Autor: Larissa

Kreative Geschenke - Färben mit Avocado

Krea­tive Geschenke: Färben mit Avocado

Je dunkler und kälter es draußen wird, desto wärmer leuchtet es in den Fens­tern. Es ist wieder Zeit, dass ein Meer von Kerzen Licht ins Dunkel bringt. Zeit für ein biss­chen Magie, für die alten Lieder und Geschichten, die süßen Düfte und das geheim­nis­volle Getu­schel im Haus. Zeit für Wünsche und Zeit für liebe­volle Geschenke. “Tausende von Kerzen kann man am Licht einer Kerze anzünden, ohne dass ihr Licht schwä­cher wird. Freude nimmt nicht ab, wenn sie geteilt wird.” Buddha (560 – 480 v. Chr.) Es ist Advent, die Zeit des Inne­hal­tens. In diesem Jahr gelingt das – notge­drungen – manchmal viel­leicht sogar besser als in den vergan­genen Jahren. Es ist eine merk­wür­dige, für viele Menschen auch einsame Zeit. Umso wich­tiger ist es doch, dass wir es uns trotzdem schön machen und unseren Lieben eine ganz persön­liche Freude bereiten. Eine gedank­liche Umar­mung aus der Ferne sozu­sagen. Viel­leicht wollten Sie schon längst einmal wieder kreativ werden? Geschenke zum Dahin­schmelzen Schenken Sie Kerzen! Denn es ist Zeit für Kerzen und jeder freut sich über diese zutiefst analogen Leuchtmittel, …

Lust auf Handschrift: Mit Tinte und Füllfederhalter

Hand­schrift: Mit Tinte & Füllfederhalter

Die Buch­staben haben dann Anmut, wenn sie nicht mit Unlust und Hast, auch nicht mit Mühe oder Fleiß, sondern mit Lust und Liebe geschrieben sind.” Giam­bat­tista Bodoni (1740 – 1813, italie­ni­scher Schrift­setzer) Auf meinem Schreib­tisch gibt es etwas Neues. Einen Flakon von erle­sener Schön­heit. Gefüllt mit Tinte aus Japan. iroshi­zuku – was sich aus den japa­ni­schen Wörtern iro (Farbe) und shizuku (Tröpf­chen) zusam­men­setzt – Farb­tröpf­chen. Ich habe den Farbton ina-ho gewählt, der von der japa­ni­schen Reisähre inspi­riert ist. Ein Farbton, der ein wenig an flüs­siges Gold erin­nert. Ich sauge die Farbe mit meinem Kolben­füll­fe­der­halter auf und beginne das virtuose Buch­sta­ben­spiel… Feder­tanz Wie eine Tänzerin wirbelt die Feder über das Papier. Die flie­ßende gold­braune Tinte verleiht meinen Gedanken Gestalt. Die Gedanken werden zu Spuren. Sie werden sichtbar…lesbar. Die Hand­schrift –  Ausdruck von Persön­lich­keit. Ich fische im weiten Meer der Wörter. Die Feder wird zur Grenz­wan­derin zwischen Gedanken und Geschrie­benem. Dankbar sammelt sie ein, was der Kopf hervor­bringt. Liegt nicht in der flüs­sigen Hand­schrift eine gewisse Musi­ka­lität? Man folgt einem Rhythmus, einem Schwung. Tinten­spuren, die etwas zu erzählen …

Esel - von Charakterköpfen mit Charme, Eselwanderungen und gutem Lesestoff

ESEL, gehst du ein Stück mit mir?

Das Leben ist eine Anein­an­der­rei­hung von Augen­bli­cken. Oft sind es kleine Augen­blicke, die uns in neue Rich­tungen führen oder uns Erleb­nisse, Erfah­rungen und Begeg­nungen bescheren. Augen­blicke, die uns nach­haltig inspi­rieren, beein­flussen und somit prägen. Meine heutige Geschichte beginnt in einer Buch­hand­lung, in der ich einen kleinen Augen­blick länger blieb als eigent­lich geplant. Die enga­gierte Buch­händ­lerin drückte mir mit einem Strahlen im Gesicht ein Buch in die Hand und empfahl voller Begeis­te­rung: “Das müssen Sie lesen, es hinter­lässt ein so schönes Gefühl. Ein beson­deres kleines Buch…”. Auf dem Cover sind ein junger Esel und ein Herr mit einem Regen­schirm abge­bildet. Pawlowa – oder Wie man eine Eselin um die halbe Welt schmug­gelt von Brian Sewell. Und siehe da – wie es Bücher so  oft an sich haben, öffnete auch die Lektüre dieses Buches eine Tür in eine kleine, ganz freund­liche Welt…. Esel – Rendez­vous mit wunder­baren Geschöpfen Brian Sewell war ein renom­mierter briti­scher Kunst­kri­tiker, Kolum­nist und Beob­achter des kleinen Moments. Er hat die Geschichte über Mister B, der auf einer Reise mit einem Fern­seh­team nach Paki­stan kurzerhand …

Käsekuchen mit Beeren und Blüten

Käse­ku­chen mit Beeren und Blüten

Googelt man Käse­ku­chen, stößt man auf unzäh­lige Rezepte für den “besten Käse­ku­chen”, den “aller­besten”, den “welt­besten” oder gar den “welt­besten Käse­ku­chen ever”. Fest steht auf alle Fälle: ein guter Käse­ku­chen gehört in jede Rezept­samm­lung. Und das gilt übri­gens welt­weit, denn Käse­ku­chen ist vieler­orts beliebt. Denken wir nur an den New York Chees­e­cake, der mit Frisch­käse auf einem Keks­krü­mel­boden geba­cken wird oder an Japani­schen Käse­ku­chen, der eher wie ein Soufflé anmutet. Schon die alten Römer wussten einen Käse­ku­chen aus Sauer­rahm und Quark offenbar zu schätzen – wie man aus einem 150 Jahre v. Chr. verfassten Buch in latei­ni­scher Schrift  des Feld­herrn und Schrift­stel­lers  Marcus Porcius Cato dem Älteren weiß. Aller­dings versteht bei Käse­ku­chen so mancher keinen Spaß. Ich übri­gens auch nicht, denn ist er zu fest oder zu trocken, stellt sich eben nicht dieses beson­dere Glücks­ge­fühl beim Verzehr ein. Ich möchte Ihnen heute mein neues Lieb­­lings-Käse­­­ku­chen­­re­­zept zeigen, an dem ich für die Kaffee­tafel zur Konfir­ma­tion meiner Tochter getüf­telt habe. Leicht, zart und cremig sollte er schme­cken – und natür­lich hübsch aussehen. Deshalb habe ich meinen Käse­ku­chen nach …

Septemberleuchten – Blumenkränze selbermachen

Septem­ber­leuchten: Blumen­kränze selbst binden

Septem­ber­morgen Im Nebel ruhet noch die Welt. Noch träumen Wald und Wiesen. Bald siehst du, wenn der Schleier fällt, den blauen Himmel unver­stellt, herbst­kräftig die gedämpfte Welt in warmem Golde fließen. Eduard Mörike (1804 – 1875) Lassen Sie uns einmal schwärmen! Von diesem Monat mit seinen pracht­vollen Farben. Wie herr­lich alles leuchtet unter den Strahlen der Herbst­sonne. Der Duft von Früchten, Kräu­tern und feuchter Erde würzt die Luft. Auf den Gemü­se­beeten glühen Tomaten, Mangold und Kürbisse zwischen den Blät­tern. Der Blick schweift über üppig behängte Apfel- und Pflau­men­bäume. Über Blumen, leicht vom Wind gewiegt. Über ein Farben­meer aus Grün und Gelb, Dunkelrot und Violett… Es ist das melan­cho­lisch wunder­schöne Licht der tiefer stehenden Sonne, das die Welt um uns herum mit einem goldenen Schein über­gießt. Dieses inten­sive Spiel von Licht und Farben ist so inspi­rie­rend. Ich wollte es einfangen und habe Blumen­kränze gebunden. Blumen­kränze, so bunt wie das Leben. Und wie ein exoti­scher Vogel seinen Feder­schweif, tragen manche Kränze flat­ternde, feder­leichte Seiden­schleifen. Blumen für die Seele Die Blüten für meine Blumen­kränze habe ich fast alle auf dem Wochenmarkt …

Streifen- frisch aufgetragen

Streifen – frisch aufgetragen

Wer kennt das nicht: ein Haus oder eine Wohnung  ist nie fertig. Immer wieder hat man Ideen für Verän­de­rungen. Immer wieder fallen einem kleine Acces­soires ein, mit denen man seine Umge­bung noch schöner oder einfach mal anders gestalten könnte. Wand­farben ändern sich, Möbel werden ausge­tauscht, ein neues Bild kommt hinzu. Viel­leicht wagt man sich an eine beson­dere Tapete… Expe­ri­men­tier­freude und auch Fehler gehören dazu. Unser Inte­rieur wandelt sich mit uns, und genau das ist doch eigent­lich gerade so span­nend. Die besten Inspi­ra­tionen finde ich, wenn ich einfach so herum­streife, beob­achte, den Blick flanieren lasse, Bücher wälze. So wird Begeis­te­rung geweckt, Ideen entstehen und nehmen Gestalt an. Zuletzt bin ich immer wieder an einem der wohl belieb­testen Muster hängen geblieben: Streifen!  Kleine Streif­züge Überall tauchen sie auf. In der Natur, in der Mode, als Schatten an der Wand. Meine Blicke sammeln Streifen. Ein frisch gepflügter Acker, der Schatten eines Garten­tores, das Gefieder eines Vogels, die Blätter einer Pflanze, der wunder­schöne Rock meiner Schwä­gerin, der in schwarzen und weißen Streifen um ihre Beine schwingt. Streifen sind so …

Buchbinden – Seiten für Gedankenfischer

Buch­binden: Seiten für Gedankenfischer

Wo können die Gedanken besser schweifen als am Meer? Zu meinem neuen Blog­bei­trag haben mich die Sommer­tage inspi­riert, die ich gerade mit meiner Familie an der Nordsee auf der Insel Föhr verbracht habe. Schon lange wollte ich mich mal dem Thema “Buch­binden” widmen. Beson­ders im Urlaub schätze ich kleine Notiz­bü­cher, die Platz für Gedanken, Erlebtes und Entdecktes bieten. Die Nordsee Nirgendwo vari­iert die Stim­mung so schnell wie dort. Gegen­sätze treffen unmit­telbar aufein­ander. Lieb­lich schwel­ge­ri­sche Szene­rien wech­seln sich mit gnaden­losem Grau ab, das alles skiz­zen­haft erscheinen lässt. Unbarm­herzig pfeift der Wind sein wildes Forte, manchmal sein noch wilderes Fortis­simo. Die thea­tra­lisch wilden Gesten der Natur berühren mich immer wieder. Das Murmeln und Gurgeln des Meeres, als sängen all seine Bewohner einen drama­ti­schen Choral.  Und von oben beob­achten die zeternden Möwen das furiose Schau­spiel. Und dann kommt die Sonne und der Wind lässt nach. Ein Wunder­mo­ment. Piano… Mut zur Stille, zur Fläche, zur Leere ist gefragt. Die Natur ist von ange­nehmer Schlicht­heit. Hier ist nichts über­tüncht. Das Relief des Watten­meeres glit­zert und funkelt in der Sonne. Die Luft …

Windbeutel mit Thymian-Lavendel-Früchten

Wind­beutel mit Thymian-Lavendel-Früchten

Aus dem Ofen strömt ein betö­render Duft. Manchmal wird meine Küche zum Atelier, zu einem Ort der Inspi­ra­tion. Kennen Sie das? Man kann sich herr­lich in Gedanken verlieren, expe­ri­men­tieren und Neues entsteht. Das Mischen von Farben, Formen und Aromen versetzt mich nahezu in Verzü­ckung. Manchmal wird mir bewusst, wieviel Erfah­rung und Wissen hinter vielen Rezepten stehen – das ist doch beein­dru­ckend. Und ist es nicht fantas­tisch, aus welcher Fülle an Obst, Gemüse und Kräu­tern wir schöpfen können? Diesmal kompo­niere ich Früchte – Erdbeeren, Brom­beeren und Apri­kosen – mit frischen Kräu­tern vom Wochen­markt. Lavendel, blühenden Thymian, Zitro­nen­thy­mian und Oran­gen­schale. Dazu flüs­sigen Honig und bunten Pfeffer. Alles zusammen wird im Ofen zu einem Festival der Aromen. Neben mir ein altes Rezept­buch mit Esels­ohren und Flecken. Ein Kompli­ment für so ein Rezept­buch, oder? Die Seite  mit dem Rezept für Brand­teig ist aufge­schlagen. Es soll Wind­beutel geben. Ich finde, die kleinen luftigen Hügel passen mit ihrer leichten Atti­tüde so gut in diese Jahres­zeit! Der Hügel Wie wundersam ist doch ein Hügel, der sich ans Herz der Sonne legt,  indes des Winds gehaltner …

Das Auge fühlt mit - die Poesie der Haptik

Das Auge fühlt mit – die Poesie der Haptik

Mit den Händen sehen, mit den Augen fühlen.”                  Johann Wolf­gang von Goethe Was haben hand­ge­ar­bei­tete Kera­mik­be­cher, Waffel­­­piqué-Hand­tü­cher und hand­ge­schöpftes Papier gemeinsam? Genau, man muss sie nur anschauen und kann sie schon fühlen. Manchmal sind es solche Dinge, die kleinen Augen­bli­cken Tiefe verleihen, man spürt sie und  entgeht für einen Moment dem Über­fluss an visu­ellen Reizen und der Flut an Kurz­bot­schaften. Ich finde Produkte fantas­tisch, die mehrere unserer Sinne anspre­chen. Die Körper­lich­keit, das Begreif­bare, die Haptik werden hoffent­lich niemals an Bedeu­tung verlieren. Viel zu oft nehmen die Augen am Bild­schirm den Händen die Arbeit ab. Dabei tut es so gut, sich mit den Händen zu verge­wis­sern, dass die Welt noch real ist. Es liegt doch in unserer Natur, Dinge zu begreifen, etwas fassen zu können. Haptik – Sinn und Sinn­lich­keit In eine sinn­lich erfahr­bare Welt gehören für mich unbe­dingt Werk­stoffe und Hand­werks­be­rufe. Hand­werk­lich gefer­tigte Produkte aus Natur­ma­te­ria­lien, wie z.B. Holz, Natur­fa­sern oder Ton geben uns Halt. Authen­ti­zität ist gefragt – und wo finden wir sie mehr als bei handgearbeiteten …

Skulpturen aus Naturmaterialien . Ein DIY.

DIY: Skulp­turen aus Naturmaterialien

 „Das Unbe­weg­liche beein­druckt mich. Diese Flasche, dieses Glas, ein großer Stein an einem verlas­senen Strand, diese Dinge bewegen sich nicht, aber meine Phan­tasie bewegen sie sehr.“ Joan Miró (1893–1983) Ddieses Zitat des gren­zenlos krea­tiven spani­schen Künst­lers kam mir bei einem unserer zahl­rei­chen Fami­­lien-Wald­­s­pa­­zier­­gänge in den Sinn, als wir mal wieder eine Menge Natur­ma­te­rial gesam­melt hatten – Dinge, die unsere “Fantasie bewegen”. Es ist so schön zu sehen, wie unglaub­lich viele gran­diose Schöp­fungen die Natur für uns bereit­hält. Man muss sie nur entde­cken. Wurzel­holz, das aussieht wie ein Vogel. Inter­es­sante Rinden­stücke, die sich wie Stalag­miten zuspitzen. Ein Hölz­chen, das  einem Pfer­de­kopf ähnelt… All diese Sammel­ob­jekte haben uns auf die Idee gebracht, daraus Skulp­turen zu bauen. Gerade für unsere Kinder finde ich es so wichtig, die Natur mit Neugier, Aben­teu­er­lust  und natür­lich mit Respekt zu durch­streifen. Jetzt, während der Corona-Krise, sehe ich hier im Norden Deutsch­lands viele Fami­lien durch die Wälder laufen. Viel mehr als sonst. Kinder spielen in flachen Bach­läufen, klet­tern über umge­stürzte Bäume, balan­cieren über Gräben, flitzen über Stock und Stein. Das habe ich in den 12 Jahren, …