Rosmarin oder Mohn aufstreuen. Mit allen Blät­ter­teig­stü­cken so verfahren.
Im Ofen ca. 10–12 Minuten backen.
Die Röll­chen schme­cken auch kalt noch lecker.

Blätterteig mit Trüffelkäse füllen

Blätterteig mit Trüffelweichkäse gefüllt

Birnen mit Trüffelkäse

Honig-Ingwer Birnen mit Rosmarin:


Zutaten:

Birnen (z.B. Abate)
Ingwer
Honig
Rosmarin

Trüf­fel­hart­käse  und Gruyère Réserve in Würfeln

Zube­rei­tung:

Die Birnen schälen (Kern­ge­häuse entfernen) und in Würfel schneiden. Ingwer schälen und fein schneiden. Rosmarin spülen und klein hacken.  Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen, die Birnen­würfel, Ingwer, Rosmarin hinein­geben. Etwas Honig hinzu­geben und solange  in der Pfanne schwenken, bis die Birnen leicht weich sind.

In einem Schäl­chen mit Holz­spießen zu den Käse­wür­feln servieren.

Honigbirnen mit Ingwer und Rosmarin

Honigbirnen mit Ingwer und Rosmarin

Honigbirnen mit Ingwer und Rosmarin

Mohn­butter:

2 Esslöffel Blau­mohn in der Pfanne kurz rösten, abkühlen lassen. Mit 250 g Butter und etwas Fleur de Sel vermengen.
Die Mohn­butter schmeckt toll zu Baguette oder Ciabatta.

Mohnbutter mit Fleur de Sel

Kost­bare Momente

Bei allem Fort­schritt, allen Trends und tech­ni­schen Inno­va­tionen sollten wir nicht vergessen, das Leben zu feiern. Das echte, das wahr­haf­tige und wunder­schöne Leben. Dazu brau­chen wir weder eine High­tech-Küche noch ein insta­gramtaug­li­ches Super­zu­hause… nur Menschen, die uns wichtig sind – und Zeit!

Trüffelkäse, Blätterteig und Birnen…

 

Zum Abschluss noch etwas Süßes?
Scho­ko­la­dent­rüffel mit Kakao­nibs