Alle Artikel in: DIY

Waxprints – ein XL-Taschen DIY

Waxprints: Starke Muster, fröh­liche XL-Taschen

Raus aus der Grau­zone! Es ist Sommer! Zeit für Eyecat­cher im Ethno-Stil, die unser Fernweh stillen. Zeit für Taschen, so bunt wie das Leben, mit viel Platz für unsere Sommer­träume. XL-Taschen aus Waxprints. Das sind farben­frohe Baum­woll­stoffe, deren Muster durch aufwen­digen Batik­druck entstehen. In Afrika tragen Frauen und Männer die Wax-Stoffe als Tücher oder als geschnei­derte Klei­dungs­stücke. Holländer brachten im späten 16. Jahr­hun­dert die  java­ni­sche Batik aus Indo­ne­sien nach Europa. Ende des 19. Jahr­hun­derts begann man in Holland mit der Produk­tion von Waxprints und verkaufte diese vor allem nach West­afrika. Dort gehören die bunt gemus­terten Waxprints zu den belieb­testen Stoffen. Sie sind fester Bestand­teil sowohl des alltäg­li­chen als auch des kultu­rellen und zere­mo­ni­ellen Lebens geworden. Oft erzählen die Muster eine Geschichte oder tragen Botschaften in sich. Neben afri­ka­ni­schen Produ­zenten gibt es noch heute die tradi­tio­nellen Produk­ti­ons­stätten in den Nieder­landen.  Daher stammen auch die Waxprints, aus denen ich meine XL-Taschen genäht habe. Warum WAXprints? Der Name “Waxprints” leitet sich aus dem Herstel­lungs­ver­fahren der Stoffe ab. Durch Auftragen von Bienen­wachs oder Harz werden Muster auf die gewebten Stoffe aufgebracht. …

Stoffdruck: Sommertischdecke "Schmetterlingswiese". Ein DIY

Stoff­druck: Sommer­tisch­decke “Schmet­ter­lings­wiese”

Wie geht es Ihnen, wenn Sie den ersten Schmet­ter­ling des Jahres vorbei­flat­tern sehen? Wenn ich den ersten  Zitro­nen­falter in unserem Garten entdecke, macht mein Herz immer einen kleinen Freu­den­hüpfer. Jedes Jahr aufs Neue. In einer Betrach­tung des Dich­ters und Schrift­stel­lers Hermann Hesse “Über Schmet­ter­linge” von 1935 heißt es: „…Die Schmet­ter­linge nun, von denen hier die Rede sein soll, sind gleich den Blumen für viele Menschen ein sehr bevor­zugtes Stück­chen Schöp­fung, ein beson­ders geschätztes und wirk­sames Objekt jenes Erstau­nens, ein beson­ders lieb­li­cher Anlass zum Erlebnis, zum Ahnen des großen Wunders, zur Vereh­rung des Lebens. Sie scheinen, gleich den Blumen, recht eigens als Zierde, als Schmuck und Juwel, als kleine funkelnde Kunst­werke und Loblieder von höchst freund­li­chen, anmu­tigen und witzigen Genien erfunden und mit zärt­li­cher Schöp­fer­wol­lust ausge­dacht worden zu sein.…” Und genau diese kleinen Wunder­werke der Natur mit ihren Farben und der orna­men­talen Viel­falt ihrer Flügel haben mich zu meinem Stoff­druck inspi­riert. Zu einer sommer­li­chen Leinen­tisch­decke, die die verspielte Leich­tig­keit einer Sommer­wiese einfängt. Ein Spazier­gang… Die Luft ist erfüllt vom satten Duft frischen Grüns und über mir wölbt sich die üppige Krone …

Ledertaschen mit Perlblumen – ein DIY

Blüte­zeit: Leder­ta­schen mit Perlblumen

Wissen Sie, was mir in diesen Zeiten oft hilft, nicht allzu trüb­sinnig zu werden? Die Begeis­te­rungs­fä­hig­keit meiner Kinder. Sie sitzen so da und plötz­lich haben sie eine Idee, der sie sich mit kind­li­chem Enthu­si­asmus widmen. Sie machen einfach. Ange­trieben von Leiden­schaft und Fantasie, gehen sie ihre Projekte an, sind offen für alles und entwi­ckeln eine unglaub­lich posi­tive Energie. Ich finde diese Begeis­te­rungs­fä­hig­keit fantas­tisch und ich habe mich anste­cken lassen. Mich hat der begin­nende Früh­ling zu einem farben­frohen Krea­tiv­pro­jekt inspi­riert: Aus Leder­resten, alten Jeans und bunten Rocail­le­perlen habe ich kleine Leder­ta­schen mit funkelnden Stoff­blüten herge­stellt. Farbe bekennen Ich finde, der Früh­ling ist die beste Zeit, Neues auszu­pro­bieren. Die Natur atmet auf und packt langsam ihre Farben aus.  Überall sprießt es und scheinbar aus dem Nichts entstehen fanta­sie­volle kleine Wunder­werke. Es beginnt die Zeit der Blumen und Düfte, der Vögel, Schmet­ter­linge und Bienen. Jedes Jahr wieder faszi­niert mich die erwa­chende Natur. Eben noch domi­nierten die stillen Farben, doch bald schon ist alles in hoff­nungs­volles Bunt getaucht. Ich freue mich darauf! Wind betört uns sinn­liche Düfte das Meer glitzert …

Vogelfutter selber machen. So kommt der Chor der Gartenvögel gut über den Winter.

Winter­küche: Vogel­futter selber machen

Der Winter ist ein vortreff­li­cher Maler. Unter dem tiefen zart­grauen Himmel wirbeln die Flocken zu Tausenden. Das reine, glit­zernde Weiß legt sich still wie eine flau­schige Decke über die Land­schaft. Farben scheinen zu verschwinden. Schnee und dunkle Baum­sil­hou­etten. Eine ruhige Farb­pa­lette… Doch kaum ist das Flocken­spiel beendet, beginnt ein neuer Tanz. Ein Tanz zwischen Himmel und Erde. Ein blaues Häub­chen, ein rotes Kehl­chen, ein gelbes Bäuch­lein und grüne Flügel beleben das Bild. Die Winter­vögel kommen aus ihren Verste­cken und flat­tern auf der Suche nach Futter durch die Lüfte. Ich rufe meine Kinder zusammen. Es ist Zeit, Vogel­futter selber zu machen. Wenn wir schon zur Zeit nicht für unsere Freunde kochen und backen können, so lasst uns doch die gefie­derten Gour­mets im Garten oder auf dem Balkon mit Köst­lich­keiten aus der Eigen­pro­duk­tion bewirten. Die quir­ligen Luft­akro­baten werden es uns danken! Vogel­futter – zube­reitet mit einer Prise Liebe Was wäre unsere Natur ohne die Vögel? Einen Garten, in dem keine Spatzen schwatzen oder Amseln zetern, möchte ich mir gar nicht vorstellen. Das viel­stim­mige Konzert der Vögel gehört einfach dazu. …

Kreative Geschenke - Färben mit Avocado

Krea­tive Geschenke: Färben mit Avocado

Je dunkler und kälter es draußen wird, desto wärmer leuchtet es in den Fens­tern. Es ist wieder Zeit, dass ein Meer von Kerzen Licht ins Dunkel bringt. Zeit für ein biss­chen Magie, für die alten Lieder und Geschichten, die süßen Düfte und das geheim­nis­volle Getu­schel im Haus. Zeit für Wünsche und Zeit für liebe­volle Geschenke. “Tausende von Kerzen kann man am Licht einer Kerze anzünden, ohne dass ihr Licht schwä­cher wird. Freude nimmt nicht ab, wenn sie geteilt wird.” Buddha (560 – 480 v. Chr.) Es ist Advent, die Zeit des Inne­hal­tens. In diesem Jahr gelingt das – notge­drungen – manchmal viel­leicht sogar besser als in den vergan­genen Jahren. Es ist eine merk­wür­dige, für viele Menschen auch einsame Zeit. Umso wich­tiger ist es doch, dass wir es uns trotzdem schön machen und unseren Lieben eine ganz persön­liche Freude bereiten. Eine gedank­liche Umar­mung aus der Ferne sozu­sagen. Viel­leicht wollten Sie schon längst einmal wieder kreativ werden? Geschenke zum Dahin­schmelzen Schenken Sie Kerzen! Denn es ist Zeit für Kerzen und jeder freut sich über diese zutiefst analogen Leuchtmittel, …

Septemberleuchten – Blumenkränze selbermachen

Septem­ber­leuchten: Blumen­kränze selbst binden

Septem­ber­morgen Im Nebel ruhet noch die Welt. Noch träumen Wald und Wiesen. Bald siehst du, wenn der Schleier fällt, den blauen Himmel unver­stellt, herbst­kräftig die gedämpfte Welt in warmem Golde fließen. Eduard Mörike (1804 – 1875) Lassen Sie uns einmal schwärmen! Von diesem Monat mit seinen pracht­vollen Farben. Wie herr­lich alles leuchtet unter den Strahlen der Herbst­sonne. Der Duft von Früchten, Kräu­tern und feuchter Erde würzt die Luft. Auf den Gemü­se­beeten glühen Tomaten, Mangold und Kürbisse zwischen den Blät­tern. Der Blick schweift über üppig behängte Apfel- und Pflau­men­bäume. Über Blumen, leicht vom Wind gewiegt. Über ein Farben­meer aus Grün und Gelb, Dunkelrot und Violett… Es ist das melan­cho­lisch wunder­schöne Licht der tiefer stehenden Sonne, das die Welt um uns herum mit einem goldenen Schein über­gießt. Dieses inten­sive Spiel von Licht und Farben ist so inspi­rie­rend. Ich wollte es einfangen und habe Blumen­kränze gebunden. Blumen­kränze, so bunt wie das Leben. Und wie ein exoti­scher Vogel seinen Feder­schweif, tragen manche Kränze flat­ternde, feder­leichte Seiden­schleifen. Blumen für die Seele Die Blüten für meine Blumen­kränze habe ich fast alle auf dem Wochenmarkt …

Streifen- frisch aufgetragen

Streifen – frisch aufgetragen

Wer kennt das nicht: ein Haus oder eine Wohnung  ist nie fertig. Immer wieder hat man Ideen für Verän­de­rungen. Immer wieder fallen einem kleine Acces­soires ein, mit denen man seine Umge­bung noch schöner oder einfach mal anders gestalten könnte. Wand­farben ändern sich, Möbel werden ausge­tauscht, ein neues Bild kommt hinzu. Viel­leicht wagt man sich an eine beson­dere Tapete… Expe­ri­men­tier­freude und auch Fehler gehören dazu. Unser Inte­rieur wandelt sich mit uns, und genau das ist doch eigent­lich gerade so span­nend. Die besten Inspi­ra­tionen finde ich, wenn ich einfach so herum­streife, beob­achte, den Blick flanieren lasse, Bücher wälze. So wird Begeis­te­rung geweckt, Ideen entstehen und nehmen Gestalt an. Zuletzt bin ich immer wieder an einem der wohl belieb­testen Muster hängen geblieben: Streifen!  Kleine Streif­züge Überall tauchen sie auf. In der Natur, in der Mode, als Schatten an der Wand. Meine Blicke sammeln Streifen. Ein frisch gepflügter Acker, der Schatten eines Garten­tores, das Gefieder eines Vogels, die Blätter einer Pflanze, der wunder­schöne Rock meiner Schwä­gerin, der in schwarzen und weißen Streifen um ihre Beine schwingt. Streifen sind so …

Buchbinden – Seiten für Gedankenfischer

Buch­binden: Seiten für Gedankenfischer

Wo können die Gedanken besser schweifen als am Meer? Zu meinem neuen Blog­bei­trag haben mich die Sommer­tage inspi­riert, die ich gerade mit meiner Familie an der Nordsee auf der Insel Föhr verbracht habe. Schon lange wollte ich mich mal dem Thema “Buch­binden” widmen. Beson­ders im Urlaub schätze ich kleine Notiz­bü­cher, die Platz für Gedanken, Erlebtes und Entdecktes bieten. Die Nordsee Nirgendwo vari­iert die Stim­mung so schnell wie dort. Gegen­sätze treffen unmit­telbar aufein­ander. Lieb­lich schwel­ge­ri­sche Szene­rien wech­seln sich mit gnaden­losem Grau ab, das alles skiz­zen­haft erscheinen lässt. Unbarm­herzig pfeift der Wind sein wildes Forte, manchmal sein noch wilderes Fortis­simo. Die thea­tra­lisch wilden Gesten der Natur berühren mich immer wieder. Das Murmeln und Gurgeln des Meeres, als sängen all seine Bewohner einen drama­ti­schen Choral.  Und von oben beob­achten die zeternden Möwen das furiose Schau­spiel. Und dann kommt die Sonne und der Wind lässt nach. Ein Wunder­mo­ment. Piano… Mut zur Stille, zur Fläche, zur Leere ist gefragt. Die Natur ist von ange­nehmer Schlicht­heit. Hier ist nichts über­tüncht. Das Relief des Watten­meeres glit­zert und funkelt in der Sonne. Die Luft …

Skulpturen aus Naturmaterialien . Ein DIY.

DIY: Skulp­turen aus Naturmaterialien

 „Das Unbe­weg­liche beein­druckt mich. Diese Flasche, dieses Glas, ein großer Stein an einem verlas­senen Strand, diese Dinge bewegen sich nicht, aber meine Phan­tasie bewegen sie sehr.“ Joan Miró (1893–1983) Ddieses Zitat des gren­zenlos krea­tiven spani­schen Künst­lers kam mir bei einem unserer zahl­rei­chen Fami­­lien-Wald­­s­pa­­zier­­gänge in den Sinn, als wir mal wieder eine Menge Natur­ma­te­rial gesam­melt hatten – Dinge, die unsere “Fantasie bewegen”. Es ist so schön zu sehen, wie unglaub­lich viele gran­diose Schöp­fungen die Natur für uns bereit­hält. Man muss sie nur entde­cken. Wurzel­holz, das aussieht wie ein Vogel. Inter­es­sante Rinden­stücke, die sich wie Stalag­miten zuspitzen. Ein Hölz­chen, das  einem Pfer­de­kopf ähnelt… All diese Sammel­ob­jekte haben uns auf die Idee gebracht, daraus Skulp­turen zu bauen. Gerade für unsere Kinder finde ich es so wichtig, die Natur mit Neugier, Aben­teu­er­lust  und natür­lich mit Respekt zu durch­streifen. Jetzt, während der Corona-Krise, sehe ich hier im Norden Deutsch­lands viele Fami­lien durch die Wälder laufen. Viel mehr als sonst. Kinder spielen in flachen Bach­läufen, klet­tern über umge­stürzte Bäume, balan­cieren über Gräben, flitzen über Stock und Stein. Das habe ich in den 12 Jahren, …

Von Gartenblumen und Osterschachteln

Von Garten­blumen und Osterschachteln…

Früh­ling – die Zeit des Neuan­fangs, der Hoff­nung, der Leich­tig­keit. “Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.” So heißt es in Hermann Hesses  Gedicht “Stufen”.  Dieses Jahr fällt es mir schwer, den Zauber zu spüren. Dieses Jahr ist es anders. Für uns alle. Und doch möchte ich zuver­sicht­lich sein. Ich finde Trost, Kraft und innere Ruhe im Garten und in der Natur. Mit den Händen entferne ich das letzte Winter­laub zwischen den Garten­blumen, schneide Rosen und unter­halte mich mit dem Rotkehl­chen, das sich neben mir nieder­lässt. Man könnte meinen, die Sonne möchte sich mit ihren schönsten Strahlen entschul­digen für diese üble Laune der Natur, die uns Menschen momentan in Sorge versetzt. Ich spüre gerade – noch mehr als sonst – wie wert­voll all die vermeint­li­chen  Selbst­ver­ständ­lich­keiten sind. Mal eben einkaufen, kurz zum Bäcker, eine liebe­volle Umar­mung der Freundin, der man unter­wegs begegnet. Ein Besuch zum Kaffee bei den Eltern, natür­lich mit den Kindern und einem Strauß Tulpen im Arm. Dieser Tage müssen wir Verbun­den­heit über andere Kommunikationswege …