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Das 7. Zimmer - französisches Brocante-Flair in Hamburg – ein Porträt

Das 7. Zimmer – ein Porträt

Schon der Klang des Namens macht neugierig: Das 7. Zimmer. Ich denke an eine verwun­schene alte Villa in einem geheim­nis­vollen Garten, durch die man von Zimmer zu Zimmer streift. Bis man plötz­lich vor diesem einen steht– dem 7. Zimmer, in der Hoff­nung verhar­rend, dass sich hinter dieser Tür etwas Beson­deres verbirgt. Eine Samm­lung kost­barer kleiner Schätze etwa? Tatsäch­lich geht es mir immer so, wenn ich durch den schönen Hamburger Stadt­teil Eppen­dorf  schlen­dere und plötz­lich durch eine hohe Torein­fahrt über Kopf­stein­pflaster  den Innenhof einer ehema­ligen Brot­fa­brik betrete. Die kleine unschein­bare Tür mit dem hand­ge­malten Schild darüber und die noncha­lante Deko­ra­tion davor haben es mir angetan. Wenn ich die steile Holz­stiege hinter der Tür empor steige, tauche ich ein in eine kleine fran­zö­si­sche Welt der schönen Dinge. Brocante (frz. Trödel, Anti­qui­täten) – fran­zö­si­sche Gebrauchs­ge­gen­stände, Länd­li­ches, Mobi­liar, Antikes – alles mit einer herr­li­chen Patina der letzten Jahr­zehnte. Für mich, als passio­nierte Schatz­su­cherin, ist es ein Para­dies. Geschaffen vor 20 Jahren auf dem Dach­boden des Pfer­de­stalls einer alten Brot­fa­brik. “Noch in den 40er Jahren wurde in der Fabrik Brot geba­cken …

Letter aus Blei

Zu Besuch in der Druckerei…

Immer nur nach vorne blicken? Das kommt für mich nicht in Frage. Tradi­tion und Geschichte sind das Funda­ment, auf dem neue Ideen wachsen.  Ein Blick zurück kann sehr inspi­rie­rend sein. Und deshalb möchte ich von einem Besuch in einer Hamburger Druckerei erzählen: Schwarze Kunst “Schwarz­künstler”, “Jünger der Schwarzen Kunst” oder “Jünger Guten­bergs” – so nannte man einst die Buch­dru­cker und Schrift­setzer, deren kunst­volles Hand­werk es war, mit schwarzer Druck­farbe Texte und Bilder zu verviel­fäl­tigen. Im 15. Jahr­hun­dert eine revo­lu­tio­näre Erfin­dung von Johannes Guten­berg, die die demo­kra­ti­sche Verbrei­tung von Infor­ma­tionen ermög­lichte. Für unsere Kultur eine der wohl bedeu­tendsten Erfin­dungen. Heute, 550 Jahre  nach dem Tode Johannes Guten­bergs, im Zeit­alter der Digi­ta­li­sie­rung, gibt es sicher­lich fort­schritt­li­chere und einfa­chere Print-Methoden. Das mag stimmen. Dennoch sind die Druck­sa­chen, die mit histo­ri­schen Druck­tie­geln entstehen, so beson­ders und einzig­artig in Optik und Haptik, dass sie sich wieder größter Beliebt­heit erfreuen. “Man ist jung, solange man sich für das Schöne begeis­tern kann und nicht zulässt, dass es vom Nütz­li­chen erdrückt wird.” Jean Paul Ich habe das selber erlebt. Auf der Suche nach einer …

DIY-Kunst Farbkreise

Farbe auf den Punkt gebracht – DIY-Kunst

Bilder an den Wänden sorgen für Atmo­sphäre und Span­nung. Das Auge blickt, das Auge entdeckt. Bilder können uns in die Ferne tragen, in Stim­mungen versetzen oder einfach nur durch ihre Farbig­keit erfreuen. Mit Bildern kann man Kontraste schaffen, die einem Raum das gewisse Etwas verleihen, sie zum Klingen bringen. Will oder kann man nicht gerade in Kunst inves­tieren, gibt es die char­mante Möglich­keit, selber etwas zu kreieren, “DIY-Kunst” sozu­sagen. Selber schöne Rahmen zu füllen und Deko­ra­tives zu schaffen. “Ich kann das nicht” lass ich an dieser Stelle nicht gelten! Diese Idee ist so kinder­leicht umsetzbar, dass ich sie direkt von meinen Kindern habe verwirk­li­chen lassen. Und ich kann verspre­chen: Es macht sehr viel Spaß. Das Ergebnis? Abstrakt, bunt, deko­rativ! Farb­kreis-Kunst Mate­rial: Weißes Rund­fil­ter­pa­pier, Ø ca. 125 mm (gibts z.B. hier). Man kann auch runde Kaffee­filter (1) benutzen oder aus Teefil­ter­beu­teln für losen Tee (fein)  Kreise zuschneiden. Das Filter­pa­pier liegt dann doppelt, da es sonst zu dünn ist. Ganz einfache Filz­stifte (die güns­tigen funk­tio­nieren tatsäch­lich am besten!) Eine Pipette (gibt es im Bastel­laden, in der Apotheke oder hier) …

Tierskulpturen aus Pappmache, schwarz bemalt

Drei mal schwarzer Kater

Wer meinen Blog bereits ein wenig durch­stö­bert hat, ist viel­leicht auf die vergol­deten DIY-Tier­­skul­p­­turen aus Papp­maché gestoßen. Sie eignen sich wunderbar, um kleine Still­leben zu insze­nieren oder eine Fens­ter­bank zu deko­rieren. Bevor ich mit meinen Kindern die vergol­deten Figuren gefer­tigt habe, haben sie mit der glei­chen Methode drei Kater kreiert. Die drei Skulp­turen haben wir aller­dings mit mattem Acryl­lack schwarz ange­malt. Meine Kinder haben die drei Kater den Groß­el­tern geschenkt. Dort bewa­chen sie nun einen alten, rusti­kalen Eichen­schrank. Aber die schwarzen Figuren sehen auch toll auf der Fens­ter­bank, auf Side­boards oder Tisch­chen aus. Der Voll­stän­dig­keits­halber habe ich die drei Kater auch noch mal foto­gra­fiert.  Zur DIY-Anlei­­tung geht es hier entlang… Nur wird statt des Blatt­goldes ein Töpf­chen schwarzer, matter Acryl­lack gebraucht, der in zwei Schichten auf die Papp­ma­ché­tiere aufge­tragen wird. Wichtig: Die Figuren sind nicht für den Outdoor-Bereich geeignet – zwischen üppigen Zimmer­pflanzen kann ich sie mir aller­dings sehr gut vorstellen!

Inspiration: Pflaumen in schwarzer Schale

Die Magie der dunklen Farben

Was mich an dunklen Farben im Inte­­rior-Design faszi­niert? Die Tiefe, die Ausge­gli­chen­heit und Ruhe, die von den dunklen Tönen ausgeht. Sie lassen die Farben in ihrem Umfeld leuchten, sie schaffen eine Ruhe, vor der Muster sich wunderbar entfalten können. Wie eine Bühne verhelfen sie Möbeln, Acces­soires und Bildern zu einem wirkungs­vollen Auftritt. Beson­ders in licht­är­meren Räumen greift man oft zu hellen Tönen, um Weite und Groß­zü­gig­keit  zu schaffen. Auch ich bin dieser Theorie gefolgt und habe unsere Küche bei Einzug ganz in Weiß gestaltet. Die Wände, die Holz­ele­mente, die Küchen­zeile, den Küchen­schrank und -Tisch. Auch das hatte eine wunder­bare Wirkung, aber mit der Zeit ist mir aufge­fallen, dass das Weiß wie ein Passe­par­tout für all die kleinen und großen Acces­soires in der Küche wirkt. Ein Gewimmel an Uten­si­lien, kleinen Kunst­werken, Lebens­mit­teln… Natür­lich, schließ­lich wird in unserer Küche gekocht, gegessen, gebas­telt, Schul­ar­beiten werden erle­digt  – es wird gelebt und sieht daher auch belebt aus. Für unser Fami­li­en­leben ist sie zentral! Gegen das kleine tägliche Chaos hilft auch keine Farbe, aber dennoch vermag die rich­tige Farbe für …

Küchenschrank in "Black Blue" von Farrow & Ball

Mein Küchen­schrank trägt Blau

Im Zuge unserer Reno­vie­rung habe ich mir unseren Küchen­schrank, einen alten Buffet­schrank, einmal vorge­knöpft. Er wohnt schon länger in unserem Haus als wir, hat uns als Natur­holz­schrank begrüßt, wurde zunächst mal weiß gestri­chen und hat sich jetzt in eine tief­dunkle Schön­heit verwan­delt. Nach reif­li­cher Über­le­gung und 10 bewegten “Mutter­jahren” wünschte ich mir etwas mehr Ruhe und Kontrast in der Küche. In einer Fami­li­en­küche wird es ganz von selber bunt. Um dem Raum mehr Tiefe zu verleihen, habe ich sowohl die Küchen­zeile als auch den Küchen­schrank in “Black Blue” von Farrow & Ball (www.farrow-ball.com) gestri­chen. Ein viel­schich­tiges dunkles Blau, das zuweilen Schwarz, manchmal aber auch wie ein dunkles Petrolgrün anmutet. Je nach Licht­ein­fall. Gerade den oberen Teil des Schrankes, den man durch zwei verglaste Türen einsehen kann, wünschte ich mir außen dunkler, damit das weiße Geschirr im Inneren zum Strahlen gebracht würde. Nach gründ­li­cher Vorbe­hand­lung  hat der Schrank erst einen Voran­strich erhalten und wurde dann in zwei Schichten mit dem “Estate Eggshell”-Lack in “Black Blue” lackiert. Der Innen­raum des Schrankes wurde in Weiß, “Poin­ting”, gestri­chen. Er hebt …

Kinderkunst inszenieren auf einer Platte

Wohnen mit Kunst aus Kinder­hand

In jedem von uns steckt ein Künstler – man muss sich nur trauen. Bei Kindern kann man das beson­ders gut beob­achten. Meine Tochter hat bereits von klein auf gerne und viel gezeichnet. Ich habe immer faszi­niert beob­achtet, wie ener­gisch und entschlossen sie mit dem Stift etwas zu Papier gebracht hat. Ohne Maßstäbe und ohne zu über­legen, ob es gut ist, wie es wirkt, was es bedeutet. Diese Frei­heit geht mit dem Älter­werden leider oft verloren. Aber die “Kunst”, die entsteht, wenn Kinder kreativ werden, ist für mich ein Augen­schmaus! Ich halte es für wichtig und schön, Kindern zu zeigen, dass das, was sie schaffen, schön und wert­voll ist. Sie sollen wissen, dass es nicht darum geht, die Realität natur­ge­treu abzu­bilden, sondern der Fantasie freien Lauf zu lassen. “Ich kann das nicht” gibt es bei uns nicht! Denn wo es kein FALSCH gibt, kann man sich mutig und frei an Formen und Farben heran­wagen. Deshalb ist in unserem Haus immer Platz für die “Kunst­werke” unserer Kinder. Natür­lich packe auch ich irgend­wann Bilder in Erin­ne­rungs­kisten in den …

sesselbezug collage

Des Sessels neue Kleider

Ich habe ein Faible für Möbel mit Geschichte. Für mich sind sie leben­dige Erin­ne­rungen an liebe Menschen, an Orte, an Momente. Das Gefühl, über den Floh­markt zu schlen­dern und plötz­lich magisch von einem Möbel oder Acces­soire ange­zogen zu werden, kennen viele. Oder die liebe­volle Erin­ne­rung an die Groß­mutter, die stets in ihrem Lieb­­lings-Sessel saß. Es ist schön, Erbstücke, Souve­nirs und Erin­ne­rungen ins Wohn­um­feld einzu­bauen. Der Mix macht es – weil er unser Leben reflek­tiert! Tolle Effekte entstehen, wenn man antike Möbel in einen neuen Kontext stellt. Groß­mutters Standuhr in die Küche, die Wohn­zim­mer­vi­trine ins Schlaf­zimmer zur Aufbe­wah­rung der Schmuck- und Hand­ta­schen­samm­lung oder das Kiefern­­holz-Nach­t­­ti­sch­chen ins Bad für Tiegel, Tuben & Co. Wenn ich Inspi­ra­tion in dieser Sache suche, lohnt sich für mich immer ein Blick nach Frank­reich. Die Fran­zosen haben ein untrüg­li­ches Gespür für Stil. Die noncha­lante Art, geliebte Dinge zusam­men­zu­bringen, gefällt mir. Abnut­zungen und Gebrauchs­spuren werden nicht versteckt. Man lässt die Dinge ihre Geschichten erzählen und sieht in der Unvoll­kom­men­heit den Reiz. Genau diesen Ansatz habe ich mir bei der Über­ar­bei­tung unserer Ohren­sessel zu …

stickbild vor tapete

Hübsches Rahmen­pro­gramm

Was ins Eckige muss, ist mir als Mutter von drei fußball­spie­lenden Kindern klar. Aber was ins Ovale passt, das ist eine viel schwe­rere Frage. Als Lieb­ha­berin ovaler Rahmen habe ich einst einige schöne Modelle auf Floh­märkten erstanden. Leider ist es nicht sehr leicht, sie mit passenden Bildern zu füllen, da die meisten Werke eher für recht­eckige oder quadra­ti­sche Rahmen gedacht sind. Nachdem mein Lieb­lings­mo­dell einige Zeit solo als “Schmuck­stück” unser Wohn­zimmer zierte, kam mir nun die Idee, den Rahmen mit einer kleinen Hand­ar­beit zu füllen. Sticken, Weben & Co erleben ja gerade eine kleine Renais­sance. Wie schön! Mit Hilfe einiger Heft­zwe­cken habe ich den Rahmen von hinten mit Hanf­band bespannt. Gerade so, dass mittig die Fäden senk­recht durch den Rahmen laufen. Zuerst wollte ich ein Bild eines Vogels einweben, aber ein Free­style-Stick­­bild lässt sich flexi­bler, farben­rei­cher und fili­graner gestalten – Ich zeich­nete eine Vogel­form (genauso gut wäre natür­lich eine Blume oder ein anderes Tier gewesen, aber ich bin ja nun gerade im Distel­­fink-Fieber) und einen Unter­grund für Blüten auf ein Rest­stück weißes Leinen und unter­legte …

messinghakend

Deko­tipp mit Haken

Bei dieser Sache gibt es einen Haken – und zwar einen richtig schönen! Genau genommen sind es sogar mehrere, denn bei einem kleinen Trödler konnte ich nicht wider­stehen und habe gleich einen ganzen Kasten mit herr­li­chen Messing­haken gekauft. Die kleine Samm­lung ist alleine optisch ein  Augen­schmaus. Man kann sie aber auch hervor­ra­gend als Hand­tuch­halter in Bad und Küche nutzen, in die Garde­robe inte­grieren, an der Schlaf­zim­mer­wand hübsche Hals­ketten an ihnen arran­gieren. Egal ob drinnen oder draußen: Sie sind wahre Alles­könner! Einen der Messing­haken habe ich gerade an ein schmales Wand­stück zwischen zwei Türen gehängt. Meine Idee: der Haken soll Platz für unter­schied­liche Deko­ra­tionen bieten, Kränze, Mobiles, Bilder­rahmen oder andere anhäng­liche Deko- oder Kunst­ob­jekte. Im Moment ziert ein duftender Kräu­ter­kranz den Wand­haken und verströmt im ganzen Flur einen herr­lich medi­ter­ranen Duft. Aber auch ein weißer Kakadu durfte den Platz schon einnehmen.  Was kommt noch? Ich bin selber gespannt.