Alle Artikel in: Life­style

Herbstliche Tischdekoration

Die Schön­heit des Einfa­chen

Bunte Wälder, Vogel­züge, die den Weg nach Süden einschlagen, Nebel­schwaden, die morgens durch die Wiesen streifen – der Herbst zeigt sich dieses Jahr von seiner beson­ders male­ri­schen Seite. Nun gilt es, die letzten warmen Stunden zu nutzen und noch ein wenig Open-Air-Zeit bei würziger Herbst­luft zu genießen. Ein dicker Pulli schützt uns vor kühler Luft, wenn wir den Rechen über Rasen und Wege ziehen oder einfach eine Runde durch die Natur spazieren.   Einfach schön… Die frische Herbst­luft macht hungrig. Egal, ob wir noch einmal grillen oder einen heißen Eintopf zaubern, die Tisch­de­ko­ra­tion für unsere Outdoor-Tafel legt uns die Natur in die Hand. Urige Rinden­stücke und bizarres Astwerk, mit Flechten besetzt, ziehen sich über die Mitte des Tisches. Dazwi­schen sorgen weiße Stum­pen­kerzen  in Marme­­laden- und Weck­glä­sern für stim­mungs­volles Licht. Nichts Beson­deres  – aber beson­ders hübsch! Weißes Geschirr, Servi­etten und die schönsten Gläser – so viel Zeit muss sein. Die Liebe und Sorg­falt, mit der wir die Dinge arran­gieren, sind doch ein Zeichen von Lebens­lust! Optisch und haptisch passen in diese Jahres­zeit Schaf­felle. Einfach über Garten- oder …

Kleine Brötchen mit Bier gebacken

Lieber mal kleine Bröt­chen backen…

… und dafür einen ordent­li­chen Schuss Bier hinein­geben! Die Bier-Bröt­chen werden, mit Estragon und gerös­tetem Sesam verfei­nert, schnell zum Lieb­lings­ge­bäck. Das Bier entfaltet beim Backen seine Aromen und sorgt für ein herr­lich aroma­ti­sches und saftiges Ergebnis. Der Alkohol verfliegt beim Backen weitest­ge­hend. Das Grund­re­zept habe ich einst als Studentin von einem befreun­deten Koch in die Feder diktiert bekommen und über die Jahre ein wenig verwan­delt. Die unkom­pli­zierten Minis passen z.B. wunderbar zu  kara­mel­li­siertem Ziegen­käse auf Salat, cremigen Gemü­se­suppen, wie etwa Möhren- oder Kürbis­suppe. Als Beigabe zur Käse­platte und beim Grillen sind die Bröt­chen perfekt, oder man genießt sie einfach mit guter Butter und Salz. Ich backe meis­tens mit meinem Lieb­lings­bier aus meiner Geburts­stadt Bremen ;-). Tatsäch­lich wirkt sich der Geschmack des Bieres auf die Bröt­chen aus. Ist das Bier würziger und kräf­tiger, wird sich das auch im Geschmack der Bröt­chen nieder­schlagen. Zutaten (für ca. 24 kleine Bröt­chen oder zwei Brote): 550 g Mehl 300 ml Bier 2 Eier 1 Päck­chen Trocken­hefe 2 TL Salz, etwas frischen Pfeffer 5 TL gerös­teter Sesam + etwas Sesam zum Bestreuen gehackten frischen …

Letter aus Blei

Zu Besuch in der Druckerei…

Immer nur nach vorne blicken? Das kommt für mich nicht in Frage. Tradi­tion und Geschichte sind das Funda­ment, auf dem neue Ideen wachsen.  Ein Blick zurück kann sehr inspi­rie­rend sein. Und deshalb möchte ich von einem Besuch in einer Hamburger Druckerei erzählen: Schwarze Kunst “Schwarz­künstler”, “Jünger der Schwarzen Kunst” oder “Jünger Guten­bergs” – so nannte man einst die Buch­dru­cker und Schrift­setzer, deren kunst­volles Hand­werk es war, mit schwarzer Druck­farbe Texte und Bilder zu verviel­fäl­tigen. Im 15. Jahr­hun­dert eine revo­lu­tio­näre Erfin­dung von Johannes Guten­berg, die die demo­kra­ti­sche Verbrei­tung von Infor­ma­tionen ermög­lichte. Für unsere Kultur eine der wohl bedeu­tendsten Erfin­dungen. Heute, 550 Jahre  nach dem Tode Johannes Guten­bergs, im Zeit­alter der Digi­ta­li­sie­rung, gibt es sicher­lich fort­schritt­li­chere und einfa­chere Print-Methoden. Das mag stimmen. Dennoch sind die Druck­sa­chen, die mit histo­ri­schen Druck­tie­geln entstehen, so beson­ders und einzig­artig in Optik und Haptik, dass sie sich wieder größter Beliebt­heit erfreuen. “Man ist jung, solange man sich für das Schöne begeis­tern kann und nicht zulässt, dass es vom Nütz­li­chen erdrückt wird.” Jean Paul Ich habe das selber erlebt. Auf der Suche nach einer …

Bridge & Tunnel - stylish, fair. sozial

Alles so schön blau hier…zu Besuch bei Bridge & Tunnel

Ruck­säcke, Sweater, Kissen, Teppiche, Tages­de­cken – alles aus  Denim, herr­lich blau. Mal zart, mal tief dunkel, mal verwa­schen…. Modernes Design im Patch­work-Look. Clean, frisch, begeh­rens­wert – nach­haltig und fair! Das macht doch neugierig, oder? “We design society” ist das Motto von Bridge & Tunnel, einem Hamburger Label, das  ausran­gierten Jeans und Mate­ri­al­über­schüssen aus der Mode­in­dus­trie zu einer zweiten Karriere verhilft. Das Team? Die Grün­de­rinnen des Denim-Labels, die Textil­de­si­gnerin Hanna Char­lotte Erhorn (l.) und die promo­vierte Kultur­wis­sen­schaft­lerin Constanze Klotz (r.) arbeiten mit gesell­schaft­lich benach­tei­ligten Menschen und Geflüch­teten – Menschen mit großem hand­werk­li­chen Geschick und enormer Moti­va­tion. Wir sitzen bei einem Kaffee im ‘Stoff­deck’, einem Co-Workin­g­­space in Hamburg-Wilhelm­s­burg. Hier arbeitet das Team von Bridge & Tunnel. Um uns herum rattern Indus­trie­näh­ma­schinen, Berge von alten Jeans füllen die Regale. “Unser Mate­ri­al­lager!”, lacht Hanna Erhorn. Just geht die Tür auf. Eine Dame mit einer riesigen Tasche: Nach­schub fürs Mate­ri­al­lager. “Viele Menschen bringen uns ihre alten Jeans. Im Schnitt haben die meisten 6 Jeans im Schrank”, so Constanze Klotz. “Aber – kaum ein Stoff ist so aufwendig und wenig nach­haltig in der Herstel­lung. Umso …

Herbstsalat mit Ziegenkäse, Apfel und Rufcola

Herbst­salat mit kara­mel­li­siertem Ziegen­käse

Wenn Ziegen­käse sich verliebt mit Äpfeln unter einer Thymian-Kara­­mel­l­kruste versteckt, wohl gebettet auf einem Bouquet aus frischem Ruco­la­salat, dann können die Walnüsse und das fruch­tige Oran­gend­res­sing nicht wider­stehen. Zusammen ergibt diese kleine Liaison einen  echten Gaumen­schmaus: Herbst­salat! Äpfel gibt es ja in diesem Jahr unzäh­lige. Apfel­ku­chen geht immer, aber manchmal muss es herz­haft sein! Für diesen Herbst­salat eignen sich beson­ders die säuer­li­chen Sorten. Ideal ist Boskop, aber auch Cox Orange macht sich gut unter Ziegen­käse. Dieses ist ein kleines Rezept, leicht in der Zube­rei­tung, toll als Vorspeise oder als Abend­mahl­zeit zu einem schönen Glas Wein. Dennoch ist die Wirkung famos, spielen doch die Zutaten perfekt zusammen (wie es sich für eine Liebes­be­zie­hung gehört…). Ein paar Scheiben Baguette helfen, auch das letzte Tröpf­chen Dres­sing vom Teller zu erwi­schen. Zutaten (für 6 Personen): – 2 große Boskop – 6 Scheiben Ziegen­rolle (etwa 1 cm dick) oder Picandou (Ziegen­frisch­käse), beide Sorten sind mild und fein im Geschmack – brauner Zucker – Thymian – Walnuss­kerne (Menge je nach Lust und Laune, ca. – 250 g Rucola – 2 Orangen …

Stanislava Maryskova, Atelier Detail

Zu Besuch im Atelier…

Für mich ist es immer wieder faszi­nie­rend, Einblicke in die Arbeit krea­tiver Menschen zu bekommen. Es ist so wichtig, dass wir in der heutigen Zeit der Massen­pro­duk­tion und 3D-Drucker das Hand­werk nicht aus den Augen verlieren. Stanis­lava Maryš­ková, Keramik-Küns­t­­lerin aus Hamburg, hat mich in ihr Atelier einge­laden. Von krea­tivem Chaos ist hier nichts zu sehen. Dafür schmü­cken Zeich­nungen, Drucke und Male­reien die Wände des Ateliers.  Auf den Schränken stehen Skulp­turen, Arbeits­ma­te­ria­lien und Werk­zeuge. Kleine Still­leben, die von krea­tivem Schaffen flüs­tern… Frau­en­leben… – so heißt das jüngste Projekt der Künst­lerin, das sie im Kera­mik­for­schungs­zen­trum Guld­ager­gaard in Skaelskor in Däne­mark geschaffen hat.Vier Wochen hat sie hier mit einer Gruppe inter­na­tio­naler Künstler gear­beitet und  wunder­schöne Skulp­turen geschaffen. Akt-Skul­p­­turen Wenn Stanis­lava Maryš­ková ihr Atelier verlässt und durch ihren Garten streift, ist sie niemals alleine. Rapunzel, Katha­rina, die kleine Meer­jung­frau leisten ihr Gesell­schaft. Schöne Frauen, alle auf ihre Art ganz einzig­artig. Figuren aus Ton, manche berei­chert mit einer Patina, an der das Wetter über Jahre gear­beitet hat. Man muss einen Blick für Formen und Situa­tionen haben, um solche Figuren zu schaffen. …

Rote Zwiebeln

Ravioli “Cipolla Rossa”

Die rote Zwiebel – cipolla rossa – hat einen milden, leicht süßli­chen Geschmack. Ich mag die Zwiebel mit dem herr­lich tief­roten Kleid aber nicht nur geschmack­lich, sondern auch optisch! Sie gehört defi­nitiv zu den male­ri­schen Gemü­se­sorten und liefert nebenbei wunder­bare Farbin­spi­ra­tionen.   …Gut, beim Schneiden der frischen Zwie­beln rinnen mir die Tränen die Wangen hinab – ich stelle mir in diesen Situa­tionen immer vor, eine Schau­spie­lerin in einer drama­tisch trau­rigen Szene zu sein und finde mich dann sehr glaub­würdig. Gewiss benutzen die beim Film auch Zwie­beln… Neulich bekam ich eine Hand­voll frischer roter Zwie­beln aus dem Garten geschenkt. Zusammen mit frischen, hand­ge­machten Ravioli vom Wochen­markt (es gehen natür­lich auch selbst­ge­machte oder Ravioli aus dem Kühl­regal) ist ein köst­li­ches Gericht entstanden: Zutaten (4 Personen): 3 – 4 rote Zwie­beln 2 Feigen Eine Hand­voll Pista­zien, geröstet und gesalzen ca. 200 g Mini-Cher­­ry­­to­­maten Salz, Pfeffer, brauner Zucker 200 ml Sahne 500 g Ravioli Zube­rei­tung: Die Zwie­beln enthäuten und in feine kleine Streifen schneiden. Die Feigen achteln. In einem großen Topf reich­lich Salz­wasser für die Ravioli zum Kochen bringen. …

Toskana Landschaft

Bella Toscana – eine Impres­sion…

Sie ist eine italie­ni­sche Schön­heit! Nicht so eine lang­haa­rige, glut­äu­gige Bella – eher eine hinter­grün­dige, pitto­reske mit Lebens­er­fah­rung. Apart sind ihre Formen. Nie lang­weilig, nie profan – man könnte sagen eine Schön­heit mit Charakter. Ihr sind schon viele verfallen… glück­liche Lieben. Sie ist Quelle der Sehn­sucht, der Inspi­ra­tion. Sie hat Stil und faszi­niert durch ihre stille Uner­gründ­lich­keit.  Ich habe sie das erste Mal entdeckt und sie hat mich verzaubert…ciao bella Toscana! … und deshalb hat sie es nicht verdient, mit selfie­süch­tigen Touristen über­schwemmt zu werden. Man sollte sie mit Ehrfurcht durch­streifen, die Bilder im Herzen aufnehmen und in der Fantasie eine Zeit­reise in die Vergan­gen­heit unter­nehmen. Die Menschen sind auf eine unauf­dring­liche Art gast­freund­lich und wissen es zu schätzen, wenn wir uns respekt­voll und diskret verhalten. Wie schön ist es, wenn wir mit offenen Augen und Herzen ein fremdes Land besu­chen, statt die Linse stets auf uns selber zu richten. Es geht nicht um das Sammeln von Trophäen, spek­ta­ku­lärer Motive für den Insta­gram-Account. Viel entspannter und reicher fühlt es sich an, wenn wir den Blick mal …

Buchcover Bilder aus der Toskana von Hermann Hesse

Lite­ra­ri­sche Reise in die Toskana

Andrea Lohse aus Berlin ist eine liebe Freundin, die mir ein wunder­bares Buch für unseren Toskana-Aufen­t­halt empfohlen hat. Da sie viel toska­na­er­fah­rener ist als ich, habe ich sie gefragt,  ob sie nicht eine Buch­emp­feh­lung für meinen Blog schreiben möchte. Und wie schön, sie mochte: Wer derzeit Reise­lust verspürt, gedank­lich über die Alpen gen Italien fahren möchte, um einen Mittag am Meer zu verbringen, einen Stadt­rund­gang durch Florenz zu machen oder viel­leicht einen Opern­abend zu erleben, dem sei das Taschen­buch „Hermann Hesse – Bilder aus der Toskana“ ans Herz gelegt. Der Heraus­geber Volker Michels hat darin Gedichte, Reise­be­richte und Kurz­ge­schichten Hermann Hesses zusam­men­ge­stellt, die auf dessen Reisen Anfang des zwan­zigsten Jahr­hun­derts nach und durch Nord­ita­lien entstanden sind. In seinen Aufzeich­nungen beschreibt Hesse nicht nur seine Begeg­nungen mit Kunst, Kultur und Menschen, sondern auch immer wieder eindrucks­voll die toska­ni­sche Land­schaft. Allein seine Ausfüh­rungen über die Sonnen­un­ter­gänge in den toska­ni­schen Hügeln erwe­cken bei jedem, der schon einmal die Toskana bereist hat, Erin­ne­rungen an die dortigen Sonnen­un­ter­gänge und das „rätsel­haft leuch­tende Blau der italie­ni­schen Nacht“. Hesse gelingt es, den Leser durch …

Kirschkonfitüre mit Rosmarin und Bitterschokolade

Kirsch­kon­fi­türe mit Rosmarin

Mit mir ist gut Kirschen essen – denn ich liebe die prallen roten Früchte. Als Kind habe ich mich mit meinen Freun­dinnen im Kirsch­kern­weit­spu­cken gemessen (“Mine­craft” war da noch kein Thema…). Heute erzielen meine Kinder Rekorde mit den Kernen, und ich backe Kuchen, koche Kirsch­kon­fi­türe oder stelle einfach frische Kirschen zum Naschen auf den Tisch. Süße Sommer­grüße! Einen Kirsch­baum haben wir nicht im Garten, aber auf dem Wochen­markt gibt es reich­lich Auswahl. Süßkir­schen, Sauer­kir­schen – was das Herz begehrt. Kirschen schme­cken nicht nur köst­lich, sie sind auch gesund, stärken das Immun­system, stecken voller B- und C-Vitamine, Eisen, Folsäure, Kalium, Calcium, Magne­sium und halten außerdem jung und schön! Na dann immer her damit! Ein frisches Kilo Süßkir­schen hat mich zu folgendem Rezept für Kirsch­kon­fi­türe inspi­riert: Zutaten: 1 kg gewa­schene und entsteinte Kirschen (wer es sehr süß mag, wählt Süßkir­schen; mit Sauer­kir­schen wird es noch frischer und aroma­ti­scher) Gelier­zu­cker 2:1 Saft einer Zitrone Zweig Rosmarin, fein gehackt 30 g gehackte dunkle Scho­ko­lade (77%) Zube­rei­tung: Marme­la­den­gläser gut reinigen, mit kochendem Wasser ausspülen und kopf­über auf einem Küchen­tuch bereit­stellen. …