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Küchenschrank in "Black Blue" von Farrow & Ball

Mein Küchen­schrank trägt Blau

Im Zuge unserer Reno­vie­rung habe ich mir unseren Küchen­schrank, einen alten Buffet­schrank, einmal vorge­knöpft. Er wohnt schon länger in unserem Haus als wir, hat uns als Natur­holz­schrank begrüßt, wurde zunächst mal weiß gestri­chen und hat sich jetzt in eine tief­dunkle Schön­heit verwan­delt. Nach reif­li­cher Über­le­gung und 10 bewegten “Mutter­jahren” wünschte ich mir etwas mehr Ruhe und Kontrast in der Küche. In einer Fami­li­en­küche wird es ganz von selber bunt. Um dem Raum mehr Tiefe zu verleihen, habe ich sowohl die Küchen­zeile als auch den Küchen­schrank in “Black Blue” von Farrow & Ball (www.farrow-ball.com) gestri­chen. Ein viel­schich­tiges dunkles Blau, das zuweilen Schwarz, manchmal aber auch wie ein dunkles Petrolgrün anmutet. Je nach Licht­ein­fall. Gerade den oberen Teil des Schrankes, den man durch zwei verglaste Türen einsehen kann, wünschte ich mir außen dunkler, damit das weiße Geschirr im Inneren zum Strahlen gebracht würde. Nach gründ­li­cher Vorbe­hand­lung  hat der Schrank erst einen Voran­strich erhalten und wurde dann in zwei Schichten mit dem “Estate Eggshell”-Lack in “Black Blue” lackiert. Der Innen­raum des Schrankes wurde in Weiß, “Poin­ting”, gestri­chen. Er hebt …

sesselbezug collage

Des Sessels neue Kleider

Ich habe ein Faible für Möbel mit Geschichte. Für mich sind sie leben­dige Erin­ne­rungen an liebe Menschen, an Orte, an Momente. Das Gefühl, über den Floh­markt zu schlen­dern und plötz­lich magisch von einem Möbel oder Acces­soire ange­zogen zu werden, kennen viele. Oder die liebe­volle Erin­ne­rung an die Groß­mutter, die stets in ihrem Lieb­­lings-Sessel saß. Es ist schön, Erbstücke, Souve­nirs und Erin­ne­rungen ins Wohn­um­feld einzu­bauen. Der Mix macht es – weil er unser Leben reflek­tiert! Tolle Effekte entstehen, wenn man antike Möbel in einen neuen Kontext stellt. Groß­mutters Standuhr in die Küche, die Wohn­zim­mer­vi­trine ins Schlaf­zimmer zur Aufbe­wah­rung der Schmuck- und Hand­ta­schen­samm­lung oder das Kiefern­­holz-Nach­t­­ti­sch­chen ins Bad für Tiegel, Tuben & Co. Wenn ich Inspi­ra­tion in dieser Sache suche, lohnt sich für mich immer ein Blick nach Frank­reich. Die Fran­zosen haben ein untrüg­li­ches Gespür für Stil. Die noncha­lante Art, geliebte Dinge zusam­men­zu­bringen, gefällt mir. Abnut­zungen und Gebrauchs­spuren werden nicht versteckt. Man lässt die Dinge ihre Geschichten erzählen und sieht in der Unvoll­kom­men­heit den Reiz. Genau diesen Ansatz habe ich mir bei der Über­ar­bei­tung unserer Ohren­sessel zu …