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Zu Besuch bei den Freundts – Vintage-Buchstabensammler aus Hamburg. Ein Porträt.

Psst… wollen Sie ein ‘E’ kaufen?

Oder ein ‘A’, ein uraltes riesiges ‘B’, ein neon­be­leuch­tetes ‘L’ oder viel­leicht ein vergol­detes ’n’? Die Bedeu­tung von Buch­staben wurde uns bereits im Klein­kind­alter vermit­telt. Zum Spre­chen, Lesen und Schreiben – unver­zichtbar. Den Blick für die beson­dere und manchmal einzig­ar­tige Darstel­lung der Buch­staben entwi­ckelt man etwas später. Geschwun­gene und verschlun­gene, lange und schlanke, runde und eckige – arten­reich sind die verschie­denen “Figuren” der Lettern. Doch dann gibt es da noch eine beson­dere Art von Buch­staben. Die von der Straße. Die hart­ge­sot­tenen. Weil sie da sind, wo das Leben tobt, vor den Geschäften, Bars, Cafés, Hotels und Restau­rants. Diese stillen Zeit­zeugen an den Häuser­fas­saden. Buch­staben, die unab­lässig ihre Botschaft aussenden, während der Lauf der Geschichte an ihnen vorüber­zieht. Und so über­standen die einen die Wirren des Zweiten Welt­krieges, unter anderen flanierten Damen in Petti­coats entlang und wieder andere wurden sogar von den Blicken der Beatles erfasst – wer weiß das schon so genau…? Zeitlos schön! Und deswegen schaffen es die kleinen und großen Buch­staben, die Herzen einiger Menschen zu erobern, ja sogar wahre Leiden­schaften zu wecken. …