Autor: Larissa

Crêpes für Crespelle alla giardino mit Giersch oder Spinat und Sommersalat

Cres­pelle alla giar­dino …

mit Spinat… oder mit Giersch! Oh nein, ist das nicht dieses gräss­liche, hart­nä­ckige Grün­zeug? Das man nie los wird? Und das keiner mag? – Genau, das ist Giersch. Laut Brock­haus-Lexikon: Giersch (Geißfuß, Aero­po­dium podgraria), …, lästiges Garten­un­kraut. Und ja, es macht seinem Ruf alle Ehre und auch unser Garten, da wir am Wald­rand liegen, ist an mancher Stelle fest in den Händen – oder besser – Wurzeln – dieses Krautes. Und genau deshalb nutze ich die Vorzüge des Gier­sches statt mich andau­ernd  zu ärgern. Wird es zu viel, wird es gegessen! z.B. als schmack­hafte “Cres­pelle alla giar­dino”. Oder als Salat, oder als Süpp­chen… Denn Giersch ist essbar und sogar sehr gesund. Er enthält Spuren­ele­mente, mehr Mine­ral­stoffe als Grün­kohl und viel mehr Vitamin C als Zitronen! Zwischen März und September kann man Giersch ernten. Die jungen Blätter schme­cken am besten, haben ein mildes Aroma. Aber auch die zarten Blüten sind essbar und sehen toll als Deko­ra­tion auf Salaten aus. Gene­rell kann man alles “Ober­ir­di­sche” des Gier­sches verar­beiten.  Und überhaupt…eigentlich ist Giersch eine echtes “Super­food”! Früher wurde …

Vilhelm-Hammershoi-"Im Licht des Nordens" - Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle

Vilhelm Hammershøi – sicht­bare Stille

  “Sich zu sehr an die Fakten zu halten kann die Essenz der Dinge verderben. Das innere Auge erkennt oft mehr.” Karl Lager­feld   Ich lebe in einem alten Haus mit wunder­schönen Holz­türen, einem honig­gelben Dielen­boden und Spros­sen­fens­tern. Manchmal, wenn das Sonnen­licht durch eines der Spros­sen­fenster dringt, verharre ich beinahe ehrfürchtig und beob­achte das Schat­ten­spiel, das das Licht auf Wände und Boden zaubert. Die Linien, die durch Hell und Dunkel entstehen. Durch die Spros­sen­un­ter­tei­lung wird das Licht in einzelne Bündel gespalten – die Sonnen­strahlen werden durch den feinen Staub in der Luft sichtbar, gerade so, als brächen sie durch die lichten Baum­kronen eines Laub­waldes. Vor einigen Jahren stieß ich auf ein Bild, auf dem eine solche Stim­mung auf faszi­nie­rende Weise darge­stellt ist. “Tanz der Staub­körn­chen in den Sonnen­strahlen (Strand­gade 30), 1900. Der Maler des Ölbildes ist der Däne Vilhelm Hammersøi (1864 – 1916), einer der wohl bedeu­tendsten Künstler Däne­marks des ausge­henden 19. und begin­nenden 20. Jahr­hun­derts. Nichts auf dem Bild lenkt von der Schön­heit des Augen­blicks ab. Viel­mehr lässt das Bild Raum für Empfin­dungen und …

Aprikosen-Tarte mit Thymian, super saftig und köstlich

Apri­kosen-Tarte mit Thymian

Kann ein Kuchen glück­lich machen? Ja, diese Apri­­kosen-Tarte defi­nitiv! Wie lauter kleine Sonnen leuchten uns derzeit auf Markt­ständen die Apri­kosen entgegen. Manche tragen ein wenig Rouge auf den Bäck­chen. Ihr samtenes Kleid umschließt das saftige Innere…hmmm! Optik und Aroma sind unver­wech­selbar. Ca. 1 Kilo­gramm der süßen Früchte braucht man für diese vorzüg­liche Apri­­kosen-Tarte.  Und dazu: etwas frischen Thymian. Einge­bettet in einen Guss aus Creme fraîche entfalten die Sonnen­früchte ihren ganzen Charme. Oh ihr kleinen Gaumen­schmeichler…! Es war nicht leicht die Apri­kosen für die Tarte zu vertei­digen – meine Kinder lieben sie. “Warum?” habe ich sie gefragt. “Sie sind so schön klein. Man kann sie so gut wegna­schen und sie schme­cken so süßlich­sauer. Der Kern geht gut raus und… die sind einfach so lecker!!” erklärt mir mein Sohn.  Recht hat er! Apri­kosen sind toll! Mal sehen, ob den Kindern auch die Apri­­kosen-Tarte schmeckt. Zutaten: Ein gutes Kilo Apri­kosen  4–5 Stile frischen Thymians 100 g kalte Butter 75 g Zucker 1 Prise Salz 1 Ei 2 EL Wasser 250 g Mehl 1/2 gestr. Teelöffel Back­pulver   200 …

Farbinspiration - Blau, du Schöne. Wohnen mit Farbe: 3 Blautöne, die eine friedvolle ruhige und gar nicht langweilige Stimmung schaffen.

Farbin­spi­ra­tion: BLAUDU SCHÖNE!

(dieser Beitrag enthält unver­gü­tete Produkt­emp­feh­lungen und Verlin­kungen) Blau – das Spek­trum dieser Farbe ist fantas­tisch! Von zarten bis zu tief­dunklen Tönungen, von sanften Akzenten bis zu extra­va­ganten, lauten Vari­anten. Das Blau des Himmels, der sich über uns wölbt, das Blau des Meeres, das unsere Sehn­sucht nach Weite weckt, die viel­schich­tigen Blau­töne, in die sich manche Blüten kleiden… Unsere Umwelt hält unend­liche viele Blau­töne bereit. Es klingt es rauscht es hallt es wider­hallt es sprüht es duftet und wird andächtig singendes Blau. Das Blau verblüht zu Licht (Hans Arp, aus “Das singende Blau”) Blau im Inte­rieur Mit Farbe lässt sich ein Raum auf die einfachste Art verän­dern. Da jeder Mensch unter­schied­lich und sehr emotional auf Farben reagiert, ist die Auswahl des rich­tigen Tons eine ganz persön­liche Ange­le­gen­heit. Moden und Trends kann man bei der Auswahl berück­sich­tigen, aber viel wich­tiger ist, wie das eigene Auge und die Intui­tion auf Farbe reagieren. Hierzu sind eigene Beob­ach­tungen und genaues Hinsehen wichtig. Farbin­spi­ra­tion findet man überall: Unsere Umwelt ist voll von wunder­baren Farb­kom­bi­na­tionen – Flora, Fauna, Städte, Kunst. Manche Eindrücke …

Zu Besuch bei Künstlerin Janina Musiialczyk – Zeichnungen und Malerei

Zu Besuch bei Künst­lerin Janina Musi­al­czyk

Zeichnen ist wie Schreiben. Jeder hat seine ganz persön­liche Hand­schrift, seinen Strich, und die Kunst ist es, sich diese beson­dere Eigenart zu bewahren”, erklärt mir Künst­lerin Janina Musi­al­czyk. Ich habe die gebür­tige Polin in ihrer Wohnung im Hamburger Norden besucht. Ich finde es faszi­nie­rend, Menschen kennen­zu­lernen, deren Herz für etwas brennt, die eine unstill­bare Leiden­schaft für ihr Hand­werk und für krea­tives Schaffen haben. Krea­ti­vität hat etwas mit Gefühlen zu tun. Und Gefühle und Empa­thie unter­scheiden uns von künst­li­cher Intel­li­genz, von Maschinen. Diese Mensch­lich­keit zu bewahren und zu schützen ist so wichtig. Menschen, die die Kunst zu einem Teil ihres Lebens machen, sind meis­tens nicht von kommer­zi­ellen Aspekten getrieben, viel­mehr von einem inneren Drang, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Diese unter­schied­li­chen Formen des Ausdrucks sind es doch, die die Kunst so span­nend machen. Ein Leben für die Kunst Seit 38 Jahren lebt Janina Musi­al­czyk in Hamburg, nachdem sie als junge Frau mit Mann, Tochter und zwei Koffern 1981, kurz vor Einfüh­rung des Kriegs­rechtes in Polen, über Schweden nach Deutsch­land ausge­reist ist. Gespannt lausche ich ihrer bewegten …

Schokoladentrüffel mit Kakonibs zum Selbernaschen oder als süßes Mitbringsel. Ein tolles Rezept für alle Schokoladenliebhaber!

Scho­ko­la­dent­rüffel mit Kakao­nibs

Ich kann allem wider­stehen, nur der Versu­chung nicht.” Oscar Wilde Oh ja, wenn es um Scho­ko­lade geht, können bestimmt die meisten von uns Oscar Wilde verstehen. Wir haben auch immer Scho­ko­lade im Haus, die dunkle, mindes­tens 70% Kakao­an­teil. Mein Mann und meine Kinder lieben dunkle Scho­ko­lade. Aber bei Scho­ko­la­dent­rüf­feln gibt es kein Halten mehr. Dieser zarte Schmelz! Dieses Aroma! Wie kleine Trüf­fel­schweine suchen die Fami­li­en­mit­glieder manchmal den Kühl­schrank und die einschlä­gigen Schub­laden nach der wert­vollen Köst­lich­keit ab. Kleines Glück verschenken Selbst­ge­machte Scho­ko­la­dent­rüffel eignen sich toll als Mitbringsel oder kleine Aufmerk­sam­keit. Hübsch verpackt in einem Tütchen oder einer Schachtel, sind sie die perfekte Klei­nig­keit für alle Scho­­ko­­laden-Lieb­haber. Und es ist gar nicht schwer, Scho­ko­la­dent­rüffel selber herzu­stellen. Das Geheimnis: Hoch­wer­tige Zutaten! Gute Scho­ko­laden und Bio-Sahne sorgen für ein gaumen­schmei­chelndes Ergebnis. Zutaten (für ca. 25 Trüffel): 80 g Zart­bit­ter­scho­ko­lade (70% Kakao­an­teil) 80 g Voll­milch­scho­ko­lade  2 Esslöffel Kakao­nibs  1 Prise Salz 60 g Bio-Sahne 20 g weiche Butter Kakao­pulver  Zube­rei­tung: Die Kakao­nibs noch etwas feiner und kleiner hacken. Zart­­bitter- und Voll­milch­scho­ko­lade fein reiben. Es geht mit der Hand­reibe (Achtung! …

Osterstuten in Kranzform. Hefe ist die Diva unter den Backzutaten, aber so kompliziert ist es gar nicht und so ein Hefebrot ist einfach köstlich.

Backen macht glück­lich: Oster­stuten

Stell dich deiner Furcht! So heißt es immer. Und der Früh­ling, die Zeit des Neube­ginns, ist genau der rich­tige Zeit­raum dafür. Darum habe ich beschlossen, es zu tun, raus aus dem Schne­cken­haus und mutig voran! Am Ende wird bestimmt alles gut… Denn Ostern naht und die Tradi­tion besagt: Zeit einen Oster­stuten (Weiß­brot) zu backen. Mit Hefe. Sorgen­voll blicke ich auf den kleinen Würfel, die Diva unter den Back­zu­taten. Wird es diesmal klappen? Vor mir liegt ein uraltes Rezept. Uralt – denn meine Urgroß­mutter hat nach diesem Rezept ihren “Stuten” bereits geba­cken. Meine Urgroß­mutter, meine Groß­mutter, meine Mutter…die Männer der Familie liebten und lieben ihn – es muss mir also in den Genen liegen. Nur meine Erfah­rungen mit Hefe sind gemischt. Mal klappt es, mal nicht und eher Zwei­teres. Wer ähnliche Ängste hat und sich ihnen nicht stellen möchte, kann hier zu meinem Weiß­brot­re­zept OHNE Hefe gelangen (das natür­lich zu Ostern auch perfekt passt). Aber an Heraus­for­de­rungen wachsen wir und außerdem ist der Stuten echt köstlich…mit streich­zarter Butter…und Marmelade…und backen macht ja schließ­lich glück­lich… Eigent­lich wird …

DIY-Ostereier. Ostereier in pudrig matten Farbtönen werden mit kleinen Goldketten und Golddrahtdetails zu echten Schmuckstücken.

DIY – Oster­eier

In den letzten Tagen sind so einige Oster­eier durch meine Hände gegangen. Auspusten, ausspülen, aufspießen, anmalen, verzieren, aufhängen…. Die Familie hat sich über “Rührei” satt gefreut und mir ist einmal mehr aufge­fallen, wie perfekt und wunder­schön so ein Ei ist. Design, Funk­tion, Statik: Danke liebe Natur! Die Form und die matte Ober­fläche des Eis sind von einer bestechenden Harmonie. Und wenn man bedenkt, wie stabil die Schale ist, obwohl sie nur etwa 0,4 Milli­meter dick ist, kann man schon von einem kleinen Wunder spre­chen. Die Stabi­lität ist durch die Biegung der Ober­fläche bedingt. Ein auf die Schale ausge­übter Druck verteilt sich gleich­mäßig über das ganze Ei und so kann das liebens­werte Oval so einiges aushalten. Nicht umsonst haben sich Archi­tekten und Inge­nieure auch bei der Konstruk­tion vieler Gebäude von der Form des Eis inspi­rieren lassen, wenn wir nur an Kuppeln denken. An Ostern steht das Ei für Neuan­fang, Wachstum, den Ursprung des Lebens. Wie mögen Sie Ihr Ei?  Bei uns kommen die Oster­eier in diesem Jahr an die Kette. Inspi­riert von der matten Schale, habe …

DIY-Schachbrett-Bilder. Neugierig sein, mit Farben experimentieren, Pflanzenfragmente einarbeiten - mit Acrylfarbe kann man tolle Wanddekorationen herstellen. Und es muss nicht kompliziert sein.

DIY: Schach­brett-Bilder

Haben Sie manchmal Lange­weile? Tun Sie nichts, schauen nur so vor sich hin und plötz­lich: BÄM! ist da eine Idee. Eine Idee, was man tun könnte, eine Lösung für eine Frage­stel­lung oder einfach ein richtig guter Einfall. Ich erlebe dieses Phänomen häufiger, beson­ders bei meinen Kindern. Erst stapfen sie unschlüssig herum und wissen nichts zu tun… laaang­weilig. Und dann, ganz plötz­lich, geschäf­tiges Gewusel. Auf diesem Nähr­boden der Ruhe und des Nichts­tuns sprießen die wunder­vollsten und krea­tivsten Ideen wie Blumen hervor. Lange­weile zu haben bedeutet auch, die Frei­heit für etwas zu haben. Viel­leicht blät­tert man in einem Buch, einem Magazin oder hört Musik und plötz­lich verknüpfen sich die Gedanken mit dem Gese­henen oder Gehörten – und ein guter Einfall ist geboren. Unmög­lich in der Hektik, die uns umgibt? Ich denke, wir sollten unsere Lebens­zeit mehr wert­schätzen und uns bewusst für etwas, aber auch mal gegen etwas entscheiden. Stellen wir uns die Frage “Was ist mir wirk­lich wichtig”, bringen wir viel­leicht etwas Ruhe in unser Leben und verzet­teln uns nicht andau­ernd. Meine Familie und ich entscheiden uns …

Aus Liebe zu Blumen – zu Besuch im Blumenladen. Ein Porträt über Claudia Lange und ihre Küchenblume und eine Liebeserklärung an das Handwerk.

Aus Liebe zu Blumen – ein Porträt

In einem Blumen­laden herrscht immer ein wunder­barer Duft.  ‘Der Blumen­laden der Made­moi­selle Violeta’, Màxim Huerta “Gute Floristen sind Künstler”, sagt Claudia Lange. Sie sitzt mir in einem kleinen Café in Hamburg-Eppen­­dorf gegen­über und ihre Augen funkeln fröh­lich. Künstler sind uner­schöpf­lich kreativ und bereit, für die Liebe zu ihrer Kunst einen harten Weg zu gehen. Nur wenige werden stein­reich und berühmt, alle anderen werden allein von der Kraft getragen, die die Liebe zu ihrem Hand­werk, ihrer Kunst  frei­setzt. Und wie alle Künstler brau­chen sie Menschen, die ihre Kunst sehen, verstehen und bereit sind, diese auch zu hono­rieren. Blumen… Schon in frühster Kind­heit lernen wir, dass wir mit Blumen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern können. Der frisch gerupfte Gänse­blüm­chen­strauß, den wir stolz der Mutter über­reicht haben, hat sie strahlen lassen. Mein Eltern­haus kann ich mir ohne frische Blumen gar nicht vorstellen und auch in unserem Haus dürfen frische Blüten nie fehlen. Und was wäre mit all den Gemälden und Gedichten? Ohne Blumen? Unvor­stellbar! Küchen­blume Ein Raum ohne Blumen ist…“ein toter Raum!” ergänzt Claudia Lange. Seit 30 Jahren …