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Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

Zu Besuch bei Künst­lerin Janina Musi­al­czyk

Zeichnen ist wie Schreiben. Jeder hat seine ganz persön­liche Hand­schrift, seinen Strich, und die Kunst ist es, sich diese beson­dere Eigenart zu bewahren”, erklärt mir Künst­lerin Janina Musi­al­czyk. Ich habe die gebür­tige Polin in ihrer Wohnung im Hamburger Norden besucht.

Ich finde es faszi­nie­rend, Menschen kennen­zu­lernen, deren Herz für etwas brennt, die eine unstill­bare Leiden­schaft für ihr Hand­werk und für krea­tives Schaffen haben. Krea­ti­vität hat etwas mit Gefühlen zu tun. Und Gefühle und Empa­thie unter­scheiden uns von künst­li­cher Intel­li­genz, von Maschinen. Diese Mensch­lich­keit zu bewahren und zu schützen ist so wichtig. Menschen, die die Kunst zu einem Teil ihres Lebens machen, sind meis­tens nicht von kommer­zi­ellen Aspekten getrieben, viel­mehr von einem inneren Drang, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Diese unter­schied­li­chen Formen des Ausdrucks sind es doch, die die Kunst so span­nend machen.

Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

Ein Leben für die Kunst

Seit 38 Jahren lebt Janina Musi­al­czyk in Hamburg, nachdem sie als junge Frau mit Mann, Tochter und zwei Koffern 1981, kurz vor Einfüh­rung des Kriegs­rechtes in Polen, über Schweden nach Deutsch­land ausge­reist ist. Gespannt lausche ich ihrer bewegten Geschichte.

Geboren ist Janina Musi­al­czyk kurz vor Kriegs­ende, 1943 in der polni­schen Stadt Kraśnik. Ihre Kind­heit war von Krieg und Nach­kriegs­zeit geprägt. Früh hat sie entdeckt, dass Malen und Zeichnen eine Form des Ausdrucks für sie sind. Später studierte sie an der Hoch­schule für Bildende Künste in Łódź (heute: Akademia Sztuk Pięknych w Łodzi im. Władysława Strze­mińs­kiego) und erhielt 1967 ihr Diplom. Zahl­reiche Ausstel­lungen in Polen, in der Schweiz und in Deutsch­land folgten.

Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

Unter­wegs 17’, aus der Serie: Kommen, werden, gehen; 1993

ZUHAUSE – ein Begriff mit großem Gewicht

Haupt­thema ihrer Bilder ist die Suche, die Sehn­sucht nach ZUHAUSE, dem Haus, der Bleibe, der Iden­tität.
ZUHAUSE, Raum haben, Gebor­gen­heit fühlen und Sicher­heit. Was genau ist das? Wo ist es? Ist es ein Ort, sind es Menschen, ist es ein Gefühl?
Ein span­nendes und wieder sehr bedeut­sames Thema, wie ich finde, jetzt in Zeiten, in denen die Themen ‘Flucht’ und ‘Heimat­ver­lust’ leider sehr aktuell sind.
Und auch ange­sichts der rasanten Entwick­lungen unserer Zeit fragen sich viele, wie sie trotz stetiger Bewe­gung Halt finden können, wo ihr Platz ist, wer sie eigent­lich sind.
Zwar versu­chen wir unsere “vier Wände” schön zu gestalten. Jeder auf seine Art. Aber reicht das aus, um dieses tiefe Gefühl des RICHTIGEN ORTES zu haben? Und wie fragil ist dieses Gefühl? Eines ist klar: Kein Navi­ga­ti­ons­system kennt den Weg dorthin.

Ohne Titel, aus der Serie: Mieträume; 2012

Lebens­li­nien

Über 1000 Werke lagern im Archiv der Künst­lerin, in denen sie die Suche, die Bezie­hung von Menschen zu “Häusern”, von Menschen zu Menschen und die Ausein­an­der­set­zung und Suche nach der eigenen Persön­lich­keit thema­ti­siert.
Beim Betrachten der Zeich­nungen kann ich fast hören, wie die Feder über das Papier saust. Die schwarzen Pigmente sind zum Ausdruck starker Gefühle geworden. Die Zeich­nung ist eine impul­sive, sehr direkte Ausdrucks­form, bei der die Künst­lerin ihr inneres Befinden, ihre Gedanken und Emotionen, aber auch Eindrücke, die sie von der Außen­welt empfängt, schnell auf das Blatt bringen kann. Jede gezeich­nete Linie prägt das Ergebnis.
Ich denke an ein Zitat von Paul Klee:

Die Linie ist ein Punkt, der spazieren geht.”

Aber hier scheint er nicht nur zu spazieren, viel­mehr scheint er zu hasten, tempe­ra­ment­voll zu eilen, um sich rasch auf seinem Weg in Bilder zu verwan­deln. “Mein Strich mag schnell und impulsiv sein, aber ich zeichne nicht zerstreut, sondern konzen­triert, in einem Zustand der Samm­lung. Meine Bilder bringen die Flüch­tig­keit der uns umge­benden Welt in gewisser Weise zum Stehen, heben einzelne Momente aus ihr heraus, die auf diese Weise an Bestand und Bedeu­tung gewinnen”, beschreibt es Janina Musi­al­czyk.

Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

Begeg­nung 1’, aus der Serie: Kommen, werden, gehen; 1993

In manchen Bildern schafft Janina Musi­al­czyk eine irri­tie­rende Melan­cholie, andere sind auf eine trau­rige Art poetisch, zuweilen bedrü­ckend. Es ist die Ironie des Schick­sals: gut und böse, traurig und glück­lich, verloren und aufge­hoben liegen manchmal so dicht beiein­ander.
Manche Figuren scheinen etwas zu suchen, das sie doch nicht finden können. Anstelle von Füßen, die einen sicheren Stand gewähren, haben einige Figuren Räder. Hände, die hand­lungs­fähig machen fehlen zumeist…  Immer in Bewe­gung und doch am Ende nur ein Schatten in dem, was bleibt.
Musi­al­c­zyks Bilder geben Rätsel auf. Ein drama­ti­sches Hell-Dunkel, die Span­nung von Figuren zuein­ander.

Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

Zirkus’, aus der Serie: Es taumelt; 1996

Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

Weißes Haus’, aus der Serie: Stufen; 2009

Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

Montag, 2. Dezember 2002’, aus der Serie: Episoden; 2002

Was verbinden Sie mit einem rich­tigen Zuhause?”, möchte ich wissen. “Sicher­heit. Unab­hän­gig­keit. Zuhause kann man sein wie man ist. Man hat Raum für sich und Ruhe vor den Unruhen der Welt”, antwortet sie. “Die Suche nach diesem ‘Ort’ ist jedoch oft eine Belas­tung und ein mühsamer Weg.

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Auf Rädern’, aus der Serie: Begeg­nungen unter­wegs; 1995

Sie erzählt: “In den schweren Phasen meines Lebens arbeite ich beson­ders viel. Es ist wie ein Rausch, nach einer gewissen Zeit bin ich ganz versunken. Alles, Sorgen, Probleme rücken in den Hinter­grund.” Die Kunst als Lebens­eli­xier?

Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

Am Schrank lehnend: ‘Unter­wegs’, aus der Serie: Begeg­nungen unter­wegs; 1996

Sowohl in ihrer Zeit in Polen, wo sie von 1967 – 1981 eine Atelier­gruppe für Bildende Künste leitete, als auch später in ihrer Schule für Zeich­nung, Malerei und Kompo­si­tion in Hamburg widmete sie sich mit Leiden­schaft der Arbeit mit begabten Kindern, Jugend­li­chen und Erwach­senen.

Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und MalereiWas haben Sie ihren Schü­lern geraten?”, inter­es­siert mich. “Gute Sachen entstehen nur, wenn man Fehler macht, auspro­biert, über Grenzen geht und wage­mutig ist”, erklärt sie. “Oft schmeißt man einiges weg, bis etwas wirk­lich Gutes entstanden ist.” Unzäh­lige Schüler hat die Künst­lerin inspi­riert. Während sie erzählt, kann ich mir das gut vorstellen. Spätere renom­mierte Künstler, Gestalter, Archi­tekten, Restau­ra­toren – sie hat es geschafft, in ihnen ein krea­tives Feuer zu wecken, sie zu beflü­geln.

werde dich nehmen bei der hand
mit dir gehen in die welt
dir zeigen einen stein
darauf einen tropfen wasser
werde dir zeigen einen gras­halm
darauf eine kleine ameise
dir zeigen kleines
kleines
noch klei­neres
und es wird wichtig
und es wird groß

Janina Musi­al­czyk,  12. januar 2013

Aus: Janina Musi­al­czyk, Unter­wegs, drei Hefte. Hamburg 2015

Genaues Betrachten und ausgie­biges Beob­achten ist eine Grund­vor­aus­set­zung fürs Zeichnen und Malen. Das Auge muss das genaue Sehen lernen”, erklärt Janina Musi­al­czyk. “Je mehr man entdeckt und aufspürt, desto inter­es­santer wird die Welt.
Manchmal muss man dem Auge Zeit geben, Schön­heit entstehen zu lassen. Viel­leicht sollten wir uns mehr Zeit nehmen, die Dinge um uns herum wirk­lich zu sehen und in uns aufzu­nehmen?

Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

Feder­tanz’, aus der Serie: Mit dem Wind; 2001

Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

links: ‘Zu zweit’, aus der Serie: Geister und Häuser; 2015 und rechts: ‘Geschwister’, aus der Serie: Geister und Häuser; 2013

Janina Musi­al­czyk zeigt mir ihre neusten Arbeiten. Eine neue Technik, die Feder­zeich­nung mit Acryl verbindet. “Es ist ein wunder­bares, großes Gefühl, wenn man etwas Neues geschaffen hat. Als Künstler möchte man einzig­artig sein”, so Musi­al­czyk. Sie expe­ri­men­tiert mit Mate­ria­lien, Farben, zerlegt Arbeiten, um sie zu Neuem werden zu lassen. Sie stem­pelt, schreibt und foto­gra­fiert. Ihr Antrieb: ihr unbän­diger schöp­fe­ri­scher Drang und… “Liebe und Freund­lich­keit. Ohne Liebe könnte ich nicht sein”, verrät mir die Künst­lerin. Auch in der Liebe können wir uns zuhause fühlen!

Stem­pel­bilder
Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

Im Aufzug’, aus der Serie: Fort­gang; 2017

Die Betrach­tung von Kunst ist eine schöne Gele­gen­heit, das Auge und den Kopf vom sonst so schnellen Bild­wechsel und der Reiz­über­flu­tung zu entspannen. Noch genauer hinzu­schauen, zu denken und zu fühlen. Was wir als Betrachter in der Kunst sehen und entde­cken, hat viel mit unserem eigenen Lebens­mo­ment zu tun, unsere Gedanken und Gefühle vervoll­stän­digen die Arbeit der Künstler. Kunst, auch das ist mir beim Besuch der Künst­lerin klar geworden, hat sehr viel mit dem Erhalt unserer Iden­tität und unserer Kultur zu tun.
Denn Kunst, ihre Aussage und das, wofür sie steht, über­dauert uns, wird weiter­ge­geben und ist somit etwas zutiefst Nach­hal­tiges.

 

Die Betrachtung von Kunst, ist eine schöne Gelegenheit, das Auge und den Kopf vom sonst so schnellen Bildwechsel und der Reizüberflutung zu entspannen. Noch genauer hinzuschauen, zu denken und zu fühlen. Was wir als Betrachter in der Kunst sehen und entdecken, hat viel mit unserem eigenen Lebensmoment zu tun, unsere Gedanken und Gefühle vervollständigen die Arbeit der Künstler. Kunst, auch das ist mir beim Besuch der Künstlerin klar geworden, hat sehr viel mit dem Erhalt unserer Identität und unserer Kultur zu tun. Denn Kunst, ihre Aussage und das wofür sie steht überdauert uns, wird weitergegeben und ist somit etwas zutiefst Nachhaltiges und Singstiftendes .

Kontakt: http://janinainkamusialczyk.de

 

Alle Rechte an den Fotos der Bilder und Zeich­nungen liegen bei der Künst­lerin.

Foto­gra­fien: Larissa Wasser­ziehr

 

 

Schokoladentrüffel mit Kakonibs zum Selbernaschen oder als süßes Mitbringsel. Ein tolles Rezept für alle Schokoladenliebhaber!

Scho­ko­la­dent­rüffel mit Kakao­nibs

Ich kann allem wider­stehen, nur der Versu­chung nicht.”

Oscar Wilde

Oh ja, wenn es um Scho­ko­lade geht, können bestimmt die meisten von uns Oscar Wilde verstehen. Wir haben auch immer Scho­ko­lade im Haus, die dunkle, mindes­tens 70% Kakao­an­teil. Mein Mann und meine Kinder lieben dunkle Scho­ko­lade. Aber bei Scho­ko­la­dent­rüf­feln gibt es kein Halten mehr. Dieser zarte Schmelz! Dieses Aroma! Wie kleine Trüf­fel­schweine suchen die Fami­li­en­mit­glieder manchmal den Kühl­schrank und die einschlä­gigen Schub­laden nach der wert­vollen Köst­lich­keit ab.

Schokoladentrüffel mit Kakonibs zum Selbernaschen oder als süßes Mitbringsel. Ein tolles Rezept für alle Schokoladenliebhaber!

Kleines Glück verschenken

Selbst­ge­machte Scho­ko­la­dent­rüffel eignen sich toll als Mitbringsel oder kleine Aufmerk­sam­keit. Hübsch verpackt in einem Tütchen oder einer Schachtel, sind sie die perfekte Klei­nig­keit für alle Scho­ko­laden-Lieb­haber. Und es ist gar nicht schwer, Scho­ko­la­dent­rüffel selber herzu­stellen. Das Geheimnis: Hoch­wer­tige Zutaten! Gute Scho­ko­laden und Bio-Sahne sorgen für ein gaumen­schmei­chelndes Ergebnis.

Schokoladentrüffel mit Kakonibs zum Selbernaschen oder als süßes Mitbringsel. Ein tolles Rezept für alle Schokoladenliebhaber!

Zutaten (für ca. 25 Trüffel):
  • 80 g Zart­bit­ter­scho­ko­lade (70% Kakao­an­teil)
  • 80 g Voll­milch­scho­ko­lade 
  • 2 Esslöffel Kakao­nibs 
  • 1 Prise Salz
  • 60 g Bio-Sahne
  • 20 g weiche Butter
  • Kakao­pulver 

Schokoladentrüffel mit Kakonibs zum Selbernaschen oder als süßes Mitbringsel. Ein tolles Rezept für alle Schokoladenliebhaber!

Zube­rei­tung:

Die Kakao­nibs noch etwas feiner und kleiner hacken. Zart­bitter- und Voll­milch­scho­ko­lade fein reiben.Schokoladentrüffel mit Kakonibs zum Selbernaschen oder als süßes Mitbringsel. Ein tolles Rezept für alle Schokoladenliebhaber! Es geht mit der Hand­reibe (Achtung! Auf die Finger aufpassen…). Einfa­cher ist es sicher mit einer Küchen­ma­schine. Salz hinzu­geben. Die Sahne in einen Topf geben und einmal kurz aufko­chen. Nun die Sahne langsam mit einem Schnee­besen unter die Scho­ko­lade rühren. Die Scho­ko­lade löst sich auf und eine cremige Masse sollte entstehen. Jetzt die weiche Butter unter­rühren und die Kakao­nibs dazu geben. Abge­deckt mit Frisch­hal­te­folie einige Stunden oder über Nacht in den Kühl­schrank stellen. 

Schokoladentrüffel mit Kakonibs zum Selbernaschen oder als süßes Mitbringsel. Ein tolles Rezept für alle Schokoladenliebhaber!

Um Kugeln zu formen, sollte die Masse erkaltet sein. Ist sie zu fest, einfach kurz stehen lassen und warten. Die Masse zwischen den Händen zu Kugeln formen (zwischen­durch immer wieder die Hände waschen, sonst wird es zu klebrig). Abschlie­ßend die Kugeln in Kakao­pulver wälzen.

Schokoladentrüffel mit Kakonibs zum Selbernaschen oder als süßes Mitbringsel. Ein tolles Rezept für alle Schokoladenliebhaber!

Natür­lich kann man die frisch herge­stellte Masse auch in Sili­kon­förm­chen füllen. Sili­kon­formen für Pralinen gibt es in allen mögli­chen Varia­tionen.

Die fertigen Scho­ko­la­dent­rüffel sollten im Kühl­schrank aufbe­wahrt werden. So schme­cken sie köst­lich und halten sich einige Wochen.

Übri­gens: Kakao­nibs sind sehr scho­nend gerös­tete Stück­chen von rohen Kakao­bohnen. Sie haben einen unver­fälschten Geschmack und enthalten wert­volle Nähr­stoffe wie z.B. Kalzium und Magne­sium. Sie passen toll zu Müsli, zu Joghurt oder Quark.

Schokoladentrüffel mit Kakonibs zum Selbernaschen oder als süßes Mitbringsel. Ein tolles Rezept für alle Schokoladenliebhaber!

Schokoladentrüffel mit Kakonibs zum Selbernaschen oder als süßes Mitbringsel. Ein tolles Rezept für alle Schokoladenliebhaber!

Schokoladentrüffel mit Kakonibs zum Selbernaschen oder als süßes Mitbringsel. Ein tolles Rezept für alle Schokoladenliebhaber!

 

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Zuviel Scho­ko­lade? Lieber Kekse? Dann bitte hier entlang zu den echt leckeren Ingwer-Limetten-Keksen…

 

 

 

 

 

 

 

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.

Backen macht glück­lich: Oster­stuten

Stell dich deiner Furcht! So heißt es immer. Und der Früh­ling, die Zeit des Neube­ginns, ist genau der rich­tige Zeit­raum dafür. Darum habe ich beschlossen, es zu tun, raus aus dem Schne­cken­haus und mutig voran! Am Ende wird bestimmt alles gut…

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.

Denn Ostern naht und die Tradi­tion besagt: Zeit einen Oster­stuten (Weiß­brot) zu backen. Mit Hefe. Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.Sorgen­voll blicke ich auf den kleinen Würfel, die Diva unter den Back­zu­taten. Wird es diesmal klappen? Vor mir liegt ein uraltes Rezept. Uralt – denn meine Urgroß­mutter hat nach diesem Rezept ihren “Stuten” bereits geba­cken. Meine Urgroß­mutter, meine Groß­mutter, meine Mutter…die Männer der Familie liebten und lieben ihn – es muss mir also in den Genen liegen. Nur meine Erfah­rungen mit Hefe sind gemischt. Mal klappt es, mal nicht und eher Zwei­teres. Wer ähnliche Ängste hat und sich ihnen nicht stellen möchte, kann hier zu meinem Weiß­brot­re­zept OHNE Hefe gelangen (das natür­lich zu Ostern auch perfekt passt).

Aber an Heraus­for­de­rungen wachsen wir und außerdem ist der Stuten echt köstlich…mit streich­zarter Butter…und Marmelade…und backen macht ja schließ­lich glück­lich…

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.

Eigent­lich wird der Stuten in einer großen Kasten­form geba­cken. Aber es ist Ostern und ich möchte einen Oster­kranz! Ich nutze also meine Spring­form mit Kranz­ein­satz und backe nach Rezept. Ergebnis: Lecker, aber optisch im hinteren Mittel­feld. Ich habe gar kein Foto gemacht, schließ­lich hat man einen Ruf zu verlieren…

Für die Kranz­form dürfte der Teig etwas geschmei­diger sein. Nach einigem Gegrübel starte ich einen zweiten Versuch, nehme Trocken­hefe und füge dem Teig ein Ei zu. Damit der Kranz  hübsch wird, forme ich Kugeln und lege sie rund­herum in die Form. Und siehe da: ein hübscher Oster­kranz ist das Ergebnis. Und lecker schmeckt er auch.

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.

Varia­tion mit Trocken­hefe und einem Ei

Expe­ri­men­tier­freude

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.Aber nun hat mich das Back­fieber gepackt. Es muss doch auch mit dem Urre­zept gehen… Ich starte den nächsten Versuch mit frischer Hefe. Beim zweiten ‘Gehen­lassen’ des Teiges in der Form quillt der Teig etwas über den Rand. Ich stopfe ihn rund­herum kühn wieder in die Form und ab in den Ofen.
Der Duft, der das Haus durch­strömt, ist verhei­ßungs­voll.
Et voilà: Mein rustikal anmu­tender Oster­stuten. Herr­lich in Konsis­tenz und mit köst­li­chem Aroma. Gelungen!
Und nun raus an die frische Luft. Denn draußen unter freiem Himmel schmeckt so ein frisches Hefebrot mit Butter und Marme­lade unschlagbar. Mit dem guten Gefühl, die zickige Hefe langsam in den Griff zu bekommen, schmeckt der frische Stuten sogar noch besser!

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.

Im Garten sind überall Eier und Eier­nester versteckt…Wer suchet, der findet…

Vielleicht wird es ja dieses Jahr mal wieder was mit Frei­luft-Oster­brunch. Ich bin jeden­falls kuriert, denn alle Oster­stuten-Varia­tionen (eine habe ich im Text noch unter­schlagen) waren letzt­lich super­le­cker. Hier gilt: Probieren geht über Studieren! Schließ­lich haben die Menschen früher auch nicht stun­den­lang im Netz nach ulti­ma­tiven Tipps und Tricks gesucht…

Zutaten:
  • 500 g Mehl (Typ 550)
  • 1 Würfel Hefe
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 150 g Zucker
  • 100 g Butter

 

Zube­rei­tung:

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.Das gesiebte Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde bilden. Den Rand flach drücken. In die Mulde die Hefe bröckeln und mit der lauwarmen Milch verrühren. Etwas von dem Zucker und ein wenig Mehl darüber­streuen. Die Butter in Flöck­chen auf dem Rand verteilen. Abge­deckt mit einem Tuch an einem warmen Ort 20 Minuten gehen lassen. (Nimmt man Trocken­hefe, kann man diesen Schritt auslassen und direkt alle Zutaten zusam­men­mi­schen)
Nun den Rest Zucker  (und nach Belieben ein Ei) hinzu­fügen und gut verkneten. Unter einem Tuch 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
Den Teig nun noch­mals gut durch­kneten. Auch gerne mit den Händen. Den Ofen auf 50°C vorheizen. Die Spring­form mit Kranz­ein­satz fetten und kurz im Ofen anwärmen.
Aus dem Teig tennis­ball­große Kugeln formen: dazu das Teil­stück auf ein Holz­brett legen, die Hand aufsetzen, die Finger­spitzen aufstellen und mit krei­senden Bewe­gungen einen schönen glatten, runden Teig­ling herstellen. Die Kugeln in der Form anein­ander legen und abge­deckt in den Ofen stellen. Tür leicht geöffnet lassen. Nach ca. 45 Minuten, wenn der Teig schön aufge­gangen ist, die Form heraus­nehmen, den Ofen auf 175°C (Umluft 160°C) vorheizen und den Stuten dann ca. 50 Minuten backen. Falls er oben gegen Ende der Back­zeit zu dunkel wird, einfach ein Stück Back­pa­pier drüber legen. 

Den Oster­stuten abkühlen lassen und genießen oder hand­warm in Frisch­hal­te­folie und Alufolie einwi­ckeln und fürs Früh­stück so aufbe­wahren.

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.

Servier­tipp:

Den Kranz kann man mit essbaren Blüten deko­rieren. Ich habe genommen, was im Garten zu finden war: Gänse­blüm­chen und Vogel­miere. Die weißen Blüten passen hübsch zu dem gold­braunen Oster­stuten. Aus einfa­chem Mürbe­teig (siehe Rezept Ingwer-Limetten-Kekse) habe ich noch ein paar Schmet­ter­lings­kekse geba­cken und locker auf dem Kranz drapiert. Wahr­schein­lich werden sie sowieso schnell wegge­nascht…

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.

Kresse in kleinen Gefäßen mit Gänse­blüm­chen und “Möwen­eiern” (das ist eine Süßig­keit!) deko­riert.

 

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.

Viel Spaß!!

 

DIY-Ostereier. Ostereier in pudrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

DIY – Oster­eier

In den letzten Tagen sind so einige Oster­eier durch meine Hände gegangen. Auspusten, ausspülen, aufspießen, anmalen, verzieren, aufhängen…. Die Familie hat sich über “Rührei” satt gefreut und mir ist einmal mehr aufge­fallen, wie perfekt und wunder­schön so ein Ei ist.
Design, Funk­tion, Statik: Danke liebe Natur!

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.Die Form und die matte Ober­fläche des Eis sind von einer bestechenden Harmonie. Und wenn man bedenkt, wie stabil die Schale ist, obwohl sie nur etwa 0,4 Milli­meter dick ist, kann man schon von einem kleinen Wunder spre­chen.
Die Stabi­lität ist durch die Biegung der Ober­fläche bedingt. Ein auf die Schale ausge­übter Druck verteilt sich gleich­mäßig über das ganze Ei und so kann das liebens­werte Oval so einiges aushalten. Nicht umsonst haben sich Archi­tekten und Inge­nieure auch bei der Konstruk­tion vieler Gebäude von der Form des Eis inspi­rieren lassen, wenn wir nur an Kuppeln denken.

An Ostern steht das Ei für Neuan­fang, Wachstum, den Ursprung des Lebens.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

DIY-Ostereier. Ostereier in pudrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

Wie mögen Sie Ihr Ei? 

Bei uns kommen die Oster­eier in diesem Jahr an die Kette. Inspi­riert von der matten Schale, habe ich sie mit ebenso matten, pudrigen Wand­farben ange­malt (ich greife gerne auf meine kleine Samm­lung Farb­pro­ben­töpf­chen zurück, aber natür­lich funk­tio­nieren matte Acryl­farben auch). Für ein gleich­mä­ßiges Ergebnis sind zwei Anstriche notwendig. Die ausge­pus­teten Eier sollten oben und unten ein Loch haben. Aufge­spießt auf Schaschlik-Spießen, lassen sich die Eier gut bemalen. In ein Gefäß mit Sand gesteckt, können sie in Ruhe trocknen.
Einige Eier sind einfarbig geblieben, andere haben ein zartes Muster aus Punkten bekommen. Mit der Spitze eines Spießes lassen sich die Punkte fein auftupfen.
Anderen Oster­eiern wiederum hat meine Tochter mit einem etwas strup­pigen Pinsel eine ganz einfache Verzie­rung in einer Kontrast­farbe verpasst.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

Für die leuch­tend blauen Akzente habe ich “Dunkles Ultra­ma­rin­blau, glän­zend” gewählt.

Aufhän­gung:

Die Aufhän­gung besteht aus gebo­genem Gold­draht. Mit einer Rund­zange lassen sich die Drähte jeweils zu einer 8 formen, die dann inein­ander gehakt werden. So entstehen hübsche Gold­kett­chen, an denen die Oster­eier baumeln können. Um die Kette am Ei zu befes­tigen, habe ich ein Stück Gold­draht durch das Ei gefä­delt und oben und unten mit der Rund­zange eine Öse geformt. An der oberen Öse wird nun die Kette einge­hakt.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.
Einige Eier habe ich noch mit dem Gold­draht umwi­ckelt. Für die rich­tige Länge des Drahtes das  Ei dreimal längs umwi­ckeln.  Das lange Draht­stück nun durch die Löcher des Eis fädeln und unten mit der Rund­zange eine Öse formen. Den Draht nun von oben über das Ei nach unten führen, durch die Öse ziehen, wieder nach oben führen, unter dem dortigen Draht hindurch­ste­cken und noch­mals nach unten führen, durch die Öse und wieder hoch. Das Ende dann unter dem gespannten Draht durch­führen und zu einer Öse biegen. An der Öse die Kette befes­tigen.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

Die untere Öse habe ich mit zarten, kleinen Federn oder mit Trod­deln aus Stickgarn/Perlgarn geschmückt.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

Troddeln/Ouasten:

Je nach gewünschter Größe, kann man das Garn einige Male über zwei leicht gespreizte Finger wickeln. Zum Abschluss den Faden einmal mittig zwischen den Fingern hindurch führen und die Mitte so kenn­zeichnen. Das Garn von den Fingern nehmen, in der Mitte zusam­men­falten und mit dem Faden, der die Mitte beschreibt, einige Male um den oberen Quas­ten­be­reich wickeln, verknoten. Die unteren Schlaufen aufschneiden. Eine Öse aus Gold­draht formen und oben durch die Quaste stecken. Mit der Öse an der unteren Öse des Eis einhaken und die Öse zudrü­cken.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

Und da der Früh­ling so eine schöp­fe­ri­sche Zeit ist, haben meine drei Kinder noch ein nied­li­ches Früh­lings­ge­dicht gedichtet:

Früh­ling

Ei, ei, ei, was seh’ ich da
ein verliebtes Gimpel­paar.
Beide singen, tiri­lieren
schnä­beln sich und musi­zieren.

Einer hat den Schnabel voll
baut ein Nest, das wird ganz toll.
Um sodann darin zu brüten
und die Eier zu behüten.

Knackt die Schale, springt das Ei
und schon ist das Küken frei.
Jetzt gehts mit dem Füttern los,
denn der Hunger ist schon groß.

Alle lieben diese Zeit,
denn nun blüht es weit und breit.
Futter ist genü­gend da
und das Küken piepst: “Hurra!”

DIY-Ostereier. Ostereier in pludrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

Tipp/Produktempfehlung (unver­gütet):

Meine Farb­pro­ben­töpf­chen sind von Farrow & Ball (100ml) und Little Greene (60 ml). Ich benutze die Wand­farben gerne für meine Projekte, da sie eine wunder­bare Optik garan­tieren. Wer Inter­esse hat, kann hier schauen, oder hier.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

DIY: Schach­brett-Bilder

Haben Sie manchmal Lange­weile? Tun Sie nichts, schauen nur so vor sich hin und plötz­lich: BÄM! ist da eine Idee. Eine Idee, was man tun könnte, eine Lösung für eine Frage­stel­lung oder einfach ein richtig guter Einfall. Ich erlebe dieses Phänomen häufiger, beson­ders bei meinen Kindern. Erst stapfen sie unschlüssig herum und wissen nichts zu tun… laaang­weilig. Und dann, ganz plötz­lich, geschäf­tiges Gewusel. Auf diesem Nähr­boden der Ruhe und des Nichts­tuns sprießen die wunder­vollsten und krea­tivsten Ideen wie Blumen hervor.

Lange­weile zu haben bedeutet auch, die Frei­heit für etwas zu haben.

Viel­leicht blät­tert man in einem Buch, einem Magazin oder hört Musik und plötz­lich verknüpfen sich die Gedanken mit dem Gese­henen oder Gehörten – und ein guter Einfall ist geboren.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

Unmög­lich in der Hektik, die uns umgibt? Ich denke, wir sollten unsere Lebens­zeit mehr wert­schätzen und uns bewusst für etwas, aber auch mal gegen etwas entscheiden. Stellen wir uns die Frage “Was ist mir wirk­lich wichtig”, bringen wir viel­leicht etwas Ruhe in unser Leben und verzet­teln uns nicht andau­ernd. Meine Familie und ich entscheiden uns immer wieder bewusst gegen verplante Zeit, um genau diesen Nähr­boden für Krea­ti­vität und Muße zu schaffen.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

Meine Idee für die Schach­brett-Bilder entstand an einem herr­lich lang­wei­ligen Feri­entag beim Durch­blät­tern eines Buches über eine der stil­prä­gendsten Innen­ar­chi­tek­tinnen  und Desi­gne­rinnen des 20. Jahr­hun­derts, Andrée Putmann. Als sie in den 80er Jahren ein Hotel in New York gestalten sollte, war ihr Budget so gering, dass sie für die Bade­zimmer die “billigsten Kacheln der ganzen Verei­nigten Staaten” (Zitat Andrée Putmann) suchen musste. Und so wurde aus der Not heraus eine geniale Idee geboren. Statt die Bade­zimmer mit kleinen weißen Kacheln auszu­statten, fragte sie auch nach schwarzen Exem­plaren und kachelte die Bade­zimmer im Schwarz-Weiß-Schach­brett­muster – fortan  ein Marken­zei­chen Putmanns.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

Aus “Putmann Style” von Stephan Gerschel/ Collec­tion Rolf Heyne

So simpel die sich anein­an­der­rei­henden Quadrate auch sein mögen, so effekt­voll sind sie. Der klare Kontrast, die klaren Formen. Lang­weilig? Nein, eine perfekte Kompo­si­tion! Sogar die Natur – in meinen Augen die geni­alste unter allen Schöp­fern – hat mit diesem Muster die Blüten einer wunder­schönen Zwie­bel­blume, der Schach­blume (Fritil­laria), gestaltet.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

Es muß nicht kompli­ziert sein

Gemeinsam mit meinen Kindern habe ich die Idee für die DIY-Wand­de­ko­ra­tion entwi­ckelt. Quadrate ausmalen ist nicht schwer, aber es hat fast etwas Medi­ta­tives, jedem Quadrat des Musters eine eigene Optik zu verleihen. In solchen Momenten kann man spüren, dass es uns glück­lich macht, wenn wir in einer Tätig­keit voll und ganz aufgehen. Das Leben verlang­samt sich. Es tut gut, sich für etwas Zeit zu nehmen.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

Wir haben mit Acryl­farben auf Lein­wand­qua­draten (30 x 30 cm) gear­beitet. DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.Beim Malen kann man herr­lich seine Neugier ausleben, das Mate­rial erfor­schen und tolle Effekte erzielen. In die Acryl­farben arbei­teten wir getrock­nete Pflan­zen­teile, Gräser­frag­mente, Zwie­bel­schalen und gerie­bene Kreide ein. So bekommt die Farbe eine plas­ti­sche Anmu­tung. Mit kleinen Spach­teln schoben wir die dicke Farbe hin und her, um inner­halb der Quadrate für Struk­turen zu sorgen. Wir waren offen für Expe­ri­mente.
Aus roten Zwie­bel­schalen und schwarzen Teeblät­tern haben wir einen Sud gekocht, mit dem wir hier und da die Pflan­zen­teile betupften. Durch die natür­liche, rötliche Färbung entstanden span­nende Effekte.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

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DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

Rand und Kanten der Keil­rahmen habe wir mit Wand­farben mit drei Anstri­chen gefärbt, aber natür­lich kann man auch hierfür Acryl­farben benutzen.

So sind drei Schach­brett-Bilder entstanden. Eines Schwarz-Weiß, eines Blau-Weiß und eines Grün-Weiß.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

Mate­rial:

Quadra­ti­scher Keil­rahmen (Größe nach Wunsch), Acryl­farben (für die Umran­dung habe ich Wand­farben in Probe­dös­chen genommen), Pinsel, Blei­stift und Lineal zum Vorzeichnen, Natur­ma­te­ria­lien zum Einar­beiten, Kreide (z.B. Stra­ßen­kreide), Reibe

Zwiebel-Tee-Sud: Schalen von roten Zwie­beln und einige schwarze Teeblätter mit einer Tasse Wasser aufko­chen und etwas ziehen lassen.

Alter­na­tive:

Wer mag, kann aus einem Leder­rest einen Streifen mit der Breite des seit­li­chen Randes und der Länge des Umfangs zuschneiden und als “Rahmen” stramm um das Bild kleben.

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Zur DIY-Anlei­tung der Bilder­sta­tive, die auf manchen Fotos zu sehen sind, geht es hier.

Mehr Inspi­ra­tion zur Gestal­tung von Wänden gibt es hier.

 

 

 

 

 

 

 

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Aus Liebe zu Blumen – ein Porträt

In einem Blumen­laden herrscht immer ein wunder­barer Duft.
 ‘Der Blumen­laden der Made­moi­selle Violeta’, Màxim Huerta

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Gute Floristen sind Künstler”, sagt Claudia Lange. Sie sitzt mir in einem kleinen Café in Hamburg-Eppen­dorf gegen­über und ihre Augen funkeln fröh­lich. Künstler sind uner­schöpf­lich kreativ und bereit, für die Liebe zu ihrer Kunst einen harten Weg zu gehen. Nur wenige werden stein­reich und berühmt, alle anderen werden allein von der Kraft getragen, die die Liebe zu ihrem Hand­werk, ihrer Kunst  frei­setzt. Und wie alle Künstler brau­chen sie Menschen, die ihre Kunst sehen, verstehen und bereit sind, diese auch zu hono­rieren.

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Blumen…

Schon in frühster Kind­heit lernen wir, dass wir mit Blumen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern können. Der frisch gerupfte Gänse­blüm­chen­strauß, den wir stolz der Mutter über­reicht haben, hat sie strahlen lassen. Mein Eltern­haus kann ich mir ohne frische Blumen gar nicht vorstellen und auch in unserem Haus dürfen frische Blüten nie fehlen. Und was wäre mit all den Gemälden und Gedichten? Ohne Blumen? Unvor­stellbar!

Küchen­blume

Ein Raum ohne Blumen ist…“ein toter Raum!” ergänzt Claudia Lange. Seit 30 Jahren bestimmen Blumen ihr Leben. Sie ist Floristin aus Leiden­schaft und führt seit nun 11 Jahren ein Blumen­ge­schäft in der Isestraße – einer  meiner Lieb­lings­straßen Hamburgs. Dort habe ich sie besucht, denn mich faszi­niert das vom Aussterben bedrohte Hand­werk.
“Ursprüng­lich wäre ich gerne Bühnen­bild­nerin geworden”, erzählt sie, “aber dann habe ich mich doch für das Floristen-Hand­werk entschieden.” Ihre große Nähe zur Natur, zu Flora und Fauna, hat sie dazu gebracht. Sogar ihr Faible für Insze­nie­rungen, für Malerei und Theater kommt ihr in ihrem Beruf zu Gute.

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Ihr Laden misst nur etwa 42 Quadrat­meter, aber Claudia Lange hat ihn zu einem bezau­bernden Kleinod gemacht. Das matte “Englisch Grau” an den Wänden hat sie aus dem histo­ri­schen Farb­sor­ti­ment ihres Geschäfts­nach­barn Peter Nolden von ‘Peter Inte­rior’. Die dunkle Farbe wirkt wie ein Passe­par­tout, vor dem all die Blumen auf dem runden Tisch in der Mitte des Raumes wie ein Feuer­werk leuchten.
“Die Gestal­tung des Ladens ist auch wie die Erschaf­fung eines Bühnen­bildes”, lacht die Inha­berin. Und tatsäch­lich: Das Schau­spiel der extra­va­ganten Schön­heiten, der lang­stie­ligen Diven und der inter­es­santen Charak­ter­köpfe könnte keinen besseren Rahmen finden.

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Küchen­blume – so heisst das kleine Blumen­pa­ra­dies. Warum? “So wie die Küche in einem Haus ein kommu­ni­ka­tiver Mittel­punkt ist, so soll auch mein Laden zum Gespräch einladen. Und wie Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.die Küche ein sinn­li­cher Ort ist, so soll auch mein Laden ein krea­tiver, sinn­li­cher Treff­punkt sein. Außerdem habe ich auch immer viele Kräuter und essbare Blüten im Angebot.” 
Das ist das Schöne an so einem Laden: Man hat direkten Kontakt zu seinen Kunden. “Manche Kunden habe ich schon bei vielen wich­tigen Stationen des Lebens mit meinen Blumen begleitet. Hoch­zeit, Taufe, Geburts­tage. Blumen berühren etwas in uns, sie spre­chen alle Sinne an. Und auch in trau­rigen Lebens­phasen helfen uns Blumen, geben uns Halt.”
Welche Blumen bringen Sie einer trau­rigen Freundin mit? möchte ich wissen. “Einen dicken Strauß mit vielen kleinen Blüten, der aussieht wie frisch gepflückt.”
Blumen bedeuten Leben, sie verän­dern sich von Tag zu Tag. Knospen springen auf, Stiele biegen sich, erste Blüten­blätter fallen…

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Hand­werk

In diesem Beruf kannst Du nur gut sein, wenn Du über eine Schwelle gehst, die weh tut”, erklärt mir Claudia Lange. Und dafür, dass sie in der Nacht um halb 2 aufge­standen ist, um auf dem Blumen­groß­markt ein üppiges Sorti­ment schönster Blumen zu kaufen, sieht sie erstaun­lich wach aus. “So schön der Beruf ist, so hart ist er auch. Schweres Tragen, eiskalte, von stach­ligen Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.Gewächsen geschun­dene Hände, frühes Aufstehen.”  Die Liebe verlangt Opfer. Ihre Blumen kauft sie vor allem bei den Bauern aus dem Hamburger Umland. ‘Vier­länder Blumen’ gehören zu den schönsten über­haupt und sie möchte die Fami­li­en­be­triebe unter­stützen. “Ich kenne alle Bauern, manchmal sind es ganz kleine Betriebe, die wunder­bare Blumen anbieten.” Anschlie­ßend ist sie bis abends im Geschäft für ihre Kunden da. “Die Floristen, die ich kenne, sind meis­tens gut gelaunt. Ich glaube, es liegt an dem schönen Umfeld, umgeben von Leben, in dem sie arbeiten”, vermutet sie.

www.kuechenblume.com

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Und der Nach­wuchs?

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.Nach­schub an Blumen gibt es genug, aber Mitar­beiter oder gar Auszu­bil­dende zu finden, ist sehr schwer. Florist möchte heute kaum mehr ein junger Mensch werden. Die Bereit­schaft, sich auf die harte Arbeit und und die geringen Verdienst­aus­sichten einzu­lassen, gibt es kaum noch.
Viele Blumen­ge­schäfte sind schon aus Städten und Dörfern verschwunden. Vielen Kunden reicht die Blumen-Bund­ware aus Super­märkten und Discoun­tern.“Ich glaube, es wird bald nur noch wenige Floral-Desi­gner geben, die auf sehr hohem Niveau arbeiten und dann die großen Händler und Blumen­ketten”, so Claudia Lange.

Ich hoffe, dass wir in unserer mehr und mehr digital durch­or­ga­ni­sierten und opti­mierten Umge­bung noch lange die Chance haben, uns in kleinen, inha­ber­ge­führten Geschäften von einem ganz persön­li­chen Angebot verzau­bern und inspi­rieren zu lassen. Krea­ti­vität, Fantasie und Empa­thie sind zutiefst mensch­liche Eigen­schaften, die uns gut tun und auf die wir nicht verzichten sollten. Nehmen wir uns doch die Zeit, den Blumen­laden zu besu­chen. Auf ein Wort, auf eine Begeg­nung und ein glück­li­ches Gefühl beim Auswi­ckeln unserer frischen, wunder­schönen Blumen…

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Ich liebe Läden. Ich finde das amüsant. Es ist nicht nur wichtig, dass man etwas kauft, sondern wie man es kauft.”
                                                                                                     Karl Lager­feld

Kontakt: www.kuechenblume.com

Buch­emp­feh­lung

Der Blumen­laden L’Etoile Manquante – der fehlende Stern – ist einer jener Orte, an dem es sich lohnt zu warten, dass die Tür auf geht. …

Buchempfehlung: Huerta-Der-Blumenladen-der-Mademoiselle-VioletaWenn Sie Lust haben, noch einen bezau­bernden Blumen­laden, mitten in Paris, Saint-Germain-Des-Prés kennen­zu­lernen, kann ich Ihnen den Roman ‘Der Blumen­laden der Made­moi­selle Violeta’ von Maxim Huerta nur ans Herz legen. Der char­mante Besitzer, Monsieur Domi­nique, ist 74 Jahre alt und hat nicht nur einen beson­deren Sinn für Blumen, auch für seine Kunden hat er ein beson­deres Gespür. Als eines Tages die junge Spanierin Violeta den Laden betritt und das kleine Blumen­pa­ra­dies des älteren Herrn entdeckt, nimmt eine zauber­haft zarte Geschichte um Liebe, Erin­ne­rungen, Sehn­sucht, die Magie der Blumen und die Spuren der Zeit ihren Lauf.

Ein leises, poeti­sches Buch, mit liebe­voll gezeich­neten Charak­teren, das einfach ein gutes, glück­li­ches Gefühl hinter­lässt.
(360 Seiten, Thiele & Brand­stätter Verlag (1. Februar 2019)

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Ingwer-Limetten-Kekse

Manchmal bekommt man einfach nichts geba­cken, aber diese Kekse klappen immer!
Ich habe manchmal nach­mit­tags Lust auf einen Keks zum Tee. Während mein Mann sich mit einem Stück Scho­ko­lade zu seinem Kaffee begnügt, verspüre ich eher die Sehn­sucht nach einem kleinen Gebäck­stück.
Schon so einige Keks­pa­ckungen habe ich nach Hause geschleppt, aber fast jedes Mal ist das Urteil: zu süß! Und da mir das wiederum auf den Keks ging, habe ich mir ein eigenes Rezept über­legt, auspro­biert – und siehe da, nicht nur ich bin ganz verliebt in meine Ingwer-Limetten-Kekse – auch der Rest der Familie reißt sich um die knusp­rigen Dinger…was dazu führt, dass für mich wieder keiner übrig bleibt. Deshalb habe ich gleich ein Rezept mit 500 g Mehl entwi­ckelt.

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Das geniale an den Keksen:

Der Geschmack. Gehackter kara­mel­li­sierter Ingwer sorgt für eine feine Schärfe und ein beson­deres Aroma. Dazu die Frische und Fruch­tig­keit der Limetten…hmm….
Die Zucker­menge habe ich gering gehalten.

Das Lustige beim Kekseba­cken ist, das der Teig während der Zube­rei­tung schrumpft. Du gibst alles zusammen, knetest und die Schüssel ist voll. Du drehst dich kurz weg, um den Ofen anzu­stellen und schwups – da fehlt schon was! Komisch.… Ich denke, es liegt an Fami­li­en­mit­glie­dern, die ihre räube­ri­schen Finger und ihre Nasch­sucht nicht im Griff haben! Also, lieber gleich etwas mehr Teig, als zu wenig.
Der Teig lässt sich übri­gens auch super einfrieren. Kommt dann Besuch oder die Dose ist leer, kann man ruck­zuck Nach­schub backen.

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Zutaten:

  • 500 g Mehl
  • 350 g Butter
  • 100 g Puder­zu­cker
  • abge­rie­bene Schale von 3 Limetten
  • Saft einer Limette
  • 60 g Ingwer
  • ein guter Esslöffel Zucker
  • 1 TL Butter

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Zube­rei­tung:

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!Den Ingwer schälen und in hauch­dünne Scheiben schneiden. Den Zucker auf einem Pfan­nen­boden verteilen, die Ingwerscheiben darauf verteilen und bei starker Hitze den Zucker zum Schmelzen bringen. Auf mitt­lere Hitze regu­lieren. Ist der Zucker braun, den Teelöffel Butter hinzu­geben, kurz vermengen und alles auf ein Stück Back­pa­pier geben. Abkühlen lassen.

 

Mehl, Puder­zu­cker, Limet­ten­schale und -Saft in eine Schüssel geben. Die Butter in kleine Stücke schneiden, hinzu­fügen und alles so lange verkneten, bis ein gleich­mä­ßiger Teig entsteht.
Den kara­mel­li­sierten Ingwer klein hacken und unter den Teig kneten. 
Einge­wi­ckelt im Kühl­schrank ruhen lassen (ca. 30- 60 Min.).

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Den Ofen auf 200° (Umluft) vorheizen. 
Den Teig ausrollen und entweder die Kekse mit einem Förm­chen ausste­chen oder lässig mit einem Messer kleine Recht­ecke schneiden. Die Kekse auf einem mit Back­pa­pier ausge­legten Blech plat­zieren und für ca. 10 Minuten in den Ofen schieben, bis sie gold­braun sind.
Kekse abkühlen lassen.

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Wer es süß mag, kann sie nun mit einem Guss aus Puder­zu­cker und Limet­ten­saft und Nonpa­reilles (winzigen bunten Zucker­perlen) verzieren. 
Andern­falls schme­cken sie ganz pur auch köst­lich.

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Alter­na­tiven:

Aus den Grund­zu­taten Mehl, Puder­zu­cker und Butter lassen sich natür­lich auch noch andere Vari­anten zaubern. Ich habe einen Teil zu einfa­chen Butter­keksen verba­cken. Gibt man gehackte dunkle Scho­ko­lade hinzu, entstehen leckere Schoko-Plätz­chen.

Hmmm…KEKSE!!!

Noch mehr Lust auf Ingwer? Hier gehts zum Ingwer-Smoothie…

 

 

 

 

 

 

 

 

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

DIY-Bilder­sta­tive – Krea­tives mit Sti(e)l

Bilder­sta­tive selber­bauen

Der kleine dicke Krit­zelbär, Kopf­füßler, Bunt auf Hinter­grund – so könnte man die Bilder nennen, die uns manchmal von Kindern stolz über­reicht werden. Mit den Jahren werden die kleinen Kunst­werke dann immer ausge­feilter. Ein Fami­lien-Zuhause ist ein krea­tiver Ort, der sich ständig entwi­ckelt, und ich finde es wunderbar, wenn alle – Eltern und Kinder – am Gestal­tungs­pro­zess teil­haben. Dabei entstehen oft origi­nelle Ideen, Plätze und Deko­ra­tionen, die mit Fantasie und Witz gestaltet werden.
Umso besser, wenn wir den groß­ar­tigen kleinen Kunst­werken unserer Kinder zuhause Platz einräumen. Ich glaube, eine Wert­schät­zung ihrer Arbeiten fördert die Krea­ti­vität und das Selbst­be­wusst­sein,  mit dem sich die kleinen Nach­wuchs­künstler auf krea­tivem Terri­to­rium bewegen.
Und: Eine Umge­bung, in der Krea­ti­vität einen hohen Stel­len­wert hat, wirkt nicht nur auf Kinder anre­gend.
Hier ist auch bei Eltern Einfalls­reichtum gefragt. Eine Idee, wie man Bilder, Gemaltes oder Gedrucktes in den Wohn­räumen schön präsen­tieren kann, kam mir kürz­lich, als ich an einer Klein­an­zeige hängen blieb:
Konvolut alter Vorhang­klam­mern aus Messing zu verkaufen.

Mit diesen wunder­schönen Vintage-Klam­mern könnte man doch zwei, drei Bilder an hölzernen Stativen befes­tigen und auf Anrichten, Kommoden, Simsen oder z.B. dem Klavier in hübsche Still­leben inte­grieren…

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

Mit passenden Blumen oder Planzen und einigen Sammel­ob­jekten wird schnell ein Gesamt­kunst­werk aus dem kleinen Arran­ge­ment.

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

Auch knall­bunte Kinder­bilder kann man so ausstellen…

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

Oder ausdrucks­starke Gemälde schöner Damen…

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

Hübsche Klam­mern gibt es in vielen Varia­tionen. Alte Vorhang­klam­mern sind herr­lich nost­al­gisch und kosten nicht viel. Immer wieder entdecke ich sie in den Klein­an­zeigen oder auf Floh­märkten. Aber auch neue, moderne Klam­mern sehen gut aus.

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

Oder so:

Natür­lich eignen sich die Bilder­sta­tive nicht nur für Kinder­kunst, sondern auch für andere Lieb­ha­ber­stücke, wie z.B. Briefe, alte Noten­blätter, kleine Plakate, Maga­zin­seiten oder anderes unge­rahmtes Bild­ma­te­rial. Auch hier gilt wieder: der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und sobald die Bilder­sta­tive vor einem stehen, kommen die Ideen von ganz alleine.

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

So kann man Plakate oder Foto­gra­fien aufhängen…

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

Oder auf dem Klavier antike Noten­blätter ausstellen…

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

 

Und so einfach geht es:

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

Mate­rial:

Rund­stab (z. B. Buche), ca. 6 – 7 mm  x 100mm
Kant­holz (z.B. Kiefer) 30 x 60 x 1000 mm, zuge­schnitten auf  10 cm breite Stücke, die dann als Sockel dienen (bekommt man alles super im Baumarkt)
Hand­bohrer zum Vorbohren einer Vertie­fung mit dem Durch­messer des Rund­stabes (in das weiche Kiefern­holz lässt sich sogar mit einem Schlitz­schrau­ben­zieher eine Vertie­fung drehen, falls kein Bohrer zur Hand)
Schmir­gel­pa­pier
Holz­leim
Farbe oder Lack, Pinsel, Säge oder Cutter zum Zuschneiden des Rund­holzes

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

Anlei­tung:

Die Holz­klötze, die als Sockel dienen, kann man  im Baumarkt zuschneiden lassen. In die Mitte des Sockels wird nun mit einem Bohrer eine kleine Vertie­fung gebohrt (ca. 5 mm tief). Mit Hilfe eines Schlitz­schrau­ben­zie­hers lässt sich das Loch säubern und gege­be­nen­falls für den Rund­stab noch passender verbrei­tern.DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.
Den Rund­stab nun in der gewünschten Länge abschneiden (ich habe für drei Stative z. B. die Längen 31, 40 und 47 cm gewählt). Für das kleine, obere T-Stück ein 2 cm langes Stück Rund­stab zuschneiden. Jetzt werden alle Holz­teile abge­schmir­gelt.
In das Loch im Sockel etwas Leim geben und den Rund­stab hinein­drü­cken, gut trocknen lassen. Das obere T-Stück eben­falls mit Leim am Rund­stab befes­tigen und trocknen lassen.
Das Stativ dann anmalen. Ich hatte noch das Probe­dös­chen einer Wand­farbe, es gehen aber auch Lack­reste oder Acryl­farben. Zwei Anstriche sind für ein schönes Ergebnis nötig.

DIY: Bilderstative. Toll für die Inszenierung von Bildern, Schriftstücken, Notenblättern und vielem mehr.

Die Stative sind einfach und zügig gebaut und natür­lich können die Kinder dabei helfen.
Mit den Klam­mern können nun die kleinen Kunst­werke am T-Stück des Stativs fest­ge­klam­mert werden.
Die Kinder­kunst­werke auf meinen Fotos hat übri­gens meine Tochter im Laufe der letzten 9 Jahre ange­fer­tigt.

Viel Spaß!

Lust auf DIY-Tier­skulp­turen für kleine Still­leben? Bitte hier entlang…

Und hier noch einige Inspi­ra­tionen zur Insze­nie­rung von Kinder­kunst…

 

 

 

 

Zu Besuch bei den Freundts – Vintage-Buchstabensammler aus Hamburg. Ein Porträt.

Psst… wollen Sie ein ‘E’ kaufen?

Oder ein ‘A’, ein uraltes riesiges ‘B’, ein neon­be­leuch­tetes ‘L’ oder viel­leicht ein vergol­detes ’n’?

Zu Besuch bei den Freundts – Vintage-Buchstabensammler aus Hamburg. Ein Porträt.

Die Bedeu­tung von Buch­staben wurde uns bereits im Klein­kind­alter vermit­telt. Zum Spre­chen, Lesen und Schreiben – unver­zichtbar. Den Blick für die beson­dere und manchmal einzig­ar­tige Darstel­lung der Buch­staben entwi­ckelt man etwas später. Geschwun­gene und verschlun­gene, lange und schlanke, runde und eckige – arten­reich sind die verschie­denen “Figuren” der Lettern.
Doch dann gibt es da noch eine beson­dere Art von Buch­staben. Die von der Straße. Die hart­ge­sot­tenen. Weil sie da sind, wo das Leben tobt, vor den Geschäften, Bars, Cafés, Hotels und Restau­rants. Diese stillen Zeit­zeugen an den Häuser­fas­saden. Buch­staben, die unab­lässig ihre Botschaft aussenden, während der Lauf der Geschichte an ihnen vorüber­zieht. Und so über­standen die einen die Wirren des Zweiten Welt­krieges, unter anderen flanierten Damen in Petti­coats entlang und wieder andere wurden sogar von den Blicken der Beatles erfasst – wer weiß das schon so genau…?

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Zeitlos schön!

Zu Besuch bei den Freundts – Vintage-Buchstabensammler aus Hamburg. Ein Porträt.

Und deswegen schaffen es die kleinen und großen Buch­staben, die Herzen einiger Menschen zu erobern, ja sogar wahre Leiden­schaften zu wecken.
Sabine und Yves Freundt haben ein beson­ders großes Herz für diese stillen Zeit­zeugen. Seit 2003 sammelt das Paar Buch­staben jeder Couleur. Über 2000 große und kleine Exem­plare  befinden sich in ihrem Lager in Hamburg. Ergänzt durch Vintage-Leucht­re­klamen hat das Paar eine bemer­kens­werte Samm­lung zusam­men­ge­tragen, die sie über ihren Online­shop und bei Lager­ver­käufen veräu­ßern oder für Foto­shoo­tings und Film­auf­nahmen verleihen.

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Sabine und Yves Freundt in ihrem Buch­sta­ben­lager in Hamburg

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Ein mit Blatt­gold vergol­detes ’n’ aus massivem Stahl­guss aus den 50er Jahren.

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Kleine Messing­buch­staben regen die Fantasie krea­tiver DIY-Fans an…

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Die Leucht­re­klame eines ehema­ligen Regen­schirm­ge­schäftes in Wien.

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Ein Kirmes-Buch­stabe mit vielen, vielen Glüh­birnen…

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Ziem­lich groß und tief, das kleine ‘a’. Toll z.B. als Unterbau für einen Tisch oder eine Bar…

Warum vor allem Buch­staben?

Alles fing in Kopen­hagen an”, berichtet Sabine Freundt, “bei einem Städ­te­tripp haben wir uns in zwei tolle Vintage-Buch­staben verliebt. Ein ‘S’ und ein ‘Y’. Beide schmü­cken bei uns zuhause seitdem die Wand, und viele mehr sind hinzu­ge­kommen.”

Die Skan­di­na­vier nutzten damals schon lange Buch­staben als Deko-Objekte. An der Wand, auf dem Side­board, im Regal. In Deutsch­land hingegen hatten noch nicht so viele den deko­ra­tiven Wert der Vintage-Lettern erkannt. Von der Sammel­lei­den­schaft gepackt, suchte Yves Freundt Stadt und Land nach Buch­staben ab. Ausran­gierte, verges­sene, nutz­lose. “Einige habe ich selber abmon­tiert, was teil­weise gar nicht so einfach war”, erzählt er mir. “Beson­ders schön sind oft die Geschichten, die uns die Besitzer zu den Buch­staben erzählen”.
Sind die Lettern doch als Botschafter einer Marke  Zeugen von Hoff­nung, Erfolg und Fall eines Geschäftes oder einer Unter­neh­mung.

Zu Besuch bei den Freundts – Vintage-Buchstabensammler aus Hamburg. Ein Porträt.

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Unser großes Glück war, dass wir eines Tages vom Nach­lass­ver­walter eines Buch­sta­ben­samm­lers aus Wien kontak­tiert wurden und einen großen Teil seiner Samm­lung mit 700 Buch­staben bekommen haben”, erzählt Sabine Freundt begeis­tert.

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Mitt­ler­weile füllen auch nieder­län­di­sche Scho­ko­la­den­guss­formen, Kirmes­buch­staben mit unzäh­ligen Glüh­birnen, Buch­sta­ben­scha­blonen, Druck­let­tern aus Holz und neue Buch­staben und Zeichen aus der Eigen­pro­duk­tion der Freundts das Lager.

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Kirmes-Schriftzug. Mit Glüh­birnen zu beleuchten.

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Buch­staben und Zeichen aus der Eigen­pro­duk­tion der Freundts

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Bei den Freundts zuhause: Ein Anker aus ihrer Eigen­pro­duk­tion verleiht dem Vintage-Sekretär aus Eiche mari­times Flair (Foto: Julia Keltsch).

Großer Beliebt­heit erfreuen sich die Neon­schrift­züge und -buch­staben. Mir war zuvor nicht bewusst, welches alte Hand­werk hinter diesen illu­mi­nierten Lettern steht. Seit Beginn des vergan­genen Jahr­hun­derts werden Neon­buch­staben in präziser Detail­ar­beit herge­stellt. Mund­ge­bla­sene, dünne Röhren, in denen das Edelgas Neon statt eines Glüh­fa­dens durch Strom­zu­fuhr zum Leuchten gebracht wird.
Bei den Freundts werden die Buch­staben gerei­nigt und wieder auf Vorder­mann gebracht. “Ist eine Neon­röhre beschä­digt, kann ein Neon­glas­bläser das kaputte Stück erneuern und die alte Schrift wieder herstellen”, so Yves Freundt.  Glück­li­cher­weise gibt es noch einige wenige Meister dieser Zunft – werden doch die Neon­re­klamen mehr und mehr von modernen LED-Tafeln verdrängt.

Zu Besuch bei den Freundts – Vintage-Buchstabensammler aus Hamburg. Ein Porträt.

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Eine Neon-Krone, die einst über einem Hamburger Café thronte.

Was für die einen nur ausran­gierte Buch­staben sind, sind für andere wahre Schätze. Privat­leute, die mit einzelnen Buch­staben ihr Inte­rieur berei­chern oder ganz indi­vi­du­elle Buch­sta­ben­kom­bi­na­tionen an die Wand bringen. Aber auch Geschäfts-, Hotel- und Restau­rant­in­haber wissen um die beson­ders deko­ra­tive Wirkung der Lettern. Wort­schöp­fungen, Zitate, Sinn­sprüche – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

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Buch­sta­ben­wolke an der Wohn­zim­mer­wand der Freundts (Foto: Julia Keltsch)

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Yves Freundt hat die Qual der Wahl – welche der unzäh­ligen Buch­staben passen optimal zusammen?

 

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Im Arbeits­zimmer von Sabine und Yves Freundt.

Mich hat der Besuch im Buch­staben-Lager sehr inspi­riert. Bereits auf dem Heimweg musterte mein Blick jedes Geschäft und seine Beschrif­tung. Ich sehe die Schrift­züge nun mit anderen Augen und verliere mich gerne in den Geschichten, die sie erzählen könnten.
Ich mag sie, diese Buch­staben von der Straße…

Kontakt:

Sabine und Yves Freundt, “Freundts – Vintage Buch­staben und schöne Dinge”
www.freundts.de

Mehr Inspi­ra­tion:
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Ein Vintage Apotheken-A lehnt lässig an der Wand unter einem gewebten Wand­bild (von Kauf­rausch, Hamburg-Eppen­dorf).

Weitere Deko­ra­ti­ons­ideen mit Vintage-Buch­staben gibt es hier.

Wer Buch­staben liebt, wird viel­leicht auch die alten Stick­scha­blonen zu schätzen wissen. Mehr dazu hier.

 

 

 

 

 

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

Ein neues Kleid fürs Mini-Zimmer

12 Quadrat­meter Grund­fläche, schräge Wände, keine Decke – ganz oben  in so einem Spitz­dach­käm­mer­chen fühlt man sich fast wie in einem kleinen Zelt. So einem Mini-Zimmer mit Farbe ein neues Flair zu verleihen, ist eine span­nende Aufgabe.
Ein winziges Zimmer weiß zu strei­chen, ist oft der erste Impuls, um Weite und Groß­zü­gig­keit zu schaffen. Aber – so ein Mini-Zimmer ist nicht weit und groß und wird es auch nie sein.
Warum also nicht den warmen, behag­li­chen und gebor­genen Charakter des winzigen Raumes mit einer passenden Farbe unter­strei­chen?

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

Perfekter Rück­zugsort: Ein Zimmer unterm Dach

Ich habe mich für einen gemüt­li­chen, nost­al­gi­schen Farbton entschieden. Ein stilles Grau­grün, das wunderbar zum goldigen Ton des Dielen­bo­dens passt und das durch ein strah­lendes Weiß der Fenster, Fußleisten, der Tür und der Leinen­vor­hänge perfekt in Szene gesetzt wird.
Der Farbton wirkt wie ein Weich­zeichner, statt grauer Schatten zeigen sich bei  wech­selnden Licht­stim­mungen die verschie­denen Facetten der Farbe: mal bläu­lich, mal silbrig und bei Sonnen­schein legt sich ein goldener Ton auf die Wände.

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

(unvergütete Produktempfehlung) Wandfarbe: 'Pigeon', Estate Emulsion/ Farrow & Ball Stapelliege und Regal: 'Inchyra Blue', Estate Eggshell/ Farrow & Ball Fenster, Tür, Fußleisten: 'All White', Estate Eggshell/ Farrow & Ball

Dem Himmel so nah

Zwei Fenster rahmen den Blick in die Baum­wipfel und den Himmel. Es entsteht ein ganz beson­deres Gefühl in einem solchen Raum hoch oben unter dem Dach. Ein Gefühl von Sicher­heit einer­seits, ande­rer­seits aber auch ein herr­li­ches Gefühl von Frei­heit.

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

Einige Vintage -Fund­stücke verleihen der Dach­kammer nost­al­gi­schen Charme. Ein kleiner Schub­laden-Schreib­tisch und ein Indus­trial-Style-Hocker aus einem Second­hand-Shop, zwei Ratt­an­stühle und ein Mini­tisch­chen vom Trödel.
Perfekt für wenige Quadrat­meter ist die Stapel­liege, ein Design-Klas­siker, den der Desi­gner Rolf Heide 1966 entworfen hat. Das stapel­bare Schicht­holz­bett bietet zwei Personen eine bequeme Schlaf­mög­lich­keit und passt einzeln aufge­stellt ideal unter die Dach­schrägen. So wird das Mini-Zimmer zum Gäste­pa­ra­dies. Die Stapel­liegen stammen aus einem Klein­an­zei­gen­ver­kauf.  Die Stapel­liege und ein kleines Holz­regal habe ich durch einen Lack­an­strich mit einem geal­tert wirkenden Grau­blau in mein Farb­kon­zept einge­passt.

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

(unvergütete Produktempfehlung) Wandfarbe: 'Pigeon', Estate Emulsion/ Farrow & Ball Stapelliege und Regal: 'Inchyra Blue', Estate Eggshell/ Farrow & Ball Fenster, Tür, Fußleisten: 'All White', Estate Eggshell/ Farrow & Ball

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

Ein paar Akzente in Königs­blau, ledrigen Tönen und Schwarz beleben das stille Grün der Wände.

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

Ein kleiner englischer Schemel dient als Nachtisch für die niedrige Stapelliege

Ob als Gäste­zimmer oder als kleiner Rück­zugsort – das Mini-Zimmer im Dach hat durch sein neues Farb­kon­zept viel Ausstrah­lung gewonnen und ich kann nur allen Mut machen, sich gerade auch an kleine Räume mit ein wenig Farbe zu wagen.

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

Ein kleiner englischer Schemel dient als Nachtisch für die niedrige Stapelliege

 

Ein kleiner englischer Schemel dient als Nachtisch für die niedrige Stapelliege

Ein stilles Graugrün verleiht einem Mini-Zimmer unterm Dach ein tolles Flair. Weiß, kleine Farbakzente und Vintage-Fundstücke sorgen für Atmosphäre.

 

(unver­gü­tete Produkt­emp­feh­lung)
Wand­farbe: ‘Pigeon’, Estate Emul­sion
Stapel­liege und Regal: ‘Inchyra Blue’, Estate Eggshell
Fenster, Tür, Fußleisten: ‘All White’, Estate Eggshell
alle Farben: Farrow & Ball

Die Anlei­tung für das hand­ge­strickte Kissen im Ratten­sessel gibt es hier.

 

 

DIY-Tipp:

Mit Resten aus Farb­dosen, Probe­dös­chen oder auch mit Acryl­farben und einem Fächer­pinsel kann man tolle Notiz­hefte und -bücher gestalten. Unifar­bene Notiz­bü­cher gibt es im Schreib­wa­ren­handel. Fächer­pinsel bekommt man z.B. im Bastel­ge­schäft. Zwischen Deckel und erste Seite ein Blatt Papier zum Schutz legen.

DIY: Mit Farbresten und Fächerpinsel tolle Notizbücher gestalten. Einfach und wirkungsvoll.

Die Farben gut aufrühren, den Fächer­pinsel eintunken und mit Schwung den Pinsel über das Cover des Notiz­bu­ches führen. Hübsch sind z.B.  geschwun­gene Linien und Halb­kreise. Der Fächer­pinsel zaubert den Effekt fast von alleine.
Die Farben gut trocknen lassen.

DIY: Mit Farbresten und Fächerpinsel tolle Notizbücher gestalten. Einfach und wirkungsvoll.

DIY: Mit Farbresten und Fächerpinsel tolle Notizbücher gestalten. Einfach und wirkungsvoll.

Viel Spaß!