Alle Artikel in: Life­style

Buchcover Bilder aus der Toskana von Hermann Hesse

Lite­ra­ri­sche Reise in die Toskana

Andrea Lohse aus Berlin ist eine liebe Freundin, die mir ein wunder­bares Buch für unseren Toskana-Aufen­t­halt empfohlen hat. Da sie viel toska­na­er­fah­rener ist als ich, habe ich sie gefragt,  ob sie nicht eine Buch­emp­feh­lung für meinen Blog schreiben möchte. Und wie schön, sie mochte: Wer derzeit Reise­lust verspürt, gedank­lich über die Alpen gen Italien fahren möchte, um einen Mittag am Meer zu verbringen, einen Stadt­rund­gang durch Florenz zu machen oder viel­leicht einen Opern­abend zu erleben, dem sei das Taschen­buch „Hermann Hesse – Bilder aus der Toskana“ ans Herz gelegt. Der Heraus­geber Volker Michels hat darin Gedichte, Reise­be­richte und Kurz­ge­schichten Hermann Hesses zusam­men­ge­stellt, die auf dessen Reisen Anfang des zwan­zigsten Jahr­hun­derts nach und durch Nord­ita­lien entstanden sind. In seinen Aufzeich­nungen beschreibt Hesse nicht nur seine Begeg­nungen mit Kunst, Kultur und Menschen, sondern auch immer wieder eindrucks­voll die toska­ni­sche Land­schaft. Allein seine Ausfüh­rungen über die Sonnen­un­ter­gänge in den toska­ni­schen Hügeln erwe­cken bei jedem, der schon einmal die Toskana bereist hat, Erin­ne­rungen an die dortigen Sonnen­un­ter­gänge und das „rätsel­haft leuch­tende Blau der italie­ni­schen Nacht“. Hesse gelingt es, den Leser durch …

Kirschkonfitüre mit Rosmarin und Bitterschokolade

Kirsch­kon­fi­türe mit Rosmarin

Mit mir ist gut Kirschen essen – denn ich liebe die prallen roten Früchte. Als Kind habe ich mich mit meinen Freun­dinnen im Kirsch­kern­weit­spu­cken gemessen (“Mine­craft” war da noch kein Thema…). Heute erzielen meine Kinder Rekorde mit den Kernen, und ich backe Kuchen, koche Kirsch­kon­fi­türe oder stelle einfach frische Kirschen zum Naschen auf den Tisch. Süße Sommer­grüße! Einen Kirsch­baum haben wir nicht im Garten, aber auf dem Wochen­markt gibt es reich­lich Auswahl. Süßkir­schen, Sauer­kir­schen – was das Herz begehrt. Kirschen schme­cken nicht nur köst­lich, sie sind auch gesund, stärken das Immun­system, stecken voller B- und C-Vitamine, Eisen, Folsäure, Kalium, Calcium, Magne­sium und halten außerdem jung und schön! Na dann immer her damit! Ein frisches Kilo Süßkir­schen hat mich zu folgendem Rezept für Kirsch­kon­fi­türe inspi­riert: Zutaten: 1 kg gewa­schene und entsteinte Kirschen (wer es sehr süß mag, wählt Süßkir­schen; mit Sauer­kir­schen wird es noch frischer und aroma­ti­scher) Gelier­zu­cker 2:1 Saft einer Zitrone Zweig Rosmarin, fein gehackt 30 g gehackte dunkle Scho­ko­lade (77%) Zube­rei­tung: Marme­la­den­gläser gut reinigen, mit kochendem Wasser ausspülen und kopf­über auf einem Küchen­tuch bereit­stellen. …

Picknickideen mit Buchempfehlung "IN 80 Tagen um die Welt"

Pick­nick mit Jules Verne

An einem Ort bleiben und dennoch die ganze Welt umrunden? Das geht nur in der Fantasie. Bücher öffnen uns den Weg in andere Welten, andere Zeiten. Mein Rezept für einen entspannten Nach­mittag mit der Familie oder Freunden: Vorlesen beim Pick­nick unter freiem Himmel! Zutaten: – Ein idyl­li­scher Platz im Freien – Pick­nick­decke und Kissen – Selbst­ge­ba­ckenes Zucchi­ni­brot (Rezept gibts hier) – Mini-Pick­­nick­­tör­t­chen (Rezept gibts hier) – Frisches Obst – Getränke – Ein gutes Buch – …und vor allem ZEIT!! Vorlesen hat etwas Magi­sches! Sich auf eine Geschichte einzu­lassen, mit den Helden mitzu­fie­bern, mitzu­leiden und sich mitzu­freuen, ist ein wunder­volles Gemein­schafts­er­lebnis. Die Vertraut­heit des Zusam­men­seins und dennoch das Erleben der Geschichte in der eigenen Fantasie, füllen die Zeit auf eine ganz wert­volle Art und Weise. Ich glaube, das ist sehr wichtig als Ausgleich zur mitt­ler­weile alltäg­lich gewor­denen, schnellen Medi­en­nut­zung. Es ist schön und anre­gend, Sprache in ihrer dichten, poeti­schen oder geschlif­fenen Form zu erleben, werden doch kurze Text­nach­richten meist nur flüchtig und hektisch wahr­ge­nommen. Kommu­ni­ka­tion, ganz langsam, ganz analog – das tut uns einfach gut! Laut …

Zucchinibrot als Butterstulle – lecker!

Zucchi­ni­brot – mein Pick­nick-Snack!

Eigent­lich ist das Zucchi­ni­brot eher ein Kuchen. Da es aber beson­ders lecker schmeckt, wenn man es mit etwas Butter bestreicht und als Stulle vernascht, ist es eben ein Brot. Wie auch immer, es ist herr­lich saftig, ein biss­chen nussig und lässt sich gut zube­reiten. Gerade im Sommer, wenn man der Zucchi­ni­flut Herr werden will, ist dieses Rezept der Hit. Das Zucchi­ni­brot hält sich in Alufolie verpackt eine ganz Weile und lässt sich gut einfrieren. Früher gab es das Zucchi­ni­brot nach der Reit­stunde auf dem Pfer­dehof beim Pick­nick im Stroh. Die Mutter meiner Freundin hat es immer gerne geba­cken.  Die glück­liche Erin­ne­rung hat es mich nie vergessen lassen und jetzt habe ich es als perfektes Pick­­nick-Rezept wieder­ent­deckt, z.B. für ein Vorlese-Pick­­nick (wer neugierig ist, bitte hier entlang…) Zutaten: 500 g Zucchini 3 Eier 200 g zerlas­sene Butter (oder gutes Öl) 250 g Zucker (ursprüng­lich sollten es 380 g Zucker sein, das schmeckt auch toll, aber es geht auch mit weniger Zucker) 500 g Mehl 150 g gemah­lene Nüsse (ich nehme oft 100 g Mandeln und 50 g …

Mini-Picknicktörtchen mit Vanillecreme und Früchten

Mini-Pick­nick­tört­chen

Die hübschen Mini-Pick­­nick­­tör­t­chen erobern sich schnell ihre Fange­meinde. Ob mit Beeren oder anderen Früchten – bei den süßen Minis besteht Sucht­ge­fahr. Da man sie mit einem Haps verna­schen kann, sind sie für ein Pick­nick (Pick­­nick-Tipp hier…) perfekt. Aber auch ein Finger­­food- oder Kuchen­buffet berei­chern die kleinen Tört­chen. Die Pick­nick­tört­chen werden in Mini-Muffin­ble­chen (ca. Ø 4,5 cm, Höhe 2 cm)  geba­cken, ich habe zwei Bleche, aber man kann natür­lich auch nach­ein­ander backen. Zutaten (für ca. 36 Stück): 280 g Mehl 100 g Puder­zu­cker 1 Ei 175 g kalte Butter Prise Salz Messer­spitze Zitro­nen­schale von einer Bio-Zitrone 325 g Milch 60 g Zucker 4 Eigelb 40 g Mehl Mark von einer Vanil­le­schote 100 g Sahne even­tuell 1 Päck­chen Torten­guss Beeren oder andere Früchte. Toll passen auch frische aroma­ti­sche Feigen!   Zube­rei­tung: Den Back­ofen auf 180° C (Umluft) vorheizen. Das Muffin­blech mit Butter einfetten. Für den Mürbe­teig das Mehl, Puder­zu­cker, Ei, Butter, Salz und Zitro­nen­schale schnell mit den Händen zu einem glatten Teig kneten (es geht natür­lich auch eine Küchen­ma­schine). Den Teig auf einer bemehlten Arbeits­fläche 5 mm …

Handtasche Leontine Hargoot

Taschen­de­sign aus Holland: Leon­tine Hagoort

  Frauen pflegen unter­schied­liche Bezie­hungen zu ihren Hand­ta­schen. Es gibt Frauen, die lieben es, mit verschie­denen Taschen durch den Alltag zu jonglieren. Andere verlieben sich hoff­nungslos in eine Hand­ta­sche und tragen diese tagaus tagein mit sich. Die einen lieben große Taschen, in denen nahezu ihr gesamter Haus­stand unter­zu­bringen ist, um für jede Even­tua­lität gerüstet zu sein, anderen reicht eine kleine Tasche für Porte­mon­naie, Telefon, Schlüssel und Lippen­stift. Aber eines ist doch klar: Es geht nichts über eine schöne, hand­werk­lich gut gear­bei­tete Hand­ta­sche! Eine, in die man sich verliebt, weil sie hinrei­ßend aussieht und sich einfach gut anfühlt. Mein Blick fällt schon seit Jahren immer wieder auf die einzig­ar­tigen Leder-Hand­­ta­­schen und Porte­mon­naies der nieder­län­di­schen Desi­gnerin Leon­tine Hagoort. 2004 hat Leon­tine ihre Kollek­tion erst­mals in Paris auf der “Premier Class” präsen­tiert und seitdem werden sie welt­weit verkauft. Leon­tine sammelt aber auch leiden­schaft­lich Hand­ta­schen und hat mitt­ler­weile weit über Hundert Exem­plare im Fundus. Ich war neugierig auf die Desi­gnerin und wollte gerne mehr über sie und ihre Arbeit wissen… Leon­tine, wo finden Sie Inspi­ra­tionen? “Ich sammle Hand­ar­beits­bü­cher, Vintage Hand­ta­schen, …

Leontine Hagoorts Liebling: Zitronenmohnkuchen

Leon­tines Lieb­ling: Zitronen-Mohn­ku­chen

Was haben Schmet­ter­linge und Zitronen-Mohn­ku­chen gemeinsam? Beide gehören zu den Lieb­lingen der Hand­­ta­­schen-Desi­g­nerin Leon­tine Hagoort aus Rotterdam (Inter­view siehe KREATIVE KÖPFE). Schmet­ter­linge mit ihrer fanta­sie­vollen, symme­tri­schen Muste­rung sind Inspi­ra­ti­ons­quelle und Logo-Tier der Desi­gnerin. Dass ihr Lieb­lings Zitronen-Mohn­ku­chen einen ähnlich ästhe­ti­schen Anspruch erfüllt und dazu auch noch herr­lich frisch und sommer­lich schmeckt, kann kein Zufall sein. Der Zitronen-Mohn­ku­chen ist leicht zu backen und sehr saftig. Wer nicht so gerne Mohn isst, könnte statt­dessen auch gehackte Mandeln nehmen oder ihn einfach weglassen. Ich finde Mohn aber nicht nur optisch, sondern auch geschmack­lich ausge­spro­chen raffi­niert. Zutaten: 115 g weiche Butter  115 g Feinster Zucker 4 Eier (L, zimmer­warm)  180 g gemah­lene Mandeln 30 g Mohn 2 Zitronen, Schale und Saft 125 g Mehl 1 gehäufter Teelöffel Back­pulver 1 Prise Salz Für den Sirup:  100 g Feinster Zucker 90 g Zitro­nen­saft Für die Glasur: 225 g Puder­zu­cker 1 Zitrone, Schale und Saft Zube­rei­tung: Den Back­ofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen, Eine Kasten­form (20 cm) fetten und mit Back­pa­pier auskleiden. Die Butter mit dem Zucker schön schaumig rühren. Nach und …

Thai-Eintopf mit Koriander und Reis

Hmmm… Thai-Eintopf!

Dieses Rezept hüte ich sehr, denn – und das ist etwas Beson­deres – alle Fami­li­en­mit­glieder lieben diesen Thai-Eintopf! Es steht in meinem Rezept­büch­lein aus Kinder­tagen, das ich immer mal wieder ergänzt habe. Und weil der Thai-Eintopf so lecker ist, verrate ich jetzt das Rezept. Auch dieses Rezept ist einfach zuzu­be­reiten. 2 Töpfe, Messer, Brett­chen – das geht ganz ohne Koch­com­puter. Ich koche es oft gemeinsam mit meinen Kindern. Wie geht es Ihnen? Ich schnibbel gerne Gemüse! Wenn man nicht gerade sehr in Eile ist, hat das Schneiden von Gemüse etwas Medi­ta­tives. Die bunten Farben, die Formen und die Vorfreude auf das Ergebnis – es ist entspan­nend und zugleich inspi­rie­rend. Genug der Worte, jetzt folgen Fakten: Zutaten (4 Personen): 2 Dosen Kokos­milch (je 400 ml) 3–4 Hühner­brüst­chen 1/4 l Gemü­se­brühe 1 Beutel Tom Kha-Paste (z.B. aus dem Asia-Super­­­markt) Gemüse: Rote und gelbe Paprika,  150 g Zucker­schoten, Früh­lings­zwie­beln, 150 g Erbsen, 150 g Bohnen, 1 Süßkar­toffel 1 Limone Soja­soße brauner Zucker Bund frischen Kori­ander dazu: Duft- oder Basma­ti­reis. Zube­rei­tung: Hühner­brüste klein schneiden und in der Kokos­milch 20 …

ingwersaft von oben

Bitte viel Ingwer!

Wenn Mrs Orange ihre Freun­dinnen einlädt und Mr Ingwer den Damen hübsch einheizt, dann nennen wir das in unserer Küche: “INGWERJUICE”! Unser Geheim­re­zept gegen Müdig­keit, schlechte Laune, Schnupfen, Husten, Heiser­keit… “Ingwer­juice” geht immer, mit zahl­rei­chen Obst­sorten und natür­lich einem ordent­li­chen Stück Ingwer. Hat man sich erst einmal an die Schärfe der gesunden Wurzel gewöhnt, weckt sie die Lust auf mehr. Mehr als 50 g Ingwer sollte man am Tag jedoch nicht verzehren, da Ingwer zwar ein Helfer bei Magen­pro­blemen ist, aber bei über­mä­ßigem Verzehr auch Magen­pro­bleme verur­sa­chen kann. Unseren Fitma­cher mixe ich ruck zuck im Stand­mixer (oder im hohen Rühr­be­cher mit Stab­mixer) z.B. so: Zutaten für ca. 4 Personen: Saft von 4 frisch gepressten Orangen und einer Zitrone Inhalt von 2 Mara­cujas 1/2 Banane 1 Apfel ohne Kern­ge­häuse 1 Stück Ingwer (geschält) ca. 20 – 50 g  etwas Direkt­ap­fel­saft oder Kokos­wasser zum Aufgießen (es hängt davon ab, wie ergiebig die Orangen sind, man könnte auch mehr frischen O-Saft nehmen) Zube­rei­tung: Alle Zutaten klein schneiden und in den Mixer oder Rühr­be­cher geben und mit Apfel­saft oder …

Lissabon Stadtansicht

Lissabon: Hotel­tipp

  Wenn Nost­algie und Moderne einen Treff­punkt verein­baren könnten, käme heraus: Lissabon! Die portu­gie­si­sche Haupt­stadt verbindet auf faszi­nie­rende Art und Weise den Charme der Vergan­gen­heit mit der urbanen Frische von heute. Eine quir­lige Stadt, in der  junge, krea­tive Menschen sich noch auspro­bieren können. Eine Stadt, in der frische Ideen noch Raum finden, aber auch ein Hauch Melan­cholie zum Nach­denken anregt. Als wir im vergan­genen Sommer Lissabon besuchten, suchten wir ein Hotel, in dem sich all das wieder­findet. Nach ausführ­li­cher Recherche habe ich es auch gefunden: The Inde­pen­dent – Suites & Terrace, gelegen zwischen den quir­ligen Stadt­teilen Bairro Alto und Prín­cipe Real, direkt am Aussichts­punkt São Pedro de Alcân­tara. Ein Voll­treffer! In diesem Viertel siedelten sich im 19. Jahr­hun­dert zahl­reiche Zeitungs-Redak­­tionen an, und mit ihnen kamen viele Intel­lek­tu­elle ins Bairro Alto, die Ober­stadt. Heute ist es das Knei­pen­viertel der Stadt mit hübschen kleinen Bouti­quen und Geschäften. Der wunder­bare Stadt­pa­last, in dem das Hotel behei­matet ist, wurde zu Beginn des 20ten Jahr­hun­derts gebaut. Kein Hotel im eigent­li­chen Sinne, keine Minibar, kein Room­ser­vice, dafür aber viel Charme, ein …