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Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Lebe lieber einzig­artig… eine Home­story

Wer beim Einrichten seines Zuhauses auf sein Bauch­ge­fühl hört, den begleitet das Inte­rieur ein ganzes Leben. Wer nur den Trends folgt, den ermüdet irgend­wann, was er hat.”

Rossana Orlandi (Design­ga­le­ristin aus Mailand)

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Sind Sie schon einmal in eine Wohnung gekommen und haben sich gewun­dert, wie sehr die Einrich­tung die Persön­lich­keit der Bewohner wider­spie­gelt? Gegen­stände und Deko­ra­tionen – mit Leiden­schaft zusam­men­ge­tragen – die auf ganz wunder­volle Art und Weise den Charakter des Arran­geurs verkör­pern?

Es ist wie ein Eintau­chen in eine andere, sehr persön­liche Welt. Für mich immer wieder eine span­nende und inspi­rie­rende Erfah­rung. In der Einrich­tung kann man oft sehr viel lesen über den Geschmack, die Inter­essen, Erfah­rungen, über den Humor und die Träume der Bewohner. Ein Zuhause, das sich über einen langen Zeit­raum entwi­ckelt hat, liebens­wert, unper­fekt an manchen Stellen, voll­kommen an anderen.

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Bereits im Flur wird die Neugier geweckt…

Globa­li­sie­rung, moderne Massen­pro­duk­tion und güns­ti­gere Preise haben Design demo­kra­tisch gemacht. Schön einer­seits, die trau­rige Seite aber ist, dass diese Tatsache mehr und mehr zu einer Verein­heit­li­chung, einem kollek­tiven Massen­ge­schmack führt. Innen­ein­rich­tungen werden zuneh­mend “austauschbar”. Es entwi­ckeln sich weniger einzig­ar­tige Stile, regio­nale Eigen­arten verschwinden, persön­liche, krea­tive Schöp­fungen  bleiben oft aus. Und – was ich sehr bedaure – heut­zu­tage ist es billiger, etwas zu ersetzen, als es zu repa­rieren (siehe hierzu auch: Wenn Kera­miknarben zu Gold­spuren werden).

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Die Werk­stücke eines Kindes – wie selbst­ver­ständ­lich neben einer Büste des grie­chi­schen Dich­ters Homer

Dabei ist es so inspi­rie­rend und span­nend, wenn Menschen ihren eigen Stil kulti­vieren. Es ist wunderbar, die kleinen Unter­schiede zu zele­brieren, eine eigene visu­elle Sprache zu finden und damit einen authen­ti­schen, ehrli­chen und nach­hal­tigen Stil.

Meine Fotos sind in der Wohnung einer Familie entstanden, die zwar uner­kannt bleiben möchte, deren Wohn­räume ich aller­dings foto­gra­fieren durfte.  Das Inte­rieur ist für mich ein Beispiel für einen ganz eigenen, im besten Sinne unzeit­ge­mäßen Stil. Mit Selbst­be­wusst­sein arran­gierte Erbstücke, Fund­stücke, Vintage-Objekte, Kunst – Dinge, die von Tradi­tionen und Geschichte erzählen. Objekte, die gebraucht wurden und gebraucht werden, Objekte mit einer unnach­ahm­li­chen Patina.

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Das Wohn­zimmer: An der Wand der Teil einer Wand­ver­tä­fe­lung aus dem Art Deco. Die Sitz­gruppe stammt aus den frühen 50er Jahren, der Schach­tisch aus dem Berlin der 40er Jahre. Ölbilder aus dem 18. Jahr­hun­dert hängen neben Werken aus der Mitte des 19. und der Mitte des 20. Jahr­hun­derts

An dieser Stelle möchte ich aus einem Buch zitieren, dass mir vor einiger Zeit in die Hände fiel:

Wir leben inmitten alter Möbel, deren Geschicht­lich­keit sich nicht daraus ergibt, dass sie alt in einem abstrakten Sinne sind, irgend­einem histo­ri­schen Stil gehor­chen oder irgendwie verschnör­kelt daher­kommen, sondern daraus, dass sie über einen langen oder sehr langen Zeit­raum hinweg in Gebrauch gewesen sind.… Wir wert­schätzen sie, indem wir sie weiterhin gebrau­chen und zu ihrer Geschicht­lich­keit beitragen.”
(aus “111 Regeln für den Mann von Welt” von Lennart Brand, Schwarz­kopf & Schwarz­kopf)

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Die Büste eines grie­chi­schen Athleten neben einer Schreib­tisch­lampe aus den 30er Jahren

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Hübsches Detail: Die hand­be­stickte Stoff­bor­düre aus der Schweiz (mögli­cher­weise Mitte des 18. Jahr­hun­derts)

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

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Den fran­zö­si­schen Gaskamin aus der Belle Époque hat der Haus­herr mit einer kleinen Hebe­bühne und vier Kerzen für den Gebrauch in der Wohnung umge­staltet

Vintage-Stücke
Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Auf Barbados erstanden: Maha­goni-Esstisch und Stühle aus der Karibik der 20/30er Jahre

Unsere moderne Gesell­schaft bevor­zugt das Perfekte, das Neue, gegen­über dem Alten, mit Macken und Eigen­arten Besetzten. Gegen­stände, denen man ihr Alter ansieht werden lieber aussor­tiert. Aber keiner von uns und nichts ist vom Prozeß der Alte­rung befreit, und unserer Umwelt tut das stän­dige Aussor­tieren und die damit verbun­dene Abfall- und Schrott­pro­duk­tion nicht gut.

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An der Wand hängt eine alte, umge­bauten Stechuhr neben Ölbil­dern der Mutter des Haus­herren. Die Büste eines grie­chi­schen Boxers bewacht den Esstisch

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Die Vorhänge sind aus einem Webstoff nach einem Muster des schot­ti­schen Archi­tekten und Innen­ar­chi­tekten Charles Rennie Mack­in­tosh (um 1900)

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

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Neben dem Flügel tickt unab­lässig der Stand­uhr­kopf aus dem 18. Jahr­hun­dert

Altes neu denken

Inter­es­santer und viel­schich­tiger wäre eine komple­xere Wert­schät­zung von Objekten, deren Gebrauchs­spuren und Zeichen der Zeit oft so charak­ter­stif­tend sind. Wir sollten eine Haltung zu Objekten und Menschen einnehmen, die ganz indi­vi­du­elle Geschichten erzählen – einzig­artig und wunderbar. Unser Stil sollte sich mehr an unseren Werten orien­tieren! Vintage-Stücke sowie hand­werk­lich gut verar­beitet Objekte sind lang­le­biger und haben mehr Ausstrah­lung als Massen­ware. Lässt sich nicht manchmal ein krea­tiver, neuer Umgang mit den Möbeln finden, die sonst zum Sperr­müll wandern würden? Eine neue Farbe, ein neuer Kontext, in dem ein Möbel­stück neu aufblühen kann? Altes und Neues können wunderbar in einen Dialog treten, Grenzen verschie­dener Stile werden aufge­hoben.

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Im Arbeits­zimmer: Ein Sessel aus dem Histo­rismus

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An der Tür des Arbeits­zim­mers hängt die Peke­sche einer Studen­ten­ver­bin­dung aus den 20er Jahren

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Geschnitzter Pfei­fen­halter aus den 30er Jahren

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Man kann die Innen­ein­rich­tung ruhig ernst nehmen, sie muss aber keines­falls ernst sein. Sie darf uns gerne auch zum Lachen bringen. Ohne Humor wäre das Leben zu traurig und alles ginge den Bach runter…

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

 

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Ehrwür­diges Podest für die Replik einer alten Pickel­haube und einer 20er Jahre Lampe: die King James Bibel aus dem 18 Jahr­hun­dert

Wir leben in einer Welt voller Ange­bote und Ideen. Auf die eigene Stimme zu hören, aus der eigenen Perspek­tive zu schauen und Ideen zu entwi­ckeln ist sowohl für uns als auch für andere wesent­lich inspi­rie­render. Ein persön­li­cher Stil kann nicht einfach kopiert werden. Find’ ich gut, bestell ich mir, stell ich hin… nie wird so die gleiche Atmo­sphäre entstehen wie bei einem gewach­senen Inte­rieur. Dennoch ist es span­nend, andere Wohnungen und Häuser zu studieren. Nicht um alles für sich zu kopieren. Aber viel­leicht ist es ein kleines Arran­ge­ment, ein mutig plat­ziertes Objekt, eine Farb­kom­bi­na­tion oder die Art der Bild­er­hän­gung.
Irgend­etwas, das uns inne­halten lässt und das wir für unser Inte­rieur über­nehmen wollen.

Homestory – Lebe lieber einzigartig. Ein Plädoyer für Handwirklichkeit, Nachhaltigkeit und Möbel mit Geschichte.

Die Nach­bil­dung einer Römi­schen Büste neben einer kleinen Porzellan-Samm­lung: Augarten “Maria Theresia” aus Wien

 

 

 

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Zeit für Entspan­nung: Früh­stück im Bett

Das Schönste am Winter? Schnee und ganz viel Gemüt­lich­keit! Der Schnee hatte im Norden bisher nur einen kurzen Auftritt. Aber gemüt­lich machen können wir es uns dennoch.
Weih­nachten ist die Zeit der Besin­nung, man lässt den Alltag hinter sich, schaut auf das Große und Ganze, versucht die kleinen und großen Sorgen einmal zu vergessen oder genießt, dass einfach alles gut ist.
Ich finde, das Zur-Ruhe-Kommen gelingt beson­ders gut an den Tagen zwischen Heilig­abend und Neujahr. Wecker aus, den Super­markt links liegen lassen, den Winter nur durchs Fenster herein­blin­zeln lassen und mit einem feinen Früh­stück den Vormittag an dem wohl gebor­gensten Ort der Welt verbringen: im Bett. Mit diesem groß­ar­tigen Gefühl, zu Hause zu sein!

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Egal ob es draußen schneit oder nicht, ich hole mir das Winter­weiß mit strah­lender Bett­wä­sche ins Schlaf­zimmer. Die zarten blauen Ranken erin­nern mich jetzt einfach mal an Eisblumen. Ein flau­schiges Fell wärmt die Füße.

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Das Früh­stück passt auf ein Tablett, und ein biss­chen hübsche Deko­ra­tion darf natür­lich nicht fehlen. Die winzigen Blüten des Schlei­er­krauts tanzen wie Schnee­flo­cken um meine dicke weiße Rose und die “Gemeinen Schnee­beeren”, die ich in unserem Garten gepflückt habe.

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Das Weiß­brot habe ich am Vortag schnell geba­cken. Es geht ruck zuck, die Zutaten hat man sowieso im Haus, und es schmeckt himm­lisch mit Butter und Marme­lade! Für eben diese Tage kann man es auch schei­ben­weise einfrieren und dann im Toaster erwärmen. Das Rezept verrate ich unten.

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Es ist wie eine kleine Seelen­mas­sage. Ich finde, diese kost­baren Momente des völligen Rück­zugs berei­chern unser Leben enorm. Gerade zum Jahres­wechsel ist es schön, einmal Zeit zu finden, um in sich zu gehen.
Meine Teeschale wärmt mir die Hände. Sie ist von Hand an der Töpfer­scheibe gedreht, aus Biskuit­por­zellan, fein und wunder­schön.

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

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Jeder Augen­blick ist von unend­li­chem Wert”

                Johann Wolf­gang von Goethe

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Und deswegen genießen Sie doch auch mal wieder so einen Morgen, die Unschuld des frisch anbre­chenden Tages, ein selbst­ge­ba­ckenes Brot, einen grie­chi­schen Joghurt mit Früchten, einen Tee oder Kaffee, ein gutes Buch und viel­leicht einen kleinen Eisbären als Gesell­schaft…?

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Schnelles Weiß­brot: 

Zutaten:

  • 500 g gesiebtes Mehl
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 1 Päck­chen Back­pulver
  • 2 EL Öl (z.B. Butteröl oder Rapsöl)
  • 300 ml Milch

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

So gehts:

In einer Schüssel alle Zutaten mit den Knet­haken des Hand­rühr­ge­rätes zu einem glatten Teig verkneten. Bei Zimmer­tem­pe­ratur ca. 30 Minuten ruhen lassen. 
Den Back­ofen vorheizen (Ober-/Unter­hitze 175°C; Umluft 150 °C). 
Den Brot­teig noch einmal kurz durch­kneten, zu einem runden Laib formen und auf ein mit Back­pa­pier ausge­legtes Back­blech legen. Mit einem scharfen Messer die Ober­fläche mehr­mals einschneiden (z.B. rauten­förmig). Das Brot ca. 45 Minuten backen, heraus­nehmen und abkühlen lassen. Noch lauwarm in Frisch­hal­te­folie und Alufolie wickeln, damit es schön saftig bleibt. 

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

(es folgen unbe­zahlte Produkt­emp­feh­lungen)

Der kleine Eisbär aus Ton stammt aus dem Atelier der Hamburger Kera­mik­künst­lerin Stanis­lava Maryš­ková (www.stanislava-maryskova.de), die ich in diesem Jahr kennen und schätzen gelernt habe. Ein Porträt über die Eisbär-Schöp­ferin gibts hier.

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Die Teeschalen hat die Töpferin Chris­tiane Herrmann/bikuit art aus Berlin gefer­tigt (http://porzellanmanufaktur-berlin.de). In ihrer Porzel­lan­ma­nu­faktur stellt sie Becher und andere Gefäße aus feinstem Biskuit­por­zellan per Hand auf der Töpfer­scheibe her. Ich mag die Kombi­na­tion von glasiertem und ungla­siertem Ton. Das absolut Matte und den leichte Glanz der Glasur.

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Die leicht gecrashte Bett­wä­sche (50% Leinen/50% Baum­wolle) “Blaue Blume” mit scha­blo­nen­haftem Druck wurde in Portugal gefer­tigt und es gibt sie in zwei Größen beim Voss­berg-Versand.

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Ich wünsche nun allen ein schönes Weih­nachts­fest.
Neues vom “Blauen Distel­fink” gibt es dann Anfang Januar wieder. Auch ein Vogel braucht mal ein  besinn­li­ches Päuschen…

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

 

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Winter-DIY: Strick­kissen

Stri­cken ist ein sinn­li­ches Vergnügen – die flau­schige Wolle, das leise Klap­pern der Nadeln, das Knäuel, das munter über den Boden tanzt. Diesen Winter hat mich mal wieder das Strick­fieber  gepackt. Daher möchte ich Sie ermun­tern und inspi­rieren, sich auch mal einer Hand­ar­beit zu widmen. Manchmal stehe ich mir mit zu ausge­klü­gelten Projekt-Ideen im Wege und am Ende lasse ich es ganz. Schade. Kennen Sie das? Deswegen ist es manchmal besser, es lieber einfach zu halten. Nach dem Motto: Mach es – aber mach es jetzt! Also habe ich mir meine dicksten Strick­na­deln geschnappt und drei Knäule dicke, kusche­lige Wolle… Das Projekt: Strick­kissen.

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Im Winter über­nehmen kusche­lige Texti­lien im Inte­rieur gerne die Haupt­rolle. Sie dämpfen auf ange­nehme Art die Geräu­sche, sie machen Wärme sichtbar und sie sorgen für eine behag­liche Atmo­sphäre. Mit Texti­lien kann man schnell und einfach einen jahres­zeit­li­chen Wandel in der Wohnung vornehmen. Die Leinen­kissen mit wollig­wei­chen Strick­kissen tauschen, ein kusch­liges Plaid aufs Sofa. Wenig Aufwand – große Wirkung!

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Das inspi­riert mich…

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

(unbe­zahlte Produkt­emp­feh­lung) Wolle ist ein wunder­bares Natur­pro­dukt mit tollen Eigen­schaften. Ich habe mich für ein sehr dickes Garn entschieden. “Love Wool” aus 85% Schur­wolle und 15% Alpaka gibt es in 21 Farben. Das ermög­licht tolle Farb­kom­bi­na­tionen. Ergänzt habe ich die Wolle bei einem Kissen durch ein selbst­her­ge­stelltes Garn aus Jeans. Upcy­cling! Die Jeans meines Mannes musste dran glauben (er hat sie frei­willig aussor­tiert…). Aus dem Hosen­bein habe ich ein Rechteck geschnitten. Umlau­fend konnte ich dann einen ca. 1 cm dicken, ganz langen Streifen schneiden. Dabei entstehen kleine Ecken, die sich aber beim Stri­cken verspielen. Das “Jeans­garn” kann man nun zum Knäuel wickeln.

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Ich habe für ein 40 x 40 cm großes Kissen 25 Maschen ange­schlagen (wer nicht mehr weiß, wie es geht, kann es sich in zahl­rei­chen Youtube-Videos anschauen). Da jeder unter­schied­lich fest strickt, ist eine Maschen­probe sinn­voll.

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Da die dicke wunder­schöne Wolle bereits so viel Ausstrah­lung hat, konnte ich auf kompli­zierte  Muster verzichten. Ich habe glatt rechts gestrickt und hier und da Reihen mit linken Maschen einge­baut. Die Breite der Farb­streifen entspringt der Fantasie.

Perl­muster

Bei einem Kissen­bezug (rosa/grau) habe ich ein ganz einfa­ches Perl­muser gestrickt: Hierzu strickt man abwech­selnd in einer Reihe eine linke, eine rechte Masche und in der nächsten Reihe dann genau umge­kehrt. Die versetzt erschei­nenden, heraus­ste­henden linken Maschen zaubern so das hübsche Perl­muster.

Je nach Inlett, habe ich die Höhe des Strick­stü­ckes bestimmt. Es ist ratsam, das Strick­stück um das Inlett zu halten und zu prüfen, ob die Größe passt. Strick ist sehr dehnbar und die Maschen sollten locker liegen und nicht aufge­zogen werden.

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Die Unter­kanten (rechte Maschen) habe ich mit einem unsicht­baren Maschen­stich zusam­men­ge­näht. Dabei sticht man eine Stopf­nadel mit dem Strick­garn unter einer Masche des einen Strick­stücks hindurch. Anschlie­ßend sticht man die Nadel unter der gegen­über­lie­genden Masche des anderen Strick­stücks hindurch (hier noch ein hilf­rei­ches Video von Redak­tion Hug):

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Beim Schließen der Seiten­naht ist es schöner, die Rand­ma­schen in der Naht verschwinden zu lassen. Nun sticht man mit der Stopf­nadel unter den linken Teil der letzten Masche des rechten Strick­tücks und dann unter den gegen­über­lie­genden rechten Teil der letzten Masche des linken Strick­stücks (auch hier noch ein hilf­rei­ches Video)…
Wer es etwas folk­lo­ris­tisch mag, kann die seit­li­chen Fäden, die durch den Farb­wechsel entstehen, nach kurzem Vernähen aus der Naht heraus­schauen lassen. So entsteht eine lässige Fran­sen­kante.

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Übri­gens: Wie man ovale Bilder­rahmen mit Stick­bil­dern versieht, habe ich hier gezeigt.

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Strickkissen-DIY: mit dicker Wolle und dicken Nadeln sind kuschelige Kissen ruck zuck gestrickt.

Ich wünsche einen besinn­li­chen 3. Advent… viel­leicht mit Strick­na­deln in der Hand…?

 

 

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs

Und was Süßes zum Dessert!

Das Beste kommt zum Schluss! Crème brûlée, Rote Grütze, Mousse au Chocolat – Ein Dessert ist nach einem guten Essen das i-Tüpfel­chen, die Abrun­dung, der kleine süße Schluss­ak­kord.
Und da gibt es diese beson­deren Rezepte, an denen wir immer wieder hängen bleiben – die beson­ders wert­vollen Schätze. Nicht nur der Geschmack zeichnet diese Rezep­turen aus. Eine unkom­pli­zierte Zube­rei­tung, eine kompakte Zuta­ten­liste und eine hübsche Optik sind genauso wichtig. So schaffen sie es immer auf die Favo­ri­ten­seiten unserer Rezept­bü­cher. Die Seiten, die schon von kleinen Sprit­zern und Fleck­chen gezeichnet sind und so davon erzählen, dass es sich hier um viel genutzte, heiß geliebte Lieb­lings­re­zepte handelt.

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs

Topfen­schaum mit Beeren­coulis

So simpel dieses Rezept ist, so köst­lich und beson­ders ist es auch. Ob für wenige oder viele Personen – der Aufwand ist über­schaubar, und das Dessert lässt sich wunderbar vorbe­reiten. Perfekt also für den Abschluss eines weih­nacht­li­chen Menüs!

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs

Die Grund­lage des Desserts ist Quark (bayrisch und öster­rei­chisch: Topfen). Eine Nacht im Kühl­schrank über­nimmt die Arbeit und zaubert daraus einen verfüh­re­ri­schen Schaum…

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs

Zutaten (für 4 Personen, am Vortag zube­reiten):
  • 250 g Mager­quarkDessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs
  • 450 ml Schlag­sahne
  • 100 g Zucker
  • Mark einer Vanil­le­schote
  • 1 unbe­han­delte Limette, Saft und Abrieb der Schale
  • 1 unbe­han­delte Orange, Saft und Abrieb der Schale
  • 250 g Beeren, z. B. Himbeeren und Brom­beeren (aufge­taute TK-Früchte oder frische Früchte)
  • even­tuell 2–3 EL Puder­zu­cker
  • frische Minz­blätter

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs

Zube­rei­tung:

Quark, Zucker, Vanil­lemark, Limet­ten­saft und Scha­len­ab­rieb sowie Oran­gen­saft und Scha­len­ab­rieb gut verrühren. Die Sahne steif schlagen und unter die Quark­creme heben. Abge­deckt über Nacht in den Kühl­schrank stellen.

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines WeihnachtsmenüsÜber Nacht setzt sich der Topfen­schaum auf der Flüs­sig­keit (Saft und Molke) ab und kann am nächsten Tag mit einem Löffel abge­schöpft werden. Beson­ders hübsch sieht der Topfen­schaum in kleinen Gläsern aus. Ich habe kleine Weck­gläser genommen. 

Für das Beeren­coulis  die Früchte (4 schöne Früchte für die Deko beiseite legen) in einen hohen Rühr­be­cher füllen und mit Puder­zu­cker pürieren. Bei TK-Früchten würde ich auf jeden Fall Puder­zu­cker hinzu­fügen. Sind die frischen Früchte schön süß und aroma­tisch, reicht auch etwas weniger Puder­zu­cker.

Das Beeren­coulis über den Topfen­schaum geben und mit einer Beere und einem Minz­blatt garnieren. Vor dem Servieren kann man die Gläser noch mit Puder­zu­cker üppig einschneien.

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs

 

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs

Dessert-Rezept: Topfenschaum mit Beerencoulis. Perfekter Abschluss für ein Weihnachtsmenü.

Die Aromen der Limette und der Orange verleihen dem Topfen­schaum eine herr­lich frische Note. Ein weih­nacht­li­ches Menü könnte nicht leckerer enden, aber der Topfen­schaum ist natür­lich auch sonst jeder­zeit ein Hoch­ge­nuss!

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs

Ich wünsche allen einen schönen 2.Advent!

 

 

 

 

 

DIY Adventsdekoration: Waldweihnacht. Winterwald statt Adventskranz + Apfellichter

Advents­de­ko­ra­tion: Wald­weih­nacht

Was bedeutet Ihnen die Advents­zeit? Stress, Hektik und viel Arbeit? Oder finden Sie die Ruhe, den Dezember zu genießen?
Für mich ist es immer auch eine Erin­ne­rung an die eigene Kind­heit. Dieses krib­be­lige Gefühl, dass bald etwas Beson­deres kommt. Kerzen­schein und Lich­ter­glanz überall, gemüt­liche Advents­nach­mit­tage mit Lebku­chen, die süßen Düfte aus der Küche, das heim­liche Werkeln der Eltern hinter verschlos­senen Türen. Vor der Haustür Kälte und Schnee. Schlitt­schuh­laufen bis einem die kalten Nasen und Füße fast abfielen und dann abends glück­lich und müde mit einer Wärm­fla­sche ins Bett sinken…

DIY Adventsdekoration: Waldweihnacht. Winterwald statt Adventskranz + Apfellichter

Als Kinder haben wir uns um volle Kauf­häuser, Anfahrts­staus vor Park­häu­sern und Schlangen an den Kassen nicht geschert. Dankbar haben wir gebas­telt, geba­cken, Geschichten gelauscht und die Vorfreude genossen.

Wenn ich durch die Weih­nachts­ab­tei­lung der Kauf­häuser mit Kitsch und Kram laufe, wird es mir schnell zu viel. Reden wir nicht über eine besinn­liche Zeit? Dann besinnen wir uns doch mal! Auf das Wenige, was wir brau­chen, um in fest­liche Stim­mung zu kommen. Und auf das Wich­tigste über­haupt…  gemein­same Zeit mit Familie und Freunden! Zeit zum Basteln, Backen, Deko­rieren. So entsteht dieses herr­liche, unver­gleich­liche Gefühl von Gebor­gen­heit.

DIY Adventsdekoration: Waldweihnacht. Winterwald statt Adventskranz + Apfellichter

Für unsere Advents­de­ko­ra­tion streife ich mit meiner Tochter durch den Wald. Wir genießen die herr­lich kühle Luft, den Geruch des Wald­bo­dens und die Bäume, die in bizarrer, karger Schön­heit dastehen. Der Wald­boden ist ein uner­schöpf­li­cher Quell für krea­tive Winter-Ideen. Zapfen, Moos, Steine, knor­rige kleine Hölzer, Rinde, mit Flechten bedeckt. Wir packen von allem ein wenig ein und stapfen zurück nach Hause. Aus all diesen Schätzen zaubern wir uns unsere Miniatur-Wald­weih­nacht.

DIY Adventsdekoration: Waldweihnacht. Winterwald statt Adventskranz + Apfellichter

DIY Adventsdekoration: Waldweihnacht. Winterwald statt Adventskranz + Apfellichter

DIY Adventsdekoration: Waldweihnacht. Winterwald statt Adventskranz + Apfellichter

Unsere Advents­de­ko­ra­tion rankt sich um den kleinen Wichtel “Wuseli”, der einst aus dem Harz vom Wurm­berg zu uns in die Familie kam. Übers Jahr schläft er in einer kleinen Kiste und zur Weih­nachts­zeit zaubern wir ihm einen advent­li­chen Winter­wald. Statt Advents­kranz steht unser Winter­wald auf dem Tisch. Natür­lich mit vier Kerzen – versteht sich.

DIY Adventsdekoration: Waldweihnacht. Winterwald statt Adventskranz + Apfellichter

DIY Adventsdekoration: Waldweihnacht. Winterwald statt Adventskranz + Apfellichter

DIY Adventsdekoration: Waldweihnacht. Winterwald statt Adventskranz + Apfellichter

So wird’s ein Winter­wald

Das Moos aus dem Wald legen wir erst einmal vor die Tür, damit die klit­ze­kleinen Tiere raus krab­beln.
Als Unter­lage dient uns ein altes, rundes Brot­brett (eine Baum­scheibe wäre auch sehr hübsch). Eine Schicht Frisch­hal­te­folie, in passender Größe zuge­schnitten, schützt das Holz. Darauf verteilen wir die vier Kerzen, das Moos, zwei oder drei Mini­tannen aus der Gärt­nerei, einen großen Stein und ein paar Zapfen (manchen haben wir eine kleine Schnee­schicht verpasst). Wir haben auch noch eine Holz­tanne und einige Pilze hinzu­ge­stellt. Jetzt noch den Wichtel und seine Freunde, das Glitzer-Reh und die drei Wild­schwein­chen. Ach ja… und ein kleiner Schnee­hase versteckt sich noch hinter einer Tanne. Solche und ähnliche Figuren findet man in Gärt­ne­reien oder Inte­rieur- und Deko­ra­ti­ons­läden.

DIY Adventsdekoration: Waldweihnacht. Winterwald statt Adventskranz + Apfellichter

DIY Adventsdekoration: Waldweihnacht. Winterwald statt Adventskranz + Apfellichter

Einen bemoosten Zweig aus dem Wald hängen wir mit zwei Hanf­bän­dern vor unser Fenster. Fünf dicke Deko-Vögel haben hier einen neuen Platz gefunden (weitere Weih­nachts­ideen mit Vögeln gibts hier).

DIY Adventsdekoration: Waldweihnacht. Winterwald statt Adventskranz + Apfellichter

Für den Küchen­tisch basteln wir jetzt noch vier Apfel­lichter aus leeren Teelicht-Hülsen.

DIY Adventsdekoration: Waldweihnacht. Winterwald statt Adventskranz + Apfellichter

DIY Adventsdekoration: Waldweihnacht. Winterwald statt Adventskranz + Apfellichter

So gehts:

In den Rand einiger leerer Aluhülsen von Teelich­tern (am geeig­netsten sind die Hülsen, in denen die Wachs­kerzen nur locker sitzen)  schneiden wir Zacken, um eine Stern­form zu bekommen. Die Zacken biegen wir dann zur Seite und plätten den Stern mit dem Nudel­holz. Jetzt kann man beginnen, die Zacken mit Mustern zu versehen. Dazu einfach den Stern auf eine weiche Unter­lage legen und beispiels­weise mit einer Strick­nadel Punkte, Linien und Kreise in das Alumi­nium drücken.
Für ein Apfel­licht haben wir zwei Sterne gestaltet und mit versetzten Zacken über­ein­an­der­ge­legt. Nun das Innen­leben eines weiteren Teelichtes heraus­nehmen und einen feinen, langen Nagel durch alle Schichten stechen. Das Innen­leben wieder einsetzen und das Apfel­licht in einen gut stehenden Apfel pieksen.
Die Sterne kann man natür­lich auch solo als Deko­ra­tion in Zweige hängen.

DIY Adventsdekoration: Waldweihnacht. Winterwald statt Adventskranz + Apfellichter

 

 

Wintervögel – DIY Geschenke, Grußkarten , Geschenkanhänger und -Papier

Winter­vögel: Geschenke & Gruß­karten

Es ist ein Ritual, auf das ich mich schon lange freue. Vor einigen Tagen habe ich mit meiner Tochter die ersten Meisen­knödel  in unserem Garten aufge­hängt. Das machen wir schon seit Jahren so. Seitdem herrscht hier ein lustiges Geflatter und Gezwit­scher zur Freude unserer ganzen Familie. Mich haben die Winter­vögel dieses Jahr mal wieder inspi­riert: Porzellan, Gruß­karten und Geschenk­ver­pa­ckungen werden durch kleine, bunte Winter­vögel zu ganz indi­vi­du­ellen Grüßen und Präsenten. Ob leuch­tende Blau­meisen oder aufge­plus­terte Spatzen – Vögel sind recht einfach zu malen und auch Kinder können hierbei toll mitma­chen. Und mal ehrlich – Weih­nachts­ge­schenke gibt es wie Sand am Meer – aber etwas selber­zu­ma­chen und Selbst­ge­machtes zu verschenken macht einfach riesigen Spaß!

Wintervögel – DIY Geschenke, Grußkarten , Geschenkanhänger und -Papier

Wintervögel – DIY Geschenke, Grußkarten , Geschenkanhänger und -Papier

Wintervögel – DIY Geschenke, Grußkarten , Geschenkanhänger und -Papier

Wintervögel – DIY Geschenke, Grußkarten , Geschenkanhänger und -Papier

Winter­vögel auf Schmuck­schalen:

Wintervögel – DIY Geschenke, Grußkarten , Geschenkanhänger und -PapierKleine hübsche Schäl­chen und Teller kann man überall im Haus verteilen. Für Ohrringe, Ketten und Co. auf dem Nacht­tisch oder im Bad. Für Klei­n­ac­ces­soires im Gäste-WC, für Uten­si­lien im Flur oder für die Kekse zum Tee. Ich finde, sie sind ein tolles Geschenk für Freun­dinnen! Und wenn wir sie selber gestalten, wird es sicher eine hübsche Über­ra­schung.
Ich habe mir zur Inspi­ra­tion Bilder von Vögeln gesucht. Auch Tape­ten­muster und Stoff­muster können tolle Ideen liefern.
Wer es ganz einfach mag, setzt einfach ein paar dicke Vögel auf einen Ast. Die Form: wie eine 8. Eine größere Kugel mit einer klei­neren als Kopf, dann anmalen und mit Augen und Schnabel versehen, fertig.

Eine noch einfa­chere Version: den Vogel komplett als schwarze oder goldene Silhou­ette ausmalen oder sich eine Scha­blone zu Hilfe nehmen.

Wintervögel DIY: Geschenke, Grußkarten und Verpackung

Mate­rial:
  • Porzellan- oder Kera­mik­schale 
  • Porzel­l­an­farbe aus dem Bastel­shop (ich habe eine weißen, einen schwarzen und einen goldenen, dünnen Stift und noch einige Farb­töpfe gewählt)
  • 2 dünne Haar­pinsel
  • ein feuchtes Tuch für Korrek­turen
  • optional: für alle, die sich eine Frei­hand­zeich­nung nicht zutrauen, gibt es tolle Scha­blonen (z.B. hier, oder hier); auch ein Back­förm­chen kann beim Zeichnen des Umrisses helfen
Wintervögel – DIY Geschenke, Grußkarten , Geschenkanhänger und -Papier

Kleine und große Porzellan- oder Kera­mik­schäl­chen ohne Dekor findet man in vielen Ausfüh­rungen.

Anlei­tung:

Die Schale gründ­lich reinigen und von Fett befreien. Auf hellem Unter­grund lässt sich mit einem Blei­stift eine dünne Vorzeich­nung machen. Auf farbigem Unter­grund habe ich die Umriss­li­nien mit dem weißen Porzel­l­an­stift gezogen. Der Vogel wird dann mit Pinsel und Farbe kolo­riert. Die weißen Linien habe ich über­malt. Was nicht gefällt, lässt sich mit einem feuchten Tuch oder einem feuchten Q-Tipp wieder vorsichtig entfernen. 
Anschlie­ßend habe ich noch den Rand des Schäl­chens entweder vergoldet oder mit einem Schwarz-weiß-Muster versehen.

Wintervögel – DIY Geschenke, Grußkarten , Geschenkanhänger und -Papier

 

Wintervögel – DIY Geschenke, Grußkarten , Geschenkanhänger und -PapierIst man mit dem Ergebnis zufrieden, lässt man die Farbe über Nacht trocknen (solange die Farbe nicht per Brand fixiert ist, lässt sie sich komplett wieder abwa­schen!). 

 

Nach Anwei­sung des Farb­her­stel­lers fixiert man dann die Farbe im Back­ofen. 

Wintervögel DIY: Geschenke, Grußkarten und Verpackung

Verpackt in Seiden­pa­pier und einer Schachtel, umschlungen mit einem Schlei­fen­band und versehen mit einem Geschenk­an­hänger und einer Gruß­karte (siehe unten), hat man so ein ganz indi­vi­du­elles Geschenk.

Wintervögel – DIY Geschenke, Grußkarten , Geschenkanhänger und -Papier

DIY- Wintervögel inspirieren zu Geschenken, Grußkarten und Geschenkverpackungen

 

Winter­vögel auf Gruß­karten & Geschenk­an­hän­gern:

Zu meinen Gruß­karten hat mich folgendes Gedicht von Chris­tian Morgen­stern inspi­riert:

Die drei Spatzen

In einem leeren Hasel­strauch,
da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch.
Der Erich rechts und links der Franz
und mitten­drin der freche Hans.
Sie haben die Augen zu, ganz zu,
und oben­drüber, da schneit es, hu!
Sie rücken zusammen dicht an dicht,
so warm wie Hans hat’s niemand nicht.
Sie hör’n alle drei ihrer Herz­lein Gepoch.
Und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.

Wintervögel – DIY Geschenke, Grußkarten , Geschenkanhänger und -Papier

Dieses Gedicht könnte man übri­gens sehr schön auf die linke Innen­seite der Gruß­karte per Hand schreiben. Andern­falls in einer hübschen Schrift ausdru­cken und aufkleben oder ein passendes weißes Inlett bedru­cken und auf der rechten Seite hand­schrift­liche Grüße notieren.

DIY Wintervögel: Geschenke, Grußkarten und Verpackungsideen

Man muss wirk­lich kein Picasso sein, um drei dicke, aufge­plus­terte Spatzen, die Bauch an Bauch auf einem Zweig sitzen, aufs Papier zu bringen. Ich habe mal wieder meine Kinder einge­spannt…

Mate­rial:
  • Klapp­karten mit Umschlägen
  • Geschenk­an­hänger
  • Pack­pa­pier oder unifar­benes Geschenk­pa­pier
  • Acryl­farbe in Schwarz, Weiß, Braun und Orange
  • einen sehr feinen, dünnen Haar­pinsel
  • einen Bors­ten­pinsel 
Anlei­tung:

Etwas von jeder Farbe beispiels­weise auf einen Marme­la­den­glas­de­ckel oder eine Palette abfüllen. Mit dem feinen Pinsel einen braunen Zweig auf die Gruß­karte malen (unge­fähr ein Drittel über der Unter­kante). Mit dem Bors­ten­pinsel in Schwarz und Weiß tupfen und drei dicke, runde, grau-braune Bäuche mit etwas klei­neren Köpfen auf den Zweig tupfen. Unter­halb des Zweiges noch eine kleine Schwanz­spitze ansetzen. Trocknen lassen und mit dem feinen Pinsel Augen und Schnäbel aufmalen. Für die Füße einfach je  zwei kleine, umge­kehrte Vs unter die Bäuche setzen. Nach Lust und Laune noch weiße Schnee­flo­cken auftupfen. Meine Tochter hat den Spatzen rote Weih­nachts­mützen aufge­setzt – da kann sich jeder kreativ austoben. 

Wintervögel – DIY Geschenke, Grußkarten , Geschenkanhänger und -Papier

Tipp: Auf diese Weise kann man fünf Karten kreieren und sie samt der Umschläge als Präsent zusam­men­binden – ein hübsches Geschenk für jemanden, der gerne Karten schreibt.

Wintervögel – DIY Geschenke, Grußkarten , Geschenkanhänger und -Papier

Auf die Etiketten haben wir die kleinen Spatzen mit dem feinen Pinsel getupft.

Wintervögel – DIY Geschenke, Grußkarten , Geschenkanhänger und -Papier

Meine Tochter hat den Spatzen knall­rote Weih­nachts­mützen verpasst…

Wintervögel – DIY Geschenke, Grußkarten , Geschenkanhänger und -Papier

Das Geschenk­pa­pier haben wir bemalt, nachdem wir das Geschenk darin einge­wi­ckelt haben. So kann man die opti­male Posi­tion bestimmen. Acryl­farbe trocknet ja  blitz­schnell.

Wintervögel – DIY Geschenke, Grußkarten , Geschenkanhänger und -Papier

Wintervögel – DIY Geschenke, Grußkarten , Geschenkanhänger und -Papier

Tipp:

Unsere Paket­schnur hat hübsche Trod­deln aus Kiefern­na­deln bekommen.  Hierzu legt man die Enden der Schnur auf ein Kiefern­nadel-Büschel und umwi­ckelt beides fest mit einem weiteren Stück Schnur. Das Ende zwei mal verknoten und abschneiden. Wer mag, kann abschlie­ßend noch ein Stück Gold­draht einige Male herum­wi­ckeln.

Wintervögel – DIY Geschenke, Grußkarten , Geschenkanhänger und -Papier

Wintervögel – DIY Geschenke, Grußkarten , Geschenkanhänger und -Papier

Wintervögel – DIY Geschenke, Grußkarten , Geschenkanhänger und -Papier

Wintervögel – DIY Geschenke, Grußkarten , Geschenkanhänger und -Papier

DIY- Wintervögel inspirieren zu Geschenken, Grußkarten und Geschenkverpackungen

Viel Spaß!

 

 

 

 

 

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Das 7. Zimmer – ein Porträt

Schon der Klang des Namens macht neugierig: Das 7. Zimmer.
Ich denke an eine verwun­schene alte Villa in einem geheim­nis­vollen Garten, durch die man von Zimmer zu Zimmer streift. Bis man plötz­lich vor diesem einen steht– dem 7. Zimmer, in der Hoff­nung verhar­rend, dass sich hinter dieser Tür etwas Beson­deres verbirgt. Eine Samm­lung kost­barer kleiner Schätze etwa?

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Tatsäch­lich geht es mir immer so, wenn ich durch den schönen Hamburger Stadt­teil Eppen­dorf  schlen­dere und plötz­lich durch eine hohe Torein­fahrt über Kopf­stein­pflaster  den Innenhof einer ehema­ligen Brot­fa­brik betrete. Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein PorträtDie kleine unschein­bare Tür mit dem hand­ge­malten Schild darüber und die noncha­lante Deko­ra­tion davor haben es mir angetan.
Wenn ich die steile Holz­stiege hinter der Tür empor­steige, tauche ich ein in eine kleine fran­zö­si­sche Welt der schönen Dinge. Brocante (frz. Trödel, Anti­qui­täten) – fran­zö­si­sche Gebrauchs­ge­gen­stände, Länd­li­ches, Mobi­liar, Antikes – alles mit einer herr­li­chen Patina der letzten Jahr­zehnte.

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Für mich, als passio­nierte Schatz­su­cherin, ist es ein Para­dies. Geschaffen vor 20 Jahren auf dem Dach­boden des Pfer­de­stalls einer alten Brot­fa­brik.Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt “Noch in den 40er Jahren wurde in der Fabrik Brot geba­cken und hier unten schnauften die Pferde”, erzählt mir Gabriela Kost.  Schon immer hatte sie ein Faible für Antikes aus Frank­reich. Für all die schönen Dinge, die nicht nach Perfek­tion streben, sondern mit ihrer Unvoll­kom­men­heit bestechen. So hatten die Garten­stühle Rost­spuren, Sitz­polster von Stühlen waren geflickt und die Farbe der Eisen­tisch­chen war abge­platzt. “Anfangs dachte so mancher, ich wolle  hier einen Schrott­handel eröffnen”, lacht sie. “Möbel mit dieser Art von Patina waren damals noch etwas unge­wöhn­lich…”, berichtet sie weiter. Aber sie ließ sich nicht beirren. “Ich hatte damals nichts, außer einer kleinen Samm­lung schöner Dinge zu Hause. So bin ich erstmal nach Paris gefahren, habe auf den berühmten Antik- und Floh­märkten der Stadt einge­kauft und ange­fangen, mir ein Händ­ler­netz­werk aufzu­bauen.”

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Haus­hündin “Sugar” begrüßt von ihrem Thron aus die Besu­cher.

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Viele haben den Traum vom eigenen Laden, manche den Mut, ihn zu verwirk­li­chen und wenige das Glück, eine Erfolgs­ge­schichte daraus zu machen. Das rich­tige Händ­chen gehört natür­lich auch dazu. Ein Vorteil: Durch ihre guten Kontakte zur  Hamburger Stylisten-Szene war das 7. Zimmer schnell als Requi­si­ten­ver­leih für Foto­pro­duk­tionen eine beliebte Adresse. Die Patina und Ausstrah­lung der Möbel und Acces­soires sind ja auch eine wahre Freude für jeden Foto­grafen und Stylisten.

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Poesie aus vergan­gene Zeiten…

Das 7. Zimmer - französisches Flair in HamburgDas Schau­fenster des kleinen Show­rooms direkt an der Hegestraße gibt mir einen Vorge­schmack auf die Schätze im Hinterhof.  Mitt­ler­weile gehört auch der urige alte Pfer­de­stall  zum 7. Zimmer – ideal für die Insze­nie­rungen der fran­zö­si­schen Anti­qui­täten. Zwischen rusti­kalen Holz­ti­schen, Stühlen, über­di­men­sio­nalen Indus­trie­leuchten und vielem mehr warten Kübel voller Zweige, Blüten und Pflanzen auf ihre Bestim­mung. “Immer vor Weih­nachten fertigen wir beson­dere Kränze. Jedes Jahr wieder anders.” Sie zeigt mir einen Kranz mit einge­ar­bei­teten, alten Kuhglo­cken.
Ich finde es faszi­nie­rend, wie dieses Ambi­ente dazu anregt, Gebrauchs­spuren nicht nur zu dulden, sondern die Ästhetik darin zu entde­cken. Gabriela Kost nimmt die Dinge aus ihrem Zusam­men­hang und insze­niert sie neu, anders. “Dinge, die ich nicht mag, kommen mir nicht die Treppe hoch!” verrät sie mir entschlossen.

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Durch ihre Arran­ge­ments zeigt sie auf, wie man Objekte in ein beson­deres Licht rücken kann. Sie schärft den Blick für Details, für vermeint­liche Neben­säch­lich­keiten, die durch ihre Geschichte plötz­lich zu etwas Beson­derem geworden sind. Ich greife nach einem uralten dicken, wunder­schönen Leinen­sack. Dass er ein Loch hat, stört mich nicht. Er hat das Charisma gelebten Lebens und würde sicher als “Über­topf” für meine große Glücks­kas­tanie perfekt aussehen.

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Heute spre­chen wir viel von Nach­hal­tig­keit – es ist wohl kaum etwas nach­hal­tiger, als sich mit Dingen zu umgeben, die es sowieso bereits seit Jahr­zehnten gibt und noch viele weitere geben kann. Zudem sie meis­tens von exzel­lenter Qualität und irgendwie unver­wüst­lich sind. In gewisser Hinsicht also ein sehr modernes Konzept!

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Das Geheimnis des Erfolgs

Hinter das Geheimnis von Gabriela Kosts Erfolg bin ich schnell gekommen: Pure Leiden­schaft und eine Liebe und Begeis­te­rung für ihr Sorti­ment. Jedes Teil sucht sie persön­lich aus. Dabei verlässt sie sich ausschließ­lich auf ihr Gespür. Und das kann sie auch.  “Alles, was hier steht, würde ich mir auch zuhause hinstellen”, so die krea­tive Spezia­listin. “Ich verbringe hier so viel Zeit – ich könnte es nicht ertragen, von Dingen umgeben zu sein, die ich nicht schön finde.” Am liebsten ist es ihr, ihre Schätze in guten Händen zu wissen, hängt doch ihr Herz daran.
Mir gefällt ihre Haltung zu den Dingen, ihre Linie. Das macht sie zu einer festen Größe in der Inte­rior-Szene. Wenn ich im 7. Zimmer umher­stö­bere, werde ich immer ange­steckt von so viel krea­tiver Schaf­fens­lust.

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Wer in Hamburg lebt oder Hamburg besucht, kann selber einmal die schmale Stiege hinauf­steigen. Wer nicht die Möglich­keit hat, den mag mein Text bestärken, den Blick offen zu halten. Pinte­rest-Boards und Insta­gram-Posts können die reale Wahr­neh­mung und Inspi­ra­tion eben nicht ersetzen. Das Sehen, das Berühren, das Ergreifen und das Nicht-mehr-Loslas­sen­wollen, das sich Verzau­bern­lassen. Ich finde es schön, dass es immer noch unver­wech­sel­bare Läden wie das 7. Zimmer gibt. Sind es doch diese beson­deren Adressen, die   unsere Stadt­viertel prägen und den Charme eines Quar­tiers ausma­chen. Und darum geht es doch.

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Das 7. Zimmer von Gabriela Kost ist in der Hegestraße 7 in Hamburg zu finden.

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

 

 

Fashion-DIY: Ansteckblumen

Fashion-DIY: Ansteck­blüten

Wenn uns die dunkle Jahres­zeit manchmal zu trübe und trist erscheint, ist der klügste Weg, ihr mit einem Lächeln und Augen­zwin­kern zu begegnen. Mein Tipp:

Steck Dir eine Blüte ans Revers und mach das Beste draus!”

Fashion-DIY: Ansteckblüten

Flora und Fauna spielen in der Mode immer wieder eine große Rolle. Ob jetzt im Herbst (sehr schön übri­gens bei Desi­gner Elie Saab – Fall-Winter 2018/19) oder im kommenden Früh­jahr. Große und kleine Blüten tummeln sich auf Klei­dern, Röcken und Mänteln.
Mein nach­hal­tiger Beitrag zu diesem sehr schönen Mode­trend: Opulente Ansteck­blüten mit Fransen zum Selber­ma­chen.
Aus Leder-, Woll- und Stoff­resten (z.B. Jeans) sowie hübschen Kordeln und Bändern kann man jeder der Ansteck­blüten ein indi­vi­du­elles Fran­sen­kleid verpassen. Die Reste kommen so zu neuen Ehren, und den Blüten stehen sie ausge­zeichnet.

DIY-Ansteckblütenmit Fransen

Fashion-DIY: Ansteckblüten mit Fransen

Fashion-DIY: Ansteckblüten mit Fransen

Das Spiel mit Mate­ria­lien, das Neben­ein­ander von Leder, Stoff, Wolle und Kunst­fell in opulenten Farb­welten macht riesigen Spaß.
Jeans­stoff eignet sich hervor­ra­gend und erdet Gold­kordel & Co.
Leder­reste gibt es in Bastel­läden, auf Wochen­märkten (ich habe schöne kleine Leder­stücke auf dem Hamburger Isemarkt gefunden) oder im Internet. Es sollten aller­dings dünne Leder sein, die geschmeidig fallen. Ich würde darauf achten, dass die Mate­ria­lien im Mix hoch­wertig wirken.
Schöne Kunst­blumen findet man in Blumen­cen­tern, Einrich­tungs­läden oder auch online. Wer das Glück hat, Vintage-Blüten im Second­hand­shop oder auf dem Floh­markt zu finden, kann sich glück­lich schätzen. Oft sind sie beson­ders hübsch gear­beitet.

Fashion-DIY: Ansteckblüten mit Fransen

Fashion-DIY: Ansteckblüten mit Fransen

Der Aufwand hält sich – vergli­chen mit der Wirkung – in Grenzen. Nadel, Faden, ein Fingerhut und eine Sicher­heits­nadel, mehr Hand­werks­zeug ist nicht nötig. Genäht wird mit der Hand, aber wer eine gute Nähma­schine besitzt, die auch durch kräf­tige Mate­ria­lien näht, kann natür­lich auch mit der Maschine arbeiten.
Ich arbeite hin und wieder aber gerne mit der Hand, und hier bietet es sich an.

Fashion-DIY: Ansteckblüten mit Fransen

Fashion-DIY: Ansteckblüten mit Fransen

Fashion-DIY: Ansteckblüte mit Fransen

Ansteck­blüte auf Kunst­fell

Die Ansteck­blüten indi­vi­dua­li­sieren  jedes Outfit. Auch an Taschen oder Hüten machen die anhäng­li­chen Blüten eine tolle Figur. Einmal ange­fangen, könnte man ständig neue, tolle Mate­ria­lien und Farb­zu­sam­men­stel­lungen kreieren. Frei nach dem Motto der  Schrift­stel­lerin Lydia Maria Child (1802–1880):

Warum sollen wir uns alle nach der selben Mode kleiden? Der Frost malt mir nie dieselben Eisblumen zweimal an mein Fenster”

Fashion-DIY: Ansteckblüten mit Fransen

Fashion-DIY: Ansteckblüten mit Fransen

Fashion-DIY: Ansteckblüten mit Fransen

 

Fashion-DIY: Ansteckblüten mit Fransen

Statt die Blüte direkt an das Klei­dungs­stück zu heften, kann man sie auch an ein breites Samt­band stecken und mit einer rück­wärtig fallenden Schleife um den Hals binden…

Fashion-DIY: Ansteckblüten mit Fransen

Mit Seiden­pa­pier in Schach­teln verpackt, geben die Ansteck­blüten ein wunder­bares Geschenk ab…

Mate­rial:

  • Kunst­blume
  • passende Stoff- und Leder­reste, in schmale Streifen geschnitten
  • ein recht­eckiges Stoff­stück, z.B. Jeans oder breites Schlei­fen­band (siehe Bilder), ca. 10 x 17 cm
  • Bänder, Kordeln, Kunst­fell-Garn, Woll­reste (ich habe z.B. einen alten Schal aufge­löst…)
  • passendes Nähgarn + Nadel + Schere
  • Fingerhut
  • Sicher­heits­nadel (oder Ansteck­nadel zum Aufnähen oder Klemm-Clip)

Fashion-DIY: Ansteckblüten mit Fransen

Fashion-DIY: Ansteckblüten mit Fransen

Schöne Leder­reste gibt es z.B. auf dem Wochen­markt…

Anlei­tung:

Das recht­eckige Stoff­stück dient als Grund­lage. Auf eine Kanten­ver­säu­be­rung  habe ich verzichtet. Franst der Stoff unschön aus, könnte man eine feine Zick­zack­naht an die Kante setzen. Auch ein breites, festes Schlei­fen­band  funk­tio­niert gut. Mit Nadel und Faden das Stoff­stück mittig ein wenig zusam­men­fassen, so dass eine leichte Schlei­fen­form entsteht.

Fashion-DIY: Ansteckblüten mit Fransen

Rück­an­sicht. Keine Sorge, die sicht­baren Stiche werden später verdeckt.

Nun kann man beginnen, die zuge­schnit­tenen Fransen mittig auf der Grund­lage fest­zu­nähen. Ein Fingerhut hilft, die Nadel durch dickeren Stoff oder Leder zu stechen.

Fashion-DIY: Ansteckblüten mit Fransen

Fashion-DIY: Ansteckblüten mit Fransen

Sind alle Fransen fixiert, können die Blätter befes­tigt werden. Bei einigen kann man durch die Stängel stechen, andere näht man durch die Blätter fest.

Fashion-DIY: Ansteckblüten mit Fransen

Abschlie­ßend wird die Blüte fixiert. Ich habe sie ganz vom Stängel gelöst und durch die unteren Blüten­blätter mit einigen festen Stichen ange­näht.

Fashion-DIY: Ansteckblüte mit Fransen

Eine Broschen­nadel, Klemme oder Sicher­heits­nadel kann man am besten auf einem Stück Schlei­fen­band fest­nähen. Dieses dann, mit einge­schla­genen Seiten, von hinten mit unsicht­baren Stichen fest aufnähen – so wird auch das Stich-Wirr­warr verborgen.

Fashion-DIY: Ansteckblüten mit Fransen

DIY-Ansteckblütenmit Fransen

Fashion-DIY: Ansteckblüte mit Fransen

Viel Spaß beim Auspro­bieren!

 

 

 

 

Kintsugi – wenn Keramiknarben zu Goldspuren werden

Kint­sugi – wenn Kera­miknarben zu Gold­spuren werden

Ich möchte erzählen, wie Kint­sugi –  die alte japa­ni­sche Technik des “Gold­fli­ckens” – eine kleine Narbe in meinem Herzen geschlossen hat:
Bis vor einigen Jahren leuch­tete mal hier, mal da eine kleine dick­bau­chige, gelbe Porzel­lan­vase in unserem Haus. Fili­gran und kunst­voll bemalt mit Blumen, hat sie mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezau­bert. Bis zu dem Tag, als sie mir einfach aus der Hand fiel. Zack!
Scherben bringen Glück? Das mag für profane Früh­stückstassen gelten, nicht aber für die kleine gelbe Vase, die ich vor vielen Jahren von meiner Groß­mutter geschenkt bekommen habe.
So ein lieb­ge­won­nenes Erin­ne­rungs­stück darf nicht einfach zu Bruch gehen. Aber es geht. Manchmal ist auch das Teil der Geschichte.

Kintsugi – wenn Keramiknarben zu Goldspuren werden

Dingen, die wir benutzen und gebrau­chen, müssen wir erlauben, die Patina des Alters und Gebrauchs­spuren anzu­setzen. Es sind die kleinen Macken, die Risse, die Abschür­fungen, die uns die ganz persön­li­chen Geschichten zu den Objekten erzählen.
Und beson­dere, kost­bare Objekte nur zu schonen und im sicheren Schrank zu verwahren, halte ich für falsch. Wir sollten mit ihnen leben.

Kintsugi – wenn Keramiknarben zu Goldspuren werden

Kint­sugi

Die Japaner haben eine wunder­bare, uralte Technik, mit der sie zerbro­chener Keramik begegnen: Kint­sugi – die Technik des Gold­fli­ckens. Geht ein Keramik- oder Porzel­lan­gefäß kaputt, füllen sie die Bruch­stellen mit Urushi, einem Japan­lack, in den Gold­staub gemischt wird und setzen das Gefäß wieder zusammen. Anschlie­ßend wird die Stelle noch­mals mit Gold­staub über­zogen. Die Methode entstand unge­fähr im Japan des 16. Jahr­hun­derts. Kunst­hand­werker haben sie entwi­ckelt, um die für die Teeze­re­mo­nien wich­tigen Teeschalen auf eine ästhe­ti­sche Art zu repa­rieren.

Eine Methode, die die Bruch­stellen nicht zu kaschieren versucht. Nein, viel­mehr hebt sie die Narben hervor. Sie würdigt die Geschichte des zerbro­chenen Objektes. Unschöne Bruch­stellen werden vergoldet und somit zu deut­li­chen Spuren, die von Bruch und Wieder­her­stel­lung erzählen.

Der Gedanke dahinter lässt sich auf das gesamte Leben anwenden: Der Glaube daran, dass etwas, das eine Geschichte hat und Spuren aufweist, dadurch nur noch schöner wird.

Das ist auch der Gedanke, der hinter dem japa­ni­schen, ästhe­ti­schen Konzept Wabi Sabi (die Schön­heit im Vergäng­li­chen, im Makel) steht.

Kintsugi – wenn Keramiknarben zu Goldspuren werden

Ein wunder­barer Gedanke, finde ich. Und eine kleine Aufleh­nung gegen die Wegwerf­men­ta­lität. So können Alltags- und Deko­ra­ti­ons­ge­gen­stände, an denen unser Herz hängt, von Genera­tion zu Genera­tion weiter­ge­geben werden. Heute, in unserem mobilen Zeit­alter, sind es doch oft kleine Objekte, die uns ein Zuhau­se­ge­fühl vermit­teln – egal wohin das Leben uns gerade geführt hat. Objekte, die uns unser Leben lang begleiten.

Und tatsäch­lich, vieles wird durch häufigen Gebrauch und die dadurch hinter­las­senen Spuren immer schöner. Meine Vase steht wieder da, und es fühlt sich gut an. Nicht nur die Bruch­stellen im Porzellan sind geflickt, auch die kleine Narbe in meinem Herzen ist geheilt.

Kintsugi – wenn Keramiknarben zu Goldspuren werden

Die Methode

Für meine kleine Vase und eine kopf­lose Kera­mik­dame aus den 70er-Jahren habe ich mir ein Kint­sugi-Repa­ratur-Set bestellt. Es basiert auf der alten Technik, ist aber mit neuer Tech­no­logie kombi­niert. Urushi, der Japan­lack, braucht sehr lange zum Trocknen.
Der Kleber aus dem “New Kintsugi”-Set trocknet schneller, und es sind weniger Arbeits­schritte, als bei der origi­nalen Technik nötig. Auch Anfänger haben damit eine Chance! Nach 48 Stunden ist der Porzel­lan­kleber lebens­mit­tel­echt, und selbst Heiß­ge­tränke können einer geflickten Tasse  nichts mehr anhaben. In die Spül­ma­schine dürfen repa­rierte Objekte aller­dings nicht mehr.

Die tradi­tio­nelle Methode ist viel­stu­figer und kompli­zierter. Ich habe für Inter­es­sierte dazu einmal hier ein Video des Japa­ni­schen Lack-Restau­ra­tors und Künst­lers Gen Sala­tani (www.urushi.com) verlinkt.

Kintsugi – wenn Keramiknarben zu Goldspuren werden

Den Arbeits­platz habe ich mit einer Unter­lage ausge­legt. Es ist sinn­voll, ein feuchtes Baum­woll­tuch zur Hand zu haben und einige Zahn­sto­cher für kleine Korrek­turen.  Kintsugi – wenn Keramiknarben zu Goldspuren werdenAlles andere wie Klebe­lack, schnell­trock­nende Knet­masse zum Füllen größerer Bruch­lö­cher, Gold­puder, Holz­stäbe zum Auftragen und Verrühren, ein Pinsel, Hand­schuhe und natür­lich eine genaue Anlei­tung (auch auf Deutsch) waren in meinem Set vorhanden.
Es ist wichtig, dass man die Bruch­stellen gründ­lich reinigt und sich alle benö­tigten Uten­si­lien bereit­legt, die Arbeits­fläche mit einem Schutz auslegt und ruhig und konzen­triert arbeitet.

Kintsugi – wenn Keramiknarben zu Goldspuren werden

Der Kleber wird mit Gold­puder ange­rührt.

Kintsugi – wenn Keramiknarben zu Goldspuren werden

Mit einem Holz­stäb­chen wird der Goldkit auf die gerei­nigten Kanten aufge­tragen.

Kintsugi – wenn Keramiknarben zu Goldspuren werden

Nach ca. 1–2 Minuten werden die Teile zusam­men­ge­fügt und einige Minuten gehalten.

Kintsugi – wenn Keramiknarben zu Goldspuren werden

Korrek­turen können mit einem feuchten Tuch oder einem Zahn­sto­cher vorge­nommen werden.

Kintsugi – wenn Keramiknarben zu Goldspuren werden

Wenn der Kleber fast trocken ist, wird mit einem weichen Pinsel groß­zügig Gold­puder über die Klebe­stelle gegeben.

Kintsugi - wenn Keramiknarben zu Goldspuren werden

Kintsugi – wenn Keramiknarben zu Goldspuren werden

Sind alle Teile zusam­men­ge­fügt, muss das Objekt einige Stunden trocknen.

Kintsugi – wenn Keramiknarben zu Goldspuren werden

Der Kopf sitzt wieder fest auf dem Korpus. Wie eine Gold­kette schmiegt sich die vergol­dete Bruch­stelle um den Hals der Dame.

Kintsugi – wenn Keramiknarben zu Goldspuren werden

Sind die Klebe­stellen gut getrocknet, kann das Objekt mit Wasser und Spül­mittel abge­wischt werden. Nach 48 Stunden ist das repa­rierte Objekt dann lebens­mit­tel­echt.

Kintsugi – wenn Keramiknarben zu Goldspuren werden

Stolz trägt die repa­rierte Dame nun ihre Sukku­lenten-Frisur zur Schau.

Tipp:

(unbe­zahlte Produkt­emp­feh­lung) Das “New kint­sugi repair kit” der hollän­di­schen Firma Humade habe ich in Berlin beim “The Amazing Croco­dile Design Store” (www.amazing-crocodile.de) bestellt.

Kintsugi – wenn Keramiknarben zu Goldspuren werden

Kintsugi – wenn Keramiknarben zu Goldspuren werden

Herbstliche Tischdekoration

Die Schön­heit des Einfa­chen

Bunte Wälder, Vogel­züge, die den Weg nach Süden einschlagen, Nebel­schwaden, die morgens durch die Wiesen streifen – der Herbst zeigt sich dieses Jahr von seiner beson­ders male­ri­schen Seite. Nun gilt es, die letzten warmen Stunden zu nutzen und noch ein wenig Open-Air-Zeit bei würziger Herbst­luft zu genießen. Ein dicker Pulli schützt uns vor kühler Luft, wenn wir den Rechen über Rasen und Wege ziehen oder einfach eine Runde durch die Natur spazieren.

Hagebutte

 

Den Herbst feiern

Einfach schön…

Die frische Herbst­luft macht hungrig. Egal, ob wir noch einmal grillen oder einen heißen Eintopf zaubern, die Tisch­de­ko­ra­tion für unsere Outdoor-Tafel legt uns die Natur in die Hand. Urige Rinden­stücke und bizarres Astwerk, mit Flechten besetzt, ziehen sich über die Mitte des Tisches. Dazwi­schen sorgen weiße Stum­pen­kerzen  in Marme­laden- und Weck­glä­sern für stim­mungs­volles Licht. Nichts Beson­deres  – aber beson­ders hübsch! Weißes Geschirr, Servi­etten und die schönsten Gläser – so viel Zeit muss sein. Die Liebe und Sorg­falt, mit der wir die Dinge arran­gieren, sind doch ein Zeichen von Lebens­lust! Optisch und haptisch passen in diese Jahres­zeit Schaf­felle. Einfach über Garten- oder Balkon­stühle gelegt, schaffen sie weiche, warme Sitz­plätze.

Herbstliche Tischdekoration

Herbstliche Tischdekoration

Herbstlicher Outdoorplatz

 

Einfach lecker…

…was die Natur so hergibt. Aus knackigen Möhren, gold­gelben Kartof­feln und einer aroma­ti­schen Steck­rübe wird in nur ca. 30 Minuten der perfekte Eintopf für unser Herbst-Pick­nick. Dazu frische Peter­silie und würzige Koch­würst­chen. Ohne Gedöns, ehrlich und lecker! Habe ich schon als Kind gemocht, und wer die unschein­bare Rübe norma­ler­weise links liegen lässt, sollte sie unbe­dingt einmal probieren.

Herbstgemüse

 

Zutaten (für 4 Personen):
  • 750 g Steck­rübenSteckrübe
  • 300 g Möhren
  • 200 g Kartof­feln (fest­ko­chend)
  • 1 Bund frische Peter­silie
  • 750 ml Gemü­se­brühe
  • frischer Pfeffer, even­tuell Salz
  • 4 Koch­würste
Zube­rei­tung:

Das Gemüse waschen, schälen und in Stücke schneiden. In einem Topf mit etwas Öl kurz anrösten, etwas Pfeffer hinüber­mahlen. Die Koch­würste in Scheiben schneiden, auf das Gemüse geben und alles mit der Gemü­se­brühe aufgießen. Bei mitt­lerer Hitze und geschlos­senem Deckel ca. 20 Minuten köcheln. Peter­silie waschen und hacken. Den Eintopf even­tuell noch mit etwas Salz abschme­cken und die Peter­silie dazu­geben. 

Steckrübeneintopf

Ich fülle Suppen und Eintöpfe gerne in eine meiner Terrinen, aber auch ein Topf tut es – und darin bleibt die Suppe schön heiß.

Steckrübeneintopf

Einfach roman­tisch…

Da wir von der frischen Luft nicht genug bekommen können, steht die Feuer­schale  schon bereit.    Zum Nach­tisch gibt es meinen Lieb­lings-Apfel­ku­chen (Rezept hier).
Wer noch Pflaumen hat, kann diese natür­lich auch anstelle von Äpfeln nehmen. Die Ernte war so reich dieses Jahr – es gibt von allem genug.

Apfelkuchen mit Streuseln

Den Blick in die tanzenden Flammen gerichtet, empfinde ich pures Glück. Kein Gedanke an gestern oder morgen – nur der Moment zählt. So leicht geht das? Oh ja, es braucht nicht viel, manchmal einfach nur die Schön­heit des Einfa­chen…

Feuerschale im Herbst