Dekoration, Interior
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Neues von gestern: Wand­teller

Warum auf den Floh­markt streifen, wenn das Gute liegt so nah, wußte – leicht abge­wan­delt natür­lich – schon Goethe und habe auch ich erlebt. Natür­lich gehe ich gerne auf Floh­märkte, aber Schätze aus dem eigenen Keller zu heben, ist eine voll­kom­mene Form des Samm­ler­glücks.
Und das kam so…

drei wandteller

leere flurwundEs ging um die wunder­schönen,  kobalt­blauen Wand­teller aus dem Erbe meiner Groß­mutter. Sie stammen aus der Porzel­lan­ma­nu­faktur Royal Copen­hagen und  hingen in ihrem Flur rund um die Türen. Als Kind habe ich sie oft faszi­niert betrachtet. Auch wenn sie für längere Zeit zur Unter­miete im Keller verschwanden – sie gingen mir nie aus dem Kopf und nachdem  wir in diesem Früh­jahr unseren Flur nach der “Klein­kind­phase” reno­viert hatten,  fügte sich plötz­lich alles zu einem Bild. Ich sah die leuch­tend blauen Teller vor mir,  genau da, über der Kommode, wo die leere Wand quasi danach rief.Tellerrand

 

W ir kramten die Kiste hervor und plat­zierten einige der Teller (es gibt noch viel mehr!) an der Wand in unserem Flur. Dazwi­schen sorgen selbst­ge­machte Tier­skulp­turen unserer Kinder für Glanz­punkte. So stehen die alten Wand­teller in einem neuen Kontext und belohnen unsere Aufmerk­sam­keit mit einem einzig­ar­tigen blauen Leuchten. Etwas Neues ist entstanden und das macht den beson­deren Zauber im Umgang mit alten Dingen aus. Und meine Groß­mutter hätte sich sehr gefreut, daß ihre Herzens­dinge nun auch unsere Augen­weide sind.

Tellerwand Skulptur Giraffe

 

Natür­lich könnte man solche Wand­teller auch – bevor sie in Kisten schmachten – einfach als Teller benutzen. Für kleine Vorspeisen oder als Dessert­teller. In Kombi­na­tion mit weißem Geschirr passt immer alles zusammen. Die reichen Verzie­rungen werden bestimmt für netten Gesprächs­stoff bei Tisch sorgen. Und geht mal ein Teller zu Bruch? Dann hatte er wenigs­tens ein schönes Leben!

gedeckter Tisch blaue teller

Ein Tipp noch: Wenn der Keller doch keine Schätze frei­gibt – auf Antik- und Floh­märkten findet man sehr oft wunder­schöne Teller und auch wenn sie nicht die eigene Fami­li­en­ge­schichte erzählen, so ist es doch span­nend sich vorzu­stellen, was diese Objekte schon alles erlebt haben könnten.

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