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Schreibplatz mit Briefen

Ein Liebes­brief…

Lieber Brief, hey alter Freund, ich habe so lange nichts von Dir gehört. Wo steckst Du? Hast Du Dich tatsäch­lich erst von der Post­karte und dann von den digi­talen Botschaften verdrängen lassen? Das kann doch nicht sein. Ich wünschte, Du hättest die Stärke, Dich neben all den einför­migen Nach­richten zu behaupten. Du hast doch Persön­lich­keit und Format! Vor ein paar Tagen ist mir ein Kollege von Dir in die Hände gefallen. Ein schönes Gefühl – so ein glück­li­cher Zufall. Ich suchte ein Rezept und plötz­lich hielt ich einen Brief meiner Mutter in der Hand, er steckte in einem Back­buch. Die Lektüre führte mich zurück in meine Studen­ten­zeit, die Hand­schrift meiner Mutter ist mir so vertraut. Was für ein wert­volles Stück Papier! Wieso nehmen wir uns kaum noch die Zeit, hand­schrift­lich etwas an liebe Menschen zu schreiben? Etwas, das bleibt. Als Erin­ne­rung in einem Käst­chen oder in einem alten Ordner. Wie vieles haben wir aus Briefen über unsere Geschichte, über uns selbst und unsere Kultur erfahren? Schade, wenn das alles verloren geht. Kein Papier, keine getrock­nete Tinte, …

stickbild vor tapete

Hübsches Rahmen­pro­gramm

Was ins Eckige muss, ist mir als Mutter von drei fußball­spie­lenden Kindern klar. Aber was ins Ovale passt, das ist eine viel schwe­rere Frage. Als Lieb­ha­berin ovaler Rahmen habe ich einst einige schöne Modelle auf Floh­märkten erstanden. Leider ist es nicht sehr leicht, sie mit passenden Bildern zu füllen, da die meisten Werke eher für recht­eckige oder quadra­ti­sche Rahmen gedacht sind. Nachdem mein Lieb­lings­mo­dell einige Zeit solo als “Schmuck­stück” unser Wohn­zimmer zierte, kam mir nun die Idee, den Rahmen mit einer kleinen Hand­ar­beit zu füllen. Sticken, Weben & Co erleben ja gerade eine kleine Renais­sance. Wie schön! Mit Hilfe einiger Heft­zwe­cken habe ich den Rahmen von hinten mit Hanf­band bespannt. Gerade so, dass mittig die Fäden senk­recht durch den Rahmen laufen. Zuerst wollte ich ein Bild eines Vogels einweben, aber ein Free­style-Stick­­bild lässt sich flexi­bler, farben­rei­cher und fili­graner gestalten – Ich zeich­nete eine Vogel­form (genauso gut wäre natür­lich eine Blume oder ein anderes Tier gewesen, aber ich bin ja nun gerade im Distel­­fink-Fieber) und einen Unter­grund für Blüten auf ein Rest­stück weißes Leinen und unter­legte …

Kräuterkranz

Duftender Kräu­ter­kranz

Sie schme­cken, sie duften, sie sehen toll aus – Lavendel, Rosmarin, Thymian und Co. wecken die Lust auf Sommer. Aber wenn man gerade nicht durch die Provence radeln oder durch die Toskana streifen kann, hilft es, sich einen duftenden Kräu­ter­kranz zu binden, der dann sein herr­li­ches Aroma im Hause verströmt. Duftende Laven­del­sträuß­chen, aroma­ti­scher Thymian, bizarre Rosma­rin­zweige, groß­blätt­riger Lorbeer… und was das Wochen­markt­an­gebot so hergibt. Natür­lich kann man die Kräuter auch selber trocknen,  aber ich war von der Unge­duld getrieben und habe bereits getrock­nete Kräuter gekauft. Dazu passt sehr hübsch noch ein wenig rosa Schlei­er­kraut und frische Kräuter, die dann fein mit eintrocknen. Im Garten­center bekommt man einen Moos­kranz, der sich als Grund­lage gut eignet, da er schon etwas Volumen mitbringt und farb­lich passt. Grüner Blumen­draht und Stroh­blu­men­na­deln helfen beim Befes­tigen der Kräuter. Ich habe immer kleine Bündel aus verschie­denen Kräu­tern zusam­men­ge­stellt und diese dann immer in eine Rich­tung auf dem Kranz ange­ordnet und mit Blumen­draht um den Kranz fest­ge­wi­ckelt. Die nächsten Bündel werden dann so ange­ordnet, dass sie den Draht stets verde­cken. Hier und da …