Alle Artikel in: Life­style

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Aus Liebe zu Blumen – ein Porträt

In einem Blumen­laden herrscht immer ein wunder­barer Duft.  ‘Der Blumen­laden der Made­moi­selle Violeta’, Màxim Huerta “Gute Floristen sind Künstler”, sagt Claudia Lange. Sie sitzt mir in einem kleinen Café in Hamburg-Eppen­­dorf gegen­über und ihre Augen funkeln fröh­lich. Künstler sind uner­schöpf­lich kreativ und bereit, für die Liebe zu ihrer Kunst einen harten Weg zu gehen. Nur wenige werden stein­reich und berühmt, alle anderen werden allein von der Kraft getragen, die die Liebe zu ihrem Hand­werk, ihrer Kunst  frei­setzt. Und wie alle Künstler brau­chen sie Menschen, die ihre Kunst sehen, verstehen und bereit sind, diese auch zu hono­rieren. Blumen… Schon in frühster Kind­heit lernen wir, dass wir mit Blumen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern können. Der frisch gerupfte Gänse­blüm­chen­strauß, den wir stolz der Mutter über­reicht haben, hat sie strahlen lassen. Mein Eltern­haus kann ich mir ohne frische Blumen gar nicht vorstellen und auch in unserem Haus dürfen frische Blüten nie fehlen. Und was wäre mit all den Gemälden und Gedichten? Ohne Blumen? Unvor­stellbar! Küchen­blume Ein Raum ohne Blumen ist…“ein toter Raum!” ergänzt Claudia Lange. Seit 30 Jahren …

Rezept: Ingwer-Limetten-Kekse mit karamellisiertem Ingwer. Super einfach und so köstlich!

Ingwer-Limetten-Kekse

Manchmal bekommt man einfach nichts geba­cken, aber diese Kekse klappen immer! Ich habe manchmal nach­mit­tags Lust auf einen Keks zum Tee. Während mein Mann sich mit einem Stück Scho­ko­lade zu seinem Kaffee begnügt, verspüre ich eher die Sehn­sucht nach einem kleinen Gebäck­stück. Schon so einige Keks­pa­ckungen habe ich nach Hause geschleppt, aber fast jedes Mal ist das Urteil: zu süß! Und da mir das wiederum auf den Keks ging, habe ich mir ein eigenes Rezept über­legt, auspro­biert – und siehe da, nicht nur ich bin ganz verliebt in meine Ingwer-Limetten-Kekse – auch der Rest der Familie reißt sich um die knusp­rigen Dinger…was dazu führt, dass für mich wieder keiner übrig bleibt. Deshalb habe ich gleich ein Rezept mit 500 g Mehl entwi­ckelt. Das geniale an den Keksen: Der Geschmack. Gehackter kara­mel­li­sierter Ingwer sorgt für eine feine Schärfe und ein beson­deres Aroma. Dazu die Frische und Fruch­tig­keit der Limetten…hmm…. Die Zucker­menge habe ich gering gehalten. Das Lustige beim Kekseba­cken ist, das der Teig während der Zube­rei­tung schrumpft. Du gibst alles zusammen, knetest und die Schüssel ist …

Frühstück im Bett: Endlich Zeit zum Entspannen - mit selbstgebackenem Brot und toller Bettwäsche. Die herrliche Zeit zwischen den Feiertagen.

Zeit für Entspan­nung: Früh­stück im Bett

Das Schönste am Winter? Schnee und ganz viel Gemüt­lich­keit! Der Schnee hatte im Norden bisher nur einen kurzen Auftritt. Aber gemüt­lich machen können wir es uns dennoch. Weih­nachten ist die Zeit der Besin­nung, man lässt den Alltag hinter sich, schaut auf das Große und Ganze, versucht die kleinen und großen Sorgen einmal zu vergessen oder genießt, dass einfach alles gut ist. Ich finde, das Zur-Ruhe-Kommen gelingt beson­ders gut an den Tagen zwischen Heilig­abend und Neujahr. Wecker aus, den Super­markt links liegen lassen, den Winter nur durchs Fenster herein­blin­zeln lassen und mit einem feinen Früh­stück den Vormittag an dem wohl gebor­gensten Ort der Welt verbringen: im Bett. Mit diesem groß­ar­tigen Gefühl, zu Hause zu sein! Egal ob es draußen schneit oder nicht, ich hole mir das Winter­weiß mit strah­lender Bett­wä­sche ins Schlaf­zimmer. Die zarten blauen Ranken erin­nern mich jetzt einfach mal an Eisblumen. Ein flau­schiges Fell wärmt die Füße. Das Früh­stück passt auf ein Tablett, und ein biss­chen hübsche Deko­ra­tion darf natür­lich nicht fehlen. Die winzigen Blüten des Schlei­er­krauts tanzen wie Schnee­flo­cken um meine dicke weiße …

Dessert-Rezept: Hopfenschaum mit Beerencoulis. Perfekt zum Abschluss eines Weihnachtsmenüs

Und was Süßes zum Dessert!

Das Beste kommt zum Schluss! Crème brûlée, Rote Grütze, Mousse au Chocolat – Ein Dessert ist nach einem guten Essen das i-Tüpfel­chen, die Abrun­dung, der kleine süße Schluss­ak­kord. Und da gibt es diese beson­deren Rezepte, an denen wir immer wieder hängen bleiben – die beson­ders wert­vollen Schätze. Nicht nur der Geschmack zeichnet diese Rezep­turen aus. Eine unkom­pli­zierte Zube­rei­tung, eine kompakte Zuta­ten­liste und eine hübsche Optik sind genauso wichtig. So schaffen sie es immer auf die Favo­ri­ten­seiten unserer Rezept­bü­cher. Die Seiten, die schon von kleinen Sprit­zern und Fleck­chen gezeichnet sind und so davon erzählen, dass es sich hier um viel genutzte, heiß geliebte Lieb­lings­re­zepte handelt. Topfen­schaum mit Beeren­coulis So simpel dieses Rezept ist, so köst­lich und beson­ders ist es auch. Ob für wenige oder viele Personen – der Aufwand ist über­schaubar, und das Dessert lässt sich wunderbar vorbe­reiten. Perfekt also für den Abschluss eines weih­nacht­li­chen Menüs! Die Grund­lage des Desserts ist Quark (bayrisch und öster­rei­chisch: Topfen). Eine Nacht im Kühl­schrank über­nimmt die Arbeit und zaubert daraus einen verfüh­re­ri­schen Schaum… Zutaten (für 4 Personen, am Vortag zube­reiten): …

Herbstliche Tischdekoration

Die Schön­heit des Einfa­chen

Bunte Wälder, Vogel­züge, die den Weg nach Süden einschlagen, Nebel­schwaden, die morgens durch die Wiesen streifen – der Herbst zeigt sich dieses Jahr von seiner beson­ders male­ri­schen Seite. Nun gilt es, die letzten warmen Stunden zu nutzen und noch ein wenig Open-Air-Zeit bei würziger Herbst­luft zu genießen. Ein dicker Pulli schützt uns vor kühler Luft, wenn wir den Rechen über Rasen und Wege ziehen oder einfach eine Runde durch die Natur spazieren.   Einfach schön… Die frische Herbst­luft macht hungrig. Egal, ob wir noch einmal grillen oder einen heißen Eintopf zaubern, die Tisch­de­ko­ra­tion für unsere Outdoor-Tafel legt uns die Natur in die Hand. Urige Rinden­stücke und bizarres Astwerk, mit Flechten besetzt, ziehen sich über die Mitte des Tisches. Dazwi­schen sorgen weiße Stum­pen­kerzen  in Marme­­laden- und Weck­glä­sern für stim­mungs­volles Licht. Nichts Beson­deres  – aber beson­ders hübsch! Weißes Geschirr, Servi­etten und die schönsten Gläser – so viel Zeit muss sein. Die Liebe und Sorg­falt, mit der wir die Dinge arran­gieren, sind doch ein Zeichen von Lebens­lust! Optisch und haptisch passen in diese Jahres­zeit Schaf­felle. Einfach über Garten- oder …

Kleine Brötchen mit Bier gebacken

Lieber mal kleine Bröt­chen backen…

… und dafür einen ordent­li­chen Schuss Bier hinein­geben! Die Bier-Bröt­chen werden, mit Estragon und gerös­tetem Sesam verfei­nert, schnell zum Lieb­lings­ge­bäck. Das Bier entfaltet beim Backen seine Aromen und sorgt für ein herr­lich aroma­ti­sches und saftiges Ergebnis. Der Alkohol verfliegt beim Backen weitest­ge­hend. Das Grund­re­zept habe ich einst als Studentin von einem befreun­deten Koch in die Feder diktiert bekommen und über die Jahre ein wenig verwan­delt. Die unkom­pli­zierten Minis passen z.B. wunderbar zu  kara­mel­li­siertem Ziegen­käse auf Salat, cremigen Gemü­se­suppen, wie etwa Möhren- oder Kürbis­suppe. Als Beigabe zur Käse­platte und beim Grillen sind die Bröt­chen perfekt, oder man genießt sie einfach mit guter Butter und Salz. Ich backe meis­tens mit meinem Lieb­lings­bier aus meiner Geburts­stadt Bremen ;-). Tatsäch­lich wirkt sich der Geschmack des Bieres auf die Bröt­chen aus. Ist das Bier würziger und kräf­tiger, wird sich das auch im Geschmack der Bröt­chen nieder­schlagen. Zutaten (für ca. 24 kleine Bröt­chen oder zwei Brote): 550 g Mehl 300 ml Bier 2 Eier 1 Päck­chen Trocken­hefe 2 TL Salz, etwas frischen Pfeffer 5 TL gerös­teter Sesam + etwas Sesam zum Bestreuen gehackten frischen …

Letter aus Blei

Zu Besuch in der Druckerei…

Immer nur nach vorne blicken? Das kommt für mich nicht in Frage. Tradi­tion und Geschichte sind das Funda­ment, auf dem neue Ideen wachsen.  Ein Blick zurück kann sehr inspi­rie­rend sein. Und deshalb möchte ich von einem Besuch in einer Hamburger Druckerei erzählen: Schwarze Kunst “Schwarz­künstler”, “Jünger der Schwarzen Kunst” oder “Jünger Guten­bergs” – so nannte man einst die Buch­dru­cker und Schrift­setzer, deren kunst­volles Hand­werk es war, mit schwarzer Druck­farbe Texte und Bilder zu verviel­fäl­tigen. Im 15. Jahr­hun­dert eine revo­lu­tio­näre Erfin­dung von Johannes Guten­berg, die die demo­kra­ti­sche Verbrei­tung von Infor­ma­tionen ermög­lichte. Für unsere Kultur eine der wohl bedeu­tendsten Erfin­dungen. Heute, 550 Jahre  nach dem Tode Johannes Guten­bergs, im Zeit­alter der Digi­ta­li­sie­rung, gibt es sicher­lich fort­schritt­li­chere und einfa­chere Print-Methoden. Das mag stimmen. Dennoch sind die Druck­sa­chen, die mit histo­ri­schen Druck­tie­geln entstehen, so beson­ders und einzig­artig in Optik und Haptik, dass sie sich wieder größter Beliebt­heit erfreuen. “Man ist jung, solange man sich für das Schöne begeis­tern kann und nicht zulässt, dass es vom Nütz­li­chen erdrückt wird.” Jean Paul Ich habe das selber erlebt. Auf der Suche nach einer …

Bridge & Tunnel - stylish, fair. sozial

Alles so schön blau hier…zu Besuch bei Bridge & Tunnel

Ruck­säcke, Sweater, Kissen, Teppiche, Tages­de­cken – alles aus  Denim, herr­lich blau. Mal zart, mal tief dunkel, mal verwa­schen…. Modernes Design im Patch­work-Look. Clean, frisch, begeh­rens­wert – nach­haltig und fair! Das macht doch neugierig, oder? “We design society” ist das Motto von Bridge & Tunnel, einem Hamburger Label, das  ausran­gierten Jeans und Mate­ri­al­über­schüssen aus der Mode­in­dus­trie zu einer zweiten Karriere verhilft. Das Team? Die Grün­de­rinnen des Denim-Labels, die Textil­de­si­gnerin Hanna Char­lotte Erhorn (l.) und die promo­vierte Kultur­wis­sen­schaft­lerin Constanze Klotz (r.) arbeiten mit gesell­schaft­lich benach­tei­ligten Menschen und Geflüch­teten – Menschen mit großem hand­werk­li­chen Geschick und enormer Moti­va­tion. Wir sitzen bei einem Kaffee im ‘Stoff­deck’, einem Co-Workin­g­­space in Hamburg-Wilhelm­s­burg. Hier arbeitet das Team von Bridge & Tunnel. Um uns herum rattern Indus­trie­näh­ma­schinen, Berge von alten Jeans füllen die Regale. “Unser Mate­ri­al­lager!”, lacht Hanna Erhorn. Just geht die Tür auf. Eine Dame mit einer riesigen Tasche: Nach­schub fürs Mate­ri­al­lager. “Viele Menschen bringen uns ihre alten Jeans. Im Schnitt haben die meisten 6 Jeans im Schrank”, so Constanze Klotz. “Aber – kaum ein Stoff ist so aufwendig und wenig nach­haltig in der Herstel­lung. Umso …

Herbstsalat mit Ziegenkäse, Apfel und Rufcola

Herbst­salat mit kara­mel­li­siertem Ziegen­käse

Wenn Ziegen­käse sich verliebt mit Äpfeln unter einer Thymian-Kara­­mel­l­kruste versteckt, wohl gebettet auf einem Bouquet aus frischem Ruco­la­salat, dann können die Walnüsse und das fruch­tige Oran­gend­res­sing nicht wider­stehen. Zusammen ergibt diese kleine Liaison einen  echten Gaumen­schmaus: Herbst­salat! Äpfel gibt es ja in diesem Jahr unzäh­lige. Apfel­ku­chen geht immer, aber manchmal muss es herz­haft sein! Für diesen Herbst­salat eignen sich beson­ders die säuer­li­chen Sorten. Ideal ist Boskop, aber auch Cox Orange macht sich gut unter Ziegen­käse. Dieses ist ein kleines Rezept, leicht in der Zube­rei­tung, toll als Vorspeise oder als Abend­mahl­zeit zu einem schönen Glas Wein. Dennoch ist die Wirkung famos, spielen doch die Zutaten perfekt zusammen (wie es sich für eine Liebes­be­zie­hung gehört…). Ein paar Scheiben Baguette helfen, auch das letzte Tröpf­chen Dres­sing vom Teller zu erwi­schen. Zutaten (für 6 Personen): – 2 große Boskop – 6 Scheiben Ziegen­rolle (etwa 1 cm dick) oder Picandou (Ziegen­frisch­käse), beide Sorten sind mild und fein im Geschmack – brauner Zucker – Thymian – Walnuss­kerne (Menge je nach Lust und Laune, ca. – 250 g Rucola – 2 Orangen …

Stanislava Maryskova, Atelier Detail

Zu Besuch im Atelier…

Für mich ist es immer wieder faszi­nie­rend, Einblicke in die Arbeit krea­tiver Menschen zu bekommen. Es ist so wichtig, dass wir in der heutigen Zeit der Massen­pro­duk­tion und 3D-Drucker das Hand­werk nicht aus den Augen verlieren. Stanis­lava Maryš­ková, Keramik-Küns­t­­lerin aus Hamburg, hat mich in ihr Atelier einge­laden. Von krea­tivem Chaos ist hier nichts zu sehen. Dafür schmü­cken Zeich­nungen, Drucke und Male­reien die Wände des Ateliers.  Auf den Schränken stehen Skulp­turen, Arbeits­ma­te­ria­lien und Werk­zeuge. Kleine Still­leben, die von krea­tivem Schaffen flüs­tern… Frau­en­leben… – so heißt das jüngste Projekt der Künst­lerin, das sie im Kera­mik­for­schungs­zen­trum Guld­ager­gaard in Skaelskor in Däne­mark geschaffen hat.Vier Wochen hat sie hier mit einer Gruppe inter­na­tio­naler Künstler gear­beitet und  wunder­schöne Skulp­turen geschaffen. Akt-Skul­p­­turen Wenn Stanis­lava Maryš­ková ihr Atelier verlässt und durch ihren Garten streift, ist sie niemals alleine. Rapunzel, Katha­rina, die kleine Meer­jung­frau leisten ihr Gesell­schaft. Schöne Frauen, alle auf ihre Art ganz einzig­artig. Figuren aus Ton, manche berei­chert mit einer Patina, an der das Wetter über Jahre gear­beitet hat. Man muss einen Blick für Formen und Situa­tionen haben, um solche Figuren zu schaffen. …