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Windbeutel mit Thymian-Lavendel-Früchten

Wind­beutel mit Thymian-Lavendel-Früchten

Aus dem Ofen strömt ein betö­render Duft. Manchmal wird meine Küche zum Atelier, zu einem Ort der Inspi­ra­tion. Kennen Sie das? Man kann sich herr­lich in Gedanken verlieren, expe­ri­men­tieren und Neues entsteht. Das Mischen von Farben, Formen und Aromen versetzt mich nahezu in Verzü­ckung. Manchmal wird mir bewusst, wieviel Erfah­rung und Wissen hinter vielen Rezepten stehen – das ist doch beein­dru­ckend. Und ist es nicht fantas­tisch, aus welcher Fülle an Obst, Gemüse und Kräu­tern wir schöpfen können?

Diesmal kompo­niere ich Früchte – Erdbeeren, Brom­beeren und Apri­kosen – mit frischen Kräu­tern vom Wochen­markt. Lavendel, blühenden Thymian, Zitro­nen­thy­mian und Oran­gen­schale. Dazu flüs­sigen Honig und bunten Pfeffer. Alles zusammen wird im Ofen zu einem Festival der Aromen.
Neben mir ein altes Rezept­buch mit Esels­ohren und Flecken. Ein Kompli­ment für so ein Rezept­buch, oder? Die Seite  mit dem Rezept für Brand­teig ist aufge­schlagen. Es soll Wind­beutel geben. Ich finde, die kleinen luftigen Hügel passen mit ihrer leichten Atti­tüde so gut in diese Jahreszeit!

Der Hügel

Wie wundersam ist doch ein Hügel,
der sich ans Herz der Sonne legt, 
indes des Winds gehaltner Flügel
des Gipfels Gräser leicht bewegt.

Mit buntem Falter­tanz durch­webt sich,
von wilden Bienen singt die Luft,
und aus der warmen Erde hebt sich
ein süßer hinge­gebner Duft.

Chris­tian Morgenstern

Windbeutel mit Erdbeeren, Aprikosen, Brombeeren

Windbeutel mit Erdbeeren, Aprikosen, BrombeerenWie das duftet!

Durch die offene Küchentür dringt das Konzert der Sing­vögel, es riecht nach frisch gemähtem Gras und Rosen. Auf dem Tisch eine große Schale Erdbeeren. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer – aber wenn die Erdbeeren reif sind, dann ist es wohl soweit. Ich liebe Erdbeeren, und mit dem unwi­der­steh­li­chen Aroma der Apri­kosen und der Brom­beeren harmo­nieren sie perfekt. Ein biss­chen süß, ein biss­chen sauer  und ganz viel Geschmack – ein kleiner Sonnen­auf­gang auf der Zunge.
Wenn ich Glück habe, bleiben auch noch ein paar Beeren für meine Wind­beutel über… Immer wieder schlei­chen kleine Geister in die Küche und stibitzen die süßen Früchte. Ich kann das so gut verstehen. Ich habe als Kind oft Erdbeeren von einem Hof in der Nähe holen müssen. Bestimmt ein Drittel der Früchte in meinem Fahr­rad­korb schaffte es nicht bis nach Hause. Und ich hatte wahr­schein­lich einen verrä­te­ri­schen Erdbeermund…

Windbeutel mit Thymian-Lavendel-Früchten und Ricotta-Sahne

So schmeckt der Sommer

Die luftigen Wind­beutel fülle ich mit den duftenden Früchten aus dem Ofen und einer Vanille-Ricotta-Sahne. Neugierig lugt mein Mann in die Küche. Er ist ein Fan von Wind­beu­teln. Meine neue Krea­tion kennt er noch nicht – ob er sie mögen wird?
Im Ofen (die Tür darf auf keinen Fall geöffnet werden!) pusten sich die Wind­beutel in die Höhe. Jeder ist einzig­artig, und erst nach dem Füllen und Deko­rieren schwingt sich das Spritz­ge­bäck zu wahrer Schön­heit auf.

Windbeutel: Orangenabrieb gibt den Früchten das gewisse Etwas

Oran­gen­ab­rieb gibt beson­ders den Brom­beeren ein tolles Aroma.

Windbeutel mit mediterranen Früchten

Blühender Thymian

Ich mache die Wind­beutel gerne etwas größer, damit ich sie ordent­lich füllen kann. Dann ist es aller­dings ratsam, sie mit Messer und Gabel zu servieren. Die Zutaten für den Brand­teig hat man eigent­lich im Hause. Mehl, Stärke, Butter, Eier,  Zucker, Salz und Wasser – mehr braucht man nicht. Oft  ist es die Einfach­heit, die diese klas­si­schen Rezepte so fantas­tisch macht. Und manchmal bleiben eben diese Rezepte nach­hal­tiger in Erin­ne­rung als das raffi­nier­teste Menü in einem Restaurant.

Frischer Pfeffer zu Erdbeeren, Aprikosen und Brombeeren

Etwas frisch­ge­mah­lener bunter Pfeffer – das Tüpfel­chen auf dem i.

Windbeutel mit Erdbeeren, Aprikosen und Brombeeren

Windbeutel mit Thymian-Lavendel-Früchten und Ricotta-Sahne

Aber nun zum Rezept für die Windbeutel:

Zutaten für ca. 8 große Wind­beutel

Ofen-Früchte:

  • Erdbeeren
  • Apri­kosen 
  • Brom­beeren
  • flüs­siger Honig
  • getrock­neter und/oder frischer Lavendel
  • Thymian
  • Zitro­nen­thy­mian
  • Abrieb einer Bio-Orange
  • bunter Pfeffer

Wind­beutel:

  • 250 ml Wasser
  • 50 g Butter
  • Prise Salz
  • 1 EL Zucker
  • 150 g Mehl
  • 30 g Stärke (ca. 3 schwach gehäufte EL)
  • 4–6 Eier
  • 1 gestri­chener Teelöffel Backpulver

Füllung:

  • 200 g Schlagsahne
  • 1 Pk. Sahnesteif
  • 200 g Ricotta
  • ca. 50 g Zucker
  • Vanil­le­mark oder Vanillezucker
Zube­rei­tung:

Ofen (Ober‑,Unterhitze) auf 200° C vorheizen. 
Die Früchte waschen, Apri­kosen entsteinen, Erdbeeren und Apri­kosen etwas klein­schneiden. Alles auf einem Back­blech oder in einer Auflauf­form verteilen. Die Früchte mit flüs­sigem Honig beträu­feln und den Oran­gen­ab­rieb darüber­geben. Thymian und Laven­del­blüten abzupfen und dazu­geben. Zwei Laven­del­zweige auf die Früchte legen.  Zum Abschluss die Früchte mit etwas gemah­lenen bunten Pfeffer würzen.
Das Blech für 15 Minuten in den Ofen schieben.

Windbeutel Wind­beutel: 
Das Wasser mit der Butter, dem Salz und dem Zucker in einen Topf geben und aufko­chen lassen. Das Mehl und die Stärke mischen und unter Rühren hinzu­geben. Kräftig rühren, bis ein glatter Kloß entsteht und diesen ca. 1 Minute unter Rühren “abbrennen” (den Kloß im heißen Topf hin und her bewegen, so dass am Boden des Topfes eine dünne weiße Haut entsteht.).
Den Kloß in eine Schüssel geben und dann die Eier einzeln unter­rühren, bis der Teig schön glänzt und so vom Löffel reißt, dass lange Spitzen entstehen. Zum Schluss das Back­pulver unter den erkal­teten Teig rühren.
Nun mit zwei Löffeln oder einem Spritz­beutel Wind­beutel auf das mit Back­pa­pier belegte 
Blech setzen. Die Wind­beutel bei 230° C (Ober‑, Unter­hitze) für 15 ‑25 Minuten backen. Auf keinen Fall den Ofen öffnen! Sonst fallen die Wind­beutel zusammen.
Die Wind­beutel gleich nach dem Backen aufschneiden und abkühlen lassen.

Ricotta-Sahne:
Die Sahne mit Sahnesteif schlagen. Ricotta mit Vanille mischen und den Ricotta vorsichtig unter die Sahne heben.

Die Wind­beutel mit den Ofen­früchten füllen, auch ein wenig von dem köst­li­chen Saft hinzu­geben, der entstanden ist. Die Ricotta-Sahne mit einem Löffel oder dem Spritz­beutel aufspritzen und die Wind­beu­tel­spitze obenauf setzen.
Even­tuell mit feinem Puder­zu­cker­schnee bestreuen.

Windbeutel mit Thymian-Lavendel-Früchten und Ricotta-Sahne

Windbeutel mit Erdbeeren, Aprikosen und Brombeeren

Die Wald­erd­beeren sind hübsch als Dekoration.

 

Gartenblumen für den Kaffeetisch

 

Gartenblumen für den Kaffeetisch

Tipp:

Ziegenkäse mit Ofenfrüchten, Lavendel, Thymian und rosa PfefferDie Ofen­früchte passen auch ganz hervor­ra­gend zu Ziegen­käse und Salat!
Dazu einfach Scheiben der Ziegen­kä­se­rolle üppig mit “Kräu­tern der Provence” und “Rosa Pfef­fer­kör­nern” bestreuen und neben die Ofen­früchte auf das Back­blech setzen.
Radic­chio- und Chico­ree­blätter waschen und auf Tellern anrichten mit einem Dres­sing aus frisch gepresstem Oran­gen­saft, einem Schuss Balsa­mico, Olivenöl, Pfeffer und Salz über­träu­feln. Den warmen Ziegen­käse auf den Salat setzen und die Ofen­früchte mit dem herr­li­chen Saft hinzufügen.

Das schmeckt so köstlich!

Ziegenkäse mit Ofenfrüchten, Lavendel, Thymian und rosa Pfeffer

Übri­gens, der hübsche Kera­mikteller ist von Tina Kami. Einen Beitrag über die Kera­mi­kerin finden Sie hier.

Eine Apri­kosen-Tarte mit Thymian ist auch schnell geba­cken. Schauen Sie doch mal hier…

Windbeutel mit Erdbeeren, Aprikosen und Brombeeren

 

Das Auge fühlt mit - die Poesie der Haptik

Das Auge fühlt mit – die Poesie der Haptik

Mit den Händen sehen, mit den Augen fühlen.”

                 Johann Wolf­gang von Goethe

Was haben hand­ge­ar­bei­tete Kera­mik­be­cher, Waffel­piqué-Hand­tü­cher und hand­ge­schöpftes Papier gemeinsam? Genau, man muss sie nur anschauen und kann sie schon fühlen.
Manchmal sind es solche Dinge, die kleinen Augen­bli­cken Tiefe verleihen, man spürt sie und  entgeht für einen Moment dem Über­fluss an visu­ellen Reizen und der Flut an Kurz­bot­schaften. Ich finde Produkte fantas­tisch, die mehrere unserer Sinne ansprechen.
Die Körper­lich­keit, das Begreif­bare, die Haptik werden hoffent­lich niemals an Bedeu­tung verlieren. Viel zu oft nehmen die Augen am Bild­schirm den Händen die Arbeit ab. Dabei tut es so gut, sich mit den Händen zu verge­wis­sern, dass die Welt noch real ist. Es liegt doch in unserer Natur, Dinge zu begreifen, etwas fassen zu können.

Haptik

Der Tast­sinn entwi­ckelt sich im Mutter­leib als erstes – wir beginnen zu fühlen, lange bevor wir auf die Welt kommen…

Haptik – Sinn und Sinnlichkeit

In eine sinn­lich erfahr­bare Welt gehören für mich unbe­dingt Werk­stoffe und Hand­werks­be­rufe. Hand­werk­lich gefer­tigte Produkte aus Natur­ma­te­ria­lien, wie z.B. Holz, Natur­fa­sern oder Ton geben uns Halt. Authen­ti­zität ist gefragt – und wo finden wir sie mehr als bei hand­ge­ar­bei­teten Produkten? Solche Produkte begeis­tern uns oft mit Funk­tion, Lang­le­big­keit und Ästhetik.

Alltag kann so schön sein

Ich möchte Ihnen einige Produkte vorstellen, deren Haptik und Optik mich immer wieder begeis­tern. Keramik von Tina Kami, weiche Waffel­piqué-Hand­tü­cher von blomus und hand­ge­schöpftes Papier.  Eigent­lich ist es eine kleine Liebes­er­klä­rung an Gebrauchs­ge­gen­stände, die das Zeug dazu haben, so ganz nebenbei unsere Herzen zu berühren…

Die Poesie der Haptik – Tina Kami, Keramikerin

Eine Etüde von Licht und Materialität…

Tina Kami - Teller

Keramik von Tina Kami 

Es war Liebe auf den ersten Blick! Ich habe nur Bilder der Becher, Teller und Schalen von Tina Kami gesehen und konnte sie bereits mit den Augen fühlen. Dann habe ich die Hamburger Kera­mi­kerin besucht.

Von der Natur inspi­riert, fertigt sie für ihr Label Ugly­duckly wunder­schönes Geschirr, Vasen und  Löffel – natür­lich alltags­taug­lich. Die Sonne blin­zelt in das helle Atelier, das in einem alten Indus­trie­ge­bäude am Bill­brook­kanal liegt. Der raue Charme passt irgendwie zu den Töpfer­waren von Tina Kami. Das Atelier ist geflutet von krea­tivem Spirit. All ihre Arbeiten sind von Hand model­liert. Aus der Ober­fläche des Mate­rials spricht die Persön­lich­keit der Hand­wer­kerin, die es bear­beitet hat. „Ich mag es zu expe­ri­men­tieren, mit verschie­denen Tonarten und Glasuren”, erzählt mir Tina. Manches erwächst aus Tinas Liebe zur japa­ni­schen Wabi Sabi-Kultur und natür­lich aus der Liebe zum Material.

Wabi Sabi – Schön­heit im Unvoll­kom­menen finden.

Das irdene Geschirr in den Regalen möchte benutzt werden, ist nicht nur fürs Auge gemacht, darf sogar in die Spül­ma­schine. Es ist schön, mit den Fingern über das Mate­rial zu streifen…

Poesie der Haptik: Atelier von Tina Kami

Lebendig ist diese Keramik…

Im Atelier von Keramikerin von Tina Kami

Ein hapti­scher Hochgenuss

Tina Kami hat es schon immer gemocht, mit den Händen zu arbeiten. Sie zeigt mir die verschie­denen Arbeits­schritte, von unter­schied­lich farbigen Tonsorten in Eimern bis zu fertigen rusti­kalen Geschirr­teilen, die Begehren wecken.
Ruhe und Geduld sind gefragt im Umgang mit Ton. Eine Lang­sam­keit, die beru­higt. Ich mag die Details, die aus Kleinem Großes machen. Ich mag die opti­schen Brüche, die die Fantasie anregen und die subtile Farbig­keit. Alles passt zusammen: Der dunkle Ton, die weiße Glasur, das Raue, das Glatte, diese Ursprüng­lich­keit und das Grobe, das doch so leicht wirkt in den Händen.

Poesie der Haptik: Keramik von Tina Kami

Poesie der Haptik: Keramik von Tina Kami

Poesie der Haptik: Keramik von Tina Kami

Poesie der Haptik: Keramik von Tina Kami

Ich möchte zwei Becher mit nach Hause nehmen, kann mich nicht entscheiden. „Jedes Stück ist anders”, lacht Tina und öffnet den Brenn­ofen, in dem frische Ware abkühlt. Noch mehr Auswahl – aber mein Blick fällt auf zwei Becher aus der Serie “Glossy Grip”. Dunkler Ton, weiß lasiert. Tiefe Rillen, wo die Hände ihn greifen. Die sollen es sein!
Tinas Ästhetik lädt zur Berüh­rung ein…touchiert die Sinne.

Poesie der Haptik: Keramik von Tina Kami

Die Poesie der Haptik - Keramik von Tina Kami

Die Poesie der Haptik- Keramik von Tina Kami

Weitere Infor­ma­tionen, auch zu Kursen und Workshops:


Ugly­duckly
Atelier Tina Kami

Liebigstr. 2–20
22113 Hamburg-Bill­brook


www.instagram.com/tinakami

www.uglyduckly.com

Die Poesie der Haptik- Keramik von Tina Kami

Die Poesie der Haptik

 

Waffelpiqué-Handtücher - ein haptisches Vergnügen

Auf Tuch­füh­lung: Waffelpiqué

Waffel­piqué hat mich  schon immer faszi­niert. Das durch die spezi­elle Webart entste­hende Waffel­muster hat eine ange­nehme Haptik. Das Licht ist Verbün­deter dieses Stoffes, setzt es doch die Waffel­struktur so einzig­artig in Szene.
Waffel­piqué ist saug­stark, leicht und trocknet schnell. Ein Hand­tuch hat ständig Körper­kon­takt. Sollte es da nicht eine Freude sein zuzugreifen?

Waffelpiqué-Handtücher - ein haitisches Vergnügen

Waffelpiqué-Handtücher - ein haitisches Vergnügen

Waffelpiqué-Handtücher - ein haptisches Vergnügen

Reine Gefühls­sache

Ich schätze diese Waffel­piqué-Hand­tü­cher aus der Serie Caro sehr Die Hand­tü­cher sind aus reiner Baum­wolle und fühlen sich herr­lich an. Beson­ders gefallen mir die natür­li­chen Farben, die jedem Ambi­ente schmeicheln.
Die Hand­tü­cher werden von dem 1961 gegrün­deten Fami­li­en­un­ter­nehmen blomus  aus dem nord­rhein-west­fä­li­schen Sundern produ­ziert. Familie Blome konzen­triert sich – von Leiden­schaft geleitet – auf authen­ti­sche Mate­ria­lien, Qualität und Hand­werks­kunst. Das Ergebnis: zeitlos schöne Produkte.
Wie gut, wenn ein Unter­nehmen es schafft, Tradi­ti­ons­be­wusst­sein mit neuen zukunfts­wei­senden  Ideen zu verbinden. Steckt doch in der Tradi­tion soviel Poten­tial für die Zukunft…

Kennt man seine Vergan­gen­heit nicht,

verliert man sich in der Zukunft.”

                                   Willo Blome, Geschäftsführer

Waffelpiqué-Handtücher - ein haptisches Vergnügen

blomus Waffelpikquéhandtücher – wundervolle Haptik

Online­shop, Händ­ler­ver­zeichnis und weitere Informationen: 

blomus GmbH
Zur Huber­tus­halle 4
59846 Sundern

www.blomus.com

Weitere sehr schöne Waffel­piqué-Hand­tü­cher, auch aus reinem Leinen oder einem Leinen-Baum­woll-Mix, bekommen Sie bei

  • Urba­nara   
  • Torquato
  • Sehr hoch­wer­tige, schöne Waffel­piqué-Hand­tü­cher aus tradi­tio­neller japa­ni­scher Herstel­lung aus der Kollek­tion von KENKAWAI gibt es im RAUM concept store

Waffelpiqué-Handtücher - ein haptisches Vergnügen

Schöne Schöp­fung: Papier

 

Poesier der Haptik: handgeschöpftes Papier

Ich habe immer etwas hand­ge­schöpftes Papier im Hause. Die Haptik ist einfach beson­ders… Es ist weich und die Unre­gel­mä­ßig­keiten der Ober­fläche stimu­lieren den Tast­sinn. Karten für einen kleinen Gruß oder eine Einla­dung,  kleine Geschenk­an­hänger, Brief­bögen oder als kleines Büch­lein – hand­ge­schöpftes Papier regt die Fantasie an und ist von lyri­scher Zartheit.

Poesier der Haptik: handgeschöpftes Papier

Handgeschöpftes Papier regt die Fantasie an

Schnell entstehen hübsche Grußkarten…

Fotos, Gedanken, Garten­no­tizen – in einem Skiz­zen­büch­lein mit hand­ge­schöpftem Papier lassen sich vielerlei wich­tige oder inspi­rie­rende Gedanken und Notizen fest­halten. Viel­leicht ein schönes Mitbringsel für einen Bota­niker oder Vogelkundler?

Jedes Blatt Papier hat eine eigene Ober­fläche, einen eigenen Charakter. Für das Papier, das ich gerne verwende, werden unge­bleichte Baum­woll­reste in Form von langen Fasern verwendet. Das Papier wird in Hand­ar­beit nach einer 2000 Jahre alten Tradi­tion aus der Bütte geschöpft.

Handgeschöpftes Papier

Es lässt sich mit Fine­li­nern oder Pinsel­stiften gut beschriften. Toll ist auch ein Noten­li­ni­en­schreiber mit fünf paral­lelen Minen. Lieb­lings­me­lo­dien oder Ständ­chen lassen sich damit einfach auf das hand­ge­schöpfte Papier bringen – so entsteht eine schöne Überraschungskarte!

Handgeschöpftes Papier

Ein kleiner Liebesbeweis …

Moulin-Zeichen­bü­cher, faden­ge­bunden mit Bütten­rand­pa­pier. Verschie­dene Größen (DIN A 6, DIN A5, DIN A 4)

Moulin-Sammel­mappe mit 10 Bogen Bütten-Aqua­rell­pa­pier 170 g/m², 10 x 15 cm. Der Umschlag enthält Fasern des Zuckerrohrs.

Beides gibt es z.B. bei Boesner

Der Noten­li­ni­en­schreiber “Josef Sigge­mann Noli­graph” ist in Musik­häu­sern oder online z.B. hier erhält­lich.

Handgeschöpftes Papier hat eine fantastische Haptik

Mit Acryl­farben lassen sich auf der rauen Ober­fläche schöne Effekte erzielen…

Handgeschöpftes Papier regt die Fantasie an

Ein kleines Buch für Hobby-Botaniker…

Handgeschöpftes Papier regt die Fantasie an

Ich hoffe, ich konnte die Poesie der Haptik ein wenig begreifbar machen… wenigs­tens für Ihre Augen!

In der Hoff­nung, dass die Zukunft auch weiterhin von Menschen­hand und viel Krea­ti­vität geprägt sein wird, verbleibe ich bis zum nächsten Mal…

Ihre Larissa Wasserziehr

Haptik - Becher von Tina Kami

Übri­gens … wenn ein geliebter Kera­mik­be­cher einmal zerbricht, können Sie ihn mit einem Kint­sugi-Kit wieder wunderbar repa­rieren. Hier geht es zur Anleitung…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Skulpturen aus Naturmaterialien . Ein DIY.

DIY: Skulp­turen aus Naturmaterialien

 „Das Unbe­weg­liche beein­druckt mich. Diese Flasche, dieses Glas, ein großer Stein an einem verlas­senen Strand, diese Dinge bewegen sich nicht, aber meine Phan­tasie bewegen sie sehr.“
Joan Miró (1893–1983)

Ddieses Zitat des gren­zenlos krea­tiven spani­schen Künst­lers kam mir bei einem unserer zahl­rei­chen Fami­lien-Wald­spa­zier­gänge in den Sinn, als wir mal wieder eine Menge Natur­ma­te­rial gesam­melt hatten – Dinge, die unsere “Fantasie bewegen”. Es ist so schön zu sehen, wie unglaub­lich viele gran­diose Schöp­fungen die Natur für uns bereit­hält. Man muss sie nur entde­cken. Wurzel­holz, das aussieht wie ein Vogel. Inter­es­sante Rinden­stücke, die sich wie Stalag­miten zuspitzen. Ein Hölz­chen, das  einem Pfer­de­kopf ähnelt…
All diese Sammel­ob­jekte haben uns auf die Idee gebracht, daraus Skulp­turen zu bauen.

Gerade für unsere Kinder finde ich es so wichtig, die Natur mit Neugier, Aben­teu­er­lust  und natür­lich mit Respekt zu durch­streifen. Jetzt, während der Corona-Krise, sehe ich hier im Norden Deutsch­lands viele Fami­lien durch die Wälder laufen. Viel mehr als sonst. Kinder spielen in flachen Bach­läufen, klet­tern über umge­stürzte Bäume, balan­cieren über Gräben, flitzen über Stock und Stein. Das habe ich in den 12 Jahren, die ich bereits am Wald­rand wohne, vermisst. Wo steckten all die Kinder? Warum spielten sie nicht draußen? Mögen sie es nicht? Haben sie keine Zeit? Dabei erlangen sie doch in der Natur Fertig­keiten, die keine App vermit­teln kann.

Zurzeit werde ich bei meinen Spazier­gängen so sehr an meine Kind­heit erin­nert, in der das Spielen in der Natur ein wich­tiger Bestand­teil war. Ich glaube, um als Erwach­sener einen Sinn für die Schön­heit der Natur zu behalten, ist es wichtig, als Kind einen Bezug zu ihr aufzu­bauen. Dann braucht man auch als Erwach­sener keinen Leit­faden zum “Wald­baden”. Dann weiß man instinktiv, was für eine Ener­gie­quelle der Wald in jeder Hinsicht ist!

Ein Atelier im Garten

Ich finde es toll, dass Kinder noch einen offenen Blick haben und in Dingen etwas sehen. Ihre Fantasie ist doch eigent­lich uner­schöpf­lich – das zu erhalten ist die Kunst. Und so habe ich mich mit den Kindern an die Arbeit gemacht: Wir haben aus unseren Wald­funden einige Skulp­turen gebaut. Mit Säge, Hand­bohrer, Pinsel und Farbe bestückt, sind wir zu echten Hand­wer­kern geworden – und zu kleinen Künst­lern. Und ganz wichtig: Teil des krea­tiven Arbei­tens ist es auch, den Prozess zu genießen – nicht nur das Ergebnis. Ich hoffe, ich kann Sie ein wenig inspirieren…

Ab in die Werkstatt für ein Skulpturen-DIY

Ein Atelier im Schuppen…

Das Waldpferchen. Ein DIY

Das Waldpferdchen. Ein DIY

Das Wald­pferd­chen

Aus zwei Holz­stü­cken haben wir unsere Wald­pferde-Skulp­turen gebaut. Ein Stück Holz in Form eines Pfer­de­kopfes, dazu ein Aststück als Körper. Mähne und Schweif haben wir aus einfa­chem Draht um festen Blumen-Steck­draht (Ø: 1,6 mm, aus dem Garten­center) gebogen. Damit der Draht span­nender zu dem verwit­terten Holz aussieht, kann man die fertig gebo­genen Mähnen- und Schweift­eile mit einem Schwung Holz in die Feuer­schale legen. Das Feuer färbt den Draht schwarz und leicht  bronzen – ein schöner Effekt! (Wer nicht die Möglich­keit hat, ein Feuer zu machen, kann die Draht­teile auch vorsichtig in der Flamme einer Kerze schwärzen).

Aus Draht geformte Mähne und Schweif – bereit für die Feuerschale

Mähne und Schweif der Wald­pferde sind fertig gebogen und kommen nun ins Feuer.

Skulpturen aus Naturmaterialien . Ein DIY.

Skulpturen aus Naturmaterialien . Ein DIY.

Ist das Feuer erlo­schen und die Asche erkaltet, sieht man das Ergebnis und kann die Pferde mit einem Hand­bohrer und Flüs­sig­kleber zusam­men­setzen. Für die Beine haben wir eben­falls schwarzen Blumen-Steck­draht gewählt. Als Sockel dienen zuge­schnit­tene Holz­klötze (ca. 10 x 6 x 2 cm). Die “Füße” des Pferd­chens mit einem Tupfer Farbe versehen und auf dem Klotz plat­zieren – so erhält man Abdrücke und weiß, wo man die Löcher für die Beine bohren muss. Die Pfer­de­beine lassen sich dann einfach in den Sockel schieben  und mit Flüs­sig­kleber fixieren.

DIY: Skulptur Waldperdchen

Mit dem Hand­bohrer werden Löcher für Hals, Schweif und Beine gebohrt.

Zum Schluss haben wir den Pferd­chen noch kleine Ohren aus Leder ange­klebt und den Schwei­fan­satz und die Bein­an­sätze mit ein wenig Papier­maché umgeben. Dem Sockel kann man einen belie­bigen Farb­an­strich geben.

DIY: Skulptur Waldperdchen

Das Waldpferdchen. Ein DIY

Skulp­turen aus dem Feuer

Für einige Pfer­de­körper haben wir Holz­klötz­chen (ca. 10 x 6 x 2 cm) mit einer Zange über die Feuer­schale gehalten und kurz anbrennen lassen. Abge­kühlt kann man das stark verkohlte Holz mit einer Holz­pfeile  abpfeilen. Das so bear­bei­tete Holz hat eine inter­es­sante Farbe und eignet sich toll als Pfer­de­körper – und das Expe­ri­men­tieren macht nicht nur den Kindern Spaß.

holzskulpturen aus dem Feuer. Ein DIY

Skulpturen aus Naturmaterialien . Ein DIY.

Skulpturen aus Naturmaterialien . Ein DIY.

 

Skulpturen aus Naturmaterialien . Ein DIY.

Es ist ein Vergnügen, mit den Händen zu arbeiten…

Der Kopf für die Pferdeskulptur wird zugesägt

Die Spitze eines Holz­stücks wird zum Pferdekopf.

Waldpferdchen aus geräuchertem Holz. Ein DIY

Waldpferdchen aus geräuchertem Holz. Ein DIY

Ein Pferd­chen aus dem Feuer…

Skulpturen aus Naturmaterialien: Waldpferd mit geräucherter Mähne. Ein DIY

Skulpturen aus Naturmaterialien: Waldpferd mit geräucherter Mähne. Ein DIY

Vogel-Skulp­turen 

Für unsere Vogel-Skulp­turen haben wir Holz­stücke mit Papier­maché-Köpfen versehen. Im Bastel­ge­schäft (z.B. hier) gibt es Papier­maché in Pulver­form zum Anrühren. Das eignet sich ganz gut für solch fili­grane Modellierarbeiten.

Einem Baum­wur­zel­holz haben wir den gefärbten Aufsatz eines alten Pinsels aufge­steckt. Um die Metall­hal­te­rung konnten wir  den Kopf model­lieren, so dass die Borsten als Feder­schopf oben heraus­gu­cken. Ist der Kopf getrocknet, kann man dem Vogel ein Gesicht aufmalen. In zwei  vorge­bohrte Löcher lassen sich dann die Beine (Blumen-Steck­draht) mit etwas Flüs­sig­kleber einsetzen. Der Vogel kann dann auf einem Sockel plat­ziert werden (siehe Waldpferdchen).

Ein Vogel aus einem Baumwurzelstock. DIY

Papiermaché in Pulverform wird mit Wasser angerührt

Das Papier­maché-Pulver wird einfach mit Wasser angerührt.

Papiermaché für den Vogelkopf

Die Borsten eines Pinsels werden Blau gefärbt und dienen als Federschopf

Die Borsten eines Pinsels werden Blau gefärbt und dienen als Federschopf

Die Pinsel­borsten leuchten nun schön blau!

Die Borsten eines Pinsels werden Blau gefärbt und dienen als Federschopf

Was für ein Blau! Handgearbeitete Skulpturen aus Naturmaterialien

Ein Vogel aus einem Baumwurzelstock. DIY

Ein Vogel aus einem Baumwurzelstück. DIY

Mit einem feinen Pinsel werden die Augen aufgemalt.

Vogelskulptur aus Wurzelholz. Ein DIY

Vogelskulptur aus Wurzelholz. Ein DIY

Eine kleine Schön­heit, oder?

Großer Wald­vogel

Einem größeren aufge­sprun­genen Holz­stück haben wir zuerst von unten zwei Löcher für die “Beine” gebohrt. Eine Kopf­un­ter­kon­struk­tion aus Draht, mit Maler­krepp umwi­ckelt, sorgt für Stabi­lität. Jetzt kann man den Vogel­kopf model­lieren. Als Schnabel dient ein Holz­stück, das mit Hilfe eines Drahtes in den Kopf geschoben wird. So auch das Holz­stück, das als schmu­cker Kamm oben auf den Kopf gesteckt wird. Für die Hals­krause haben die Kinder trockene Tannen­zweig­spitzen in den Papier­maché-Kopf geschoben. Ist alles trocken, kann man die Beine (hier haben wir Messing­stäbe aus dem Baumarkt genommen) einschieben und den Vogel auf einem Sockel fixieren.

Skulpturen aus Naturmaterialien. Ein DIY

Skulpturen aus Naturmaterialien. Ein DIY

Mit den Fingern lässt sich die Papier­maché-Masse glatt streichen.

Skulpturen aus Naturmaterialien. Ein DIY

Vogel-Skulptur selbermachen

Vogel-Skulptur selbermachen

Vogel-Skulptur selbermachen

Großer Waldvogel-Skulptur aus Naturmaterial

In guter Gesellschaft

Ein lustiges Holz­stück mit zwei “Ohren” hat mein Sohn einfach mit zwei Messing­beinen auf einen Sockel gesetzt, den Kopf weiß ange­malt und mit schwarzer Acryl­farbe ein Gesicht aufge­bracht. Der Kopf-Füßler ist nun der Hingu­cker in einem Still­leben auf unserem Couchtisch.

DIY-Skulpturen: Kopffüssler

DIY-Skulpturen: Kopffüssler

Skulptur aus Holz: Kopffüssler. Ein DIY

Natür­lich schön

Drei lange, spitz zulau­fende Rinden­stücke eines umge­stürzten Baumes haben wir einfach mit Messing­stäben auf Sockel gesetzt und mit ein wenig leuch­tend blauer Farbe Akzente aufge­bracht. Das Rinden-Tripty­chon wirkt sehr dekorativ!

Die Natur füttert uns doch förm­lich mit Inspirationen!

Triptychon aus Rindenstücken. Ein DIY

Triptychon aus Rinderstücken. Ein DIY

Skulpturen-DIY: Rinden, blau

Wie Stalag­miten ragen die Stücke einer dicken Baum­rinde empor.

Ich finde die Skulp­turen toll! Vieles ergibt sich bei der Arbeit. Ich möchte nur einige Anre­gungen präsen­tieren, wie Sie – ob mit oder ohne Kinder– zu Schöp­fern kleiner Kunst­werke werden können. Es macht Spaß zu sägen, zu bohren, zu formen und die tieri­sche Herde wachsen zu sehen. Die fertigen Skulp­turen lassen sich perfekt in kleine Still­leben auf Anrichten, Fens­ter­bänken oder Tischen inte­grieren. Sie haben auf jeden Fall Persön­lich­keit und erin­nern uns an wunder­schöne krea­tive Momente.

Atelier im Garten: Skulpturen-DIY

 

Jedes Kind ist ein Künstler. Das Problem besteht darin, wie es ein Künstler bleiben kann, wenn es aufwächst.

Pablo Picasso (1881 – 1973)

 

Weitere Krea­tiv­pro­jekte:

 

Vergol­dete Tier­skulp­turen aus Pappmaché 

DIY-Skulp­turen: Drei mal schwarzer Kater

 

 

Marmelade und Streuselbrot – eine wahre Liebe. Rezept und Interview mit den Gründern der Marmondo-Marmeladenmanufaktur

Unwi­der­steh­lich: Marme­lade & Streuselbrot

Mögen Sie auch so gerne Marme­lade? Auf selbst­ge­ba­ckenem Weiß­brot, mit streich­zarter Butter und herr­lich duftendem Kaffee. Dazu die druck­fri­sche Zeitung – mehr geht nicht!
Manchmal denke ich sehn­süchtig an ein Weiß­brot mit Streu­seln zurück, das ich in meiner Kind­heit so geliebt habe – natür­lich mit Marme­lade. Ich habe das Rezept für dieses Streu­sel­brot einmal versucht zu rekon­stru­ieren. Sie finden es weiter unten. Lecker!
Und als ich vor kurzem einfach so durchs Netz “flanierte”, habe ich den Eingang in  ein regel­rechtes Marme­la­den­pa­ra­dies gefunden. Marmóndo. Auch davon möchte ich erzählen

Marmóndo – kleines Marmeladenparadies mit außergewöhnlichen Sorten

Der Geschmack sonniger Tage…

Streuselbrot - ein Rezept zum Verlieben. Superlecker mit Marmelade!

Die perfekte Grund­lage für Marmelade…

Sonne im Glas

Marmóndo - das Angebot der kleinen Marme­la­den­ma­nu­faktur mit 8 Mitar­bei­te­rinnen  aus Wald­bröl in  Nord­rhein-West­falen klingt verlo­ckend, kreativ und über­ra­schend – einfach anders. Nächte in spani­schen Gärten, Le Gout des Merveilles, Hello Suns­hine … meine Neugier ist geweckt. Und tatsäch­lich – hinter diesen klang­vollen Namen verbergen sich so außer­ge­wöhn­liche Kompo­si­tionen, dass ich mir direkt einige Gläser bestellte.  Und was soll ich sagen? Ich bin begeis­tert und will wissen: Wer steckt dahinter?

Das Ehepaar Helgard Busch­mann-Ehrlich und Ralf Ehrlich grün­dete die Manu­faktur 2009.  Warum gerade Marme­lade? Und was macht ihre Marme­laden so beson­ders? Ich habe mit den beiden über ihre Marme­la­den­lei­den­schaft gesprochen..

Marmóndo – die außergewöhnlichen Marmeladenkompositionen schmecken wie selbstgemacht,

Marme­lade – “die schönste Neben­sache beim Frühstück”

Wie sind Sie eigent­lich auf den Namen Marmóndo gekommen?
Das ist eine Zusam­men­set­zung der Worte Marme­lade und Mondo, der Welt. Unser erster Werbe­slogan war „Meine Marme­la­den­welt“, das wollten und wollen wir unseren Kunden bieten.

Und wie ist es dazu gekommen, dass Sie so eine Marme­laden-Leiden­schaft entwi­ckelt haben?
Helgard: Marme­lade gab es bei uns eigent­lich immer. Als Schü­lerin habe ich gelernt, Marme­lade zu kochen, damals meist schon 2:1, also zwei Teile Früchte auf einen Teil Zucker, damit es nicht zu süß ist und man mehr von der Frucht schmeckt. Marme­lade kochen ist ein schöner Bereich, um kreativ zu sein und Dinge einfach auszu­pro­bieren. In kleinen Serien zu mehreren Gläsern macht das total Spaß.

Marmóndo – die außergewöhnlichen Marmeladenkompositionen schmecken wie selbstgemacht,

Foto: Marmóndo

Worauf legen Sie bei der Kompo­si­tion Ihrer Marme­la­den­re­zepte Wert?
Wir haben heute schon über 70 Sorten im Angebot, die alle ihre Daseins­be­rech­ti­gung haben. Neue Kompo­si­tionen müssen sich geschmack­lich diffe­ren­zieren und dürfen keines­falls so schme­cken, wie eine der vorhan­denen Sorten. Jede Kompo­si­tion soll eine indi­vi­du­elle Note haben, anders als die anderen, die schon da sind.
Bei dieser Anzahl vorhan­dener Geschmacks­rich­tungen ist das schon eine Heraus­for­de­rung, aber es kommt ja auch vor, dass wir eine Sorte wieder aus dem Angebot nehmen. Eine gewisse Abwech­se­lung soll schon da sein, das erwarten auch unsere Kunden. Da muss man sich manchmal von einer Sorte trennen, viel­leicht auch nur vorübergehend. 

Am Ende des Tages zählt aber immer nur eines: der Geschmack.

Helgard Ehrlich von Marmondo - ein Marmeladenparadies

Helgard Ehrlich-Busch­mann

Welche Sorte ist  denn Ihr persön­li­cher Favorit?
Einen einzigen Favo­riten zu benennen ist eigent­lich nicht möglich, es sind schon mehrere. Und die wech­seln auch mit den Jahreszeiten.
Helgard: “Merry Christmas” mit Port­wein, einfach toll mit dem Port­wein als Hinter­grund. “Cerises cassis­sées”, Kirsche mit Cassis, “Le Gout des Merveilles”, Birne mit Lavendel, “Hello Suns­hine! “–  Karotte und Orange mit Limette und einem Schuss Ingwer, eine sehr unge­wöhn­liche Mischung, mit Karotte, aber nicht so, dass diese zu sehr im Vorder­grund steht.

Marmondo - ein Marmeladenparadies

Ralf Ehrlich, Portraits: Marmóndo

Ralf: “Figo” (Feige in Port­wein gebadet, mit einem Hauch Zimt), da könnte ich mich rein­setzen. “Single Malt Orange” (Orange Fine Cut mit 10 Jahre altem Single Malt Whisky von Glen­far­clas), ein heraus­ra­gender Single Malt Whisky und die komplette Bio-Orange mit Schale. “Soul­mate” (Himbeere mit Bour­bon­va­nille, Zimt und einem Hauch Rosenöl), schmeckt sehr, sehr anders als alles was wir vorher an Marme­laden gegessen haben.

Wo finden Sie Ihre Inspirationen?
Manchmal sind es  einfach Gele­gen­heiten, zu denen man seltenes Obst ange­boten bekommt und dann über­legt, was man damit machen könnte. Vor einigen Jahren haben wir mal weiße Johan­nis­beeren ange­boten bekommen und am selben Tag auch Wein­berg­pfir­siche mit weißem Frucht­fleisch. Warum kann man das eigent­lich nicht kombi­nieren? Wir haben das auspro­biert und waren begeis­tert. Das ist ein typi­sches Special, das wir in kleinen Auflagen herstellen.

Wir trans­fe­rieren aber auch aus anderen Berei­chen in die Marme­la­den­welt, zum Beispiel “Elder­berry Dream”, ein Holun­der­gelee mit Vanille, Kardamom und Zimt. Die Idee kam bei einem Holunder-Punsch auf einem Weih­nachts­markt. Oder das aktu­elle “Maien­glück”, Wald­meis­ter­aus­züge selbst gemacht mit Prosecco und Char­donnay. Das ist einer Maibowle nach­emp­funden, sehr frisch und anders.

Ihre Lieb­lings­zutat oder eine, die Sie nochmal reizen würde?
Orangen- und Zitro­nen­schalen, entweder gerieben oder in ganz feinen Zesten. Damit kann man ganz tolle Akzente setzen. Bei den Gewürzen lieben wir Vanille, das macht vieles geschmack­lich einfach runder. Marme­laden mit der guten Bour­bon­va­nille haben wir zahl­reich in unserem Sorti­ment. Wir würden gerne mehr mit Kräu­tern arbeiten, zum Beispiel Thymian, Rosmarin oder Salbei. Das hat so etwas Ursprüng­li­ches und Boden­stän­diges. Dazu würden wir gerne mal eine kleine Serie machen.

Marmóndo – die außergewöhnlichen Marmeladenkompositionen schmecken wie selbstgemacht,

Tolle Sorten, hübsche Gläser – eine schöne Geschenkidee.

Was unter­scheidet Ihre Marme­laden von den Massenprodukten?
Es sind vor allem die Rezep­turen und vielen Geschmacks­rich­tungen. Der Main­stream folgt den hohen Verkaufs­zahlen und ist sehr profit­ori­en­tiert. Da ist kein Platz für unge­wöhn­liche Frucht­mi­schungen, ausge­fal­lene Gewürze oder Marme­laden mit Alkohol. Genau hier liegt unsere Stärke und das ist unsere Nische.
Wir haben Spaß am Expe­ri­men­tieren und kümmern uns weniger um den Profit. Von manchen Sorten verkaufen wir nur 50 Gläser im Jahr, aber das ist okay. Es gibt Kunden, die damit glück­lich sind. Dann sind wir es auch.

Die unge­wöhn­lichste Marme­lade, die Sie je gegessen haben?
Tatsäch­lich ist das eine von unseren eigenen: “Soul­mate”, Himbeere mit Vanille, Zimt und einem Hauch Rosenöl. Wir hatten vorher schon Erfah­rungen mit Rosen­blät­tern gemacht und  haben einfach mal Rosenöl auspro­biert. Das war geschmack­lich einfach komplett neu. Rosenöl ist so intensiv, dass es auch Begleiter braucht. So haben wir Vanille und Zimt dazu­ge­geben, das lenkt etwas ab und nimmt dem Rosenöl die Dominanz.

Herz­li­chen Dank für das Gespräch!

In der Marmóndo-Marmeladenmanufaktur werden Marmeladen in Handarbeit hergestellt.

Helgard Ehrlich: “Gutes Essen muss nicht kompli­ziert sein.” Foto: Marmóndo

Marmóndo – die außergewöhnlichen Marmeladenkompositionen schmecken wie selbstgemacht,

Ich kann mir so gut vorstellen, wie es in der Küche von Marmóndo duftet, wenn die Marme­la­den­kö­chinnen in den riesigen Töpfen rühren und finde es fantas­tisch, dass es neben all den großen Marme­la­den­gi­ganten auf dem Markt noch mutige Marme­la­den­crea­teure mit Fantasie gibt. Ein beson­derer Service ist übri­gens auch die Indi­vi­dua­li­sie­rung von Marme­laden, z.B. für Hoch­zeiten. Schauen Sie doch mal im Marme­la­den­pa­ra­dies vorbei:

Marmóndo Marme­laden Manufaktur
www.marmondo.de

Wahre Liebe: Marmelade und Streuselbrot

Und das Streuselbrot?

Schmeckt fantas­tisch mit guter Marme­lade und ist recht einfach zu backen. Das Beson­dere: die Streu­sel­schicht, die das Weiß­brot krönt. So lecker! Ob zum Früh­stück oder zum Nach­mit­tagstee – für mich ist das Streu­sel­brot eine echte Wiederentdeckung!

Streuselbrot – ein Weißbrot mit herrlich buttrigen Streuseln

Rezept für ein köstliches Streuselbrot – schmeckt toll mit Marmelade!

Wahre Liebe: Marmelade und Streuselbrot

Zutaten:

Für den Hefeteig:

  • Rezept für ein köstliches Streuselbrot – schmeckt toll mit Marmelade!20 g frische Hefe (oder ein Päck­chen  Trockenhefe)
  • 200 ml lauwarme Milch
  • 50 g Zucker
  • 60 g weiche Butter
  • 1 Prise Salz
  • 375 g Weizenmehl
  • 1 Ei (M), zimmerwarm

Für die Streusel:

  • 150 g zimmer­warme Butter
  • 150 g Zucker
  • 260 g Weizenmehl
  • 1 Prise Salz

 

  • 1 Eigelb oder etwas Sahne zum Bestreichen

Rezept für ein köstliches Streuselbrot – schmeckt toll mit Marmelade!

Zube­rei­tung:

Rezept für ein köstliches Streuselbrot – schmeckt toll mit Marmelade!Die zerbrö­selte Hefe in einem Becher mit 100 ml der lauwarmen Milch und einem Teelöffel Zucker verrühren, bis sich die Hefe aufge­löst hat.  Das rest­liche Mehl und den Zucker in eine große Schüssel geben. In die Mitte eine Mulde drücken und die Milch-Hefe-Mischung hinein­geben. Mit etwas Mehl vom Rand verrühren. Die Butter in Flöck­chen auf dem Mehl­rand rund­herum verteilen (so haben später alle Zutaten die gleiche Tempe­ratur). Die Schüssel abge­deckt an einem warmen Ort 10 Minuten stehen lassen. 

Salz, rest­liche Milch und das Ei hinzu­geben und alles gut vermi­schen. Den Teig kneten, bis ein glatter Teig entsteht, der sich vom Schüs­sel­rand löst. Gut abge­deckt an einem warmen Ort 1–2 Stunden gehen lassen, bis er sich unge­fähr verdop­pelt hat. 

Rezept für ein köstliches Streuselbrot – schmeckt toll mit Marmelade!

Hmm… Streusel

Für die Streusel alle Zutaten solange vermi­schen, bis sich Streusel bilden.

Eine große Brot-Kasten­form (ca. 30 cm, am besten mit Rand) einfetten und mit Mehl bestäuben. Den Teig noch einmal durch­kneten und zu einem Laib formen, der in die Form passt. Den Teig mit einem verquirlten Eigelb (oder etwas Sahne) bestrei­chen.  Die Streusel darauf verteilen. Es ist gewollt, dass sie an den Rändern die Lücken füllen und sorgt später für beson­ders leckere Brot­kanten. Die Form abde­cken und noch einmal ca. 1 Stunde gehen lassen. Den Ofen auf 175° C Ober-Unter­hitze vorheizen. 

Das Streu­sel­brot auf dem Rost 30 – 35 Minuten backen.

Rezept für ein köstliches Streuselbrot – schmeckt toll mit Marmelade!

Rezept für ein köstliches Streuselbrot – schmeckt toll mit Marmelade!

Gut Ding will Weile haben…

Das Streu­sel­brot abkühlen lassen und mit Hilfe eines sauberen Geschirr­tu­ches (es fängt hinab­fal­lende Streusel auf!) aus der Form stürzen. Noch warm, ist es sehr fluffig. Meine Familie und ich mögen es am liebsten, wenn es eine Nacht in Folie gewi­ckelt im Kühl­schrank verbracht hat. 

 

Rezept für ein köstliches Streuselbrot – schmeckt toll mit Marmelade!

 

 

Lust auf mehr Interviews?

 

Jora Dahl – Gartengestalterin

Leon­tine Hagoort – Desi­gnerin aus  Rotterdam

Wahre Liebe: Marmelade und Streuselbrot

 

 

 

Von Gartenblumen und Osterschachteln

Von Garten­blumen und Osterschachteln…

Früh­ling – die Zeit des Neuan­fangs, der Hoff­nung, der Leichtigkeit.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.” So heißt es in Hermann Hesses  Gedicht “Stufen”.  Dieses Jahr fällt es mir schwer, den Zauber zu spüren. Dieses Jahr ist es anders. Für uns alle. Und doch möchte ich zuver­sicht­lich sein.
Ich finde Trost, Kraft und innere Ruhe im Garten und in der Natur. Mit den Händen entferne ich das letzte Winter­laub zwischen den Garten­blumen, schneide Rosen und unter­halte mich mit dem Rotkehl­chen, das sich neben mir niederlässt.

Man könnte meinen, die Sonne möchte sich mit ihren schönsten Strahlen entschul­digen für diese üble Laune der Natur, die uns Menschen momentan in Sorge versetzt. Ich spüre gerade – noch mehr als sonst – wie wert­voll all die vermeint­li­chen  Selbst­ver­ständ­lich­keiten sind. Mal eben einkaufen, kurz zum Bäcker, eine liebe­volle Umar­mung der Freundin, der man unter­wegs begegnet. Ein Besuch zum Kaffee bei den Eltern, natür­lich mit den Kindern und einem Strauß Tulpen im Arm. Dieser Tage müssen wir Verbun­den­heit über andere Kommu­ni­ka­ti­ons­wege zeigen.

Die Stimme der Natur

Der Duft der feuchten Früh­lings­erde steigt mir in die Nase, in der Hand halte ich ein paar Blumen­zwie­beln und neben mir warten klit­ze­kleine Blumen­samen darauf, in die Erde gebracht zu werden. Wie kleine Schatz­käst­chen verbergen sie facet­ten­reiche Kunst­werke in sich. Das bringt mich auf die Idee, in diesem Jahr Blumen­zwie­beln und Samen für Garten­blumen zu Ostern zu verschenken, fein verpackt in selbst­ge­stal­teten Schach­teln (die Anlei­tung finden Sie weiter unten).

Von Gartenblumen und Osterschachteln

Sinn­liche Gärten

Neulich habe ich im Internet eine wunder­volle und sehr inspi­rie­rende Adresse gefunden: Jora Dahl aus Potsdam führt ein kleines Design­studio, mit dem sie Gärten und Produkte rund ums Gärt­nern gestaltet. Auf eine sehr sinn­liche Art stellt sie mit ihrem Team Samen- und Stau­den­mi­schungen zusammen, alles liebe­voll illus­triert und verpackt. Sie ist welt­weit auf der Suche nach außer­ge­wöhn­li­chen, viel­leicht verges­senen oder auch neuen Preziosen und hat ein beson­deres Händ­chen für Blütenkompositionen.

Jora Dahl - Gartenblumen sind ihre Leidenschaft

Jora Dahl entwi­ckelt Pflan­zen­kol­lek­tionen, die auch Anfän­gern ermög­licht, bild­schöne Beete anzu­legen.         © Jora Dahl

Gartenblumen-Samen von Jora Dahl

Hübsche Geschenk­idee: Liebe­voll illus­trierte Samen­tüten. Hier: “FLOWERS TO DRY” – mit Anlei­tung zum Säen und Trocknen.  © Jora Dahl

Das Gute ist, dass man über ihren Shop all die hübsch gestal­teten Samen­tüt­chen  für Garten­blumen und Stau­den­pa­kete bestellen kann. Auf ihrer Inter­net­seite sind viele hilf­reiche Tipps und Anre­gungen zu finden. Ihre Vision: Gärten schöner und das Gärt­nern einfa­cher zu machen. In ihrem Sorti­ment entdecke ich tolle Geschenk­ideen für leiden­schaft­liche Gärtner, für Anfänger und für Balkon­be­sitzer. Modu­lare Pflanz­pläne ermög­li­chen auch Einstei­gern das Anlegen fantas­ti­scher Beete. Ihre indi­vi­du­elle Garten­be­ra­tung  kann man sogar aus der Ferne in Anspruch nehmen. Ich habe mit ihr über poeti­sche Gärten und die Kraft der Blumen  gesprochen:

Etwas gestalten zu können macht zuversichtlich.”

Liebe Frau Dahl, was faszi­niert Sie eigent­lich an Blumen?
Blumen machen einfach glück­lich. Ein Raum verän­dert seine Atmo­sphäre komplett, wenn ein Blumen­strauß in der Mitte steht. Und noch mehr, wenn diese gerade frisch im Garten geschnitten wurden. Die künst­lich wirkenden Blumen mit ihren langen geraden Stielen, die es häufig bei Floristen gibt, kommen niemals an die Sinn­lich­keit von echten Garten­blumen heran. Deswegen kam ich auf die Idee, den Anbau eigener Schnitt­blumen in den privaten Gärten wieder populär zu machen.

Jora Dahl – Schattenstauden

Stauden, die den Schatten lieben © Jora Dahl

Was macht denn Ihrer Erfah­rung nach einen schönen Garten aus?
Harmonie, Rhythmus und Kontraste. Der Garten ist der Link zwischen Land­schaft und Haus. Er sollte aus beiden Sphären Elemente zitieren, um so einen flie­ßenden Über­gang zu schaffen. Ich mag Gärten, in denen alle Mate­ria­lien natür­li­chen Ursprungs sind. Und ich mag Kontraste von eleganten und heimi­schen, wilden Pflanzen.

Sie sind von so vielen bild­schönen Blumen umgeben. Haben Sie denn eine liebste Blume?
Unmög­lich, es sind zu viele….na gut, in den letzten Jahren wurde meine Dahli­en­liebe größer und größer. Und natür­lich Tulpen und Narzissen. Ich liebe die blassen Pastelltöne.

Gibt es eine Blume oder Pflanze, die Ihrer Meinung nach mehr Aufmerk­sam­keit verdient?
Man sollte gene­rell mehr Aufmerk­sam­keit auf beson­dere, neue Sorten legen. Immer noch sind alle Kosmeen, die ich in der Gärt­nerei kaufe, weiß oder pink. Die butter­gelben oder apri­cot­far­benen sind viel span­nender, häufig aber nur über auslän­di­sche Shops zu beziehen. Diesen Umstand wollte ich ändern – und habe deswegen mein Unter­nehmen gegründet.

Gartenblumen: Staudenkollektion von Nora Dahl

Stau­den­kol­lek­tion “Pastel Meadow”  © Jora Dahl

Verraten Sie uns ein sicheres Rezept für ein Stau­den­beet, das auch Anfän­gern Mut macht?
Stau­den­beete sind leicht zu pflegen, wenn sie richtig ange­legt sind. Aber ihre Gestal­tung gehört zu dem Schwie­rigsten, was man so machen kann. Selbst viele Land­schafts­ar­chi­tekten können kein Stau­den­beet planen. Die Pflanzen selbst sind aber so robust und bringen so viel Leben­dig­keit in den Garten. Ich empfehle jedem Anfänger entweder eine profes­sio­nelle Planung oder eine Kollek­tion, in der schon die rich­tigen Sorten zusam­men­ge­stellt sind. Und das Wich­tigste: Gruppen bilden und diese wieder­holen. Die meisten Stauden sehen einzeln gepflanzt sehr verloren aus. Sie wirken in der Masse.

Viele Menschen glauben, sie hätten keinen “grünen Daumen”. Wie erleben Sie das?
Das mit dem Daumen ist ein Mythos. Es ist einfach viel Garten­wissen über die Gene­ra­tionen verloren gegangen und viele fangen bei null an. Da helfen häufig auch die besten Bücher nicht.

Gärt­nern ist Expe­ri­men­tieren, aber man wird mit den Jahren besser.

Ich hatte vor zehn Jahren keine Ahnung und mache bis heute Fehler. Das ist völlig normal, man sollte sich einfach nicht zu sehr an den Bildern der Hoch­glanz­ma­ga­zine orien­tieren. Das ist immer eine Moment­auf­nahme und es wird viel getrickst für schöne Fotos.
Schauen Sie sich lieber die echten Gärten an. Auch in Sissing­hurst (einem der berühm­testen Gärten der Welt, “Sissing­hurst Castle” in der Graf­schaft Kent in Groß­bri­tan­nien) sind die Beete nicht perfekt, aber es geht immer um die Atmo­sphäre – und die kann manchmal bei einem unper­fekten Garten viel besser sein, als bei einem, in dem kein Blätt­chen Unkraut zu sehen ist.

Gartenblumen: Samenkollektion von Jora Dahl

Wild Bouquets Nigella Coll­ec­tion” © Jora Dahl

Können Blumen auch Mut machen?
Sie können helfen, unsere Gedanken in eine posi­tive Rich­tung umzu­lenken. Wenn ich mich momentan – wie wahr­schein­lich jeder – abends bei den Nach­richten grusele und Angst habe, was noch auf uns zukommt, denke ich manchmal vor dem Einschlafen an meine Neupflan­zungen, an Stauden, die ich unbe­dingt auspro­bieren möchte, an neue Dahli­en­kom­bi­na­tionen und daran, welche Hühner­rasse sich wohl in unserem Garten wohl fühlen würde. Diese Gedanken und Bilder sind besser als Yoga. Etwas gestalten zu können macht zuver­sicht­lich, ja.

Audrey Hepburn hat einmal gesagt:

Einen Garten zu pflanzen bedeutet an Morgen zu glauben.”

Stimmen Sie ihr zu?
Auf jeden Fall. Es gibt den realen Garten und den in meinem Kopf. Und die unbän­dige Lust, den aus meinem Kopf real erleben zu können, die Vorfreude darauf, das ist etwas Wunder­bares im Leben.

Liebe Frau Dahl, herz­li­chen Dank für das Interview!

Alle Ange­bote und den Online­shop von Jora Dahl finden Sie unter www.joradahl.de

Jora Dahl
Büro Berlin
Jägerstr. 35
D‑10117 Berlin

T. +49 160 9494 3993
E‑Mail:

Schauen Sie doch mal bei ihr vorbei!

Wunderschöne Gartenblumen von Nora Dahl

Blumen machen einfach glück­lich” © Jora Dahl

Gartenblumen und Osterschachteln – ein DIY

DIY – Früh­lings­hafte Osterschachteln

Auf die Idee für meine Schach­teln bin ich gekommen, als ich eine Camem­bert-Schachtel aus Span in den Händen hielt. Man kann sie ebenso gut für dieses DIY benutzen wie gekaufte Span­schach­teln. Sie haben nur statt eines festen Bodens einen Papp­boden. Span­schach­teln bekommt man in verschie­denen Formen und Größen in jedem Bastel­ge­schäft und natür­lich online (z.B. von Rayher).

Hier ist Fantasie gefragt

Ich habe meine Schach­teln mit Wand­farbe aus Proben­töpf­chen (z.B. von Farrow & Ball) gestri­chen, die ich noch im Keller hatte. Deswegen war noch eine Schicht matten Klar­lacks als Schutz nötig. Acryl­farben eignen sich eben­falls gut. Verziert habe ich meine Schach­teln mit Dresdner PappenIch bin ganz vernarrt in diese ausge­fal­lenen und edlen Pappen, die auf tradi­tio­nelle Art gefer­tigt wurden. Ich habe ja bereits hier schon einmal über sie geschrieben. Für dieses DIY habe ich einige Pappen mit matter Farbe ange­malt. So auf die Schachtel geklebt, muten sie fast wie Porzel­lan­fi­guren an.

Kinder helfen gerne beim Bemalen der Spanschachteln.

Garten­blumen, Vögel und Libellen

Auf manche Schach­teln kann man mit einem feinen Pinsel noch kleine Blüten neben die aus Pappe geprägten Vögel, Hasen und Libellen malen oder sie mit Punkten verzieren. Anre­gung findet man hierfür natür­lich in Büchern oder Magazinen.
Die Dresdner Pappen lassen sich mit Flüs­sig­kleber gut fixieren. Das Innere der Schach­teln entweder eben­falls anmalen – viel­leicht sogar in einer Kontrast­farbe – oder einfach mit Seiden­pa­pier ausschlagen.
Nun die Blumen­zwie­beln oder Samen­tüt­chen für die Garten­blumen in die Schach­teln legen. Wichtig ist natür­lich, dass die Bezeich­nung und die Pflanz­an­lei­tung auch beigefügt werden.

Viel­leicht können wir mit diesen Oster­über­ra­schungen unseren Lieben ein Lächeln ins Gesicht zaubern? Und das schöne Gefühl der Vorfreude auf Beete voller Blumen!

DIY- Gartenblumen und Osterschachteln

Die Blüte einer Möhre habe ich aus einem alten Natur­kun­de­buch abgemalt.

DIY- Gartenblumen und Osterschachteln

DIY- Gartenblumen und Osterschachteln

Dresdner Pappen bekommen Sie z.B. hier: www.dresdner-pappen.de

Worte, die Mut machen…

…“Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.” Es ist eine Heraus­for­de­rung  – aber viel­leicht müssen wir sie annehmen, um die nächste Stufe zu erklimmen…

Hermann Hesse schrieb übri­gens dieses opti­mis­ti­sche Gedicht  am 4. Mai 1941 nach langer Krank­heit und mitten im Krieg. Ursprüng­lich nannte er es “Tran­szen­dieren”, bekannt wurde es dann unter dem Titel “Stufen”. Hier finden Sie das voll­stän­dige Gedicht, sogar auch von Hermann Hesse selbst vorgetragen.

Osterschachteln mit Zwiebeln für Gartenblumen

Blumen­zwie­beln für bienen­freund­liche Anemonen

DIY-Osterschachteln, gefüllt mit Blumensamen und Blumenzwiebeln

 

 

 

DIY: gefärbte Leinenschürze

DIY: Leinen­schürze – in Blau gebadet

Wer gele­gent­lich zurück­blickt, kann dabei durchaus die Trends von morgen entde­cken. Denn die Wunder­kammer der Vergan­gen­heit inspi­riert Künstler und Desi­gner immer wieder zu neuen Ideen. Ich musste zum Beispiel schmun­zeln, als ich auf den Lauf­stegen die dies­jäh­rigen Früh­jahr-/Sommer-Kollek­tionen sah. Ein großes Thema: Batik! “Oh, das hatten wir doch in den 70ern schon hoch und runter”, lacht meine Tante. Und auch in den 90ern ging nichts ohne kunter­buntes Batik-Shirt – am besten selbst­ge­macht. Die gefärbten Teile  sorgten für sommer­li­ches Hippie-Feeling. So mancher hat viel­leicht für immer genug davon, für andere wiederum ist es viel­leicht neu oder bleibt span­nend. So ist es eben mit den Trends.

Textil­fär­be­tech­niken wie Batik – ein aus Indo­ne­sien stam­mendes Färbe­ver­fahren mit Wachs –oder Shibori – eine Technik aus Japan, bei der durch Falten, Wickeln, Pressen und Abbinden unzäh­lige Muster entstehen – sind bereits viele  Jahr­hun­derte alt. Aus dem flachen Stoff kreieren Shibori-Künstler  drei­di­men­sio­nale Formen. Die Spuren dieser Vorbe­hand­lung zeigen sich später in den Mustern.
Die faszi­nie­rende Shibori-Technik hat mich zu diesem DIY-Projekt inspi­riert: Leinen­schürze – in Blau gebadet… und zwar in der Waschmaschine!

DIY: gefärbte Leinenschürze

DIY: Schürze nähen und färben

Auf Streifzug

Shibori (shiboru – wringen, pressen, drücken) – mit dieser mehr als 1000 Jahre alten Textil­fär­be­technik haben arme Leute in Japan ihren alten Stoffen wieder neuen Glanz verliehen. Abge­nutzte Kleider – meist aus einfa­chen Hanf­stoffen – wurden geflickt und mit Indigo, einem tief­blauen Natur­farb­stoff, gefärbt. Aus der Not heraus entstand so über die Jahr­hun­derte eine beson­dere Hand­werks­kunst und eine, auch von den höheren Gesell­schafts­schichten, aner­kannte Kunstform.
Doch – wie andere alte Hand­werks­tech­niken auch – wurde sie vom tech­ni­schen Fort­schritt größ­ten­teils in den Schatten gestellt. Die kleinen Renais­sancen in der Mode oder im Inte­rior­de­sign sorgen viel­leicht dafür, dass wir sie nicht ganz vergessen.

DIY: gefärbte Leinenschürze

Jede ein Unikat

Diese Schürze habe ich aus altem fran­zö­si­schen Leinen genäht. Solch hand­ge­webtes Leinen von beson­derer Qualität findet man immer wieder mal auf Märkten, in Antik­ge­schäften oder z.B. über Klein­an­zeigen. Ich habe ein schönes Stück bei einem meiner Streif­züge durchs ” 7. Zimmer “entdeckt. Perfekt für mein Projekt “Leinen­schürze”. Natür­lich kann man auch ein Leinen­stück im Stoff­ge­schäft kaufen. Oder man färbt – im Sinne der Shibori-Tradi­tion – eine bereits etwas abge­tra­gene Schürze?
Ich habe meine Schürze  in der Wasch­ma­schine mit Textil­farbe aus der Drogerie gefärbt. Das funk­tio­niert sehr gut und es gibt zahl­reiche schöne Farben. Auch ein Anthrazit oder ein tiefes Grün könnte ich mir fantas­tisch vorstellen.
Das Färben mit Indigo hingegen ist zwar eigent­lich optisch unschlagbar, aber auch deut­lich aufwän­diger und schwie­riger  (dazu noch ein Hinweis am Ende dieses Beitrags!).

Ich habe meiner Leinen­schürze per Hand ein Mono­gramm auf die Tasche gestickt. Das finde ich beson­ders schön, wenn man die Leinen­schürze als Geschenk anfertigt.

DIY: gefärbte Leinenschürze

Ich glaube, meine Liebe zum Hand­ge­machten ist eine Reak­tion auf Trends, die immer noch stark von Verschwen­dung, Schnell­le­big­keit und Über­fluss geprägt sind. Es ist ein schönes Gefühl, etwas selber zu machen, einem alten Stoff eine neue Funk­tion zu geben. Darüber nach­zu­denken, wie man ihn noch nutzen kann und somit seine Geschichte weiter­zu­er­zählen. Eine schöne Möglich­keit, Tradi­tion in der Moderne zu bewahren. Außerdem ist es total span­nend, Stoffe auf diese Art zu färben. Das Ergebnis ist immer eine Überraschung.…

Leinenschürze mit Shiboritechnik gefärbt

Mate­rial:

  • Leinen (110 x 140 cm), gewaschen
    (Antikes Leinen liegt nicht so breit. Mein Stück hatte eine Breite von 90 cm, dafür war es länger. Und ich habe die hübschen Webkanten an den Seiten nicht umgenäht)
  • Nähma­schine, Nähgarn aus Baum­wolle oder passend zur Farbe, in der gefärbt wird
  • Steck­na­deln, Schere, Bügeleisen
  • kleiner Stick­rahmen (ca. Ø 10 cm), Stick­garn, Sticknadel
  • Textil­farbe  ( z.B. Simplicol expert + Farb­fi­xerer oder Dylon), je nach Gewicht des Stoffes 1–2 Packungen 
  • Gummi­bänder, Schnur
Schnitt­schema:

Leinenschürze - Schnittshema

1 cm Naht­zu­gabe ist einberechnet
x – Ansatz­punkte für die Bindebänder

Anlei­tung:

Die Schürze im Stoff­bruch (Stoff links auf links gelegt) zuschneiden (ich habe einfach eine vorhan­dene Küchen­schürze als Schnitt­muster genutzt). Die Binde­bänder aus dem doppelt gelegten Stoff zuschneiden, so dass man vier Bänder erhält. 
Die Kanten der Tasche versäu­bern (mit Kettel- oder Zickzackstich).

Binde­bänder:
Die Teile für die Tail­len­bänder längs in der Mitte falten (links auf links) und 0,5 cm vom Rand absteppen. Die Naht­zu­gaben mit der Hand ausein­ander falzen. Eine kurze Seite 0,5 cm vom Rand absteppen. Die Ecken etwas abschneiden. Nun z.B. mithilfe eines Koch­löf­fels den Schlauch wenden. Die Bänder bügeln. Dabei die offenen Seiten 0,5 cm nach innen einschlagen und bügeln.

DIY: Leinenschürze Bindebänder

Bei der Schürze die seit­li­chen Naht­zu­gaben doppelt einschlagen und absteppen. 
Für den unteren und den oberen Saum  die Kanten erst 1 cm einschlagen, bügeln, und den Saum dann ca. 2 cm einschlagen, bügeln und feststeppen.

Zwei Binde­bänder je rechts und links von hinten an den oberen Saum stecken und mit einem Rechteck feststeppen.
Die beiden Binde­bänder für die Taille von hinten an die seit­li­chen oberen Ecken stecken und eben­falls mit einem Rechteck feststeppen.

Die Tasche wird noch nicht aufge­näht, damit wir sie nach dem Färben in den Stick­rahmen einspannen können.

Leinen­schürze färben

Die Binde­bänder der Schürze von der langen Seite her eng auf eine Schnur (etwas länger als die Binde­bänder)  wickeln. Dann nach Belieben in Abständen Gummi­bänder fest um die aufge­rollten Binde­bänder wickeln. Die Enden der Schnur zusam­men­ziehen, den Stoff auf der Schnur zusam­men­schieben und die Schnu­renden fest verknoten.

DIY: Schürze nähen und färben

Für die Quer­streifen die Schürze mittig senk­recht falten und dann in ca. 4–5 cm breite zieh­har­mo­ni­ka­ar­tige Falten legen. Nun mit den Gummi­bän­dern in Abständen nach Wunsch Stellen abbinden, die dann später weiß bleiben. Das nun entstan­dene lange Stück ein bis zweimal knicken und mit Schnur zusam­men­binden, damit ein etwas kompak­teres Paket entsteht. Hier ist es aber dem eigenen Expe­ri­men­tier­drang über­lassen, eigene Muster und Methoden zu finden.

Die Tasche habe ich auf ein doppeltes Stück Schnur gerollt und nur leicht mit der Schnur zusam­men­ge­bunden. Sie sollte eher schlicht bleiben, damit man das Mono­gramm gut erkennen kann. Bei mir entstand so ein leichter Farbverlauf.

Nun den Stoff nach Anlei­tung des Herstel­lers mit der Textil­farbe in der Wasch­ma­schine färben. Ich habe den Stoff vorher nass gemacht, damit er die Farbe besser annimmt. Die Farb­menge richtet sich nach dem Gewicht des Stoffes. Ich habe zwei Farb­fla­schen benutzt, da mein Leinen­stoff recht schwer war.
Nach dem Färben in der Maschine kommt der span­nende Moment: nun werden alle Schnüre und Gummi­bänder entfernt und man erkennt das Muster.
Die Schürze trocknen lassen und mit Dampf gut bügeln.

Shibori: gefärbte Leinenschürze

Das Stick-Mono­gramm

Den Stoff für die Tasche in einen Stick­rahmen spannen und ein Mono­gramm entweder per Hand oder mit einer Scha­blone und Schnei­der­kreide oder Blei­stift zart aufzeichnen. Hübsch sind auch die alten Stick­scha­blonen (mehr dazu hier).

Für mein Mono­gramm habe ich den Schnur­stich gewählt. Eine Anlei­tung dazu und zu weiteren mögli­chen Stick-Stichen gibt es hier: handarbeitszirkel.de

Nun die Kanten der Tasche 1 cm einschlagen, bügeln. Die obere Kante per Hand mit einem unsicht­baren Saum­stich fixieren (wer eine Anlei­tung braucht, findet sie hier). Abschlie­ßend die Tasche mittig oder leicht seit­lich aufsteppen.

Stickmonogramm mit Schnurstich

Mono­gramm – mit einer alten Stick­scha­blone aufge­bracht. Es funk­tio­niert ganz gut mit einem Pinsel und etwas Lidschatten.

Stickmonogramm mit Schnurstich

Dieses Mono­gramm ist per Hand mit Blei­stift vorgezeichnet.

Shibori-Leinenschürze mit Monogramm

DIY: gefärbte Leinenschürze

Passed zu diesem Thema:

Kint­sugi – Wenn Kera­mik­narben zu Gold­spuren werden

Lebe lieber einzig­artig – eine Homestory

Der Sessel neue Kleider

 

 

 

 

 

Trüffelkäse, Blätterteig und Birnen…

Von Blät­ter­teig, Trüf­fel­käse und Birnen…

Manchmal darf es gerne etwas mehr sein. Für mich zumin­dest. Da plane ich einen Abend oder Nach­mittag mit Gästen, über­lege, backe, koche, deko­riere und habe Spaß an einer beson­deren Insze­nie­rung. Aber manchmal ist weniger auch mehr! Dann möchte ich einfach nur liebe Menschen um mich haben, sehne mich nach einem guten Gespräch, nach Gesel­lig­keit und einem unkom­pli­zierten Abend ohne Planung und Großeinkauf.
Zuhause ist der perfekte Ort für diese Abende. Frei von Hektik und Abhän­gig­keiten, ein Ort der Entspan­nung. Ob um einen großen Tisch oder dicht gedrängt um einen kleinen – ganz egal wie – Platz ist in der kleinsten Hütte.
Das Handy aus, die Hände frei für das Glas und diese köst­li­chen Blät­ter­tei­gröll­chen mit Trüf­fel­kä­se­fül­lung. Die übri­gens über­haupt keine Arbeit machen und trotzdem etwas ganz Beson­deres sind, aber dazu unten mehr…

Trüffelkäse, Blätterteig und Birnen…

Wein, Wasser, Weisheiten

Wie schön ist es, immer mal wieder mit Freunden die Welt neu zu ordnen. Eine gute Flasche Wein und ein paar Klei­nig­keiten kommen auf den Tisch. Es braucht nicht viel, um einen Platz einla­dend und gemüt­lich zu gestalten. Kerzen, natür­lich, Blumen stehen sowieso auf dem Tisch. So eine vertraute kleine Runde hat etwas Beglü­ckendes. Es wird gescherzt, gelacht, debat­tiert, geträumt und erzählt – meis­tens kommt die eine oder andere Geschichte zum wieder­holten Male ans Licht, egal!
Diese Privat­heit, dieses Beisam­men­sein ohne Ziel, ohne Zweck, einfach nur so, ist so wichtig und so wohltuend.

Im Licht der Kerzen…

Trüffelkäse, Blätterteig und Birnen…

Gute Nacht Freunde

Der Lieder­ma­cher und Sänger Rein­hard Mey hat 1972 ein wunder­schönes Lied geschrieben. Ich höre es immer wieder gerne, und es hat mich zu diesem kleinen Beitrag inspi­riert. “Gute Nacht Freunde” (hier zu hören) gehört zu meinen Lieblingsliedern.

Gute Nacht, Freunde, es wird Zeit für mich zu geh‘n.
Was ich noch zu sagen hätte, dauert eine Ziga­rette und ein letztes Glas im Steh‘n.
Für den Tag, für die Nacht unter eurem Dach.
Habt Dank für den Platz an eurem Tisch, für jedes Glas, das ich trank,
Für den Teller, den ihr mit zu den euren stellt, als sei selbst­ver­ständ­li­cher nichts auf der Welt.
(…)”

Irgendwie trifft es das.  Und auch wenn wir manche Freunde lange nicht gesehen haben, so ist doch gleich wieder diese beson­dere Gesprächs­ebene da. Als wären in einem kost­baren Käst­chen all die schönen Erin­ne­rungen, die gemein­samen Erleb­nisse und  Empfin­dungen aufbe­wahrt. Sieht man sich, wird der Deckel gelüftet, und alles ist einfach da. Und – ganz wichtig – es kommen ja auch immer wieder neue Erleb­nisse hinzu.

(…)Habt Dank für die Zeit, die ich mit euch verplau­dert hab‘
Und für Eure Geduld, wenn‘s mehr als eine Meinung gab.
Dafür, daß ihr nie fragt, wann ich komm‘ oder geh‘,
Für die stets offene Tür, in der ich jetzt steh‘. (…)”

 

Zeit für Freunde

Blät­ter­teig mit Trüf­fel­käse und Birnen

Natür­lich würden für einen Abend mit Freunden auch ein paar Salz­stangen als Knab­be­reien  genügen. Schließ­lich geht es darum, dass man sich sieht. Aber nicht viel aufwän­diger und doch ungleich köst­li­cher sind selbst­ge­zau­berte Blät­ter­tei­gröll­chen mit Trüf­fel­weich­käse, und Honig-Ingwer-Birnen, die man mit Käse­wür­feln genießen kann. Frisches Baguette vom Bäcker oder aufge­ba­cken aus der Tief­kühl­truhe und dazu eine Mohnbutter.

Selbst kurz­fris­tiger Besuch kann mit diesen Lecke­reien verwöhnt werden. Und wer im Super­markt um die Ecke keinen Trüf­fel­weich­käse bekommt, nimmt einfach einen anderen fran­zö­si­schen Weich­käse. Wunderbar passt z.B. auch ein Chaource aus gesal­zener Kuhmilch. Er stammt aus der Cham­pagne oder dem Burgund, ist fein buttrig, leicht salzig, cremig und köstlich.

Trüffelkäse

Blät­ter­tei­gröll­chen mit Trüffelkäse:

Zutaten:

Blät­ter­teig aus dem Kühl­regal (1 Pck. reicht für ca. 10 Röllchen)
Trüf­fel­weich­käse (z.B. l’Or­tolan Trüffel), Alter­na­tive ohne Trüffel: z.B. Chaource
etwas Rosmarin, Mohn
1 Eigelb

Zube­rei­tung:

Den Ofen auf 200° Umluft vorheizen.
Den Blät­ter­teig aus dem Kühl­schrank nehmen, er sollte 10 Minuten bei Raum­tem­pe­ratur ruhen.
Den Trüf­fel­käse in schmale Streifen schneiden.
Den Blät­ter­teig quer vor sich legen und einmal mittig quer teilen. Jede Hälfte in fünf Teile schneiden. 
Trüf­fel­kä­se­streifen auf die linke Seite eines Blät­ter­teig­stücks legen, die Kanten mit Eigelb bestrei­chen. den Blät­ter­teig rechts neben dem Käse­streifen ein paar mal quer einschneiden (nicht bis zum Rand!). Nun den Blät­ter­teig aufrollen, die Seite zudrü­cken und die Rollen mit den Einschnitten nach oben auf ein Back­blech mit Back­pa­pier legen. Mit Eigelb bepin­seln und etwas Rosmarin oder Mohn aufstreuen. Mit allen Blät­ter­teig­stü­cken so verfahren.
Im Ofen ca. 10–12 Minuten backen.
Die Röll­chen schme­cken auch kalt noch lecker.

Blätterteig mit Trüffelkäse füllen

Blätterteig mit Trüffelweichkäse gefüllt

Birnen mit Trüffelkäse

Honig-Ingwer Birnen mit Rosmarin:


Zutaten:

Birnen (z.B. Abate)
Ingwer
Honig
Rosmarin

Trüf­fel­hart­käse  und Gruyère Réserve in Würfeln

Zube­rei­tung:

Die Birnen schälen (Kern­ge­häuse entfernen) und in Würfel schneiden. Ingwer schälen und fein schneiden. Rosmarin spülen und klein hacken.  Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen, die Birnen­würfel, Ingwer, Rosmarin hinein­geben. Etwas Honig hinzu­geben und solange  in der Pfanne schwenken, bis die Birnen leicht weich sind.

In einem Schäl­chen mit Holz­spießen zu den Käse­wür­feln servieren.

Honigbirnen mit Ingwer und Rosmarin

Honigbirnen mit Ingwer und Rosmarin

Honigbirnen mit Ingwer und Rosmarin

Mohn­butter:

2 Esslöffel Blau­mohn in der Pfanne kurz rösten, abkühlen lassen. Mit 250 g Butter und etwas Fleur de Sel vermengen.
Die Mohn­butter schmeckt toll zu Baguette oder Ciabatta.

Mohnbutter mit Fleur de Sel

Kost­bare Momente

Bei allem Fort­schritt, allen Trends und tech­ni­schen Inno­va­tionen sollten wir nicht vergessen, das Leben zu feiern. Das echte, das wahr­haf­tige und wunder­schöne Leben. Dazu brau­chen wir weder eine High­tech-Küche noch ein insta­gr­am­t­aug­li­ches Super­zu­hause… nur Menschen, die uns wichtig sind – und Zeit!

Trüffelkäse, Blätterteig und Birnen…

 

Zum Abschluss noch etwas Süßes?
Scho­ko­la­den­trüffel mit Kakaonibs

 

 

 

 

 

 

100 Jahre lenkbares Licht – Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

100 Jahre lenk­bares Licht – ein Austellungstipp

Mit welchen Dingen du dich auch beschäf­tigst, du wirst immer merken, dass den guten und nütz­li­chen auch Schön­heit gegeben ist.”

(Bald­as­sare Castig­lione, 1478 – 1529, ital. Schriftsteller) 

So manche Anti­quität und viele Vintage-Klas­siker verbergen unter ihrer Patina eine span­nende Geschichte. Viel­leicht handelt es sich um das Ergebnis einer außer­ge­wöhn­li­chen Vision oder einer lang­wie­rigen Tüftelei? Viel­leicht handelt es sich um etwas damals Revo­lu­tio­näres, gar eine tech­ni­sche Innovation?
Einst als Novum gefeiert, haben wir vieles mitt­ler­weile in die Kate­gorie der “zeit­losen Klas­siker” eingeordnet.

Ich mag diese Objekte, die eine Geschichte in sich tragen und umgebe mich gerne mit ihnen. Sie sind mehr als die Summe all ihrer Teile. Manchmal, wenn mein Blick sie streift, frage ich mich: Wo kommst du eigent­lich her? Was hast du erlebt? Wer hat dich geschaffen? Woher stammt die Delle?

Ganz selbst­ver­ständ­lich richte ich die Vintage-Leuchte – auch so ein zeit­loser Klas­siker – auf mein Buch aus. Und wenn ich einen Knopf annähen möchte, drehe ich den Schirm so, dass meine Arbeit optimal ins Licht gerückt ist. Selbst­ver­ständ­lich, oder?
Die Leuchte stammt etwa aus den 2oer Jahren des vergan­genen Jahr­hun­derts, als im Zuge der Indus­tria­li­sie­rung viel in Werks­hallen und Fabriken gear­beitet wurde – auch in den dunklen Morgen- und Abend­stunden. Elek­tri­sches Licht war eine wegbe­rei­tende Errun­gen­schaft, und meine Leuchte hatte sicher einen wich­tigen Job! Denn gutes Licht ist beim Arbeiten doch so wichtig.

Den Blick zurück lenken

Wie inno­vativ meine Leuchte aber wirk­lich einmal war, habe ich gerade erst auf einer inter­es­santen Ausstel­lung im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe erfahren.
100 Jahre lenk­bares Licht”.
Denn natür­lich war es keines­falls immer selbst­ver­ständ­lich, dass man eine Leuchte  auf sein Werk­stück ausrichten konnte. Große Pendel­leuchten hingen von den Decken der Fabrik­hallen. Licht war da, aber von oben kommend, warfen die über die Werk­ti­sche gebeugten Körper der Arbeiter Schatten auf ihre Werk­stücke. Kennen Sie das? Sie sitzen sich selbst im Licht? Ein höchst unbe­frie­di­gender Zustand!

100 Jahre lenkbares Licht – Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

Ausstel­lungs­raum im Museum für Kunst und Gewerbe. Die Ausgangs­si­tua­tion: Das Licht in den Werks­hallen kam von oben. Kopf und Körper des Arbei­ters warfen Schatten auf seinen Arbeits­platz und sein Werkstück.

Raffi­nierte Lichtgestalt

Das dachte sich auch der junge Funk­ing­e­nieur Curt Fischer aus Thüringen, der 1919 in Auma eine Werk­zeug- und Maschi­nen­fa­brik über­nahm.  Fischers Ziel war es, eine lenk­bare Leuchte zu entwi­ckeln, die möglichst mit einer Hand genau zu posi­tio­nieren war.

Ausstellungstipi: Curt Fischer - 100 Jahre lenkbares Licht im Museum für Kunst und Gewerbe

Porträt Curt Fischer (1890 – 1956), Foto: privat, Heidelberg

Ausstellungstipi: Curt Fischer - 100 Jahre lenkbares Licht im Museum für Kunst und Gewerbe

Zeich­nung zum “Verstell­baren Univer­salarm”, Gebrauchs­muster, 1919, Midgard-Archiv Hamburg.

Mit der Entwick­lung seiner ersten Sche­ren­leuchte kam Curt Fischer seinem Ziel schon sehr nahe. Weitere Entwürfe folgten.  Fischers “Lenk­lampen” mit beweg­li­chen Gelenken ließen sich viel­fach verstellen, blieben in gewünschter Posi­tion, der Schirm ließ sich drehen. Das Licht konnte dahin gebracht werden, wo es gebraucht wurde. Eine Neuheit! Lenk­bares Licht. Logisch, dass das große Poten­tial hinter der Idee schnell auch andere Erfinder und Unter­nehmen inspi­riert hat und  die funk­tio­nalen Leuchten rasch sogar in Privat­räumen  Einzug hielten.

Ausstellungstipi: Curt Fischers scherenwandarmleuchte - 100 Jahre lenkbares Licht im Museum für Kunst und Gewerbe

Sche­ren­wandarm Midgard Nr. 110, Entwurf: Curt Fischer, Hersteller: Indus­trie-Werk Auma, um 1925. Foto: Jenner-Egberts Foto + Film

Die paten­tierten Gelenk­leuchten, die unter dem Firmen­namen Midgard konzi­piert und gefer­tigt wurden, machten Curt Fischer zum Erfinder des lenk­baren Lichtes.
Beson­ders die Midgard  “Typ 113” sorgte für Begeis­te­rung und wurde zum ange­sagten Einrich­tungs­ge­gen­stand, ist sie doch mit ihrem geschwun­genen “Hals“äußerst elegant! Einer der größten Fans der Midgard-Leuchten war Walter Gropius, und nicht nur die Metall­werk­stätten des Bauhauses waren mit der “113” ausge­stattet –  Gropius nutzte die Leuchte auch Zuhause.

Ausstellungstipi: Curt Fischers Midgard Typ113 - 100 Jahre lenkbares Licht im Museum für Kunst und Gewerbe

Lenk­bares Licht in seiner schönsten Form: Tischarm Midgard Nr. 113, Entwurf: Curt Fischer, Hersteller: Indus­trie-Werk Auma, um 1924. Foto: Jenner-Egberts Foto + Film

100 Jahre lenkbares Licht – Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

Mehr als schöner Schein

Geprägt durch die Design­sprache des Bauhauses verzichten die damals entstan­denen Entwürfe auf über­flüs­sige Dekors. Verein­fachte Elemente ermög­lichten die Produk­tion hoher Stück­zahlen für die Indus­trie. Viel Wert wurde auf die Qualität der Konstruk­tion und des Mate­rials gelegt.

Das macht diese Stücke unver­wüst­lich und repa­rabel. Sie scheinen für die Ewig­keit gebaut. Zeitlos, unab­hängig von Moden, von beein­dru­ckender Funk­tio­na­lität und schlichter Schön­heit. Kein Wunder, dass sich diese Arbeits­leuchten heute noch größter Beliebt­heit erfreuen. Dank der grund­so­liden Konstruk­tion sind viele Origi­nale erhalten geblieben. Sie über­dauern Gene­ra­tionen und stehen somit auch beim Thema Nach­hal­tig­keit ganz vorne! Ein Aspekt, den die Erfinder, Konstruk­teure und Desi­gner damals wohl noch nicht im Blick hatten.

Auch andere Erfinder und Unternehmen ließen sich von der Idee inspirieren, das Licht lenkbar zu machen

Einige lenk­bare Leuchten anderer Hersteller, wie z.B. AEG oder Siemens.

Mit voller Kraft voraus

Thomas Alva Edison, Erfinder der prak­tisch nutz­baren Glüh­birne, “erleuch­tete den Pfad des Fort­schritts”. So hieß es 1928 auf einer Ehren­me­daille, die er vom ameri­ka­ni­schen Kongress erhielt.
Claus Fischer brachte die Erleuch­tung in Bewe­gung und damit in die rich­tige Posi­tion. Also ein echter Pionier der modernen Beleuchtung.

Und wieder einmal wird mir klar, wie span­nend es ist, die Dinge, die uns umgeben, manchmal ein biss­chen genauer zu betrachten. Liebe­voll drehe ich meine Vinta­ge­leuchte zu mir heran. Vintage – ob wohl damals, im goldenen Zeit­alter der Erfin­dungen, jemand daran gedacht hat, dass die Zukunft auch irgend­wann einmal Vergan­gen­heit sein würde? Heute ermög­li­chen die LEDs ein völlig neues Denken, und Lampen­formen lösen sich aus alten Mustern, mit voller Leucht­kraft voraus…

100 Jahre lenkbares Licht – Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

100 Jahre lenkbares Licht – Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

Der Ausstel­lungs­raum mit Mobilar der Firma Thonet. Die Foto­grafie an der Wand zeigt zwei Mitar­beiter der Bauab­tei­lung des Bauhauses – einge­schlafen auf den Schreib­ti­schen während der Arbeit an einem Wett­be­werb. Aber die Midgard Typ 113 leuchtet uner­schüt­ter­lich weiter…

100 Jahre lenk­bares Licht

Die Ausstel­lung  im Museum für Kunst & Gewerbe ermög­licht einen Blick auf den Ursprung und die Entwick­lung lenk­baren Lichtes vom frühen 20. Jahr­hun­dert bis heute. “100 Jahre lenk­bares Licht. Ursprung und Aktua­lität beweg­li­cher Beleuch­tung” zeigt 44 Origi­nale der Firma Midgard und 20 weiterer Hersteller sowie zahl­reiche Zeich­nungen, Patente, Briefe und kurze Filme. Die Expo­nate werden auf Endlos­re­galen der Firma Thonet  präsen­tiert – sehr ästhe­tisch! Die rekon­stru­ierte, lichte Bogen­halle  von 1910 mit 12 decken­hohen Fens­tern ist ein wunder­bares Ambi­ente für diese Ausstellung.

100 Jahre lenk­bares Licht” ist  bis 1. Juni 2020
im Museum für Kunst und Gewerbe, Stein­vor­platz, Hamburg, zu sehen.

Konzi­piert wurde die Ausstel­lung von dem Jour­na­listen Thomas Edelmann.

Lenkbares Licht

 

Und was ist aus der Firma Midgard geworden?

2015 zog die Firma Midgard nach Hamburg. Joke Rasch und David Einsiedler über­nahmen das Unter­nehmen von der dritten Gene­ra­tion der Fischers. Seit 2017 werden die Maschi­nen­leuchten unter Verwen­dung des Origi­nal­werk­zeugs und der alten Maschinen in Deutsch­land wieder herge­stellt. Wer Lust auf weitere Infor­ma­tionen über das tradi­ti­ons­reiche Unter­nehmen und seine wunder­baren Leuchten hat, wird hier fündig: www.midgard.com

Midgard Prospekt von 1925

Flexible leuchten für Tisch, Wand oder Maschine. Ein Prospekt von 1925. (Bild: Midgard)

Aktuelle Midgard-Leuchten

Das Design der “Modular”-Leuchte ist die Weiter­ent­wick­lung unter anderem des Modells “Typ 113”. Im Laufe der 20er Jahre entwi­ckelte Curt Fischer mit Midgard ein modu­lares Licht­system, mit Beleuch­tungs­lö­sungen für das beruf­liche und private Umfeld. Das frei konfi­gu­rier­bare Licht­system ist natür­lich heute  auch noch zu bekommen.  (Foto: Midgard)

Tipps:

Die viel­schich­tige Ausstel­lung “Sagmeister & Walsh Beauty” (noch bis zum 26.4.2020 zu sehen), in der sich alles um das Thema Schön­heit dreht, ergänzt einen Besuch im Museum für Kunst und Gewerbe sehr passend – und wenn man schon einmal da ist…
Spek­ta­ku­läre inter­ak­tive und multi­me­diale Instal­la­tionen laden ein, den Kosmos des Schönen zu entde­cken. Übri­gens: Die tolle Ausstel­lung eignet sich unbe­dingt auch für einen Besuch mit Kindern!

100 Jahre lenkbares Licht – Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

Das passt dazu:

Industrieleuchten – aufgearbeitet von flat sixZu Besuch bei flat six. Möbel und Leuchten aus dem Zeit­alter der Industrialisierung

 

 

 

 

 

 

Soweit nicht anders ange­geben, stammen alle Foto­gra­fien von mir.

Weiß wie Schnee – Blumen in frischem Winterweiß

Weiß wie Schnee…

Weiß ist die Summe aller Farben. Weiß ist Licht, Hellig­keit, Rein­heit – und Neuan­fang. Wie eine leere Lein­wand oder ein Blatt Papier, das darauf wartet, gefüllt zu werden… Weiß birgt Raum für Fantasie, für Gedankenspaziergänge…

Un matin au réveil,
on s’aper­çoit
que tout est blanc…

Eines Morgens beim Erwachen
erkennt man, dass alles weiß ist…

Jules Renard (franz. Schrift­steller, 1864–1910)

Ich mag Weiß. Sogar das Weiß mag ich, das langsam mein Haar durch­wirkt. Zeichen meiner zuneh­menden Weisheit?
Aber beson­ders mag ich den Anblick einer weiß verschneiten Winter­land­schaft. Das betö­rende Glit­zern, wenn Sonnen­strahlen sich in den Schnee­kris­tallen brechen. Das Geräusch des knir­schenden Schnees unter den Füßen. Den Tanz der wirbelnden Flocken.  Ich mag die dicken weißen Schnee­mützen, die sich so freund­lich über Tannen­wipfel und Äste legen.
Sie strahlt so über­wäl­ti­gend, diese helle, weite, stille Landschaft.

Weiß wie Schnee - Dekoration mit weißen Blumen

Dieses Jahr fehlt mir dieses Weiß… das geliebte Winter­weiß! Aber statt schwer­mütig zu werden, hole ich mir Hilfe: Blumen!
Weiße Blumen bringen ein frisches Strahlen ins Haus, ist es auch draußen noch so grau. Die Nuancen dieser unbunten Farbe sind mannigfaltig.
Einla­dend nickt die gefüllte Christ­rose mir schon draußen entgegen. Tulpen, Mohn, Chry­san­themen und viele andere stillen meine Sehn­sucht nach Weiß. Betö­rend: der Duft des weißen Gins­ters!  Draußen finde ich Schnee­beeren und die flau­schig weißen Frucht­stände der Wald­rebe (Clematis Vitalba), getrock­nete Gräser und knor­rige Zweige mit Moos und Flechten. Alles passt zusammen…

Winterdekoration mit weißen Blüten

Winterweiß: Zweige mit Flechten besetzt

Flechten ziehen sich über die kleinen Zweige.

Schneebeeren, Waldrebe und getrocknet Gräser passen hübsch zu weißen Blüten

Zauber­haft: Die flau­schigen weißen Frucht­stände der Waldrebe.

Schneebeeren, Waldrebe und getrocknet Gräser passen hübsch zu weißen Blüten

Weiß wie Schnee

Die gefüllte Christ­rose empfängt uns draußen schon mit strah­lendem Weiß (so gesehen beim 7. Zimmer)

Getrocknete Datteln und weißer Agapanthus

Getrock­nete Datteln, Vintage-Leinen und weißer Agapanthus

Eine helle Freude

Im ganzen Hause verteile ich weiße Still­leben. An tristen Tagen reflek­tieren sie das spär­liche Licht und lächeln mir aufmun­ternd zu. Scheint die Sonne, strahlen die Blüten um die Wette und verbreiten heitere Frische.
Ich streife durchs Haus, sammle Vintage-Gefäße und Vasen zusammen, arran­giere, grup­piere – und meine Laune steigt.

Wunderschön: Weiße Blumen in Vintage-Gefäßen

Papa­gei­en­tulpen, Wachs­blumen und Ranunkel

Wunderschön: Weiße Blumen in Vintage-Gefäßen

Zarter Ginster in einer Vintage-Biskuitporzellanvase

Winterweiß: Marshmallows im Kakao

Die Kinder bekommen Marsh­mellow-Flocken auf ihren heißen Kakao… hmm!

Im Garten finde ich erste Schnee­glöck­chen. Winzige Zinn­ge­fäße passen gut zu den kurzen Stän­geln. Statt ihre Köpf­chen durch den Schnee zu recken, stehen sie nun als Minia­tur­strauß auf dem Schreibtisch.
Etwas üppiger geben sich die gefüllten Tulpen. Rasch öffnen sie sich und zeigen ihre zahl­rei­chen Blüten-Petticoats.
Für ein wenig Puder­schnee sorgen meine Kinder in der Küche: die selbst­ge­machten Scho­ko­la­den­trüffel (Rezept gibt es hier) bestäuben sie mit Puder­zu­cker – und damit es noch winter­li­cher wird, bringen sie mir die Eisbä­ren­fa­milie aus der Spiel­zeug­kiste. Danke!

Weiß wie Schnee - Winterdekoration mit weißen Blumen

Schokoladentrüffel bekommen ein weißes Kleid aus Puderzucker

Schokoladentrüffel bekommen ein weißes Kleid aus Puderzucker

Die Scho­ko­la­den­trüffel habe ich diesmal mit einer halben gerie­benen Tonk­a­bohne verfeinert.

Gefüllte Tulpen – Dekorationen in Winterweiss

In der Küche leuchten gefüllte Tulpen und Mairüb­chen um die Wette.

 Auftritt der Tänzerinnen

Und dann die Balle­rinen unter den Blumen: Mohn und Fran­zö­si­sche Tulpe. Lang­stielig, grazil und voller Anmut ziehen sie die Blicke auf sich. Wie schön ihr seid!

Mohn und Französische Tulpe – die Ballerinen unter den Blumen

Auf dem Tisch versam­meln sich allerlei kleine Gefäße. Alle passen plötz­lich zusammen – die weißen Blumen lassen sie mitein­ander harmo­nieren. Ein guter Trick, um ein Sammel­su­rium zusam­men­zu­fügen und eine Tafel char­mant zu schmücken.

Weiß wie Schnee - Tischdekoration mit weißen Blüten und Vintagevasen

Weiß wie Schnee - Tischdekoration mit weißen Blüten und Vintagevasen

Wachs­blumen, Tulpen und Schlei­er­kraut statt Schnee?

Schnee­weiße Dauerblüher

Inspi­riert durch das fran­zö­si­sche Kreativ-Magazin marie claire ideés” (No 136), habe ich aus goldenem Bastel­draht und dünnem weißen Leinen zarte Blumen gefer­tigt. Sie eignen sich z.B. gut für Gefäße, die nicht wasser­dicht sind.

Weiss wie Schnee – Blüten aus Draht und Stoff

Weiss wie Schnee – Blüten aus Draht und Stoff

Weiss wie Schnee – Blüten aus Draht und Stoff

Mit der Schmuck­zange wird der Gold­draht zu einem Blät­ter­zweig gebogen. Aus dem Stoff kann man einfache Blüten­formen ausschneiden und mit einigen Stichen an kleinen gebo­genen Draht­ösen festnähen.

Mit Leich­tig­keit durch den Winter

Wie Schnee­flo­cken tummeln sich die Blüten des Schlei­er­krautes in der Vase. Ich mag Schlei­er­kraut gerne alleine, locker in einer Vase oder lässig mit anderen weißen Blumen. So wirkt es frisch, leicht und über­haupt nicht spießig.

Schleierkraut - wie tanzende Schneeflocken

Weiß wie Schnee – Schleierkraut - kurz geschnitten für kleine Gefäße

Kurz­ge­schnit­tenes Schlei­er­kraut sieht hübsch in kleinen Gefäßen aus.

Schleierkraut

Weiß wie Schnee - Winterdekoration mit weißen Blumen

Zartes Schlei­er­kraut in einem irdenen Krug für die Schlafzimmerkommode.

Weiß gegen Wintergrau

Weiß – gut gegen Wintergrau!

Winter­weiße Träumereien

Eine weiße Blume macht noch keinen Winter – aber ich bin bezau­bert von all der “Weiß­heit” im Hause, und meine Sehn­sucht nach einem weißen Winter ist ein wenig gestillt. Und auch wenn mit all den Blumen schon ein wenig der Früh­ling bei uns einzieht, singe ich natür­lich weiter fleißig mit meiner Tochter “Schnee­flöck­chen, Weiß­röck­chen, wann kommst Du geschneit?…”  und wir träumen… von Schlit­ten­par­tien, Schnee­ball­schlachten und einem weißen Winterwunderland…

Weißer Ginster verströmt einen betörenden Duft.

Weißer Ginster verströmt einen betö­renden Duft.

Buch-Empfeh­lung:

Weißer Tee für gemütliche Winternachmittage

Weißer Tee und ein gutes Buch – so lass ich mir den Wintertag schmecken.

Ein Wintertag, ein Tulpen­strauß, ein heißer Tee, ein köst­li­cher Trüffel… fehlt nur noch ein gutes Buch!
Mit dieser Novelle habe ich einen wunder­vollen Nach­mittag verbracht. Zwar geht es nicht um Blumen und auch nicht um verschneite Winter­nächte, dennoch  passt das Buch ganz vorzüg­lich zu dieser Jahres­zeit, in der alles etwas stiller, ruhiger und poeti­scher zugeht.

Weiße Nächte von Fjodor M. Dostojewski

Die Novelle “Weiße Nächte” von Fjodor M. Dosto­jewski gilt als eine der schönsten Liebes­ge­schichten der Welt­li­te­ratur. Das hat mich neugierig gemacht.
Der Erzähler, ein etwas schrul­liger Träumer, ein einsamer junger Mann, spaziert begleitet von schwer­mü­tigen Gedanken aus seiner Stadt, St. Peters­burg – in der er mehr Häuser seine Bekannten nennt, als Menschen – raus aufs Land.

Auf dem Rückweg, nun schon deut­lich heiterer, trifft er auf eine junge verzwei­felte Frau, die er, wie es sich für einen Kava­lier gehört, aus einer miss­li­chen Lage befreit. 
Die beiden kommen ins Gespräch und erzählen sich ihre Lebens­ge­schichten. Der junge Mann ist entzückt vom Lieb­reiz der jungen Frau, hatte er doch bislang keinen Kontakt zur Damen­welt gefunden. Doch er muß ihr verspre­chen, sich nicht in sie zu verlieben.
Was sich aus dem Gespräch der beiden liebens­werten Prot­ago­nisten entspinnt, verrate ich nun nicht. Aber es war mir eine große Freude, diesen russi­schen Klas­siker zu lesen, um am Ende noch einmal an den Anfang zu blät­tern und die Zeilen zu Beginn des Buches wieder­holt auf mich wirken zu lassen…

Viel­leicht erschuf ihn die Natur, 
Damit, ob auch ein Weil­chen nur, 
Er deinem Herzen nahe stände?…

                                  Iwan Turgenjew

Ich hoffe, ich konnte Sie neugierig machen?
Das Büch­lein (109 Seiten), über­setzt von Hermann Röhl,  ist als Taschen­buch im Insel Verlag erschienen.

Übri­gens: Beim Foto­gra­fieren, Arran­gieren und krea­tiven Werkeln höre ich gerne inspi­rie­rende Musik. Hier gehts zur Der blaue Distel­fink-Play­list auf Spotify…

 

 

Von der Kinderzeichnung zum Stofftier. Ein DIY.

DIY: Von der Kinder­zeich­nung zum Stofftier

Manchmal entstehen die großen Ideen aus den kleinen Alltagssituationen.
Meine elfjäh­rigen Söhne waren auf der Suche nach einem Geburts­tags­ge­schenk für ihre große Schwester.  Sie wollten etwas kaufen, Dusch­schaum oder so. “Macht doch lieber etwas selber”, schlug ich vor. Aber was? Viel­leicht ein Stoff­tier? “Das können wir doch nicht selber­ma­chen!” kam es wie aus einem Munde. Aber da halte ich es mit Pippi Langstrumpf:

Das haben wir noch nie probiert, also geht es sicher gut.”

Wir haben Stoff­reste, Woll­reste, etwas Füll­wolle, Nadel, Faden und Stick­garn. Mehr braucht man nicht, um einen kleinen Gefährten aus Stoff selber zu nähen. Ach doch – natür­lich einen Entwurf! Meine Söhne zeichnen  Tiere. Einfache Formen eignen sich gut für unser Projekt und lassen der Fantasie viel Spielraum.

DIY: Stofftier – Gefährte für Herz

Von der Zeich­nung zum Stofftier

Wir über­tragen die Silhou­ette mit 1 cm Naht­zu­gabe auf ein doppelt gelegtes Stück Leinen. Meine Jungs zwei­feln – noch nie haben sie etwas genäht. Aber das lasse ich nicht gelten, man muss es einfach mal probieren!

Perfek­tion ist nicht wichtig, wohl aber die Fantasie und Leiden­schaft, mit der so ein kleines Stoff­tier gefer­tigt wird!

Jetzt ausschneiden. Damit die Stoff­stücke beim Ausschneiden nicht verrut­schen, steckt man sie am besten mit Steck­na­deln zusammen. Schnipp Schnapp – schon liegt ein ausge­schnit­tener Bär vor uns. Mit Stick­garn und einer Stick­nadel verpassen wir dem Tier­chen ein Gesicht. Von unten einste­chen, von oben wieder zurück und so weiter. Ich zeige meinen Jungs, wie man mit ganz einfa­chen Stick­sti­chen Augen, Nase und Mund auf den Kopf stickt. Keine Angst – gerade ein schiefes Gesicht ist ein süßes Gesicht! Die Jungs sind begeis­tert – so ein Gesicht verleiht einem Stoff­tier irgendwie eine Seele.

Stooftier-DIY: Das Gesicht wird aufgestickt

Nun legen wir die Stoff­stücke rechts auf rechts, stecken sie wieder zusammen und beginnen mit der Hand­naht. Wie man das Nähgarn in die Nadel einfä­delt, ist schnell gezeigt und –glauben Sie mir – die Kinder mit ihren scharfen Augen sehen die kleine Öse besser als wir. Am Ende des Fadens einen Knoten, und schon sind wir startklar.

Mit Handstichen ein Stofftier nähen

Stepp­stich mit der Hand

Wir wählen den festen Stepp­stich. Genäht wird von rechts nach links, 1 cm vom Rand entfernt. Die Nadel wird einge­sto­chen und nach circa 5 mm wieder ausge­sto­chen. Nun 3 mm hinter dem Ausstich wieder einste­chen und nach doppelter Stich­länge ausste­chen. (Ich verlinke hier einmal eine hilf­reiche YouTube-Anlei­tungbei der man den Stepp­stich sehr gut nach­voll­ziehen kann.)
So wird das Tier­chen Stich für Stich umrundet. Die Kinder bekommen schnell raus, wie der einfache Stich funk­tio­niert. Seit­lich am Bauch (oder oben auf dem Kopf, wenn das Tier Mähne bekommt) wird ein ca. 5–6 cm langes Stück offen gelassen. Durch die Öffnung wird der Stoff nachher gewendet.

Natür­lich kann man die Naht auch mit der Nähma­schine schließen, aber für Kinder ist es viel­leicht zu schwer, ganz kleine Rundungen und Formen zu umnähen. Einfache Formen laden hingegen dazu ein, Kindern den Umgang mit der Nähma­schine zu zeigen.

DIY-Stofftier mit Steppstich genäht

DIY-Stofftier mit Steppstich genäht

Stofftiere mit Kindern an der Nähmaschine nähen

Mit einer kleinen Schere schneiden wir an den Rundungen die Naht­zu­gabe bis knapp (1–2 mm) vor die Naht ein, damit nach dem Wenden keine unschönen Knubbel entstehen. Auch hier noch mal ein Link zu einem hilf­rei­chen Video)

Füllwatte für das DIY-Stofftier

Füll­watte und Wolle

Jetzt kommt der span­nende Moment: wir wenden den Stoff, stülpen die “gute Seite” nach außen, zupfen alles zurecht und füllen die Hülle mit Füll­watte. Abschlie­ßend wird das letzte Stück offene Naht mit dem Staf­fier­stich  (siehe hier) unsichtbar geschlossen.

Stofftier Selbermachen mit Kindern

Stoff­tiere – kleine Gefährten fürs Herz

Toll, wie das Stoff­tier jetzt schon aussieht. Nun kann man noch Haare, Mähne, einen  Schwanz oder Ohren anbringen. Einfach Woll­stücke mit Nähgarn an den entspre­chenden Stellen fest­nähen – so, dass es süß aussieht. Einen Schwanz kann man gut flechten und dann annähen.

Das Stofftier bekommt Haare aus Wolle

Das Stofftier bekommt Haare aus Wolle

Stofftiere mit der Hand nähen

Meine Jungs sind begeis­tert, wie süß die ersten Tiere geworden sind. Für ihre Schwester haben sie einen Bären in Gemein­schafts­ar­beit gefer­tigt und hätten ihn am liebsten selber behalten. Und das zeichnet gute Geschenke ja bekannt­lich aus! Natür­lich hat sich die große Schwester sehr gefreut!

DIY-Stofftier

Noch ein Stofftier!

Von der Moti­va­tion gepackt, haben die Kinder noch mehr Entwürfe gezeichnet, und wir haben uns eine kleine Herde weicher Gefährten genäht. Jogi der Löwe mit üppiger Woll­mähne (die Woll­stücke doppelt nehmen und mit Nähgarn am Kopf fest­nähen), der gefähr­liche Hai Schnuffi aus Papas alter Jeans, Oktopus Haar-Peter aus Leinen (meine Kinder sind sicher: der ist bestimmt riesiger HSV-Fan!), das freche Monster Kriem­hild und das weiße Elefan­ten­mäd­chen Roselinde. 

Jogi der Löwe - Stofftier -DIY

Jogi der Löwe

DIY-Oktopus

Oktopus Haar-Peter

DIY-Stofftier mit Kindern nähen

Rose­l­inde das Elefantenmädchen

DIY-Stofftier mit Kindern nähen

Ich finde die selbst­ge­machte Tier­bande bezau­bernd und hatte selber viel Spaß dabei. Ob als kleines Geschenk oder einfach als Mitbringsel – diese Stoff­tiere, denen Kinder­zeich­nungen zu Grunde liegen, haben einen ganz beson­deren Charme. Und es ist immer wieder faszi­nie­rend zu sehen, wie begeis­tert Kinder sind, wenn sie selber schöp­fe­risch tätig werden.

Jogi der Löwe

DIY - Von der Kinderzeichnung zum Stofftier

Monster Kriem­hild ist ein biss­chen in R2D2 verliebt…

 

Empfeh­lungen:

Na, auf den Geschmack gekommen? Hier noch ein paar Tipps für krea­tive Tierfreunde…

Edwards freche Tier­pa­rade – 40 kuschel­weiche Häkelfreunde” 
Das Buch der Britin Kerry Lord ist einfach wunderbar! Die deut­sche Ausgabe ist bereits 2014 erschienen – ich habe das Buch aber erst jetzt entdeckt und möchte es hier unbe­dingt empfehlen. Es hat mich sofort bezau­bert. Alle 40 Häkel­tiere sind so nied­lich! Gemeinsam mit meinen Kindern habe ich die lustigen Beschrei­bungen von Emma, der Häsin, Bridget, der Elefantin, Seamus, dem Alpaka und all den anderen drol­ligen Tier­chen gelesen.

Meine Kinder haben sich auf den ersten Blick in all die Tiere aus Alpa­ka­wolle verliebt. Die Anlei­tungen sind gut aufge­baut und in drei Schwie­rig­keits-Stufen einge­teilt. Stufe 1 eignet sich für Anfänger, Tech­niken sind im Buch erklärt. Bauch und Beine der Tiere werden meist nach einem Grund­prinzip gefer­tigt. Kopf, Mähne, Ohren und Schwänze sind natür­lich bei jedem Tier anders. Und auch für Kinder sind beson­ders die leichten Anlei­tungen auf jeden Fall machbar.
Beim Durch­blät­tern des Buches möchte man sich sofort die Häkel­nadel schnappen und loslegen.
So ein kleines Tier­chen ist ein ganz persön­li­ches Mitbringsel oder Geschenk – nicht nur für Kinder. 

Mein geheimer Favorit: Blake, der zotte­lige Orang-Utan!

Edwards freche Tier­pa­rade” von Kerry Lord ist im Topp-Verlag erschienen.

Buchtipp Häkeltiere

Buchtipp Häkeltiere

Buchtipp Stofftier-DIY

 

…und noch ein Buch:

Ich kann nicht zeichnen…” Diesen Satz höre ich immer wieder von Kindern und Erwach­senen. Dabei helfen manchmal schon ganz einfache Tipps.
“Wie wir zeichnen was wir zeichnen”
von E. G. Lutz ist 1913 erst­mals in Groß­bri­tan­nien unter dem Titel “WHAT TO DRAW and HOW TO DRAW IT” erschienen. Der Knese­beck-Verlag hat das Buch neu aufge­legt. Das Ergebnis: ein richtig hübsches Buch mit genialen Tricks. Schwie­rige Formen werden auf einfache Linien redu­ziert und dann immer weiter ergänzt – und so kann sogar jemand mit zwei linken Händen plötz­lich einen kunst­vollen Fisch, einen flie­genden Vogel oder gar einen Herrn mit Zylinder zeichnen. Ich habe es mit meinem Mann getestet… das Ergebnis ist beein­dru­ckend! Es macht wirk­lich Spaß, die Schritt für Schritt-Anlei­tungen von E. G. Lutz nachzuzeichnen.

Ein nost­al­gi­sches, aber zeit­loses Buch für Klein und Groß. Ein echter Hand- und Augenschmeichler!

Wie wir zeichnen was wir zeichnen” von  E. G. Lutz ist im Knese­beck-Verlag erschienen.

Buchtipp Zeichenschule

Buchtipp Zeichenschule

…und wo wir schon dabei sind:

Da gibt es noch ein Buch, das die Lust weckt, einen Blei­stift zu Hand zu nehmen und ein paar Zeichen­ver­suche zu starten:

WIR ZEICHNEN TIERE von Ann Davidow ist erst­mals 1960 unter dem Titel “Let’s draw animals” erschienen. Ich nehme das Buch immer wieder gern zur Hand, um den Kindern an Hand von ganz einfa­chen Schritt-für-Schritt-Anlei­tungen zu zeigen, wie man Tiere zeichnen kann. Die Beispiele sollen Mut machen – auch denje­nigen, die viel­leicht immer geglaubt haben, sie seien völlig unta­len­tiert. Es ist span­nend zu sehen, wie Mäuse, Pferde, Schafe, Löwen und viele mehr aus wenigen Stri­chen entstehen können.

Das beson­dere an diesem Buch sind die amüsanten Verse, die James Krüss dazu geschrieben hat. Mit seinen Reimen nimmt er uns an die Hand durch die liebens­werte Zeichen­schule im Retro-Look.

Wir zeichnen Tiere” von Ann H. Davidow mit Versen von James Krüss ist im Boje-Verlag erschienen.

Buchtipp Zeichenschule

 

DIY - Von der Kinderzeichnung zum Stofftier

 

vergoldete TierskulpturenNoch mehr Krea­tives auf dem Blog?

Tier­skulp­turen aus Papp­maché lassen sich auch toll mit Kindern fertigen. Mehr dazu gibts hier oder hier.