Alle Artikel in: Empfeh­lungen

Toskana Landschaft

Bella Toscana – eine Impres­sion…

Sie ist eine italie­ni­sche Schön­heit! Nicht so eine lang­haa­rige, glut­äu­gige Bella – eher eine hinter­grün­dige, pitto­reske mit Lebens­er­fah­rung. Apart sind ihre Formen. Nie lang­weilig, nie profan – man könnte sagen eine Schön­heit mit Charakter. Ihr sind schon viele verfallen… glück­liche Lieben. Sie ist Quelle der Sehn­sucht, der Inspi­ra­tion. Sie hat Stil und faszi­niert durch ihre stille Uner­gründ­lich­keit.  Ich habe sie das erste Mal entdeckt und sie hat mich verzaubert…ciao bella Toscana! … und deshalb hat sie es nicht verdient, mit selfie­süch­tigen Touristen über­schwemmt zu werden. Man sollte sie mit Ehrfurcht durch­streifen, die Bilder im Herzen aufnehmen und in der Fantasie eine Zeit­reise in die Vergan­gen­heit unter­nehmen. Die Menschen sind auf eine unauf­dring­liche Art gast­freund­lich und wissen es zu schätzen, wenn wir uns respekt­voll und diskret verhalten. Wie schön ist es, wenn wir mit offenen Augen und Herzen ein fremdes Land besu­chen, statt die Linse stets auf uns selber zu richten. Es geht nicht um das Sammeln von Trophäen, spek­ta­ku­lärer Motive für den Insta­gram-Account. Viel entspannter und reicher fühlt es sich an, wenn wir den Blick mal …

Buchcover Bilder aus der Toskana von Hermann Hesse

Lite­ra­ri­sche Reise in die Toskana

Andrea Lohse aus Berlin ist eine liebe Freundin, die mir ein wunder­bares Buch für unseren Toskana-Aufen­t­halt empfohlen hat. Da sie viel toska­na­er­fah­rener ist als ich, habe ich sie gefragt,  ob sie nicht eine Buch­emp­feh­lung für meinen Blog schreiben möchte. Und wie schön, sie mochte: Wer derzeit Reise­lust verspürt, gedank­lich über die Alpen gen Italien fahren möchte, um einen Mittag am Meer zu verbringen, einen Stadt­rund­gang durch Florenz zu machen oder viel­leicht einen Opern­abend zu erleben, dem sei das Taschen­buch „Hermann Hesse – Bilder aus der Toskana“ ans Herz gelegt. Der Heraus­geber Volker Michels hat darin Gedichte, Reise­be­richte und Kurz­ge­schichten Hermann Hesses zusam­men­ge­stellt, die auf dessen Reisen Anfang des zwan­zigsten Jahr­hun­derts nach und durch Nord­ita­lien entstanden sind. In seinen Aufzeich­nungen beschreibt Hesse nicht nur seine Begeg­nungen mit Kunst, Kultur und Menschen, sondern auch immer wieder eindrucks­voll die toska­ni­sche Land­schaft. Allein seine Ausfüh­rungen über die Sonnen­un­ter­gänge in den toska­ni­schen Hügeln erwe­cken bei jedem, der schon einmal die Toskana bereist hat, Erin­ne­rungen an die dortigen Sonnen­un­ter­gänge und das „rätsel­haft leuch­tende Blau der italie­ni­schen Nacht“. Hesse gelingt es, den Leser durch …

Picknickideen mit Buchempfehlung "IN 80 Tagen um die Welt"

Pick­nick mit Jules Verne

An einem Ort bleiben und dennoch die ganze Welt umrunden? Das geht nur in der Fantasie. Bücher öffnen uns den Weg in andere Welten, andere Zeiten. Mein Rezept für einen entspannten Nach­mittag mit der Familie oder Freunden: Vorlesen beim Pick­nick unter freiem Himmel! Zutaten: – Ein idyl­li­scher Platz im Freien – Pick­nick­decke und Kissen – Selbst­ge­ba­ckenes Zucchi­ni­brot (Rezept gibts hier) – Mini-Pick­­nick­­tör­t­chen (Rezept gibts hier) – Frisches Obst – Getränke – Ein gutes Buch – …und vor allem ZEIT!! Vorlesen hat etwas Magi­sches! Sich auf eine Geschichte einzu­lassen, mit den Helden mitzu­fie­bern, mitzu­leiden und sich mitzu­freuen, ist ein wunder­volles Gemein­schafts­er­lebnis. Die Vertraut­heit des Zusam­men­seins und dennoch das Erleben der Geschichte in der eigenen Fantasie, füllen die Zeit auf eine ganz wert­volle Art und Weise. Ich glaube, das ist sehr wichtig als Ausgleich zur mitt­ler­weile alltäg­lich gewor­denen, schnellen Medi­en­nut­zung. Es ist schön und anre­gend, Sprache in ihrer dichten, poeti­schen oder geschlif­fenen Form zu erleben, werden doch kurze Text­nach­richten meist nur flüchtig und hektisch wahr­ge­nommen. Kommu­ni­ka­tion, ganz langsam, ganz analog – das tut uns einfach gut! Laut …

Lissabon Stadtansicht

Lissabon: Hotel­tipp

  Wenn Nost­algie und Moderne einen Treff­punkt verein­baren könnten, käme heraus: Lissabon! Die portu­gie­si­sche Haupt­stadt verbindet auf faszi­nie­rende Art und Weise den Charme der Vergan­gen­heit mit der urbanen Frische von heute. Eine quir­lige Stadt, in der  junge, krea­tive Menschen sich noch auspro­bieren können. Eine Stadt, in der frische Ideen noch Raum finden, aber auch ein Hauch Melan­cholie zum Nach­denken anregt. Als wir im vergan­genen Sommer Lissabon besuchten, suchten wir ein Hotel, in dem sich all das wieder­findet. Nach ausführ­li­cher Recherche habe ich es auch gefunden: The Inde­pen­dent – Suites & Terrace, gelegen zwischen den quir­ligen Stadt­teilen Bairro Alto und Prín­cipe Real, direkt am Aussichts­punkt São Pedro de Alcân­tara. Ein Voll­treffer! In diesem Viertel siedelten sich im 19. Jahr­hun­dert zahl­reiche Zeitungs-Redak­­tionen an, und mit ihnen kamen viele Intel­lek­tu­elle ins Bairro Alto, die Ober­stadt. Heute ist es das Knei­pen­viertel der Stadt mit hübschen kleinen Bouti­quen und Geschäften. Der wunder­bare Stadt­pa­last, in dem das Hotel behei­matet ist, wurde zu Beginn des 20ten Jahr­hun­derts gebaut. Kein Hotel im eigent­li­chen Sinne, keine Minibar, kein Room­ser­vice, dafür aber viel Charme, ein …